Offenes Verfahren (EU-weit) zur Vergabe von Sicherheitsdienstleistungen für Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in Niedersachsen, Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, Direktion Magdeburg, VOEK 448-25
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWas wird ausgeschrieben?
Sicherheitsdienstleistungen (Wach- und Bewachungsleistungen) für zwei Liegenschaften des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in Niedersachsen.
Wer schreibt aus?
Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Direktion Magdeburg), Vergabenummer VOEK 448-25.
Wie ist das Verfahren aufgebaut?
Was muss der Bieter im Wesentlichen tun?
Wichtige Fristen:
Zuschlagskriterium: Preis
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Als Wertungspreis wird die Summe der jährlichen Gesamtnettopreise (in Euro) einschließlich aller Preise für die Einmal-, Grund- und Bedarfsleistungen laut Preisblatt gewertet.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAllgemeine Leistungspflichten (gilt für beide Lose)
Der Auftragnehmer erbringt die Sicherheitsdienstleistungen sach- und fachgerecht nach gesetzlichen und behördlichen Bestimmungen, Arbeitsschutz- und Unfallverhütungsvorschriften, technischen Normen und anerkannten Regeln der Technik. Er stellt qualifizierte Arbeitskräfte gemäß Leistungsbeschreibung bereit, übt das Hausrecht in Abstimmung mit dem Auftraggeber/Nutzer aus und hat die Befugnisse nach § 127 StPO (Jedermann-Rechte: Personen verweisen, Festnahme, Notwehr).
Das eingesetzte Personal unterliegt umfangreichen Pflichten:
Der Auftragnehmer hat Qualitätskontrollen durchzuführen, eine fortlaufende Leistungsdokumentation zu erstellen und bei Personalausfällen (Krankheit, Urlaub) sicherzustellen, dass die Leistungen nicht beeinträchtigt werden. Geschäftsunterlagen, Schlüssel und Chipkarten sind bei Vertragsende ordnungsgemäß zurückzugeben, Fund- und Wertgegenstände sind der Dienststelle zu melden. Gefährdungsbeurteilungen für Arbeitssicherheitsrisiken sind durchzuführen.
Schnittstellen, Dokumentation und Qualitätssicherung
Schnittstelleneinrichtungen für die digitale Datenweitergabe gehen zulasten des Auftragnehmers. Informationen und Unterlagen werden vom Auftraggeber bereitgestellt; fehlende Unterlagen sind schriftlich anzufordern. Es besteht kein Vergütungsanspruch für ungenehmigt erbrachte Leistungen. Leistungsänderungen und zusätzliche Leistungen bedürfen einer gesonderten Beauftragung und eines Nachtrags.
Monatlich sind vom Objektmanager des Auftraggebers unterzeichnete Stundennachweise je Mitarbeitenden und Tarifgruppe vorzulegen. Die Rechnungen sind prüffähig mit Liegenschaftsbezeichnung, Leitweg-ID und Bestellnummer zu stellen. Schulungen und Unterweisungen (u. a. Verschwiegenheit gemäß Anlage C-07) sind vor erstmaligem Einsatz, jährlich sowie bei Personalwechsel durchzuführen und schriftlich zu dokumentieren.
Struktur Grundleistungen (für beide Lose identisch)
Die Grundleistungen umfassen:
1. Objektleitung / Schichtführung – administrative und organisatorische Führung sowie Leitung der Schichten.
2. Stationärer Sicherheitsdienst (Empfangs- und Kontrolldienst) – Empfang, Zutrittskontrolle und Sicherheit im Gebäude.
3. Mobiler Sicherheitsdienst (Revierdienst) – Kontrollgänge auf dem Gelände an Wochenenden und Feiertagen (inkl. 24.12. und 31.12.).
4. Pauschale Notruf-Service-Leitstelle (NSL) – Aufschaltung der Gefahrenmeldeanlage.
5. Pauschale Vorhaltung Interventionsdienst.
6. Pauschale Elektronisches Wachbuch.
7. Pauschale Wächterkontrollsystem.
Struktur Bedarfsleistungen (für beide Lose identisch)
Die Bedarfsleistungen werden zu Wertungszwecken kalkuliert; ein Anspruch auf Beauftragung besteht nicht. Sie umfassen:
1. Administrative/organisatorische Führungskraft (Objektleitung) – 24 Stunden/Jahr (Wertungsmenge).
2. Kurzfristig erhöhter Personalbedarf (Empfangs- und Kontrolldienst) – 250 Stunden/Jahr (Wertungsmenge).
3. Mobiler Sicherheitsdienst (Revierdienst, Tagdienst) – 30 Stunden/Jahr (Wertungsmenge).
4. Interventionsdienst (Tagdienst) – 60 Stunden/Jahr (Wertungsmenge).
Die Abrechnung der Bedarfsleistungen erfolgt nach tatsächlich abgenommenen Leistungen auf Nachweis.
Qualifikationsanforderungen Personal
Aus dem Inhaltsverzeichnis der Leistungsbeschreibung sind für folgende Rollen Qualifikations- und Aufgabenprofile definiert:
Die genauen Anforderungen sind in der Leistungsbeschreibung (Anlage C-02) je Los hinterlegt (im vorliegenden Material nur als Überschriften dokumentiert).
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche Zuverlässigkeit (gilt für beide Lose)
Es dürfen keine Ausschlussgründe gem. §§ 123, 124 GWB vorliegen. Bieter müssen eine entsprechende Eigenerklärung abgeben (in Anlage B-03). Selbstreinigungsmaßnahmen gem. § 125 GWB sind möglich; ausgebliebene Pflichtzahlungen gem. § 123 Abs. 4 GWB können nachträglich erfüllt werden.
Nachzuweisen sind zudem:
Fachliche Eignung (gilt für beide Lose)
Finanzielle Eignung (gilt für beide Lose)
Weitere Eignungsanforderungen (gilt für beide Lose)
Besonderheiten bei Bietergemeinschaften und Eignungsleihe
Mindestens 3 vergleichbare Referenzen aus den letzten 3 Jahren, von mindestens 2 verschiedenen Auftraggebern
Mindestens 1 Referenz muss Sicherheitsdienst für Erstaufnahmeeinrichtungen, Flüchtlingsunterkünfte, BAMF oder vergleichbare Einrichtungen nachweisen. Dieselbe Referenz kann für mehrere Lose benannt werden.
3 vergleichbare Referenzen für Sicherheitsdienstleistungen
Vergleichbare Sicherheitsdienstleistungen; bei Bietergemeinschaften Angaben zu allen Mitgliedern.
3 vergleichbare Referenzen für Sicherheitsdienstleistungen
Vergleichbare Sicherheitsdienstleistungen; Anforderungen erhöhen sich nicht bei Bietung auf beide Lose.
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
Erfüllungsort
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