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Retrofit Maßnahme Straßenbahn Gleichrichterwerk 513 Hauptstraße

Berliner Verkehrsbetriebe, Bereich Einkauf/ Materialwirtschaft | Vergabekammer des Landes BerlinBerlin, BerlinVeröffentlicht:
Angebotsfrist:

Zusammenfassung

Automatisch erstellt aus den Vergabeunterlagen

Worum es geht: Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) modernisieren das Gleichrichterwerk 513 an der Hauptstraße in Berlin. Ein Gleichrichterwerk wandelt Wechselstrom aus dem Stromnetz in Gleichstrom um, mit dem die Straßenbahnen fahren – die Anlage versorgt also quasi die Straßenbahn mit Strom.

Was gemacht werden muss: Die alte Schutz- und Steuerungstechnik wird komplett erneuert – also die Technik, die das Gleichrichterwerk überwacht und steuert. Dazu gehören das zentrale Meldefeld, das Fernsteuerfeld, die Trennersteuerungen sowie die Schutz- und Steuerungstechnik in den einzelnen Streckenfeldern. Neue Steuerungscomputer (SPS), neue Schutzgeräte und eine moderne Fernwirk-Anbindung werden eingebaut, programmiert und in Betrieb genommen.

Wichtig zu wissen: Der Umbau erfolgt bei laufendem Betrieb – die Straßenbahn wird also während der Arbeiten weiter mit Strom versorgt. Dafür wird über eine Umgehungsschiene gearbeitet. Die Lieferung des neuen zentralen Meldefelds muss bis 31.05.2027 erfolgen, der komplette Retrofit bis spätestens 31.12.2027.

Verfahren: Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb (zweistufig). Zuerst wird die Eignung geprüft, dann werden geeignete Bewerber zur Angebotsabgabe aufgefordert. Der Zuschlag geht an das wirtschaftlichste Angebot (100 % Preis).

Ausschreibung ansehen

Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Aktive Ausschreibung
HEUTE
Termin / FristJUL2026 OKT JAN2027 APR JUL OKT JAN2028
Veröffentlichung2. Juli 2026
Ausgabe der Vergabeunterlagen3. Juli 2026
Teilnahmefrist4. Aug. 2026
Rügefristca. 3. Sep. 2026
Besichtigung Örtlichkeit14. Sep. – 30. Sep. 2026
Antragstellung Besichtigungstermine23. Sep. 2026
Angebotsfrist13. Okt. 2026
Angebotsöffnung13. Okt. 2026
Zuschlag21. Dez. 2026
Nachprüfungsantragsfristca. 5. Jan. 2027
Vertragslaufzeitca. 31. Mai – 31. Dez. 2027
Lieferung Meldefeld31. Mai 2027
Ausführungsende Retrofit31. Dez. 2027
Anzeige Endabnahmebereitschaftca. 31. Dez. 2027
Übergabe Zeichnungssatzca. 29. Feb. 2028
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen
Niedrigster Preis1 Kriterium
Preis 100%Qualität 0%
  • Preis100%

    Bewertung auf Basis der Nettogesamtauftragssumme (100%)

KI-Hinweis: Zuschlagskriterium ist vollständig und eindeutig angegeben: 100% Preis auf die Nettogesamtauftragssumme (siehe Seite 3, Feld 15).

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Lieferung

Was geliefert wird:

Komplettneubau des zentralen Meldefeldes (Feld 70), transportfähig angeliefert – inklusive Abladen und Einbringen in die Anlage.Neue Komponenten für alle Felder des Gleichrichterwerks: Streckenfelder, Umgehungsfeld, Einspeisefelder, Rückleiter-/EKS-/Gerüstschluss-Feld und Fernsteuerfeld (Feld 81).

Lieferadresse: Hauptstraße 18–20, 10317 Berlin; Zugang über die Saganer Straße. Transportrisiko liegt beim Auftragnehmer.

Spätester Liefertermin Feld 70: 31.05.2027.

Montage und Umbau

Was montiert wird:

Aufstellung und Integration des neuen zentralen Meldefeldes in die Bestandsanlage.Anpassung des Fernsteuerfeldes (Feld 81) – inklusive Parallelbetrieb Alt/Neu während der Umbauphase.Austausch der Trennersteuerungen in den Streckenfeldern.Modernisierung der Schutz- und Steuerungstechnik in den Streckenfeldern (Steuerung Erdungskurzschließer und Gerüstschluss) sowie in den Einspeise- und Rückleiterfeldern.Umverdrahtung diskreter Meldungen und Rückbau ungenutzter Leitungen.Verkabelung zwischen den Feldern (LWL-Leitungen zu Feld 81, Kupferdatenleitungen).

