Gebäudeabriss - ehem. Gaststätte Woll für Ortsgemeinde Höheinöd
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung (Vergabenummer ÖA-006/2026) der Ortsgemeinde Höheinöd für den vollständigen Abriss der ehemaligen Gaststätte Woll an der Hauptstraße 24 in 66989 Höheinöd.
Die Leistung umfasst die Schadstoffsanierung (u.a. Asbest, künstliche Mineralfasern, PCB, quecksilberhaltige Leuchtstoffröhren, Schimmel), den Totalabbruch des Gebäudes einschließlich Keller, die fachgerechte Entsorgung und Verwertung aller anfallenden Abfallfraktionen sowie Erdarbeiten mit Verfüllung.
Das Verfahren wird offen nach VOB/A durchgeführt. Angebote müssen bis zum 14.10.2026 um 10:00 Uhr elektronisch über die Vergabeplattform eingereicht werden. Nebenangebote sind nicht zugelassen.
Bieter müssen verschiedene Eignungsnachweise vorlegen, darunter Sachkundenachweise nach TRGS 519, 521 und 524 sowie mindestens drei vergleichbare Referenzen mit Schadstoffsanierung aus den letzten fünf Jahren.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Angebotspreis100%
Der Preis ist laut Aufforderungsschreiben das einzige Zuschlagskriterium. Die unten genannten Regelungen sind keine gewichteten Kriterien, sondern Bevorzugungs- bzw. Preisabschlagsregeln.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenVorbereitende Arbeiten und Baustelleneinrichtung
Einrichtung der Baustelle mit Bauzaun (2,00 m Höhe, arbeitstägliche Prüfung), Verkehrssicherung über die gesamte Bauzeit sowie Organisation von Bauwasser und Baustrom durch den Auftragnehmer (eigener Zähler und Verteiler).
Vor Beginn der eigentlichen Abbrucharbeiten wird das Gebäude geräumt und lose Einrichtungen werden demontiert und entsorgt. Bestehende Leitungen für Strom, Gas und Wasser sowie Kanäle werden getrennt und gesichert.
Einsturzgefährdete Bereiche werden vor den weiteren Arbeiten ertüchtigt. Der Standsicherheitsnachweis ist durch einen Statiker bzw. Tragwerksplaner zu erbringen.
Die bestehende Heizungsanlage mit zwei Öltanks (5.000 l und 1.000 l) wird rückgebaut. Die Tanks werden nach den Anforderungen des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) durch einen Fachbetrieb gereinigt und entgast; das Heizöl und der Ölschlamm werden fachgerecht entsorgt.
Schadstoffsanierung
Vor dem eigentlichen Gebäudeabbruch werden sämtliche Schadstoffe fachgerecht aus dem Gebäude entfernt. Die Arbeiten erfolgen nach den einschlägigen technischen Regeln (TRGS 519 für Asbest, TRGS 521 für KMF, TRGS 524 für Schadstoffsanierung).
Asbesthaltige Materialien (ca. 480 m² Fläche plus diverse Kleinteile):
KMF (künstliche Mineralfasern):
Weitere Schadstoffe:
Für die Asbestsanierung ist vom Auftragnehmer ein Abschottungsplan zu erstellen, der durch einen Fachgutachter freigegeben wird. Eine Freimessung nach TRGS 519 durch einen Fachgutachter ist Voraussetzung für die Freigabe weiterer Arbeiten.
Die Schadstoffsanierung umfasst eine Schwarz-Weiß-Anlage mit Personen- und Materialschleusen, Unterdruckhaltung (mindestens 20 Pa, 7-fach/10-fach Luftwechsel, 3-stufiges Filtersystem), persönliche Schutzausrüstung (PSA) sowie Raumluftmessung.
Abbrucharbeiten
Nach abgeschlossener Schadstoffsanierung und Entkernung erfolgt der Totalabbruch des Gebäudes bis zur Oberkante der Bodenplatte.
Das Kellergeschoss wird ebenfalls vollständig abgebrochen. Die Baugrube wird lagenweise mit verdichtungsfähigem Verfüllmaterial (ca. 1.000 m³) verfüllt, wobei ein Böschungswinkel von maximal 45° einzuhalten ist. Die Verdichtung wird nachgewiesen.
Beim Bietertermin sind Menge und Aufwand der Schadstoffsanierung sowie der Erdarbeiten vom Bieter vor Ort eigenverantwortlich festzustellen.
