Erweiterung und Umbau Sozialräume an der KA Grünstadt – Los 01: Erd-, Maurer- und Betonarbeiten
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung für die Erweiterung und den Umbau der Sozialräume an der Kläranlage Grünstadt.
Los 01 umfasst die Rohbauleistungen: Baustelleneinrichtung, Abbrucharbeiten, Erdarbeiten, Abwasserkanalarbeiten, Dämmung, Erdung und Potentialausgleich, Betonarbeiten, Abdichtung und Mauerarbeiten. Das Leistungsverzeichnis umfasst 13 Gruppen und 186 Positionen.
Das Angebot ist bis zum 26.11.2026 um 14:00 Uhr elektronisch über die Vergabeplattform einzureichen. Mit dem Angebot sind insbesondere das ausgefüllte Angebotsschreiben, die GAEB-Preisdaten sowie Eignungserklärungen und drei vergleichbare Referenzprojekte vorzulegen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Wertungssumme des Angebotes; bei wirtschaftlich gleichwertigen Angeboten greifen die gesetzlichen Bevorzugungsregelungen.
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden aus den nachgerechneten Angebotssummen ermittelt, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen und dem Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung
Allgemeine Baustelleneinrichtung einschließlich Geräten und Maschinen, Vorhaltung und Räumung. Erforderlich sind unter anderem Bauwasser- und Baustromanschluss, provisorische Leitungen, WC-Container, Bürowagen, Bauzaun, Toranlage, Baumschutz, Meterriss, Flächenschotterung, Schuttcontainer, Entsorgung sowie Bautafel und Bauschildmontage.
Die im Leistungsverzeichnis genannten Vorhaltezeiten, etwa 56 Wochen für den WC-Container, zwölf Monate für Bürowagen und Baustrom sowie 52 Wochen für den Bauzaun, sind zu berücksichtigen.
Abbruch und Bestandsschutz
Abbruch von Bestandsaußen- und Innenwänden, Öffnungen in der Bestandsbodenplatte, Ausbau der Bestandsperimeterdämmung und Kernbohrungen in Fundamenten. Die Bestandsdecke ist während der Arbeiten durch Doka-Träger beziehungsweise Sprießung zu sichern; Sprießungen und Schalungen sind bis zum Abschluss der Betonage der Decke über Erdgeschoss vorzuhalten.
Erdarbeiten und Gründung
Baggerschürfe, Abschiepen, Lagern, Wiedereinbauen und Entsorgen von Oberboden, profilgerechter Aushub, Fundamentaushub, Leitungsgräben, Bodenverbesserung, Feinplanum und Nachverdichtung. Oberboden und aufgeweichte Lagen sind vollständig zu entfernen; die Aushubsohle ist zu verdichten.
Vorgesehen sind unter anderem 230 m³ Flächenaushub, 33 m³ Fundamentaushub, 50 m³ Geländeauffüllung, 82,5 m³ Leitungsgraben sowie 260 m² Nachverdichtung. Baugruben sind nach DIN 4124 zu sichern; bei Grabentiefen über 1,25 m ist Verbau oder eine entsprechende Böschung herzustellen. Abweichungen von den Gründungsempfehlungen sind mit dem Baugrundgutachter abzustimmen.
Abwasserkanal und Entwässerung
Herstellung von Abwasserkanalanlagen mit PP-Hochlast-Vollwandrohr DN/OD 110, Bögen, Abzweigen, Abdeckkappen und Mauerkränen. Die Leitungen sind an bestehende Regen- und Schmutzwasserkanäle anzuschließen, zu spülen und auf Dichtheit zu prüfen. Für Arbeiten im Bestand ist der im Leistungsverzeichnis vorgesehene Erschwerniszuschlag zu berücksichtigen.
Dämmung und Abdichtung
Lastabtragende Perimeterdämmung, Wärmedämmung an Bodenplatten, Streifenfundamenten und aufgehenden Bauteilen sowie Anarbeiten und Deckenrandabstellung. Unter der Bodenplatte ist eine kapillarbrechende Schotterschicht von mindestens 20 cm vorgesehen; die Bodenplatte ist frostfrei zu gründen.
