Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Gemeinde Hatten schreibt den Neubau einer zweizügigen Grundschule in Kirchhatten (Schulstraße 9a, 26209 Hatten) als Totalunternehmerleistung aus. Das bedeutet: Ein Bieter übernimmt sowohl die komplette Planung (HOAI-Leistungsphasen) als auch die schlüsselfertige Errichtung inkl. Außenanlagen, fester Möblierung und Grobumzug aus dem Bestand.
Der Auftrag umfasst rund 2.800 m² BGF (ca. 1.750 m² Programmfläche) auf einem ca. 14.000 m² großen Grundstück. Inhaltlich sind u.a. Jahrgangscluster mit Marktplatzkonzept, eine Pausenmehrzweckhalle (auch für außerschulische Nutzung), Mensa mit Aufwärm-/Mischküche und Lehrküche, Verwaltungs- und Fachunterrichtsräume, ein Effizienzhaus 40 (GEG), Wärmepumpen-Heizung, Photovoltaik-Anlage, vollständige TGA sowie Wartung für 4 Jahre nach Abnahme gefordert. Die Bestandsschule bleibt während der gesamten Bauzeit in Betrieb.
Das Verfahren ist ein Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb (VOB/A EU) mit zwei Stufen: Zuerst ein Teilnahmewettbewerb (Eignungsprüfung), dann eine Angebotsphase mit indikativen und finalen Angeboten sowie Verhandlungsgesprächen. Die Angebotsabgabe erfolgt elektronisch über die Vergabeplattform Bi-Medien (https://abruf.bi-medien.de/).
Wichtige Termine:
Bewerber müssen mehrere Referenzen (Planung Gebäude, TGA, Bauleistung, Totalunternehmer) sowie Eigenerklärungen zu Ausschlussgründen, Umsatz, Versicherungen, Personal und Nachunternehmern einreichen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Angebotspreis (brutto)60%
Angebotspreis/Honorar brutto. Niedrigster wertbarer Preis erhält EG 3, Kostenobergrenze 12 Mio. € brutto.
- Konzepte40%
Einreichung von Konzepten zu Architektur/Funktionalität, Nachhaltigkeit und baulichem Standard. Gesamtgewichtung 40 wird auf Unterkriterien aufgeteilt (Oberkriterium ohne eigene Bewertung).
Preis: ((niedrigster Preis / Angebotspreis) x 3) x 60. Konzepte: Erfüllungsgrad (0-3) x Gewichtungsfaktor, anschließend Addition der Produkte zur Wertungssumme (max. 300 Punkte).
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenSchulgebäude – Raumstruktur und Nutzung
Neubau einer zweizügigen Grundschule mit ca. 1.750 m² Programmfläche + Nebenflächen + ca. 15 % Konstruktionsgrundflächen, gesamt ca. 2.800 m² BGF. Die Schule ist als ganztagsgeeignete Grundschule (niedersächsisches Konzept) für 208 Schüler/innen, 12 Lehrkräfte, 2 Studierende, 6 pädagogische Mitarbeitende, 2 Mini-Jobber, 3 Schulbegleitungen, Reinigungskräfte, Hausmeister, Sekretariat, Schulleitung zu planen.
Raumstruktur (Cluster):
Architektur: Architektonisch ansprechendes, in die Umgebung eingefügtes Gebäude. Hauptzugang Richtung Schulstraße. Die Pausen-/Mehrzweckhalle muss separat von außen zugänglich und innen vom Schulbereich abtrennbar sein (öffentlich nutzbar). Öffentliche Mitnutzung für Pausenmehrzweckhalle, Mensa/Aula und Außenanlagen ist ausdrücklich erwünscht.
Barrierefreiheit gemäß DIN 18040-1 (stufen- und schwellenlose Erschließung, taktile Leitsysteme).
Technische Gebäudeausrüstung (TGA)
Wärmeversorgung (KG 420): Wärmepumpensystem (Luft-Wasser oder Sole-Wasser, bevorzugt Geothermie mit zertifiziertem Bohrunternehmer nach DVGW W 120); fossile Energieträger sind ausgeschlossen. Heizverteilung als Zweirohrsystem, primär Fußbodenheizung, sekundär Flachheizkörper/Konvektoren. Hydraulischer Abgleich nach VDI 2073, Pufferspeicher mind. 10 l/kW, Jahresarbeitszahl (JAZ) mind. 4,5.
