Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Gemeinde Bad Grund (Harz) schreibt den Rohbau inklusive Gründung für den Neubau eines Feuerwehrhauses am Laubhütter Weg in 37539 Bad Grund öffentlich aus. Die Baumaßnahme umfasst:
Die Angebotsfrist endet am 08.10.2026 um 10:00 Uhr. Nebenangebote sind nur in Verbindung mit einem Hauptangebot zugelassen. Die Bindefrist läuft bis zum 11.12.2026.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung und Vorbereitung
Einrichtung und Vorhaltung der Baustelle für die Rohbauarbeiten über die vorgesehene Ausführungszeit (Grundposition 1 Monat, Verlängerung je Kalendermonat). Dazu gehören Baukräne, Geräte, Bauwagen, Absperrungen, Verkehrsführung, Schnurgerüst (10 Außenecken, 14 Längs-/Querachsen), Meterrisse sowie ein Baustelleneinrichtungs- und Terminplan.
Vor Beginn sind Ortsbesichtigung, Abstimmung mit Bauleitung und Auftraggeber über Trassen, Zuwegungen und Lagerplätze sowie ein Übergabeprotokoll mit Nutzer und Bauleitung erforderlich. Es stehen 2 Baustromanschlüsse (32 A) zur Verfügung; Baumedien werden vom AG kostenfrei bereitgestellt. Bauberatungen finden wöchentlich statt. Die Zufahrt zum angrenzenden Metallbaubetrieb ist während der gesamten Bauphase zu gewährleisten. Bei Erdarbeiten sind wegen der Schwermetallbelastung Stiefelwaschanlagen zu verwenden.
Erdarbeiten und Baugrund
Rodungsarbeiten (Strauchrodung, Baumfällung, Wurzelstockrodung), Oberbodenabtrag und -andeckung sowie Baugrubenaushub von rund 495 m³ (Homogenbereich 3). Bodenverbesserung mit ca. 1.240 t Recyclingmaterial und Durchführung von 6 Proctor-Versuchen. Fundamentaushub und Hinterfüllung. Der anstehende Boden ist schwermetallbelastet (Pochsande aus Erzaufbereitung); kontaminierter Boden ist gemäß Abfallschlüssel 170503* zu entsorgen.
Grundleitungen unterhalb der Sohle und Schmutzwasser
Verlegung von Kabelschutzrohren (ca. 30 m), Abwasserleitungen aus PP DN/OD 100–125 (ca. 207 m Gesamtlänge) einschließlich Formstücken, Betonsohlendurchführungen DN100/DN125 sowie Mehrspartenhauseinführungen (2-fach und 1-fach). Druck- und Dichtheitsprüfung der Leitungen. Für die Schmutzwasserleitungen sind Rohrgrubenaushub und Wiederverfüllung (ca. 168 m³), Handschachtung und Bodenaustausch mit Feinkies/Kiessand vorgesehen.
Bohrpfahlgründung (Spezialtiefbau)
Baustelleneinrichtung für Spezialtiefbau einschließlich Kampfmittelräumung. Herstellung von Großbohrpfählen als Ortbeton mit Durchmesser 61 cm und Längen von 8 bis 11 m (lotrecht) als tangierende Bohrpfahlwand. Inklusive Bewehrung und Pfahlkopfherrichtung.
Durchführung einer Pfahlprobebelastung, Integritätsprüfungen an allen Pfählen (Hammerschlagmethode LOW-STRAIN, insgesamt 85 Stück), Standsicherheitsnachweis, Ausführungszeichnungen, Beweissicherung mit Fotodokumentation sowie Vermessungsleistungen. Herstellung und Lagerung von Probekörpern (20×20×20 cm und 15×15×15 cm, 28 Tage Lagerung nach DIN 1048). Stundenlohnarbeiten für Bauleiter, Poliere und Facharbeiter sind vorzuhalten.
Erdungs- und Blitzschutzanlage
Lieferung und Verlegung von Stahlband 30 mm/120 mm² (ca. 210 m) und Edelstahlband 30 mm/105 mm² (ca. 325 m). Einbau von Blitzschutzkomponenten (Klemmen, Rohschellen, Erdeinführungsstangen) und Herstellung des Potentialausgleichs. Dokumentation der Erdungs- und Blitzschutzanlage jeweils 3-fach in Papierform (beschriftete Ordner mit Inhaltsverzeichnis und Registern) sowie 3-fach auf DVD in PDF und DWG.