Abdichtungsarbeiten umfassen Kantenanfasen, Reinigung, Untergrundvorbereitung, Grundierung, Wand-Sohlen-Anschluss und Kratzspachtelung. Erdberührte Bauteile sind bei nicht ausreichender Versickerungsfähigkeit gegen mäßig drückendes Wasser nach W 2.1 E abzudichten.
Erdung und Potentialausgleich
Herstellung von Ringerder um die Bodenplatte, Fundamenterdern, Anschlussfahnen, Kreuzstücken und Verbindungsklemmen sowie Korrosionsschutz. Nach Erstellung der Anlage sind Funktionsmessungen durchzuführen und die Erdungs- und Potentialausgleichsdokumentation nach DIN 18014, DIN 18015, TAB 2007 und NAV zu erstellen. Vorgesehen sind 150 m Ringerder und 105 m Fundamenterder.
Beton-, Schal- und Bewehrungsarbeiten
Ausführung von Sauberkeitsschichten, Unterbeton, Streifenfundamenten, Bodenplatten, Stützen, Unterzügen, Decken, Ringankern und Bestandsöffnungen einschließlich Schalung, Aussparungen, Bewehrung, Verankerungen und Betongütenachweisen. Die Pläne weisen unter anderem eine 20 cm starke Bodenplatte, Streifenfundamente von 50 cm Breite und 94 cm Höhe, Filigrandecken sowie drei HEA-160-Stahlträger aus.
Betonstahl, Betonstahlmatten, Abstandshalter, Drunterleisten und Ankerschienen sind einzubauen. Betongütenachweise sind auf Anforderung von den Betonlieferanten zu beschaffen; Probewürfel und die Auflagen der Bauaufsicht beziehungsweise des Überwachungsinstituts sind zu berücksichtigen.
Mauerarbeiten und Anschlüsse
Errichtung von Porenbetonaußenwänden mit 36,5 cm Dicke sowie Kalksandsteininnenwänden in den ausgeschriebenen Wandstärken. Enthalten sind Kimmschichten, waagerechte Abdichtung, Stürze, Wandscheiben, Wandpfeiler, Öffnungen, Nischen, Schlitze, Befestigung nichttragender Trennwände, Ausmauerungen, Brüstungen und Glattstrich der Fensterlaibungen.
Anschlüsse an Bestandsmauerwerk, Außenecken und Brüstungsmauerwerk sind nach den zusätzlichen technischen Vertragsbedingungen auszuführen. Unter Mauerwerkswänden ist eine Trennlage aus Bitumenbahn R 500 einzubauen. Im Bestand sind-materialtransport und Aushubarbeiten in Handarbeit als Erschwernis zu kalkulieren.
Technische Ausführung und Prüfungen
Die statische Berechnung, Schal- und Bewehrungspläne sowie die technischen Vertragsbedingungen sind einzuhalten. Unstimmigkeiten zwischen den Unterlagen sind mit Objekt- und Tragwerksplaner zu klären. Betonoberflächen für Verankerungen müssen aufgeraut und sauber sein; Arbeitsfugen sind nach den Angaben der Pläne auszuführen.
Für die Abwasserleitungen ist eine schriftliche Bescheinigung über die Dichtheitsprüfung zu erstellen. Gründungssohlen sind vom Baugrundgutachter abnehmen zu lassen. Baustelle, Zufahrten und Verkehrsflächen sind zu reinigen, Abfälle täglich zu entfernen, das Bautagebuch arbeitstäglich zu führen und wöchentlich abzugeben.
Stundenlohnarbeiten
Das Leistungsverzeichnis enthält Stundenlohnarbeiten für Facharbeiter, Helfer, Hydraulikbagger, Radlader, Lastkraftwagen, Kompressor beziehungsweise Bohrhammer, elektrischen Bohrhammer und Rüttelplatten. Sie dürfen nur auf besondere Anordnung der Bauüberwachung und nur gegen einen vom Bauherrn unterschriebenen Rapport ausgeführt und abgerechnet werden.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBetriebliche Eignung
Das Unternehmen muss gewerbsmäßig die ausgeschriebenen Bauleistungen ausführen. Der leistungstragende Teil ist grundsätzlich im eigenen Betrieb zu erbringen; General- und Totalunternehmer sind nicht zugelassen.