Lüftung (KG 430): Maschinelle RLT für Klassenräume, Küche, Mensa, Pausenhalle, WC-Bereiche; Wärmerückgewinnung mind. 75 %; CO2-Grenzwert 800 ppm; Pandemiebetrieb +50 % bis +80 % Luftvolumenstrom; Freikühlung/Nachtkühlung; Hygieneinspektion VDI 6022.
Sanitär (KG 410): Schmutz-/Regenwasser gem. DIN EN 12056 / DIN 1986-100, Fettabscheideranlage für Küche, Trinkwasserversorgung gem. DVGW/DIN 1988, dezentrale Warmwasserbereitung über Durchlauferhitzer, behindertengerechte Sanitärobjekte.
Elektro (KG 440): NSHV nach IEC 61439-2; Notstromeinspeisung 62,5 kVA/50 kW extern mobil; Zentralbatterieanlage mind. 180 min Autonomie; USV Hauptdatenverteilerraum 30 min; Photovoltaikanlage mind. 50 % Dachflächenbelegung (§ 32a NBauO), Module mind. 410 Wp, 25 Jahre Garantie, Wechselrichter-Wirkungsgrad mind. 98 %, Batterievorsorgeraum 15–20 m²; LED-Beleuchtung mind. 120 lm/W, 50.000 h L80B20, 5 Jahre Garantie, tageslichtabhängige DALI-Regelung; Blitzschutz nach DIN EN 62305-2; E-Mobilität: Leitungsinfrastruktur für mind. jeden 3. Stellplatz + 1 Ladepunkt 11 kW.
Kommunikation/Sicherheit (KG 450): Cloudbasierte Telefonanlage, Behinderten-Notruf VDE 0834, Uhrenanlage DCF 77, Sprachalarmierung/ELA gem. DIN VDE 0833-4 mit Amok-Alarmierung über NGRS Grad 2 (5 Handmelder, Sprechstellen Schulleitung/Sekretariat), Notstrom 3 h, Brandmeldeanlage (DIN 14675/VDE 0833-2), Zutrittskontrolle SimonsVoss (Online-Funk-Schließsystem, Bluetooth AX2GO, Echtzeit-Programmierung), Datenübertragungsnetz mit CAT7/S/FTP und LWL OM4, WLAN-Ausleuchtungsmessung, strukturierte Verkabelung, BMA-/NGRS-Programmierung, Feuerwehrlaufkarten in DWG.
Aufzug (KG 460): Treibscheibenantrieb 1,0 m/s, Traglast mind. 630 kg, behindertengerecht DIN EN 81-70, Blindenschrift, Fern-Notruf 4G/5G DIN EN 81-28, Verfügbarkeit 98 %.
Küche (KG 470): Aufwärmküche – Anschlüsse durch AN, Geräte durch AG/Caterer; Lehrküche komplett durch AN.
Gebäudeautomation (KG 480): BACNet/IP-Standard, MBE in DEOS-Cloud, Energiemanagement nach DIN ISO EN 50001, GA-Grad B gem. GEG/GMG, EDE-Files, AKS, Datenpunktlisten, AAE mit MQTT/OPC UA/Modbus/BACNet/DALI2/M-Bus, Ersatzteilversorgung 10 Jahre.
Energieeffizienz und Nachhaltigkeit
Effizienzhaus 40 gemäß GEG/BEG: Wärmepumpenkonzept, PV-Anlage, optimale Dämmung, sommerlicher Wärmeschutz.
Nachhaltigkeitskonzepte sind für Material, Bauphase und Betrieb gefordert. Innenraumluftqualität gemäß DGNB-Kriterium SOC1.2: TVOC ≤ 3000 µg/m³, Formaldehyd ≤ 120 µg/m³ – über Materialliste mit Emissionswerten und Absichtserklärung nachzuweisen.
Energiemanagement nach DIN ISO EN 50001 (zertifizierungsfähig), Nachweis nach ca. 1 Jahr Regelbetrieb über technische/energetische Einhaltung.
Außenanlagen, Erschließung und Grobumzug
Grundstück: Ca. 14.000 m² nordöstlich der Bestandsgrundschule (zukünftige Schulstraße 9a). Baumbestand, Kampfmittelräumung, Bodensanierung sind Bestandteile.
