Landeshauptstadt Schwerin - Erstellung eines Entsiegelungskatasters für die Landeshauptstadt Schwerin
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Landeshauptstadt Schwerin beauftragt eine flächendeckende Erfassung, GIS-basierte Bewertung und Priorisierung von Entsiegelungspotenzialen im gesamten Stadtgebiet. Gefordert sind unter anderem eine digital fortschreibbare Datenbank, zehn Maßnahmensteckbriefe, ein Projektbericht, vollständige Geodaten sowie zwei öffentliche Informationsveranstaltungen.
Das Angebot muss in deutscher Sprache bis zum 05.11.2026 um 09:00 Uhr verschlüsselt über das DTVP-Portal eingereicht werden. Der Bruttoangebotspreis darf höchstens 80.000,00 EUR betragen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Angebotspreis brutto30%
Preisbewertung auf Basis des Bruttoangebotspreises; maximal 10 Punkte, niedrigster Preis erhält 10 Punkte, interpolation bis zum doppelten niedrigsten Preis.
- Referenzen für vergleichbare Leistungen des eingesetzten Projektteams in den letzten drei Jahren20%
Vergleichbare Referenzen für Entsiegelungskataster und -konzepte für Kommunen mit mehr als 50.000 Einwohnern; gewertet werden Anzahl und Geeignetheit der Referenzen sowie die Mitarbeiterbeteiligung im eingesetzten Team. Mindestleistungspunktzahl: 2 Punkte.
- Fachkenntnisse/Erfahrungen des eingesetzten Projektteams20%
Fachkenntnisse und Erfahrungen der eingesetzten Mitarbeiter in den Bereichen GIS-basierte Entsiegelungskataster und -konzepte, GIS-basierte Analysen, Freiraum- und Grünflächenkonzepte, Bodenschutzfachliche Kompetenz, Kommunale Planungserfahrung sowie Akteursbeteiligung und Kommunikation. Mindestleistungspunktzahl: 4 Punkte.
- Konzept der Herangehensweise30%
Bewertung des Angebotskonzepts hinsichtlich Umsetzungsvorstellung einschließlich Zeitschiene, plausibler Vorgehensweise, Netzwerkarbeit und Einbeziehung von Akteuren sowie praxisbezogener und übertragbarer Lösungsansätze. Mindestleistungspunktzahl: 4 Punkte.
Jedes Zuschlagskriterium wird mit maximal 10 Punkten bewertet; die Punktzahl wird mit der jeweiligen Gewichtung multipliziert. Beim Angebotspreis erhält das niedrigste Angebot 10 Punkte und ein fiktives Angebot zum doppelten niedrigsten Preis 0 Punkte; Zwischenwerte werden linear interpoliert. Der Durchschnitt der Einzelbewertungen der Bewertungskommission wird auf zwei Nachkommastellen ermittelt. Die Mindestleistungspunktzahl beträgt beim Konzept der Herangehensweise 4 Punkte, bei den Referenzen 2 Punkte und bei Fachkenntnissen/Erfahrungen 4 Punkte; bei Nichterreichung erfolgt ein Ausschluss.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenDatengrundlagen und flächendeckende Erfassung
Luftbilder, Karten und städtische Datengrundlagen beschaffen, digitalisieren und konvertieren. Innen- und Außenbereich mit zusammen etwa 95 km² flächendeckend auswerten; Zielmaßstab 1:1.000 bis 1:5.000. Flächen ab etwa 300 m² erfassen, kleinere räumlich zusammenhängende Flächen können zusammenfasst werden. KI-gestützte Auswertung ist zulässig.
GIS-Kataster und Fachbezug
Flächen im GIS mit Lage, Flur, Flurstück und Gemarkung, Versiegelungsgrad, Größe, Eigentums- und Nutzungsverhältnissen, Entwässerung sowie Konflikten und Restriktionen wie Leitungen klassifizieren. Ergebnisse in GeoJSON oder GeoTIFF darstellen und mit den genannten städtischen Fachkonzepten abgleichen.
Verifizierung und Potenzialabschätzung
Erfasste Flächen auf praktische Eignung prüfen, Fachstellen und Informationsträger befragen und Informationen bündeln. Relevante Stellen wie Naturschutzbehörde, Forstamt, Stadtplanung, Baubehörde, Gebäudemanagement und Wirtschaftsförderung einbinden. Ortbegehungen und Fotodokumentation insbesondere bei unklarer Abgrenzung oder hohem Potenzial durchführen.
Priorisierung und Maßnahmenkatalog
Flächen anhand von Verfügbarkeit, ökologischem Wert, Klimawirkung, Biodiversität, Boden und Wasser, Treibhausgasminderung, Wirtschaftlichkeit, baulichen und stofflichen Restriktionen sowie multifunktionaler Wirkung auf einer dreistufigen Skala bewerten. Für 10 Standorte Maßnahmenblätter beziehungsweise Steckbriefe mit Zeitplan, Kostenschätzung, Finanzierungsmöglichkeit, Zielzustand und ökologischem Wert erstellen.
Datenübergabe und Bericht
Ein digital fortschreibbares Entsiegelungsflächenverzeichnis, eine PostgreSQL/PostGIS-Datenbank als SQL-Skript sowie ein QGIS-Projekt als QGZ, GeoJSON-, GeoTIFF- und QML-Dateien im Koordinatensystem EPSG 25833 mit relativer Pfadspeicherung liefern. Codelisten, Wertebereiche und Auswahltabellen ergänzen. Einen digitalen Vorabzug und eine druckfähige Endfassung des Projektberichts nach Corporate Design der Stadt erstellen.
Projektkommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
Vier Präsenztermine einschließlich Auftakt vorbereiten, durchführen, protokollieren und die Protokolle bereitstellen. Zwei öffentliche Informationsveranstaltungen durchführen, die kommunale Presse-, Internet- und Social-Media-Arbeit unterstützen und fünf Bürgervorschläge auf technische Machbarkeit und Aufwertungspotenzial prüfen.
Förder- und Verwendungsnachweis
Die Vorgaben des KfW-Programms 444 Modul D.1 sowie die neun Punkte der Checkliste zum Verwendungsnachweis abdecken. Dazu gehören unter anderem Gebietskulisse, Potenziale und Mobilisierbarkeit, Maßnahmen, Priorisierung, Grobkostenschätzung, Finanzplanung, Organisationsstrukturen, Monitoring und die Beteiligung von Bürgerschaft und Eigentümern. Auf Anforderung bis 31.05.2028 zur Erstellung des Verwendungsnachweises beitragen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche und registrierbezogene Eignung
Die gewerberechtlichen Voraussetzungen müssen erfüllt sein. Eigenerklärung FB 124, Angabe der Unternehmensgröße, Einklassifizierung der jahresdurchschnittlich Beschäftigten der letzten drei Jahre und Benennung der Leitungs-personen sind mit dem Angebot vorzulegen. Register, Gewerbe- und Branchennachweise sowie Unbedenklichkeitsbescheinigungen können auf Anforderung verlangt werden.
Technische und berufliche Eignung
Die für Fachkenntnisse und Referenzen genannten Personen müssen tatsächlich eingesetzt werden. Bei Verhinderung ist gleichwertiger Ersatz zu stellen. Für das Projekt sind ein Projektleiter und ein stellvertretender Projektleiter zu benennen; ihre berufliche Qualifikation und Erfahrung sind darzustellen.
Fachkenntnisse und Projekterfahrung
Nachweise sind für GIS-basierte Entsiegelungskataster und -konzepte, GIS-Analysen, Freiraum- und Grünflächenkonzepte, Bodenschutz, kommunale Planung sowie Akteursbeteiligung und Kommunikation zu erbringen. Für die höchste Bewertung werden mehr als 12 Jahre Berufserfahrung des Projektleiters sowie einschlägige Erfahrung mit Entsiegelungskatastern und -konzepten verlangt. Das Kriterium ist mit 20 Prozent gewichtet und erfordert mindestens 4 Punkte.
Vergleichbare Referenzen
Referenzen für vergleichbare Dienstleistungen des eingesetzten Teams aus den letzten drei Jahren sind nachzuweisen. Das Kriterium ist mit 20 Prozent gewichtet und erfordert mindestens 2 Punkte. Die Einzelerklärungen müssen die Mitarbeiter und deren Mitwirkung an den Referenzen nachvollziehbar machen.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Eine Eigenerklärung zur wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit ist abzugeben. Bestätigende Bescheinigungen können auf Anforderung verlangt werden; ein Mindestumsatz oder Mindestauftragswert ist nicht genannt.
Arbeitsbedingungen und Pflichten
Die Bietererklärungen sowie die Erklärungen und Verpflichtungen nach dem Tariftreue- und Vergabegesetz Mecklenburg-Vorpommern und der Mindestarbeitsbedingungenverordnung sind einzuhalten beziehungsweise abzugeben. Das Angebot darf keine unzulässige Wettbewerbsbeschränkung enthalten.
Angebotsbewertung
Der Angebotspreis ist mit 30 Prozent gewichtet. Das Konzept der Herangehensweise ist mit 30 Prozent gewichtet und muss mindestens 4 Punkte erreichen. Für Referenzen und Fachkenntnisse sind jeweils mindestens 2 beziehungsweise 4 Punkte erforderlich. Nebenangebote sind nicht zugelassen.
Vergleichbare GIS-basierte Entsiegelungskataster und -konzepte für Kommunen mit mehr als 50.000 Einwohnern; nachzuweisen sind grundsätzlich vergleichbare Leistungen des eingesetzten Projektteams, die Bewertung erfolgt nach Anzahl und Anzahl abgeschlossener Projekte.
Nachweis mittels Eigenerklärung; die genannten Teammitglieder müssen an den Referenzprojekten mitgewirkt haben. Fünf Referenzen ergeben 10 Punkte, vier 8 Punkte, drei 6 Punkte, zwei 4 Punkte und eine 2 Punkte. Für das Zuschlagskriterium ist mindestens eine Mindestleistungspunktzahl von 2 zu erreichen.
Wettbewerb & Angebotsprognose
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