Kanalsanierung Otto-Wels-Weg
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenKanalsanierung Otto-Wels-Weg in Göttingen
Die Stadt Göttingen schreibt im offenen Verfahren nach VOB die Erneuerung der Schmutz- und Regenwasserkanäle im Otto-Wels-Weg (Ortsteil Weende) aus.
Dabei werden in offener Bauweise rund 500 m Kanal (Schmutz- und Regenwasser, PE-HD) verlegt, Schachtbauwerke hergestellt und Anschlussleitungen erneuert. Zusätzlich erneuern die Stadtwerke Göttingen in derselben Trasse Gas- und Wasserleitungen, die EAM Netz GmbH verlegt Kabelschutzrohre, und die Stadt Göttingen kümmert sich um Oberflächenwiederherstellung, Straßenentwässerung und Verkehrssicherung. Die Baumaßnahme ist als Gemeinschaftsprojekt organisiert.
Die Bauzeit beträgt 12 Monate (25.01.2027 – 24.01.2028). Angebote müssen bis 22.10.2026, 10:15 Uhr ausschließlich elektronisch über die Vergabeplattform eingereicht werden.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenOrganisation der Gemeinschaftsmaßnahme
Die Baumaßnahme wird als Gemeinschaftsprojekt der Göttinger Entsorgungsbetriebe, der Stadtwerke Göttingen AG, der EAM Netz GmbH und der Stadt Göttingen ausgeführt. Der Auftragnehmer koordiniert seine Arbeiten mit allen Beteiligten und übernimmt die Baustelleneinrichtung, -organisation und -räumung.
Bauzeit: 25.01.2027 – 24.01.2028 (insgesamt 12 Monate).
Übergeordnete Pflichten:
Kanalbau (Göttinger Entsorgungsbetriebe)
Schmutzwasserkanal (SW):
Regenwasserkanal (RW):
Anschlussleitungen SW/RW: ca. 70 m DA 160 PE-HD
Schachtbauwerke:
Verlegeart: Einzelgraben, 90° Böschung, Verbaukästen, Grabenbreite 1,1 m, Bettung aus Flüssigboden (ZFSV), Wichte 20 kN/m³, E-Modul 20 N/mm². Belastung: Verkehrslast SLW 60.
Leitungsbau Stadtwerke Göttingen AG
Gasleitung: ca. 60 m DN 160 plus ca. 90 m Hausanschlüsse
Wasserleitung: ca. 210 m DN 110 plus ca. 90 m Hausanschlüsse
Verlegung von PE-100-RC-Rohren (d 50 – d 160) inkl. Armaturen, Schieber, Hydranten, Druckproben-Armaturen. Verdichtungsüberprüfung ist durchzuführen.
Zusätzlich Mitverlegung von Kabelschutzrohr DN 110.
Leitungsbau EAM Netz GmbH
Verlegung von Kabelschutzrohren und Kabeln gemäß Planung EAM (Anlage 04). Tiefbauleistungen umfassen Trassenfestlegung, Schachtarbeiten nach Grabenregelprofil, Wasserhaltung (Tageswasser/einfaches Grundwasser), Verfüllung der Gräben, Oberflächenwiederherstellung sowie grabenlose Verlegung. Im Elektrobau sind Kontaktaufnahme mit Anlagenverantwortlichen, Sicherheitsmaßnahmen und Inbetriebnahmeprüfungen erforderlich.
Straßen- und Oberflächenbau (Stadt Göttingen)
Rückbau:
Entwässerung: 10 Stück Straßenabläufe PP, D400, L/B 300/500 mm
Neubau: ca. 900 m² Straßenkörper, Oberflächenwiederherstellung mit 50 cm Frostschutzschicht und 10 cm Asphalttrag-/Deckschicht, Pflaster-, Borde- und Gossenenarbeiten sowie Begrünung (Raseneinsaat).
Baustoffe, Verfüllung und Entsorgung
Rohrgrabenverfüllung: ZFSV (Zentraler Fremdüberwachter Stabilisierter Verfüllbaustoff) – Flüssigboden aus Aushubmaterial möglich (EBV-Klasse bis BM-F3).
Frostschutz- und Schottertragschichten:
Entsorgung:
Massenbilanz (Aushub/Wiedereinbau/Verwertung/Beseitigung) ist zur Schlussrechnung vorzulegen. Originallieferscheine sind vom Auftraggeber, Auftragnehmer und der örtlichen Bauüberwachung zu unterzeichnen.