Entsorgung und Verwertung
Sämtliche anfallende Abfälle werden sortenrein getrennt, fachgerecht entsorgt bzw. verwertet. Die Nachweisführung erfolgt über das elektronische Abfallnachweisverfahren (eANV).
Gefährliche Abfälle (Beseitigung):
Nicht gefährliche Abfälle (Verwertung):
Probenahme von Bauschutt: mindestens 24 Stunden vor Probenahme anzukündigen; Ergebnisse sind innerhalb von 10 Werktagen zu übermitteln. Die Deklarationsanalyse für den Bauschutt wird vom Auftraggeber gestellt.
Erdarbeiten und Wiederherstellung
Freilegen der Fundamente, Erdaushub für das Kellergeschoss (ca. 60 m Kellerwand, ca. 210 m² Kellerboden, Aushubtiefe bis ca. 1,5 m unter Geländeoberkante).
Einbau von unbelastetem Liefermaterial (ca. 1.000 m³) in 30-cm-Lagen mit einer Verdichtung von 97 % DPr.
Aufbringung von Oberboden: ca. 70 m³ auf ca. 450 m² Fläche, 0,15 m Mächtigkeit.
Verdichtungskontrollen: 2 dynamische Rammsondierungen (DPL, bis 6 m Tiefe) und 2 Lastplattendruckversuche nach DIN 18134 mit Gegengewicht.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche Lage und Zuverlässigkeit
Von jedem Bieter sind folgende Eigenerklärungen abzugeben:
Für Handwerksleistungen (Anlage A HwO) ist die Eintragung in der Handwerksrolle oder ein entsprechender Nachweis erforderlich.
Präqualifizierte Unternehmen können den Eintrag in der Liste des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. nutzen.
Fachkunde Schadstoffsanierung
Zwingend mit dem Angebot einzureichende Fachkundenachweise:
Vor Ausführungsbeginn zusätzlich nachzuweisen:
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Nachweis des Umsatzes der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre mit vergleichbaren Bauleistungen (inkl. ARGE-Anteil).
Auf Anforderung sind Unbedenklichkeitsbescheinigungen der Sozialkasse, des Finanzamts sowie eine Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG vorzulegen.
Technische Leistungsfähigkeit / Referenzen
Mindestens drei vergleichbare Referenzen aus den letzten fünf Kalenderjahren.
Eine Referenz ist vergleichbar, wenn sie auch eine Schadstoffsanierung umfasste.
Auf Anforderung sind folgende Angaben zur Referenz vorzulegen: Ansprechpartner, Art der ausgeführten Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, stichwortartige Benennung des maßgeblichen Leistungsumfangs mit Mengenangaben, Zahl der durchschnittlich eingesetzten Arbeitnehmer, besondere technische oder gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau, Umbau, Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer, ARGE-Partner, Nachunternehmer), koordinierte Gewerke mit eigenem Leitungspersonal sowie die Bestätigung des Auftraggebers über die vertragsgemäße Ausführung.
Bietergemeinschaften und Nachunternehmer
Bei Bietergemeinschaften gelten die Eignungsanforderungen für die Gemeinschaft und für jedes Mitglied einzeln. Die Mitglieder haften gesamtschuldnerisch. Ein bevollmächtigter Vertreter ist zu benennen.
Bei Einsatz von Nachunternehmern ist das Nachunternehmerverzeichnis (Formular 10) zwingend einzureichen. Auf Verlangen sind die Namen der Nachunternehmer sowie Eignungsnachweise vorzulegen. Ein fehlendes Nachunternehmerverzeichnis führt zum Ausschluss des Angebots.
Bei Eignungsleihe sind die Verpflichtungserklärung (Formular 11) und das Verzeichnis der Leistungen/Kapazitäten anderer Unternehmen (Formular 12) einzureichen.
Mindestens 3 vergleichbare Referenzen aus den letzten 5 Kalenderjahren mit Schadstoffsanierung
Vergleichbar sind Leistungen, die auch eine Schadstoffsanierung umfassten. Auf Verlangen vorzulegen: Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblicher Leistungsumfang mit Mengenangaben, Zahl der eingesetzten Arbeitnehmer, technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme, vertragliche Bindung (Haupt-ARGE-Nachunternehmer), koordinierte Gewerke, Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenVerlauf dieser Vergabe
2 Bekanntmachungen- 10.10.2026Ausschreibungauf dieser Seite
- Ausführungsort: 66989 Höheinöd → 55118 Mainz
- 23.09.2026Ausschreibung
Auf einen Blick
Erfüllungsort
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