Beton- und Stahlbetonarbeiten ab Bodenplatte
Sauberkeitsschicht aus C8/10 (ca. 910 m²), Trennlage aus PE-Folie (ca. 950 m²), Streifenfundamente C25/30 (ca. 12 m³) sowie Fundamentplatte als WU-Beton C30/37 (ca. 910 m², 30 cm dick).
Herstellung von Stützen (verschiedene Querschnitte, Höhen bis 9 m), Balken und Stürzen, Ringankern (Gesamtlänge ca. 229 m), Filigrandecken (ca. 500 m² Gesamtfäche, Dicke 20–32 cm) sowie Treppenläufen und Podesten als Fertigteile. Betonstahl B500B (ca. 95 t). Schalarbeiten mit Sichtbetonanforderungen SB2/SB3 sowie Aussparungen.
Stahlbauteile und Einbauteile
Lieferung und Einbau von 65 Stützenköpfen für Dachbinder in verschiedenen Typen (A, A1, A2, A4, B1–B4, C1, C2), feuerverzinkt. Kleineisenteile ca. 460 m, darunter Halfenschiene HTA-28/15.
Maurerarbeiten
Abdichtungsbahnen (ca. 120 m²), Kimmsteine (ca. 150 m), Kalksandstein-Mauerwerk (ca. 1.525 m² Außen- und Innenwände, teilweise als Sichtmauerwerk ein- und zweiseitig), Gebäudetrennfuge mit Mineralwolle, Hintermauerstürze sowie Ringbalken-U-Schalen.
Abfallentsorgung
Trennung, Erfassung und sachgerechte Entsorgung aller anfallenden Bau- und Abbruchabfälle sowie Baustellenabfälle gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) und Nachweisverordnung (NachwV). Der Auftragnehmer wird Abfallerzeuger. Insbesondere sind die schwermetallbelasteten Böden (Abfallschlüssel 170503*) ordnungsgemäß zu entsorgen. Bei alternativen Entsorgungslösungen sind Berechtigungen und Bestätigungen der Verwertungs-/Beseitigungsanlagen nachzuweisen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFinanzielle und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit
Erklärung zum Umsatz des Unternehmens in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren, soweit er Bauleistungen und andere vergleichbare Leistungen betrifft – inklusive Anteil bei gemeinsam mit anderen Unternehmen ausgeführten Leistungen.
Fachliche Leistungsfähigkeit (Referenzen)
Erklärung, dass in den letzten fünf Kalenderjahren vergleichbare Leistungen ausgeführt wurden (bzw. im längeren, in der Auftragsbekanntmachung angegebenen Zeitraum). Bei Teilnahmewettbewerb ist eine Referenzliste beizufügen. Bei engerer Wahl sind 3 Referenznachweise mit folgenden Mindestangaben vorzulegen: Ansprechpartner, Art der ausgeführten Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, stichwortartige Benennung des maßgeblichen Leistungsumfangs inkl. Mengen, Zahl der durchschnittlich eingesetzten Arbeitnehmer, besondere technische und gerätespezifische Anforderungen bzw. Kurzbeschreibung der Baumaßnahme, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE-Partner/Nachunternehmer), ggf. koordinierte Gewerke sowie Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung.
Personelle Leistungsfähigkeit
Erklärung, dass die für die Ausführung erforderlichen Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. Bei engerer Wahl: Angabe der in den letzten 3 Jahren jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte, gegliedert nach Lohngruppen, mit extra ausgewiesenem Leitungspersonal.
Registereintragung und Zuverlässigkeit
Eintragung im Handelsregister, in der Handwerksrolle oder bei der IHK – oder zu keiner Eintragung verpflichtet. Kein Insolvenzverfahren beantragt oder eröffnet, kein Antrag mangels Masse abgelehnt, keine Liquidation (bzw. rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan). Keine schweren Verfehlungen gemäß § 6e EU VOB/A, insbesondere keine Verurteilung in den letzten zwei Jahren wegen Verstößen mit Freiheitsstrafe > 3 Monate, Geldstrafe > 90 Tagessätze oder Geldbuße > 2.500 €. Ordnungsgemäße Erfüllung der Verpflichtung zur Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen. Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft. Ab Auftragssumme ≥ 30.000 € fordert der Auftraggeber für den vorgesehenen Zuschlagsbieter einen Auszug aus dem Gewerbezentralregister gemäß § 150a GewO an.
Vergleichbare Referenzprojekte (Rohbau-/Gründungsarbeiten) – bei engerer Wahl 3 Referenznachweise erforderlich
Vergleichbare Bauleistungen mit Angabe von Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang (mit Mengen), durchschnittlich eingesetzte Arbeitnehmer, technische Besonderheiten, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung, koordinierte Gewerke; Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung