Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadt Hildesheim schreibt im Rahmen der Erweiterung der Radstation am Hauptbahnhof (Bahnhofsplatz, 31134 Hildesheim) Stahlbauarbeiten öffentlich aus. Der Auftrag umfasst Abbruch der alten Dachrand- und Stützenkonstruktion, Lieferung und Montage einer neuen feuerverzinkten Stahltragkonstruktion (ca. 5,4 Tonnen) mit Trapezblechdach, Wand-Sandwichpaneele und zwei Lichtkuppeln. Bieter müssen ihre Eignung nachweisen (Präqualifikation oder Eigenerklärung), drei vergleichbare Referenzen aus den letzten drei Geschäftsjahren vorlegen und ein Schweißzertifikat EXC2 nach DIN EN 1090 mitbringen. Angebote sind bis spätestens 18.09.2026, 09:00 Uhr elektronisch über die Vergabeplattform DTVP einzureichen; die Bindefrist endet am 15.10.2026, die Ausführung läuft vom 19.10.2026 bis 18.12.2026.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenVorbereitende Arbeiten – Abbruch und Demontage
Demontage der Dachrandkonstruktion (ortgangseitig, ca. 11,5 m) und der Stützenkonstruktion (2 Stück, Höhen 3,87 m und 3,64 m, in Leichtbauweise mit zementgebundenen Bauplatten). Die Demontage umfasst Separierung, Transport und fachgerechte Entsorgung; vorhandene Stahlprofile können nach Möglichkeit wiederverwendet werden.
Neue Stahltragkonstruktion mit Dach
Tragkonstruktion Radstation mit einer Masse von ca. 5.375 kg (zzgl. ca. 350 kg Anschweiß- und Verbindungsteile) aus Stahl S 235 JR, alle Außenteile feuerverzinkt. Sie besteht aus Stützen, Dachträgern (HEB 160, HEB 240, IPE 80), Quer-Dachträgern, Zugbändern (BFL 160/20), Diagonalauskreuzungen und Schubdornen. Grundfläche ca. 7,70 × 10,60 m, Konstruktionshöhe ca. 3,64–3,86 m.
Dach: Stahltrapezblech 83/280, t = 0,88 mm, ca. 90 m², mit Korrosionsschutz und werkseitig eingebrachten Öffnungen für zwei Lichtkuppeln (200 × 100 cm). Dachrand-Unterkonstruktionen pultseitig und ortgangseitig sowie Stützen-Unterkonstruktionen und Anschraubflansche für bauseitige Alu-Pfosten.
Wandverkleidung und Eingangsportal
Wand-Sandwichpaneele aus PUR, d = 140 mm, ca. 30 m², mit Vertikalfugen (3,7 m), einer Türöffnung (101/213,5 cm), Leibungsverblechung Türöffnung (5,5 m) und oberer Abdeckung (7,7 m). Eingangsportal mit automatischer Schiebetür (Lichte Öffnungsbreite ca. 2,70 m, Höhe ca. 2,11 m), Stahl verzinkt und pulverbeschichtet RAL 7011 Eisengrau, mit Lochblechfüllung 2 mm.
Lichtkuppeln
Zwei Lichtkuppeln für Trapezblech, starr, gewölbt, 2-schalig opal, Größe 100 × 200 cm, mit Aufsetzkranz.
Nebenleistungen und Baustellenlogistik
Baustelleneinrichtung, Kran, Gerüste, Sicherungsmaßnahmen, Baustrom und Wasserweiterführung sind als Nebenleistungen in die Einheitspreise einzurechnen. Tägliche Arbeitsplatzsäuberung und Entsorgung von Abfall/Schutt sind durchzuführen. Ein Bautagebericht ist zu führen und täglich der Bauleitung zur Durchschrift zu übergeben.
Ausführung nach Norm und technische Bearbeitung
Ausführung nach DIN EN 1090, Ausführungsklasse EXC2; Schweißzertifikat EXC2 ist nachzuweisen. Korrosionsschutz nach DIN EN ISO 12944 bzw. Feuerverzinkung nach DIN EN ISO 1461; Stahlteile im Innenbereich mit Rostschutzgrundierung. Schweißungen und Nachverzinkungen auf der Baustelle sind unzulässig; die Montage erfolgt überwiegend mit hochfesten Paßschrauben.