Präqualifizierte Unternehmen können ihre Eignung durch Eintragung im Präqualifikationsverzeichnis und gegebenenfalls auftragsbezogene Nachweise nachweisen. Nicht präqualifizierte Unternehmen verwenden Formblatt 124 oder einen gleichwertigen Eignungsnachweis.
Umsatz, vergleichbare Leistungen und Personal
Der Umsatz der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre ist für vergleichbare Bauleistungen und sonstige vergleichbare Leistungen anzugeben. Ein Mindestumsatz ist nicht festgelegt.
Ebenfalls anzugeben sind vergleichbare Leistungen der letzten fünf Kalenderjahre beziehungsweise des in der Auftragsbekanntmachung genannten Zeitraums sowie die Verfügbarkeit der für die Ausführung erforderlichen Arbeitskräfte. Auf Verlangen ist die jahresdurchschnittliche Zahl der Beschäftigten der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre nach Lohngruppen und mit gesondert ausgewiesenem Leitungspersonal vorzulegen.
Register, Steuern und Sozialversicherung
Angaben zum Handelsregister, zur Handwerksrolle und gegebenenfalls zur Industrie- und Handelskammer sowie zum zuständigen Finanzamt und zur Umsatzsteuer-Identifikationsnummer sind vorzulegen. Der Bieter muss erklären, dass Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträge ordnungsgemäß gezahlt werden, und die Mitgliedschaft bei der Berufsgenossenschaft angeben.
Auf Verlangen können Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Register- oder IHK-Nachweis, Unbedenklichkeitsbescheinigungen, eine Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG sowie weitere steuerliche und berufsgenossenschaftliche Bescheinigungen verlangt werden. Die Bescheinigungen dürfen nicht älter als 13 Monate sein.
Ausschlussgründe
Es dürfen keine Ausschlussgründe bestehen. Erklärungen sind insbesondere zu schweren Verurteilungen wegen wettbewerbsrelevanter Verstöße in den letzten zwei Jahren, wirksamen Berufsverboten, Gewerkeuntersagungen sowie Insolvenz- oder vergleichbaren Verfahren und Liquidation abzugeben. Ein rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan kann nach Maßgabe des Formblatts vorgelegt werden.
Nachunternehmer, Eignungsleihe und Bietergemeinschaften
Werden Leistungen durch Nachunternehmer, Eignungsleiher oder Dritte erbracht, sind deren Erklärungen und erforderlichenfalls Eignungsnachweise vorzulegen. Art und Umfang der übertragenen Leistungen sind anzugeben; die Eignungsnachweise müssen auch vom Dritten kommen.
Bei einer Bietergemeinschaft sind die Auskünfte für jedes Mitglied zu erklären. Formblatt 234 muss von allen Mitgliedern abgegeben werden; der bevollmächtigte Vertreter vertritt die Mitglieder rechtsverbindlich, und die Mitglieder haften als Gesamtschuldner.
Tariftreue und Mindestentgelt
Die Verpflichtungen zur Tariftreue und zum Mindestentgelt nach dem Landestariftreuegesetz Rheinland-Pfalz sind einzuhalten. Für Beschäftigte, die nicht dem Arbeitnehmer-Entsendegesetz unterfallen oder für die kein Tarifvertrag gilt, beträgt das Mindestentgelt ab 01.01.2026 mindestens 13,90 Euro brutto je Zeitstunde.
Bei Nachunternehmern und Verleihern sind deren Mindestentgelt- und Tariftreuerklärungen sowie prüffähige Beschäftigtenunterlagen vorzulegen. Auszubildende und die im Formblatt genannten Ausnahmefälle sind zu berücksichtigen.
Drei vergleichbare Referenzprojekte innerhalb einer vergleichbaren Bauzeit. Je Projekt sind Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, der mit eigenem Personal ausgeführte maßgebliche Leistungsumfang einschließlich Mengen, die durchschnittlich eingesetzte Arbeitnehmerzahl, besondere technische und gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme und die vertragliche Bindung anzugeben.
Bei Komplettleistungen ist zusätzlich eine Kurzbeschreibung der Baumaßnahme einschließlich besonderer Ausführungsanforderungen anzugeben. Auf Verlangen kann eine Bestätigung des Auftraggebers über die vertragsgemäße Ausführung verlangt werden.
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
Erfüllungsort
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