Pausenhofgestaltung: Mind. 2.200 m² nutzbare Pausenhoffläche; Schulhof mit Grün- und Bewegungsflächen, Kfz-/Fahrradstellplätze, Kiss-&-Go-Zone, Müllplätze, betriebsrelevante Zu-/Umfahrten, Aufstellflächen, sportliche Nutzungen.
Zaunanlagen: Doppelstabmattenzaun straßenseitig mind. 1,80 m, Ballfangzaun H=4–6 m schallisoliert, Zaun-/Toranalage in SimonsVoss-System.
Spiel-/Sportflächen: Nestschaukel, Niedrigseiganlage, Weitsprunganlage, Ballspielbereich, TÜV-zertifizierte Spielgeräte nach DIN EN 1176; Fahrradabstellanlagen mit Anlehnbügeln, überdacht und extensiv begrünt, E-Bike-Ladestation für Kollegium.
Oberflächen/Gelände: Rasenfugenpflaster oder Rasengittersteine zur Versickerung, ca. 30 cm Oberboden in Grünflächen, Pflegeanweisungen mit Lageplan für Bepflanzungen.
Beleuchtung außen: Mastleuchten 4,00 m, mind. 5 lux (S4), Energiepoller MENNEKES mit 2× CEE 32A/16A + 2× SCHUKO je Poller, Außendoppelsteckdosen.
Gerätehaus ca. 18 m².
Grobumzug vom Bestand in den Neubau (Transport Mobiliar/Großinventar) – kein Feinumzug (Kisten, persönliche Gegenstände); Koordination und Durchführung durch AN. Bestandsschule bleibt während gesamter Bauzeit in Betrieb.
Nicht enthalten: Maßnahmen an Bestandsgebäuden.
Feste Möblierung und Ausstattung
Feste Möblierung gemäß Ausstattungslisten ist im Leistungsumfang enthalten (nicht mobiles Mobiliar wie Stühle/Tische nach Raumprogramm). Vorbereitung Smartboard-Montage, Briefkasten, Beschriftungs-/Leitsystem für Fassade, visuelles Gebäudeleitsystem, Bemusterung durch AN mit Freigabe durch AG.
Sicherheits-, Reinigungs- und Wartungskonzepte
Reinigungs-, Wartungs- und Höhenzugangskonzept: Vollständig vom AN zu erstellen – inkl. Reinigungsverfahren, Arbeitsmittel, Zugangstechnik, Sicherungsmaßnahmen, Entsorgung für Fassade und Fenster.
Mess- und Zählkonzept: Ganzheitliches Zählerkonzept für Wasser, Wärme, Strom – abzustimmen mit AG und Energiemanagement.
Schnittstellenliste: Welche Leistungen AN/direkt AG/Versorger beauftragen.
Türliste: Mind. 12 Wochen vor Einbau der Schließanlage; Schlosstypen, Beschläge, Leser etc.
Wartungspauschale für 4 Jahre (Gewährleistungsdauer) inkl. aller Zuschläge (AGK, Lohnnebenkosten, Wegezeiten, Fahrkosten, Erschwerniszuschläge, Rüstzeiten, Werkzeuge, Hilfsmittel, Gerüste) – Stundensätze Monteur/Techniker, Zuschläge Sonn-/Feiertag/Nacht, An-/Abfahrtspauschale.
Instandhaltungsverträge für Sprachalarmierung, Brandmeldeanlage etc. durch AN.
Beweissicherung Nachbarbebauung durch öffentlich bestellten Sachverständigen.
Planungsleistungen und Dokumentation
HOAI-Leistungsphasen 1–9 sind durch den AN zu erbringen, einschließlich besonderer Leistungen. Planungsleistungen können durch qualifizierte Nachunternehmer erbracht werden (mit Befähigung nach § 75 VgV).
Zu erstellende Nachweise/Konzepte durch AN: Brandschutznachweis (durch Brandschutzsachverständigen), Schallschutznachweis (Schallschutzsachverständigen), Raumakustiknachweis (Akustiksachverständigen), Wärmeschutz-/GEG-Nachweis (Effizienzgebäude 40), Nachweis Innenraumluftqualität, Brandschutzkonzept, Evakuierungskonzept, Amok-Sicherheitskonzept, Barrierefreiheitskonzept, Reinigungs-/Höhenzugangskonzept, Gefährdungsbeurteilungen, SiGe-Plan und Baustellenordnung, Schließplan, AKS Gebäudeautomation, Ablaufdiagramme Regelstrategien, vollständige GA-Dokumentation (Anlagenschemas, Stromlaufpläne, EDE-Files), Messzertifikate/Linkzertifikate, Feuerwehrlaufkarten in DWG, Energiekonzept Systemplanung, Beleuchtungskonzept Außenbereiche, statische Berechnung + Prüfbericht Schallisolierung Ballfangzaun, Freianlagenplanung (Landschaftsarchitektur), Bauablauf-/Inbetriebnahmeterminplan, Baustelleneinrichtungsplan, Sicherungs-/Entsorgungskonzepte.