Wichtige Rahmenbedingungen:

Umbau ohne Betriebsunterbrechung – die Straßenbahnstromversorgung läuft während der gesamten Bauzeit weiter. Dazu wird die Umgehungsschiene genutzt.Lückenloser Umbau der Streckenfelder nach Beginn (Werktägliche Prüfung pro Streckenfeld mit Schaltwagen innerhalb eines Werktags).Bauwache des Auftraggebers zwischen 6:30 und 14:30 Uhr während der Arbeiten anwesend.Parallelbetrieb alt/neu bis zur vollständigen Umsetzung (Dauer vom Bieter anzugeben).

Inbetriebnahme und Programmierung

Programmieren der Steuerungssoftware (SPS nach EN 61131-3) sowie Teilinbetriebnahme der Anlagen – Streckenfelder werden nacheinander in Betrieb genommen.Testbetrieb und Abnahmeszenarien sind für jedes Streckenfeld schriftlich zu dokumentieren.Isolationsmessprotokolle sind je Streckenfeld vorzulegen.

Technische Spezifikationen

Vorgeschriebene Hardware (Siemens-Komponenten):

SPS CPU 1512SP (Umgehungsfeld)S7-1515 als IO-Controller (zentrales Meldefeld)ET200SP (dezentrale Peripherieeinheit)Feldsteuergerät und di/dt-Schutzgerät (Datenblätter gemäß Anhang 4.5)Profinet-Anbindung, HMI-PC mit 19"-Display, IEC-60870-5-104-RTUGleichstrom-Energiezählung (EZG-S0 + Skalar.pro ETHN)

Software-Anforderungen:

SPS-Programme nach EN 61131-3.Keine Seriennummern-Abhängigkeit und kein Know-How-Schutz – vollständiger Quelltext ist bereitzustellen.Mit der Engineering-Software sind die Nutzungsrechte zu übergeben.

Dokumentation

Während und nach der Ausführung zu liefern:

Schaltungsunterlagen (Stromlaufpläne, Klemmenpläne, Logikpläne) – laufend aktualisiert, spätestens zur Endabnahme.Liste aller Meldungen und Befehle (vor Ort und via Fernmeldung/-steuerung über IEC 60870-5-104).Aufbauzeichnungen (3D mit Haupt- und Hilfsstromkreisen), Anordnungsplan mit Maßen.Anwendungsprogramme / Software-Listing und Nutzerdokumentation.Aktualisierter vollständiger Zeichnungssatz: zweifach Papier A4 plus Datenträger (DWG-Format) – spätestens 2 Monate nach Endabnahme.Revidierte Schaltungsunterlagen: spätestens 2 Monate nach Endabnahme.

Sprache: ausschließlich Deutsch.

Allgemeine Pflichten

Leistungen nach aktuell gültigen Regeln der Technik (VOL/B, DIN/EN/VDE, EU-Bauproduktenverordnung, UVV, BOStrab).Alle Sprachen für Geschäftsvorgänge, Dokumentationen und Handbücher: Deutsch.Entsorgung aller Verpackungsmaterialien und Abfallstoffe auf Kosten des Auftragnehmers.Keine Nebenangebote zulässig.

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Ausschlussgründe (zwingend zu erklären)

Der Bewerber darf nicht ausgeschlossen sein gemäß §§ 123 und 124 GWB. Dazu gehören insbesondere:

Keine Verurteilungen wegen Straftaten nach §§ 123 Abs. 1 GWB (z. B. Betrug, Bestechung, Terrorismus, Geldwäsche).Keine Rückstände bei Steuern und Sozialversicherungen (§ 123 Abs. 4 GWB).Keine Verstöße gegen Umwelt-, Sozial- oder Arbeitsrecht, keine Insolvenz, keine schweren Verfehlungen (§ 124 GWB).Keine Bußgelder wegen Verstößen gegen AEntG, MiLoG oder SchwarzArbG (ab 2.500 €).Keine Bußgelder wegen Verstößen gegen das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG, ab 175.000 €).Keine Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz (§ 98c AufenthG).

Wichtig: Bei Bietergemeinschaften ist die Erklärung von jedem Mitglied einzeln abzugeben.

Technische Leistungsfähigkeit (Referenzen)

Mindestens 2 Referenzen aus den letzten 10 Jahren.Mindestauftragswert: 50.000 € pro Referenz.Leistungsart 1: Programmierung, Lieferung, Montage und Inbetriebnahme von Steuer- und Schutztechnik in DC-Bahnstromenergieversorgungsanlagen.Leistungsart 2: Umbau der Steuer- und Schutztechnik von Bestandsanlagen.Jede Referenz muss enthalten: Vorhabenbezeichnung, Auftraggeber mit Anschrift/Ansprechperson/Telefon/E-Mail, Leistungszeitraum, Status (abgeschlossen ja/nein), Kurzbeschreibung des Leistungsumfangs.Der Auftraggeber behält sich vor, telefonische Auskünfte bei den Referenzgebern einzuholen.

Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit

Im vorliegenden Eignungsformular sind keine expliziten Anforderungen an Umsatz, Bilanz oder Bonität formuliert. Der Auftraggeber kann jedoch auf Verlangen unternehmensbezogene Nachweise nachfordern.

