Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenElektroinstallationsarbeiten für den Kabelzug zwischen der Energiezentrale (Gebäude X) und der Regietrafostation (Gebäude U7) am Städtischen Klinikum Braunschweig.
Der Auftrag umfasst die Verlegung von Mittelspannungskabeln für eine 12/20-kV-Ringverbindung, Kabeltragsysteme, Glasfaserkabel, Potentialausgleich, erforderliche Prüfungen sowie Dokumentations- und Baustelleneinrichtungsleistungen. Die Arbeiten finden bei laufendem Klinikbetrieb und unter beengten räumlichen Verhältnissen statt.
Angebote müssen bis zum 11.09.2026 um 12:00 Uhr in Textform elektronisch über die Vergabeplattform eingereicht werden.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenMittelspannungsverbindung
Lieferung und Verlegung von Mittelspannungskabeln des Typs NA2XS(F)2Y 12/20 kV, 3x1x240 rm/25 mm², als Ringverbindung zwischen Energiezentrale und Regietrafostation.
Vorgesehen sind Hin- und Rückleitungen für je ein AV- und ein SV-Netz. Die Verlegung erfolgt in Leerrohren und Kabelzugschächten. Das Kabelsystem umfasst insgesamt drei Einzelkabel je Netzverbindung sowie zugehörige T-Stecker, Gebäudeeinführungen und Verbindungsmuffen.
Kabeltragsysteme und Zugang
Lieferung und Montage von Kabelrinnen, Wand- und Stielauslegern, vertikalen Kabelleitern und Bügelschellen. Für Arbeiten bis zu einer Montagehöhe von 3 m ist ein Rollgerüst für insgesamt drei Wochen einzurichten, zu mieten, abzubauen und zu transportieren.
Glasfaserverbindung
Lieferung und Verlegung von 610 m Glasfaser-Rohrkabel des Typs U-DQ(ZN)BH 12E9+12G50. Zusätzlich sind 96 Fusionsspleiße an Singlemodefasern mit einer maximalen Dämpfung von 0,1 dB einschließlich Dokumentation vorgesehen. Die Verbindung der Kabel-Schutzgeräte mit LWL-Kabeln in Mittelspannungsschächten ist ebenfalls Bestandteil.
Potentialausgleich
Lieferung und Verlegung von 20 m H07V-K 1x10 mm² mit grün-gelber Aderisolierung einschließlich Anschlussarbeiten. Ergänzend ist eine Potentialausgleichsschiene vorzusehen.
Prüfungen, Kennzeichnung und Schutzmaßnahmen
Kennzeichnung der Kabel mit Kabelmarkern, Durchführung von OTDR-Messungen an der Glasfaserstrecke und Wechselspannungsprüfungen der Mittelspannungskabel mit Prüfprotokoll. Zusätzlich ist die Bestandsanlage zu prüfen.
Weitere Positionen umfassen einen versetzbaren Schutzzaun mit Lieferung, Aufstellung, Umsetzung und zehnwöchiger Vorhaltung, das Öffnen und Schließen von 60 Schachtdeckeln, vier Kernbohrungen mit 250 mm Durchmesser und zwei Brandschotte für Kabeldurchführungen.
Baustelleneinrichtung und Koordination
Einrichtung und Betrieb der Baustelle mit Kabeltrommellagerung, Hebe- und Zuggeräten, Verkehrssicherung und provisorischen Anschlüssen. Die Arbeiten sind mit der Hochbaufirma, dem Städtischen Klinikum Braunschweig und weiteren Gewerken abzustimmen.
Wegen des laufenden Klinikbetriebs und der beengten räumlichen Verhältnisse sind Lager- und Aufstellmöglichkeiten zu berücksichtigen und Beeinträchtigungen auf das unvermeidbare Mindestmaß zu reduzieren. Die Baustelleneinrichtung, der Kabelzug und die zugehörigen Arbeiten sind über den Thinkproject-Projektraum S2Infra zu koordinieren.
Dokumentation und Abnahme
Erstellung von Revisionsunterlagen, Dokumentation und Abnahmeunterlagen. Vorgesehen sind unter anderem Grundrisspläne, Kabelpläne, Bedienungsanleitungen, Klemmenbelegungs- beziehungsweise Klemmenpläne, Stücklisten und Testzertifikate.
Die Unterlagen sind digital als PDF- und DWG-Dateien sowie in zweifacher Papierform zu übergeben. DWG-Dateien müssen maßstäblich, eindeutig beschriftet, positionsbezogen und georeferenziert sein.
