Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Max-Planck-Gesellschaft sucht ein Ingenieurbüro für die Fachplanung Tragwerksplanung (Leistungsphasen 1–6 nach HOAI) am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut) in Hannover.
Das Gebäude 3405 auf dem Campus Schneiderberg der Leibniz Universität Hannover wird umgebaut und erweitert:
Verfahren: Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb (zweiphasig).
Vertragslaufzeit: 57 Monate ab Vertragsbeginn.
Teilnahmefrist: 30.09.2026, 12:00 Uhr MESZ.
Einreichung: elektronisch über die Vergabeplattform `portal.deutsche-evergabe.de`.
Es werden 3–5 Bewerber zur Angebotsabgabe aufgefordert.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Qualifikation und Erfahrung des Personals35%
Bewertung der Qualifikationen, Berufserfahrung und Projekterfahrung der Projektleitung, stellv. PL und des weiteren Projektteams.
- Herangehensweise an die Projektabwicklung35%
Darstellung der übergeordneten Herangehensweise des Bieters an die Aufgabenstellung und Abläufe zur Leistungserbringung, die über die üblichen HOAI-Arbeitsschritte hinausgehen, mit Fokus auf projektspezifische Herausforderungen.
- Projektorganisation und Kapazitätenplanung10%
Vorstellung der vorgesehenen Personen mittels Organigramm sowie Kapazitäten-/Personaleinsatzplanung mit Darstellung als Vollzeitäquivalente über die zu beauftragenden Leistungsphasen.
- Preis (Honorar)20%
Honorarangebot des Bieters; Bewertung im Rahmen der einfachen Richtwertmethode über die Preispunkte in der Formel Z = L/P.
Einfache Richtwertmethode gemäß UfAB 2018 (Z = L/P, wobei L = Leistungspunkte und P = Preispunkte)
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenÜberblick Bauvorhaben
Gegenstand ist die Tragwerksplanung gem. § 51 HOAI in Verbindung mit Anlage 14 HOAI 2021 für den Umbau und die Erweiterung des Gebäudes 3405 auf dem Campus Schneiderberg der Leibniz Universität Hannover (Callinstraße 38, 30167 Hannover).
Bestand: hallenartiges Bestandsgebäude. Geplant sind:
Baukonstruktive und technische Maßnahmen insgesamt:
Besondere Rahmenbedingungen: Baustelleneinrichtung und -logistik müssen den laufenden Betrieb der Nachbargebäude berücksichtigen (Institute weiterhin in Betrieb). Geplante BGF insgesamt rd. 22.000 m². Geschätzte Gesamtbaukosten netto (KG 200–700, ohne KG 611/612) bis max. 25.740.000 €; davon KG 300+400 rd. 19 Mio. € netto.
Leistungsphasen & Beauftragung
Zu erbringen sind die Leistungsphasen 1–6 nach HOAI:
Die Beauftragung erfolgt stufenweise. Mit Zuschlag werden zunächst Stufe 1 (LP 1–3) beauftragt; die weiteren Stufen (LP 4–6 und ggf. weitere) sind vorbehalten und müssen spätestens 12 Monate nach Fertigstellung der jeweils letzten Teilleistung der zuletzt beauftragten Stufe abgerufen werden.
Honorarparameter (vorgegeben, Festpreis für alle Bieter identisch):
Planungsmethode & Datenmanagement
3D-Planung: Es ist keine vollständige BIM-Implementierung gefordert. Erwartet wird eine detaillierte 3D-Modellierung für räumliche Darstellung, Koordination, Kollisionsprüfungen und Visualisierung. Standardisiertes 3D-Format (.IFC, .DWG, .SKP, .FBX). Das Modell ist nicht parametrisch, sondern statisch und visuell orientiert.
Lean Construction: Es sollen Lean-Construction-Methoden zur Optimierung der Planungsprozesse eingesetzt werden.
CAFM- und Datenmanagement: Es gelten die CAFM-Richtlinien der Max-Planck-Gesellschaft (Pflichtenheft Version 180601), u. a.:
Projektphasen & Termine (Planung)
Vorgesehener Projektablauf (aus Anlage 01, vorbehaltlich):
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBerufliche / rechtliche Eignung
Eintragung im Handels- bzw. Berufsregister des Staates, in dem der Bewerber niedergelassen ist (für Deutschland: Handels-, Partnerschafts- oder Berufsregister). Auszug ist mit dem Teilnahmeantrag einzureichen.
