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Gutachten zur Überarbeitung des UVP-Bewertungsverfahrens

Bundesanstalt für Gewässerkunde56068 Koblenz, Rheinland-PfalzVeröffentlicht:
Angebotsfrist:

Zusammenfassung

Automatisch erstellt aus den Vergabeunterlagen

Die Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) in Koblenz schreibt ein wissenschaftliches Gutachten zur umfassenden Evaluation und Überarbeitung des UVP-Bewertungsverfahrens (Umweltverträglichkeitsprüfung) an Bundeswasserstraßen aus.

Was zu tun ist: In drei aufeinander aufbauenden Arbeitspaketen soll der aktuelle Stand von Wissenschaft, Technik und Rechtsprechung aufgearbeitet, das bestehende Bewertungsverfahren methodisch auf Schwachstellen geprüft und konkrete, praxistaugliche Optimierungsempfehlungen erarbeitet werden – inklusive Vorschlägen zur Digitalisierung.

Wer gesucht wird: Ein fachwissenschaftliches Team mit Erfahrung in Umweltprüfungen und UVP-Berichten, geleitet von einer Person mit Hochschulabschluss in einer umweltwissenschaftlichen Disziplin und nachgewiesener Erfahrung in der Leitung solcher Verfahren.

Ablauf: Angebotsabgabe bis 5. November 2026

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Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Angebotsfrist: 05. November 2026
Termin / FristOKT2026 DEZ FEB APR JUN AUG OKT
Veröffentlichung15. Okt. 2026
Bieterfragen-Frist2. Nov. 2026
Angebotsfrist5. Nov. 2026
Bindefrist5. Nov. 2026 – 4. Jan. 2027
Ausführungsbeginnca. 1. Jan. 2027
Vertragslaufzeitca. 1. Jan. – 30. Nov. 2027
Auftaktbesprechung & Arbeitsplanca. 1. Jan. – 31. Jan. 2027
Abschluss Arbeitspaket 1 (Bestandsaufnahme)ca. 1. Jan. – 31. März 2027
Entwurf Zwischenberichtca. 30. Juni 2027
Zwischenpräsentationca. 31. Juli 2027
Entwurf Schlussberichtca. 30. Sep. 2027
Abschlusspräsentation & Schlussbericht (final)ca. 30. Nov. 2027
Vertragsendeca. 30. Nov. 2027
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen
Preis & Qualität2 Kriterien
Preis 40%Qualität 60%
  • Erfahrung der Projektleitung in vergleichbaren Projekten60%

    Bewertet wird die nachgewiesene Berufserfahrung der Projektleitung bei der Steuerung (operative Umsetzung/Unterstützung/Überwachung/Beratung) fachlich-methodischer Grundsatzarbeiten bei Umweltprüfungen (z. B. Erarbeitung von Umweltleitfäden, Fachstandards oder Fachkonventionen) sowie die Steuerung bei der Erstellung von UVP-Berichten im Infrastrukturbereich. Vergabe von 0–5 Wertungspunkten anhand einer Notenskala.

  • Gesamtpreis (Wertungssumme)40%

    Der Preis/das Honorar wird als Wertungssumme aus der nachgerechneten Angebotssumme ermittelt, insbesondere unter Berücksichtigung von Preisnachlässen, preislich günstigsten Grund- oder Wahlpositionen, aller Bedarfspositionen und möglicher zusätzlicher Kosten. 5 Punkte erhält das wertbare Angebot mit der niedrigsten Wertungssumme, 0 Punkte ein fiktives Angebot mit dem 2-fachen der niedrigsten Wertungssumme; dazwischen lineare Interpolation.

Preiswertung: 5 * [(niedrigste Wertungssumme * 2) - Wertungssumme des jeweiligen Bieters] / (niedrigste Wertungssumme), lineare Interpolation mit drei Stellen nach dem Komma (kaufmännische Rundung nach DIN 1333). Erfahrung der Projektleitung: Notenskala 0–5 Punkte gemäß definierter Kriterien.

KI-Hinweis: Beide Zuschlagskriterien (Erfahrung Projektleitung 60 %, Gesamtpreis 40 %) sind mit Gewichtungen und Bewertungsformel vollständig dokumentiert.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Auftragsgegenstand und Zielsetzung

Erstellung eines wissenschaftlichen Gutachtens (BfG-Bericht 2072) zur umfassenden Evaluation und Überarbeitung des UVP-Bewertungsverfahrens an Bundeswasserstraßen.