Stundenlohnarbeiten
Nur auf ausdrückliche Anordnung des Auftraggebers sind Stundenlohnarbeiten für Obermonteure, Monteure und Helfer vorgesehen. Die im Leistungsverzeichnis ausgewiesenen Stundenansätze und Mischsätze sind für diese Arbeiten zugrunde zu legen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPräqualifikation und Eigenerklärung
Präqualifizierte Unternehmen können ihre PQ-Nummer beziehungsweise den Nachweis über das PQ-Verzeichnis vorlegen. Nicht präqualifizierte Unternehmen müssen die Eigenerklärung zur Eignung nach Formblatt 124 abgeben. Fehlende Unterlagen können nachgefordert werden; bei Angeboten in der engeren Wahl können die Erklärungen durch die zuständigen Stellen bestätigt werden.
Fachliche und technische Eignung
Für die Ausführung werden geeignetes Fachpersonal für Vermessung, Ortung und Kabelverlegung sowie geeignete Ortungsgeräte und geeignete Geräte allgemein vorausgesetzt. Kabel und Leitungen müssen VDE-zugelassen sein und für Kabel beziehungsweise Leitungen ab dem 01.07.2017 sind CE-Kennzeichen und Leistungserklärung vorzusehen.
Die Arbeiten sind nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik auszuführen. Es ist eine auf die eigene Leistung bezogene Gefährdungsbeurteilung zu erstellen und fortzuschreiben. Die Sicherheits- und Fremdfirmeneinweisung durch den Auftraggeber ist vor Arbeitsbeginn zu absolvieren.
Wirtschaftliche und rechtliche Eignung
Die Unternehmen müssen ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, insbesondere durch Angaben zum Umsatz der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre mit vergleichbaren Leistungen, darlegen. Erforderlich sind außerdem Nachweise zur ordnungsgemäßen Erfüllung der Steuer- und Abgabenpflichten sowie der Sozialversicherungsbeiträge.
Das Unternehmen darf nicht in Insolvenz oder Liquidation befinden und darf keine schweren Verfehlungen im Sinne der Ausschlussanforderungen aufweisen. Bei der Inanspruchnahme von Kapazitäten anderer Unternehmen ist eine Verpflichtungserklärung und gegebenenfalls eine Erklärung zur gemeinsamen Haftung vorzulegen.
Register- und Berufsnachweise
Je nach Unternehmensform und Eintragungspflicht sind Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Handwerksrollen- oder IHK-Eintragung vorzulegen. Für den Zuschlagsbieter mit einem Auftragswert über 30.000 € ist außerdem ein Gewerbezentralregister-Auszug durch den Auftraggeber anzufordern.
Personal und Mindestentgelt
Auf Verlangen ist die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitskräfte der letzten drei Kalenderjahre nach Lohngruppen mit gesondert ausgewiesenem Leitungspersonal zu erklären. Während der Ausführung muss mindestens ein fließend Deutsch sprechender Mitarbeiter auf der Baustelle anwesend sein.
Der Auftragnehmer und eingesetzte Nachunternehmer beziehungsweise Verleiher sind zur Zahlung der jeweils maßgeblichen gesetzlichen Mindestentgelte verpflichtet. Ab dem 01.01.2026 beträgt das in der Erklärung genannte Mindestentgelt 13,90 € pro Stunde.
Referenzen
Bei Angeboten in der engeren Wahl können drei Referenznachweise für vergleichbare Leistungen nachgefordert werden. Der Zeitraum umfasst die letzten fünf Kalenderjahre, sofern nicht gemäß Auftragsbekanntmachung ein längerer Zeitraum maßgeblich ist.
Angebotssprache und Nachweisform
Angebote und Bescheinigungen sind in Deutsch abzugeben. Fremdsprachige Bescheinigungen müssen mit einer deutschen Übersetzung vorgelegt werden. Nachweise können je nach Unterlage unmittelbar mit dem Angebot oder auf Verlangen der Vergabestelle eingereicht werden.
Drei vergleichbare Referenznachweise für Bauleistungen und/oder andere Leistungen
Mit der zu vergebenden Leistung vergleichbar; als Hauptauftragnehmer, ARGE-Partner oder Nachunternehmer. Gefordert sind unter anderem Ansprechpartner, Art und Umfang der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Mengen, durchschnittliche Arbeitnehmerzahl, besondere technische Anforderungen, Baumaßnahmenart, vertragliche Bindung, gegebenenfalls koordinierte Gewerke und Auftraggeberbestätigung.