Versicherungen

Haftpflichtversicherung mit folgenden Mindestdeckungssummen je Schadensfall:

2.000.000 € für Personen- und Sachschäden.1.000.000 € für Vermögensschäden.

Frauenförderung

Erklärung gemäß der Berliner Frauenförderverordnung (FFV) ist zwingend erforderlich – abzugeben über den Frauenförderbogen (vom AG bereitgestellt).

Tariftreue und Mindestlohn (BerlAVG)

Zwingende Anforderungen:

Einhaltung des BerlAVG-Mindeststundenentgelts: 13,69 € brutto/Stunde (ohne Auszubildende).Bei elektrohandwerklichen Leistungen: Zahlung der geltenden Tarifentgelte (z. B. Eckentgelt E6 = 19,50 €/Std. ab 01.01.2026).Vergabemindestlohn Berlin: 14,93 €/Std. ab 01.01.2026.Verpflichtung auch aller Nachunternehmer und Verleiher zur Tariftreue (§ 15 Abs. 1 Nr. 6 BerlAVG).Die Anforderungen gelten auch entlang der gesamten Nachunternehmerkette.

Nachhaltigkeit und Lieferkette

Einhaltung des Supplier Code of Conduct der BVG (Menschenrechte und Umwelt).Diese Anforderungen sind auch entlang der Lieferkette sicherzustellen.Keine Verstöße gegen das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG).

K.O.-Kriterien (zwingend zu erfüllen)

Folgende Kriterien führen bei Nichterfüllung zum Ausschluss vom Verfahren:

Vollständig ausgefülltes Leistungsverzeichnis (grau hinterlegte Angaben).Alle anzukreuzenden Bewertungsparameter müssen erfüllt sein.Datenblätter gemäß Anhang 4.5 (di/dt-Gerät und/oder Feldsteuergerät).Pflicht-Ortstermin vor Angebotsabgabe (14.09.–30.09.2026).Keine Nebenangebote.Stromlaufpläne gemäß Abschnitt 3 müssen mit dem Angebot eingereicht werden.

Bietergemeinschaften und Eignungsleihe

Bietergemeinschaften:

Gesamtschuldnerische Haftung aller Mitglieder.Angabe eines geschäftsführenden Unternehmens.Darlegung wirtschaftlich vernünftiger Gründe für den Zusammenschluss.Keine wettbewerbsbeschränkende Abrede gem. § 1 GWB.

Eignungsleihe:

Möglichkeit, Kapazitäten anderer Unternehmen (wirtschaftlich/finanziell oder technisch/beruflich) zu nutzen.Pro eignungsleihgebendes Unternehmen ein separates Formblatt.Bei Personaleinsatz: die Personen müssen die Leistungen höchstpersönlich erbringen.
Referenzprojekte
mindestens 2 ReferenzenZeitraum: letzte 10 JahreVolumen: mindestens 50.000 € pro Referenz

Mind. 2 Referenzen aus den letzten 10 Jahren, je eine für (1) Programmierung/Lieferung/Montage/Inbetriebnahme von Steuer- und Schutztechnik in DC-Bahnstromenergieversorgungsanlagen und (2) Umbau der Steuer- und Schutztechnik von Bestandsanlagen.

Pro Referenz: Vorhabenbezeichnung, Auftraggeber (Anschrift, Ansprechperson, Tel., E-Mail), Leistungszeitraum (von/bis), Status (abgeschlossen ja/nein), Kurzbeschreibung des Leistungsumfangs. BVG darf telefonische Auskünfte bei Referenzgebern einholen.

KI-Hinweis: Alle Eignungskriterien wurden per KI aus den Vergabeunterlagen extrahiert. Mit TendiGo prüfen Sie in wenigen Minuten, ob Ihr Unternehmen die Anforderungen erfüllt.

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
1–3Angebote erwartet
Median vergleichbarer Vergaben: rund 2 Angebote
Geringe Konkurrenz
Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 57%4–10 · 28%11+ · 15%
Checkliste zur AngebotsabgabeKonkrete Schritte laut Vergabeunterlagen0 von 23 erledigt
Formblätter Teilnahmeantrag
Eignungsnachweise
Frauenförderung & soziale Anforderungen
Angebotsunterlagen
Vor-Ort-Termin & Rückfragen
Sprache & Form
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Auf einen Blick

Auftraggeber
Berliner Verkehrsbetriebe, Bereich Einkauf/ Materialwirtschaft | Vergabekammer des Landes Berlin
Anschrift
10179 Berlin
Ort
10179 sowie gesamtes Berliner Stadtgebiet Berlin
Kategorie
Berlin
Veröffentlicht
Angebotsfrist

Erfüllungsort

Ort der Leistung
10179 sowie gesamtes Berliner Stadtgebiet Berlin
Berlin

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