Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWorum es geht: Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) modernisieren das Gleichrichterwerk 513 an der Hauptstraße in Berlin. Ein Gleichrichterwerk wandelt Wechselstrom aus dem Stromnetz in Gleichstrom um, mit dem die Straßenbahnen fahren – die Anlage versorgt also quasi die Straßenbahn mit Strom.
Was gemacht werden muss: Die alte Schutz- und Steuerungstechnik wird komplett erneuert – also die Technik, die das Gleichrichterwerk überwacht und steuert. Dazu gehören das zentrale Meldefeld, das Fernsteuerfeld, die Trennersteuerungen sowie die Schutz- und Steuerungstechnik in den einzelnen Streckenfeldern. Neue Steuerungscomputer (SPS), neue Schutzgeräte und eine moderne Fernwirk-Anbindung werden eingebaut, programmiert und in Betrieb genommen.
Wichtig zu wissen: Der Umbau erfolgt bei laufendem Betrieb – die Straßenbahn wird also während der Arbeiten weiter mit Strom versorgt. Dafür wird über eine Umgehungsschiene gearbeitet. Die Lieferung des neuen zentralen Meldefelds muss bis 31.05.2027 erfolgen, der komplette Retrofit bis spätestens 31.12.2027.
Verfahren: Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb (zweistufig). Zuerst wird die Eignung geprüft, dann werden geeignete Bewerber zur Angebotsabgabe aufgefordert. Der Zuschlag geht an das wirtschaftlichste Angebot (100 % Preis).
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Bewertung auf Basis der Nettogesamtauftragssumme (100%)
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenLieferung
Was geliefert wird:
Lieferadresse: Hauptstraße 18–20, 10317 Berlin; Zugang über die Saganer Straße. Transportrisiko liegt beim Auftragnehmer.
Spätester Liefertermin Feld 70: 31.05.2027.
Montage und Umbau
Was montiert wird:
Wichtige Rahmenbedingungen:
Inbetriebnahme und Programmierung
Technische Spezifikationen
Vorgeschriebene Hardware (Siemens-Komponenten):
Software-Anforderungen:
Dokumentation
Während und nach der Ausführung zu liefern:
Sprache: ausschließlich Deutsch.
Allgemeine Pflichten
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAusschlussgründe (zwingend zu erklären)
Der Bewerber darf nicht ausgeschlossen sein gemäß §§ 123 und 124 GWB. Dazu gehören insbesondere:
Wichtig: Bei Bietergemeinschaften ist die Erklärung von jedem Mitglied einzeln abzugeben.
Technische Leistungsfähigkeit (Referenzen)
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Im vorliegenden Eignungsformular sind keine expliziten Anforderungen an Umsatz, Bilanz oder Bonität formuliert. Der Auftraggeber kann jedoch auf Verlangen unternehmensbezogene Nachweise nachfordern.
Versicherungen
Haftpflichtversicherung mit folgenden Mindestdeckungssummen je Schadensfall:
Frauenförderung
Erklärung gemäß der Berliner Frauenförderverordnung (FFV) ist zwingend erforderlich – abzugeben über den Frauenförderbogen (vom AG bereitgestellt).
Tariftreue und Mindestlohn (BerlAVG)
Zwingende Anforderungen:
Nachhaltigkeit und Lieferkette
K.O.-Kriterien (zwingend zu erfüllen)
Folgende Kriterien führen bei Nichterfüllung zum Ausschluss vom Verfahren:
Bietergemeinschaften und Eignungsleihe
Bietergemeinschaften:
Eignungsleihe:
Mind. 2 Referenzen aus den letzten 10 Jahren, je eine für (1) Programmierung/Lieferung/Montage/Inbetriebnahme von Steuer- und Schutztechnik in DC-Bahnstromenergieversorgungsanlagen und (2) Umbau der Steuer- und Schutztechnik von Bestandsanlagen.
Pro Referenz: Vorhabenbezeichnung, Auftraggeber (Anschrift, Ansprechperson, Tel., E-Mail), Leistungszeitraum (von/bis), Status (abgeschlossen ja/nein), Kurzbeschreibung des Leistungsumfangs. BVG darf telefonische Auskünfte bei Referenzgebern einholen.