Qualifikation der vorgesehenen Personen: Die vorgesehenen Projektleiter und Stellvertreter müssen als Architekt/Ingenieur gem. § 75 Abs. 1 und 2 VgV qualifiziert sein. Qualifikation der technischen Leitung, des Projektteams und des verantwortlichen Berufsträgers ist nachzuweisen.
Bewerbergemeinschaften sind zugelassen, sofern:
Eignungsleihe ist möglich (Formblatt 08). Unterauftragnehmer sind möglich (Formblatt 09).
Ausschlusskriterien: Es bestehen keine zwingenden Ausschlussgründe gem. § 123 GWB und keine fakultativen Ausschlussgründe gem. § 124 GWB. Trotzdem sind die Erklärungen FB 01 und FB 02 abzugeben. Keine Einträge im Wettbewerbsregister (auch bei Eignungsleihegebern). Keine Interessen oder Beteiligungen, die die Unabhängigkeit beeinträchtigen.
Finanzielle / wirtschaftliche Eignung
Mindestjahresumsatz: Mittelwert in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren ≥ 130.000 € netto im Tätigkeitsbereich. Bei Bewerbergemeinschaften wird in Summe gewertet.
Personalbestand: Mittelwert der Beschäftigten in Vollzeitäquivalenten (VZÄ) über 2023–2025 ≥ 3 Personen (inkl. Inhaber/Geschäftsführer; ohne freie Mitarbeiter, Praktikanten, Aushilfen). Bewerbergemeinschaften werden in Summe gewertet.
Kreditwürdigkeit: Formlose Bankerklärung zur allgemeinen Kreditwürdigkeit, nicht älter als 12 Monate.
Berufshaftpflichtversicherung: Erst nach Aufforderung durch den Auftraggeber einzureichen. Anforderungen:
Technische Eignung
Erforderliche technische Ausrüstung zur fachgerechten Leistungserbringung muss vorhanden sein (Bestätigung mit Teilnahmeantrag).
Erwartet werden insbesondere:
Bereitschaft zu häufigen bzw. kurzfristigen Abstimmungsgesprächen vor Ort wird vorausgesetzt.
Fachliche Eignung (Referenzen)
Es ist mindestens eine Pflichtreferenz (Referenz 1) nachzuweisen. Eine zweite Referenz ist freiwillig und dient der besseren Rangfolge.
Mindestanforderungen an eine Referenz:
Nichterfüllung der Pflichtreferenz führt zum Ausschluss. Pflicht- und freiwillige Referenz müssen sich auf verschiedene Projekte beziehen.
Bewertung der Referenzen für die Rangfolge:
Mindestens 3 Bewerber werden zur Angebotsabgabe aufgefordert, höchstens 5. Der 4. und 5. Bewerber müssen mind. 80 % der Punktzahl des Drittplatzierten erreichen.
Allgemeine Anforderungen an die Leistungserbringung
Die Leistungen sind nach allgemein anerkannten Regeln der Technik unter Beachtung von Wirtschaftlichkeit, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit zu erbringen. Der Bewerber muss nachweisen, dass er über die fachlichen, personellen, sachlichen und zeitlichen Mittel zur Leistungserbringung verfügt.
Honorar: Das Honorar wird als Festpreis vorgegeben; es ist kein separates Honorarangebot erforderlich und es fließt nicht in die Eignungsprüfung ein.
Weitere vertragliche Pflichten
Verpflichtungen des Auftragnehmers im Vertrag:
Umbau-/Sanierungs-/Erweiterungsmaßnahme eines Tragwerks gem. HOAI 2021 Anlage 14.2 Objektliste, Honorarzone ≥ II; mindestens Leistungsphasen 4 und 5 im Bereich LPH 1–6 erbracht; Baukosten KG 300 & 400 ≥ 3.000.000 € netto; Abschluss innerhalb der letzten 5 Jahre ab Fristende (LPH 8 abgeschlossen mit Teil-/Schlussrechnung oder Abnahme gem. VOB/B)
Eintragung in Anlage 03 (Excel-Eignungsmatrix, nicht als PDF). Bewertungskriterien: Vergleichbarkeit Bauaufgabe (Faktor 6), Leistungsphasen (Faktor 2), Bauvolumen (Faktor 2), Projektbesonderheiten wie physikalische Laborfläche und beengtes Baufeld (Faktor 4), Umsetzung unter laufendem Betrieb (Faktor 4). Referenz 1 = 60 Punkte, Referenz 2 = 25 Punkte. Pflicht- und ggf. freiwillige Referenz müssen verschiedene Projekte sein.