Dokumentation: As-built-Dokumentation, Revisionsunterlagen, Schulungs-/Einweisungsprotokoll für Bedienpersonal, Ersatzteillisten, Bedienungs-/Wartungsanleitungen.
BIM optional (keine Pflicht).
Bauphase und Logistik
Bestandsschule bleibt in Betrieb: Lärmintensive Arbeiten außerhalb der Kernunterrichtszeiten Mo–Fr 08:00–13:00 Uhr (Ganztagsbetrieb bis 16:00 Uhr). Besonders geräuscharme Maschinen und Geräte einsetzen. Phasenweise differenziertes Baustelleneinrichtungs- und Sicherungskonzept, vor Ausführung mit AG abzustimmen.
Medienversorgung der Baustelle (Bauwasser, Baustrom, Telekommunikation) durch AN inkl. Anschluss- und Verbrauchskosten. Winterbaubeheizung, Winterfestmachung, Baustellenreinigung laufend + zweimalige Endreinigung, sortenreine Abfalltrennung, Entsorgungsnachweise nach KrWG/NachwV.
Baustellenschild (Entwurf mind. 8 Wochen vor Aufstellung, Freigabe AG).
Gerüstbau (Außen- und Innengerüste) inkl. Planung, Betrieb, Unterhalt, Rückbau.
Fördermittel: Investitionsprogramm SchifT/GaFinHG des Landes Niedersachsen für Ganztagsgestaltung angestrebt.
Projektorganisation und Termine
Vertragsbeginn/Leistungsbeginn: 21.06.2027 (gleichzeitig Vertragsunterzeichnung, Baugenehmigungsantrag in Vorbereitung).
Planungsphase TU: ca. 21.06.2027 – 10.04.2028 (Baugenehmigung angenommen).
Ausführung gesamt: ca. 04.10.2027 – 29.08.2029.
Verbindliche Meilensteine:
Rahmen-Terminplan 4 Wochen nach Auftragserteilung.
Projektteam: Projektleiter, stellv. Projektleiter, Bauleiter – je abgeschlossene Fachausbildung + mind. 5 Jahre Berufspraxis; SiGeKo, Fachbauleitungen; deutschsprachige Projektleitung/Bauleitung mind. Niveau C1.
Projektkommunikation: Projektserver/Projektraum (Polarserver) ab Auftragserteilung bis 1 Monat nach Mangelfreiheit; monatliche Statusberichte; Protokollversand binnen 4 Arbeitstagen; Widerspruchsfrist 1 Kalenderwoche; Entscheidungsfrist mind. 3 Arbeitstage.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenZuverlässigkeit und Ausschlussgründe
Keine Ausschlussgründe nach § 6e VOB/A EU (Abs. 1–4, 6) und §§ 123, 124 GWB. Keine schweren Verfehlungen, die die Zuverlässigkeit in Frage stellen; keine Eintragungen im Gewerbezentralregister wegen Verstößen mit Freiheitsstrafe > 3 Monate, Geldstrafe > 90 Tagessätzen oder Geldbuße > 2.500 €. Nachweis ggf. Selbstreinigungsmaßnahmen gemäß § 6f VOB/A EU. Russlanderklärung gemäß Art. 5k Abs. 3 VO (EU) 2022/576 (BMWK-Rundschreiben 14.04.2022): keine Beteiligung russischer Staatsangehöriger oder in Russland niedergelassener Personen/Unternehmen; keine Unterauftragnehmer/Eignungsleiher/Lieferanten mit > 10 % Auftragswert aus den genannten Kategorien.
Berufliche Befähigung
Eintragung im Berufsregister, Handelsregister, Handwerksrolle oder IHK. Für Planungsleistungen (durch Bieter oder Nachunternehmer): berufliche Befähigung gemäß § 75 Abs. 1–3 VgV (Architekt/Ingenieur).