Technische Bearbeitung durch den Auftragnehmer: Konstruktions-, Ausführungs-, Montage-, Werkstatt- und Detailpläne (3-fach), ggf. statische Berechnungen für Anschlüsse/Verbindungen, Aufmaß der bauseitigen Anschlüsse und Unterkonstruktionen. Vor Materialbestellung ist die Übereinstimmung mit den technischen Daten gegenüber der örtlichen Bauleitung nachzuweisen; vor Arbeitsbeginn sind Unterkonstruktionen zu prüfen, Mängel dem Bauleiter zu melden.
Stundenlohnarbeiten: 10 Std Facharbeiter als Reserve für nicht erfasste Arbeiten (Pos. 2.1).
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche Lage und Registereintragungen
Kein Insolvenzverfahren (weder beantragt noch eröffnet, kein Antrag mangels Masse abgelehnt, keine Liquidation; alternativ rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan). Keine schweren Verfehlungen bzw. Ausschlussgründe gem. § 6e EU VOB/A (keine Verurteilungen mit Freiheitsstrafe > 3 Monate oder Geldstrafe > 90 Tagessätzen, kein Eintrag im Gewerbezentralregister/Wettbewerbsregister).
Registereintragung: mindestens eine der folgenden Varianten muss nachgewiesen werden:
Mitgliedschaft in der zuständigen Berufsgenossenschaft.
Ordnungsgemäße Erfüllung der Verpflichtungen zur Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Umsatz des Unternehmens der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre (Bauleistungen und vergleichbare Leistungen, inkl. Anteile aus ARGE-/NU-Leistungen).
Für Auftragssummen ab 30.000 € fragt der Auftraggeber für den vorgesehenen Zuschlagsempfänger das Wettbewerbsregister beim Bundeskartellamt ab.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Verfügbares qualifiziertes Personal: Erklärung, dass die für die Ausführung erforderlichen Arbeitskräfte zur Verfügung stehen; auf Verlangen in engerer Wahl Zahl der in den letzten 3 Jahren jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte, gegliedert nach Lohngruppen mit extra ausgewiesenem Leitungspersonal.
3 Referenzen über vergleichbare Bauleistungen der letzten 3 Geschäftsjahre (Art, Umfang und Vertragsdauer vergleichbar mit den ausgeschriebenen Stahlbauarbeiten). Im Formblatt VHB 124 sind die Mindestangaben zu machen (Ansprechpartner, Leistungsart, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, eingesetztes Personal, technische/gerätespezifische Besonderheiten, Art der Baumaßnahme, vertragliche Bindung, ggf. koordinierte Gewerke, Auftraggeberbestätigung).
Fachliche Eignung Stahlbau
Herstellerqualifikation als zwingende Ausführungsvoraussetzung: Schweißzertifikat für Ausführungsklasse EXC2 gemäß DIN EN 1090-1 und DIN EN 1090-2 ist dem Auftraggeber vor Ausführung der Arbeiten schriftlich nachzuweisen.
Nachunternehmereinsatz
Bei Einsatz von Nachunternehmen ist im Angebot Art und Umfang der NU-Leistung anzugeben; auf Verlangen sind die Nachunternehmen zu benennen. Für jeden Nachunternehmer ist der Präqualifikationsnachweis oder eine entsprechende Eigenerklärung zur Eignung vorzulegen.
Bauleistungen – vergleichbare Stahlbauarbeiten in Art, Umfang und Vertragsdauer (z.B. Errichtung/Erweiterung von Fahrradstationen oder ähnliche Stahlkonstruktionen)
Art, Umfang und Vertragsdauer vergleichbar; Angaben im Formblatt VHB 124 (Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, eingesetztes Personal, technische Anforderungen, Auftraggeberbestätigung); bei engerer Wahl als Referenznachweise einzureichen