Kernziele:

Identifikation zwingend zu überarbeitender AspekteErarbeitung konkreter methodischer Vorschläge für den BewertungsvorgangBerücksichtigung der Schnittstellen zwischen UVP und materiellem Fachrecht (Rechtssicherheit, Vereinfachung für die gutachterliche Praxis)Aufzeigung von Digitalisierungspotenzialen (auch KI)

Ergänzende Unterlagen der BfG: UVP-Leitfaden an Bundeswasserstraßen und BfG-Bericht 2072 (aktuelle Fassungen).

Drei Arbeitspakete im Überblick

Arbeitspaket 1 – Bestandsaufnahme und rechtlich-methodischer Rahmen:

Systematische Analyse von Stand von Wissenschaft und Technik, Umwelt-Rechtsprechung und Arbeitshilfen anderer Vorhabenträger (max. 5 Länder-Leitfäden, höchstens 10 beispielhafte UVP-Berichte)Vergleichende tabellarische Übersicht (Synopse) der Methoden, Ansätze, Verfahren und KriterienUntersuchung der Schnittstelle UVP ↔ Fachprüfungen (Eingriffsregelung, FFH-VP, Artenschutz, WRRL)Methodische Differenzierung UVP-Bewertung vs. weitere fachrechtliche Umweltprüfungen

Arbeitspaket 2 – Methodische Evaluation des BfG-Berichts 2072:

Überprüfung in drei Fokusbereichen: Bezugsrahmen, Erheblichkeitsermittlung, schutzgutbezogene Bewertungsrahmen aller Schutzgüter gem. § 2 UVPGIdentifikation von Komplexitätstreibern und HindernissenDetailprüfung der Verwendung gebietsbezogener Referenzzustände und des Verfahrens zur ErheblichkeitsermittlungEntwurf des Zwischenberichts zum Ende von Monat 6

Arbeitspaket 3 – Optimierungspotenziale und Empfehlungen:

Ableitung von OptimierungsvorschlägenTextliche und schematische Darstellung des optimierten BewertungsvorgangsVorgaben zur Wahl des Bezugsrahmens, Regeln für die Erheblichkeitsermittlung, Vorschläge zu Indikatoren/SchwellenwertenVerbindliche Regeln zur Übernahme von Kriterien aus Fachrecht (z.B. BKompV)Flexible Bewertungsspielräume für SonderfälleMethodische Hilfsmittel und Digitalisierungspotenziale (inkl. KI)Entwurf des Schlussberichts zum Ende von Monat 9, final Ende Monat 11

Projektstruktur, Termine und Berichte

Projektstart (Monat 1): Vorbereitung, Durchführung und Protokollierung des Auftaktgesprächs; Erstellung und Finalisierung eines detaillierten Arbeits- und Aufgabenplans mit Zeitplan (Vorlage spätestens Ende Monat 1).

Termine im Projektverlauf:

Abschluss AP 1: Ende Monat 3Einreichung Entwurf Zwischenbericht: 30.06.2027 (Ende Monat 6)Prüfung Zwischenbericht durch BfG: Juli 2027Zwischenpräsentation: 31.07.2027 (Ende Monat 7)Entwurf Schlussbericht: 30.09.2027 (Ende Monat 9)Abschlusspräsentation und Schlussbericht final: 30.11.2027

Verpflichtende Gesprächstermine: Auftaktgespräch, Zwischenpräsentation, Abschlusspräsentation sowie zwei weitere Termine zum Fachaustausch über Optimierungsempfehlungen.

Berichte und Präsentationen:

Zwischenbericht (Entwurf, Monat 6), Schlussbericht (Entwurf, Monat 10), Schlussbericht (final, Monat 11)Ergebnisprotokolle aller Gespräche (Entwurf → Abstimmung → Finalisierung)Strukturierte Sammlung aller genutzten Daten und Dokumente (Regelwerke, Literaturliste etc.)

Formatanforderungen: Alle Berichte in deutscher Sprache, ausschließlich digital als editierbares Microsoft-Word-Dokument UND barrierefreies PDF, Übermittlung per E-Mail oder über sicheren Datenaustausch der BfG. Keine Druckexemplare.

Qualitätsanforderungen und Erfüllungsort

Ausschließlich qualifiziertes Personal einzusetzenDaten vor Abgabe auf Plausibilität und offensichtliche Fehler prüfenKommunikation mit dem Auftraggeber in deutscher SpracheLeistungserbringung in Zusammenarbeit mit dem BfG-AnsprechpartnerErfüllungsort: Bundesanstalt für Gewässerkunde, Am Mainzer Tor 1, 56068 KoblenzLeistungszeitraum: 11 Monate ab Auftragsvergabe (Januar–November 2027)

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Mindestanforderungen an die Qualifikation (Pflicht – ohne diese kein Angebot)

Projektleitung:

Abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master/Diplom) in Umweltwissenschaften, Biologie, Landschaftsökologie, Geographie, Umweltrecht oder einer vergleichbaren umweltwissenschaftlichen Disziplin

Wissenschaftliche Bearbeiter/innen:

Abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Bachelor/Master/Diplom) in den oben genannten Fachrichtungen

Hinweis: Im Dokument werden diese Qualifikationen als Mindestanforderung definiert; nähere Einzelheiten (z.B. Berufsjahre) sind nicht konkret beziffert.

