REZ BBSAT 45ind Integrationshilfen - Perspektiven entwickeln JC Erfurt
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Bundesagentur für Arbeit sucht Träger, die im Bezirk des Jobcenters Erfurt Integrationshilfen für arbeitslose erwerbsfähige Leistungsberechtigte mit ausgeprägtem Unterstützungsbedarf durchführen.
Ziel der Maßnahme ist es, die Teilnehmenden zu stabilisieren, zu aktivieren und sie schrittweise an den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt heranzuführen. Dazu gehören Eingangsanalyse, sozialpädagogische und psychologische Begleitung, Schlüsselqualifikationen, Bewerbungscoaching, betriebliche Erprobung sowie eine 6-monatige Nachbetreuung nach Beschäftigungsaufnahme.
Vorgesehen sind rund 64 Plätze in vier zeitversetzten Losen (Start z.B. 15.02.2027, 18.05.2027, 16.08.2027, 15.11.2027), Vertragslaufzeit je Los 12 Monate, mit Optionszeiträumen bis Ende 2031. Angebote sind elektronisch über die e-Vergabe-Plattform (evergabe-online.de / AnA-Web) bis zum 10.11.2026 um 10:00 Uhr einzureichen.
Bieter müssen u.a. eine gültige AZAV-Trägerzulassung, qualifiziertes Personal, Referenzen aus den letzten 3 Jahren sowie diverse Formblätter (D.1, D.2, D.2.1, D.2.2, D.3, D.5) und ein Konzept (max. 25 Seiten) vorlegen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Wertungsbereich I - Auftragsbezogene Zusammenarbeit auf dem regionalen Arbeits- und Ausbildungsmarkt20%
Wertungsbereich I mit 20 GP. Enthält das Kriterium I.1.
- Wertungsbereich II - Strategische Vorgehensweise, inhaltliche Ausgestaltung und Organisation40%
Wertungsbereich II mit 40 GP. Enthält die Kriterien II.1 bis II.4.
- Wertungsbereich III - Zusammenwirken des Personals / Einheitliche Umsetzung der Maßnahmekonzeption10%
Wertungsbereich III mit 10 GP. Enthält das Kriterium III.1.
- Wertungsbereich IV - Bisherige Erfolge und Qualität30%
Wertungsbereich IV mit 30 GP. Enthält das Kriterium IV.1. Bewertung durch die Vergabestelle anhand der Vertragsausführung, keine Konzeptausführungen gefordert.
Erweiterte Richtwertmethode (analog UfAB 2018.04). Schritt 1: Kennzahl Leistungs-Preis-Verhältnis = Gesamtsumme der Leistungspunkte / Wertungspreis x 100, kaufmännisch auf 2 Dezimalstellen gerundet. Der Wertungspreis ist der Monatspreis je Platz (brutto in Euro). Leistungspunkte je Wertungsbereich = gewichteter Mittelwert der Wertungspunkte x 100 x Gewichtungspunkte des Bereichs (max. 300 je Bereich). Angebote mit weniger als 85 % der Punkte in den Bereichen I bis III werden ausgeschlossen. Schritte 2 und 3: Korridor aus der Kennzahl des führenden Angebots und dem Wert minus 10 %; innerhalb des Korridors entscheidet die Gesamtpunktzahl aus I.1, II.1, II.4 und IV.1, danach der preisgünstigere Bieter.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenMaßnahmeziel und Zielgruppe
Aktivierung und berufliche Eingliederung erwerbsfähiger Leistungsberechtigter (18–60 Jahre) mit ausgeprägtem Unterstützungsbedarf, z.B. psychische Beeinträchtigungen oder drohende Beeinträchtigungen.
Ansatz 'Stärken stärken' – Motivation, Stabilisierung, Heranführung an den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt.
Rechtsgrundlage: § 16 Abs. 1 SGB II in Verbindung mit § 45 Abs. 1 S. 1 SGB III (Maßnahmetyp 45ind).
Struktur und zeitlicher Rahmen
4 Lose, je ca. 16 Gesamtplätze (Mindestabnahme 12), Starttermine: 15.02.2027, 18.05.2027, 16.08.2027, 15.11.2027.
Laufzeit je Los: 12 Monate, mit Optionszeiträumen bis Ende 2031 (Verlängerung in 24-Monats-Schritten).
Individuelle Teilnahmedauer im Regelfall 12 Monate, Eingangsanalyse in den ersten 2 Wochen.
Monatliche Präsenzzeit: 30 Std./Woche im Durchschnitt, max. 9 Std./Tag inkl. Pausen; 2 unterweisungsfreie Tage pro vollem Kalendermonat.
Inhaltliche Bausteine der Maßnahme
Eingangsanalyse (Integrationshemmnisse, Potentiale, Fortschrittsplan).
Sozialpädagogische Begleitung (1:8) und psychologische Begleitung (1:16, täglich).
Stabilisierung mit mind. 4 Std. Einzelgesprächen pro Monat je Teilnehmendem.