Dokumentation während der Ausführung
Tagesberichte (mindestens: Wetterdaten 2x täglich, Arbeitskräfte inkl. Nachunternehmer nach Berufsgruppen, ausgeführte Arbeiten mit Haltungs-/Leitungs-/Ortsangabe, angeordnete Arbeiten, Geräteeinsatz, Materiallieferungen, Baustellenbesuche, besondere Vorkommnisse).
Wöchentlich: Übergabe der Tagesberichte an den Auftraggeber.
Qualitätsüberwachung: Eigen- und Fremdüberwachungsprotokolle sowie Berichte des Fremdüberwachers.
Zur Schlussrechnung: getrennte Rechnungsbeträge nach SW-Hauptkanal, SW-Hausanschlüsse, RW-Hauptkanal und RW-Hausanschlüssen; Mengenberechnungen, Abrechnungszeichnungen, Handskizzen, unterschriebene Aufmaße (Straßenname, Schachtnummern, Einmaße an Grundstücksgrenze, Hausanschlusshöhe in m ü. NN); fortlaufend nummerierte Aufmaße gemäß GEB-Muster.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPräqualifikation und Eignungsnachweis
Präqualifizierte Unternehmen weisen die Eignung durch Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis (PQ-Nummer) nach. Nicht präqualifizierte Unternehmen reichen die ausgefüllte Eigenerklärung zur Eignung (Form 124) oder die Einheitliche Europäische Eigenerklärung (ESPD) ein. Bei Einsatz von Nachunternehmern müssen auch diese präqualifiziert sein oder entsprechende Eigenerklärungen vorlegen – auf Verlangen der Vergabestelle.
Fachkunde und technische Leistungsfähigkeit
Der Bieter muss über ausreichende technische Geräte, Personal und Erfahrung verfügen, um die im Leistungsverzeichnis beschriebenen Kanal-, Leitungs- und Straßenbauarbeiten fachgerecht auszuführen. Angaben zur Fachkunde gemäß § 6a Absatz 3 VOB/A sind auf Verlangen vorzulegen. Konkrete Mindestanforderungen an Personal und Gerät können im LV oder ergänzenden Unterlagen vorgegeben sein.
Gütezeichen Kanalbau / Fremdüberwachung
Nachweis eines gültigen Gütezeichens RAL-GZ 961 der Gütegemeinschaft Güteschutz Kanalbau oder einer gleichwertigen Fremdüberwachung (z. B. DVGW DW 381) ist zwingend. Ist kein Gütezeichen nachweisbar, ist die Fremdüberwachung durch eine staatlich anerkannte Materialprüfanstalt im Bieterangabenverzeichnis anzugeben. Ausländische Bieter müssen eine vergleichbare Güteüberwachung nachweisen. Bei früheren Aufträgen zur vollen Zufriedenheit kann der Auftraggeber auf die Fremdüberwachung verzichten.
Berufshaftpflichtversicherung
Nachweis gemäß WBVB Punkt 10.16 mit folgenden Mindestdeckungssummen:
| Auftragssumme | Personenschäden | Sach-/Vermögensschäden |
|---|---|---|
| bis 100.000 € | 1.000.000 € | 500.000 € |
| bis 1.000.000 € | 2.000.000 € | 2.000.000 € |
| über 1.000.000 € | 5.000.000 € | 5.000.000 € |
Gewerberechtliche Voraussetzungen
Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Eintragung in der Handwerksrolle oder vergleichbare IHK-Bescheinigung.
Steuer- und sozialversicherungsrechtliche Unbedenklichkeit
Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit
Keine offenen Insolvenzverfahren; bei laufendem Verfahren Vorlage eines rechtskräftig bestätigten Insolvenzplans, falls zutreffend. Der Bieter bestätigt, dass keine verbotene Wettbewerbsbeschränkung (z. B. Preisabsprache) vorliegt.
Tariftreue und Mindestlohn
Verpflichtung zur Zahlung von Mindestentgelten nach MiLoG, AEntG und AÜG sowie Weitergabe dieser Pflichten an Nach- und Verleihunternehmen. Tariftreueerklärung nach § 4 NTVergG ist mit dem Angebot elektronisch zu unterzeichnen. Kontrollrechte des Auftraggebers und Vertragsstrafen bei Verstößen sind vorgesehen.
Form der Angebotsabgabe
Die Angebotsabgabe erfolgt ausschließlich elektronisch über die Vergabeplattform www.vergabe.rib.de. Andere Abgabewege führen zum Ausschluss. Die Angebote sind in deutscher Sprache einzureichen; fremdsprachige Bescheinigungen sind mit Übersetzung vorzulegen.
Referenznachweise gemäß Formblatt Eigenerklärung zur Eignung
Nur auf Verlangen der Vergabestelle nachzureichen; keine generelle Referenzpflicht.
Wettbewerb & Angebotsprognose
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