Neubau Zweifeldsporthalle Los 15 Erdarbeiten und Grundwasserhaltung
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenAngebot für die Erdarbeiten und Grundwasserhaltung beim Neubau einer Zweifeldsporthalle in Lübbenau/Spreewald.
Gefordert sind unter anderem Baufeldfreimachung, Baum- und Wurzelschutz, Aushub und Entsorgung, Baugrubenherstellung, Gründungspolster, Baustelleneinrichtung sowie eine temporäre Grundwasserabsenkung mit Ableitung in die Kamske.
Das Angebot ist elektronisch über VMPConnector bis zum 24.11.2026 um 13:00 Uhr einzureichen. Das Leistungsverzeichnis ist als GAEB-Datei zu übermitteln.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Zuschlagskriterium Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen ergeben sich aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaufeldfreimachung und Baumschutz
Gelände auf 3.560 m² abräumen, vorhandene Beton- und Gehwegbefestigungen ausbauen sowie 20 m³ Einzel- und Streifenfundamente abbrechen. Vier Bäume fällen, vier Baumstümpfe mit Wurzelwerk entfernen, 15 Bäume mit Stammschutz sichern, 215 m temporären Bauzaun stellen und freiliegende Wurzeln nach den vorgegebenen Regeln schützen, zurückschneiden und behandeln. Schutzmaßnahmen für Bäume und Wurzeln sind während der gesamten Bauzeit vorzuhalten.
Baugrube und Erdaushub
350 m³ Oberboden abtragen sowie 1.350 m³ Boden bis 0,80 m, 1.200 m³ bis 1,25 m und 510 m³ bis 2,08 m Aushubtiefe lösen, laden, transportieren und entsorgen; für 500 m³ Boden der LAGA-Kategorien Z 1.1/Z 1.2 ist eine Zulage vorgesehen. Zusätzlich sind 30 m³ maschineller und 8 m³ Handaushub zur Freilegung von Medienleitungen, 300 m² PE-Folie zur Sicherung der Böschungen, 50 m² waagerechter Normverbau sowie eine profilierte Baugrubensohle auf 2.150 m² zu leisten.
Gründungspolster und Bodenverbesserung
2.660 m² Geovlies verlegen, 1.190 m³ Mineralgemisch unter Bodenplatte und Fundamenten sowie 290 m³ für die Randverfüllung einbauen und verdichten. Das Planum ist auf 2.150 m² herzustellen und 15 Lastplattendruckversuche sind durchzuführen.
Baustelleneinrichtung und Arbeitsschutz
1.100 m² befestigte Baustelleneinrichtungs- und Verkehrsflächen sowie eine temporäre Rampe zur Baugrube herstellen. Im Wurzelbereich sind 207 m² lastverteilende Stahlplatten, 207 m² Hackschnitzel und 207 m² Geotextilvlies vorzusehen. Die eigene Baustelleneinrichtung umfasst Geräte, Zugänge, Verkehrssicherung, Arbeitsschutz, Reinigung und die dauerhafte Freihaltung der Feuerwehrzufahrt.
Grundwasserhaltung
Ein Wasserhaltungskonzept für die gesamte Baumaßnahme erstellen. Eine Nadelfilteranlage mit 18 Filtern mit 0,05 m Radius und 2,50 m Tiefe herstellen, einspülen, betreiben und zurückbauen; 250 m Ring- und Sammelleitung sowie eine etwa 65 m lange Ableitung in die Kamske bereitstellen. Die Kalkulationsbasis beträgt 60 Tage Wasserhaltung. Ergänzend sind eine Wassermesseinrichtung, ein Pegel mit Alarmschaltung, Notstromversorgung und acht Stunden Aggregatbetrieb, eine temporäre Infiltrations- und Baumwässerungsanlage mit 60 Tagen Betrieb sowie eine Position für Mehr- und Minderkosten je Tag vorzusehen. Eine außer Betrieb genommene Anlage ist bei Bedarf 30 Tage vorzuhalten.
Wasserbau und Schutz der Kamske
Zur temporären Sicherung der Einleitstelle in die Kamske sind 25 m³ Wasserbausteine CP 90/250 einzubauen, anschließend wieder aufzunehmen, abzutransportieren und zu entsorgen. Während der Bauzeit sind ein ungehinderter und schadloser Abfluss, die Vermeidung von Sedimenteinträgen sowie die fachgerechte Wiederherstellung der Gewässer- und Gewässerrandbereiche sicherzustellen. Baubeginn und Bauende sind dem IB Burg schriftlich anzuzeigen.