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Eigenerklärung über den Umsatz der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre (2022, 2023, 2024, 2025), netto – betreffend vergleichbare Bauleistungen und vergleichbare Leistungen. Bei Gemeinschaftsunternehmen anteilig. Eignungsleihe für wirtschaftliche/finanzielle Leistungsfähigkeit zulässig.
Versicherungen (Mindestdeckungssummen)
Betriebshaftpflichtversicherung (Bauleistung): mindestens 10 Mio. € pauschal für Personen- und Sachschäden; Jahreshöchstleistung mindestens das Doppelte der Deckungssumme.
Berufshaftpflichtversicherung (Planungsleistung): mindestens 5 Mio. € Personenschäden + 3 Mio. € sonstige Schäden (Sach- und Vermögensschäden); Jahreshöchstleistung mindestens das Doppelte.
Versicherungsnachweise sind auf Anforderung einzureichen; keine unaufgeforderte Einreichung von Policen.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Referenzobjekte (siehe Referenzprojekte) – erforderlich für Planung Gebäude, TGA, Bauleistung und Totalunternehmer.
Technische Fachkräfte / technische Stellen: Angabe der Anzahl.
Beschäftigte Arbeitskräfte: Jahresdurchschnitt der letzten 3 Kalenderjahre (2023, 2024, 2025), gegliedert nach Lohngruppen, mit extra ausgewiesenem technischen Leitungspersonal.
Eignungsleihe für technische Leistungsfähigkeit zulässig; muss durch das eignungsverleihende Unternehmen erbracht werden.
Nachunternehmer und Bewerbergemeinschaften
Verzeichnis der Nachunternehmerleistungen (Formblatt 233) ist einzureichen. Bei Eignungsleihe zusätzlich Eignungsleiheerklärung und auf Anforderung Verpflichtungserklärung. Nachunternehmereinsatz nur mit vorheriger Zustimmung des AG.
Bewerbergemeinschaft: Erklärung gemäß Formblatt 234 – gesamtschuldnerische Haftung aller Mitglieder, bevollmächtigter Vertreter vertritt rechtsverbindlich.
Einfache Nachunternehmer: nur Ausschlussgründe + Verpflichtungserklärung.
Qualifizierte Nachunternehmer / Eignungsleihe: vollständige Eignungsnachweise wie Hauptbewerber (Ausschlussgründe, berufliche Befähigung, Umsatz, Versicherung, Referenzen, technische Fachkräfte, Arbeitskräfte, Verpflichtungserklärung).
Projektpersonal nach Zuschlag
Projektleiter, stellv. Projektleiter und Bauleiter müssen namentlich benannt werden, mit abgeschlossener Fachausbildung + mindestens 5 Jahren Berufspraxis. SiGeKo, Fachbauleitungen erforderlich. Deutschsprachige Projektleitung/Bauleitung mind. Niveau C1.
Verfahrensspezifische Auswahl
Mindestanzahl Bewerber: 3
Höchstzahl Bewerber: 5
Auswahl erfolgt nach Bewertungsmatrix mit gewichteten Referenzkategorien (TU 40 %, Bauleistung 25 %, Objektplanung 20 %, TGA 15 %); max. 300 Punkte. Bei identischer Punktzahl: Losentscheidung.
Planung – Objektplanung Gebäude und Innenräume
Leistungsphasen 2–8 HOAI erbracht; Einrichtung im Bereich Ausbildung/Wissenschaft/Forschung, Kindergärten, Museen oder Bibliotheken (gem. Anlage 10.2 HOAI); mindestens Honorarzone III; pro Referenz Deckblatt + max. 3-seitige Beschreibung
Planung – Technische Gebäudeausrüstung (HLS / Elektro)
Leistungsphasen 2–8 HOAI erbracht; mindestens Honorarzone II (gem. Anlage 15.2 HOAI); pro Referenz Deckblatt + max. 3-seitige Beschreibung
Bauleistung (Hochbau)
Bezug Schul- oder Kinderbetreuungseinrichtung gem. RBBau Ziff. 4100–4400; Leistung muss für einen öffentlichen Auftraggeber erbracht worden sein; pro Referenz Deckblatt + max. 3-seitige Beschreibung
Totalunternehmer-Referenz
Im Bereich Schul- oder Kinderbetreuungseinrichtung (RBBau Ziff. 4100–4400); selbst federführend als Totalunternehmer erbracht; pro Referenz Deckblatt + max. 3-seitige Beschreibung