Eignungskriterien zur Angebotswertung (Qualifikation)

Projektleitung (Bewertungskriterien):

Erfahrung in eigenverantwortlicher Leitung (Gesamtverantwortung/Weisungsbefugnis) fachwissenschaftlicher oder konzeptioneller GrundsatzarbeitenErfahrung in Leitung von UVP-VerfahrenErfahrung im Projektmanagement

Wissenschaftliche Bearbeiter/innen (Bewertungskriterien):

Erfahrungen in Ermittlung, Beschreibung und Bewertung von Umweltauswirkungen (z.B. im Rahmen von Umweltprüfungen)Erfahrungen in Erstellung von Gutachten und Berichten

Wirtschaftliche und finanzielle Anforderungen

Berufshaftpflichtversicherung / Betriebshaftpflichtversicherung mit Mindestdeckung 1.500.000 € für Personenschäden und 1.500.000 € für sonstige Schäden; Maximierung der Ersatzleistung mindestens zweifache VersicherungssummeErklärung über Gesamtumsatz der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre (gesamt und im definierten Tätigkeitsbereich)Erklärung über durchschnittliche jährliche Beschäftigtenzahl und Zahl der Führungskräfte (letzte 3 Jahre)Angaben zur Eintragung im Berufsregister / Gewerbeanmeldung / HandelsregisterauszugAnmeldung bei der BerufsgenossenschaftAngaben zu technischen Fachkräften / Qualitätskontrolle

Rechtliche Anforderungen und Ausschlussgründe

Eigenerklärung zu zwingenden und fakultativen Ausschlussgründen nach §§ 123, 124 GWB (im Vordruck „Eigenerklärung zur Eignung")Benennung von Nachunternehmern bereits bei AngebotsabgabeJuristische Personen müssen Namen und berufliche Qualifikation der für die Ausführung verantwortlichen Personen angebenNebenangebote sind nicht zugelassen
Referenzprojekte
siehe Punkteskala (1–5 Punkte): mind. 2 Projekte, bei höchster Stufe mind. 3 Projekte (davon mind. 1 Grundsatzarbeit, mind. 2 UVP-Berichte) ReferenzenZeitraum: fachlich-methodische Grundsatzarbeiten: letzte 10 Jahre; UVP-Berichte: letzte 6 Jahre

Erfahrung der Projektleitung in vergleichbaren Projekten (Zuschlagskriterium): Steuerung fachlich-methodischer Grundsatzarbeiten bei Umweltprüfungen (z.B. Umweltleitfäden, Fachstandards, Fachkonventionen) und/oder Steuerung bei der Erstellung von UVP-Berichten im Infrastrukturbereich an Bundeswasserstraßen

Bewertung im Antwortbogen Zuschlagskriterien: 5 Pkt. = 3 Projekte (1× Grundsatzarbeit letzte 10 J. + 2× UVP-Berichte letzte 6 J.); 4 Pkt. = 2 Grundsatzarbeiten ODER 1 Grundsatz + 1 UVP-Bericht an Bundeswasserstraßen; 3 Pkt. = 2 UVP-Berichte an Bundeswasserstraßen; 2 Pkt. = 2 UVP-Berichte für lineare Infrastruktur (Bundeseisenbahn/Bundesfernstraßen); 1 Pkt. = 2 UVP-Berichte im allgemeinen Planungsbereich

KI-Hinweis: Alle Eignungskriterien wurden per KI aus den Vergabeunterlagen extrahiert. Mit TendiGo prüfen Sie in wenigen Minuten, ob Ihr Unternehmen die Anforderungen erfüllt.

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
1–3Angebote erwartet
Median vergleichbarer Vergaben: rund 2 Angebote
Geringe Konkurrenz
Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 73%4–10 · 25%11+ · 2%
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Auf einen Blick

Auftraggeber
Bundesanstalt für Gewässerkunde
Ort
56068 Koblenz, Rheinland-Pfalz
Kategorie
Rheinland-Pfalz
Veröffentlicht
Angebotsfrist

Erfüllungsort

Ort der Leistung
56068 Koblenz
Rheinland-Pfalz

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