Dokumentation, Prüfungen und Entsorgung
Ein baubegleitendes Abfallnachweisbuch führen, drei Deklarationsanalysen des Aushubmaterials durchführen und die Schlussdokumentation dreifach erstellen. Beweis- und Nachbeweissicherung für Straßen, Gehwege, Parkflächen, Schulgelände und Schulgebäude durchführen. Entsorgungsnachweise, Produktnachweise, Prüfprotokolle und Messergebnisse vollständig dokumentieren. Eine Woche vor Abnahme ist ein digitales Vorablesexemplar der Objektdokumentation beim Planungsbüro zu übergeben.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBefähigung und Eignungsnachweis
Die Eignung ist für Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung, technische und berufliche Leistungsfähigkeit sowie wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit nachzuweisen. Möglich ist der Nachweis über die Präqualifikation, Formblatt 124 oder die Einheitliche Europäische Eigenerklärung. Nicht präqualifizierte Bieter müssen in der engeren Wahl die verlangten Bescheinigungen innerhalb von sechs Kalendertagen nachreichen.
Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und vergleichbare Projekte
Formblatt 124 erfasst den Umsatz der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre aus vergleichbaren Bauleistungen und verlangt bei Eingang in die engere Wahl drei Referenznachweise. Ein Mindestumsatz oder Mindestauftragswert wird nicht genannt.
Technische und organisatorische Leistungsfähigkeit
Der Bieter muss die für Erdarbeiten, Baugrubenherstellung, Verbau, Verdichtung, Baum- und Wurzelschutz, Abfallentsorgung, Dokumentation, Vermessung und messtechnische Kontrolle erforderliche technische und organisatorische Leistungsfähigkeit besitzen. Kenntnisse der einschlägigen Normen und Richtlinien, insbesondere DIN 18920, RAS LP 4, Merkblatt Alleen, Merkblatt über Baumstandorte und unterirdische Ver- und Entsorgungsarbeiten, ZTV A St 89 und ZTV Baumpflege, werden vorausgesetzt.
Fachkunde für Wasserhaltung
Erforderlich sind die Fähigkeit zur Erstellung eines vollständigen Wasserhaltungskonzepts mit Berechnungen, Beschreibung, Zeichnungen, Betriebsmitteln, Genehmigungen und Fortschreibungen sowie die Eignung zur Ausführung der Wasserhaltung mit Nadelfilteranlage, Sammelleitung, Pegel, Notstromversorgung und Einleitung in die Kamske.
Personal, Nachunternehmer und besondere Nachweise
Die erforderlichen Arbeitskräfte müssen verfügbar sein. Nachunternehmer sind vor Beginn in Sicherheit und Gesundheitsschutz sowie in die Grundunterweisung einzubinden. Mit Beginn der Arbeiten ist die Fachbauleitererklärung nach den Brandenburgischen Bauordnungsbestimmungen vorzulegen. Für eingesetzte Produkte und zulassungspflichtige Stoffe oder Bauteile sind amtliche Nachweise, Zertifikate, Zulassungen, Prüfzeugnisse und CE-Kennzeichnungen vorzulegen.
Register, Steuern, Sozialversicherung und Zuverlässigkeit
Erforderlich sind dieAngaben beziehungsweise Nachweise zur Eintragung im Handelsregister, in der Handwerksrolle oder bei der IHK, zur Gewerbeanmeldung, zur Berufsgenossenschaft, zur Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen sowie zur Bonität und Zuverlässigkeit. Erforderliche Bescheinigungen der Finanzamtsbehörde dürfen bei Einreichung nicht älter als zwölf Monate sein.
Entsorgungsfähigkeit
Für eine von der Leistungsbeschreibung abweichende Verwertungs- oder Beseitigungslösung sind die Berechtigung der Anlage, die Annahmebereitschaft des Betreibers, gegebenenfalls eine Bestätigung der Abfallwirtschaftsbehörde, der Anzeigen- oder Erlaubn Nachweis sowie die Einrechnung der Kosten nachzuweisen. Die ordnungsgemäße getrennte Erfassung, Entsorgung und Nachweisführung der Bau- und Abbruchabfälle muss sichergestellt sein.
VVB 124 verlangt für nicht präqualifizierte Unternehmen in der engeren Wahl drei Referenznachweise über vergleichbare Leistungen aus den letzten fünf Kalenderjahren oder über den in der Auftragsbekanntmachung genannten Zeitraum.
Vergleichbare Erdarbeiten, Baugrubenherstellung, Verbau, Baum- und Wurzelschutz, Gründungspolster, Grundwasserabsenkung, Wasserableitung, Abfallentsorgung und Nachweisführung; Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung.
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
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