Förderung von Schlüsselqualifikationen, Berufsorientierung, Bewerbungscoaching (max. 5 % der Teilnahmedauer), wirtschaftliches Verhalten/Schuldenprävention, Gesundheitsorientierung, berufsbezogene Sprachförderung.
Mindestens 2 berufsbezogene Projektansätze.
Kreativbereich: 3–4 Std./Woche.
Betriebliche Erprobung 2–4 Wochen, im Einzelfall bis 6 Wochen.
Eingliederung in versicherungspflichtige Beschäftigung und 6-monatige Nachbetreuung nach Beschäftigungsaufnahme.
Personelle und räumliche Anforderungen
Qualifiziertes Personal: sozialpädagogische Fachkräfte (1:8), Psycholog/innen (1:16), fachliche Anleiter/innen (1:16).
Mindestpersonaleinsatz in Festanstellung; Vertretungsregelung bei Krankheit/Urlaub.
Geeignete, ggf. barrierefreie Räumlichkeiten; Nachweis mit Formblatt R.1.
Umweltanforderungen: Strom aus erneuerbaren Quellen, Recyclingpapier, Reinigungsmittel mit Blauem Engel, Geräte außerhalb der Nutzungszeiten ausschalten.
Dokumentations- und Berichtspflichten
Tägliche namentliche Erfassung des eingesetzten Personals mit Stundenumfang.
Aktivierungs- und Integrationsfortschrittsplan je Teilnehmendem.
Teilnahmebezogene Berichte (F.5.2) bei Nichtantritt sofort, sonst laufend; Zwischenberichte nach jedem Durchlauf; Gesamtbericht 4 Wochen nach Vertragsende.
Teilnahmebescheinigungen am Maßnahmeende für alle Teilnehmenden.
Erstbewertung Fragebogen 3 Monate nach Maßnahmebeginn, danach alle 12 Monate, Abschlussfragebogen bis 14 Kalendertage nach Maßnahmeende.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenZwingende Voraussetzungen (Ausschluss / Eignung)
Keine Ausschlussgründe nach §§ 123, 124 GWB (Eigenerklärung in D.2).
Ethikklausel: keine BA-Beratertätigkeit in den letzten 18 Monaten vor Veröffentlichung (sofern gleicher Bereich); absoluter Ausschluss bei Beratertätigkeit in den letzten 6 Monaten (D.2.2).
Erklärung zu Sanktionen gegen Russland (Art. 5k EU 833/2014) – D.5; Nichtabgabe führt zum Ausschluss.
Gültige Trägerzulassung nach §§ 176, 178 SGB III (AZAV) – bei Bietergemeinschaft jedes Mitglied.
Fachliche Eignung und Referenzen
Nachweis beruflicher Leistungsfähigkeit über Referenzen (D.3) vergleichbarer Maßnahmen, vorzugsweise § 45 Abs. 1 S. 1 SGB III (45ind) oder Kombinationen daraus, aus den letzten 3 Jahren, Stichtag 15.03.2024.
Bis zu 6 Referenzen mit Auftragnehmer, Leistungsbeschreibung, Durchführungszeitraum/-ort, Platzzahlen, Auftraggeber inkl. Kontaktperson.
Bei Bietergemeinschaften zusammengefasst in einer D.3; Eignungsleihe nach § 34 UVgO / § 47 VgV möglich.
Persönliche Eignung und Personalqualifikation
Mitarbeitende ohne Verurteilungen nach §§ 174–180, 182 StGB; Führungszeugnis max. 3 Monate alt, Aktualisierung alle 3 Jahre.
Sozialpädagogische Fachkräfte (1:8): Studium Sozialpädagogik/-arbeit, Heilpädagogik, Rehabilitations-/Sonderpädagogik oder staatlich anerkannte Erziehungsberufe mit Zusatzqualifikation (≥640 U-Std.) bzw. 1 Jahr Zielgruppenerfahrung.
Psycholog/innen (1:16): Hochschulabschluss Psychologie (Diplom/Master) oder verwandt mit Schwerpunkt Psychologie/Psychotherapie + 1 Jahr Berufserfahrung.
Fachliche Anleitung (1:16): anerkannter Berufs-/Studienabschluss + 3 Jahre Zielgruppenerfahrung; 1 Jahr bei Meister/Techniker/Fachwirt mit Ausbildereignung.
Organisatorische und technische Eignung
Geeignete Räumlichkeiten, ggf. barrierefrei (Nachweis R.1).
Personaleinsatzplan und Gesamtübersicht (F.1).
Postversand- und telefonische Erreichbarkeit sicherstellen (2 Wochen vor Maßnahmebeginn).
Datenschutz/DSGVO-Konformität, ggf. Cloud-Nutzung mit Auftragsverarbeitungsvertrag.
Zuschlagskriterien (Wertung, nicht Eignung)
I.1 Auftragsbezogene Zusammenarbeit – 20 Punkte.
II.1 Stabilisierungs- und Aktivierungsstrategie – 15 Punkte.
II.2 Sozialpädagogische/psychologische Begleitung – 5 Punkte.
II.3 Projektansätze/Kreativbereich – 5 Punkte.
II.4 Exemplarischer Maßnahme- und Förderverlauf – 15 Punkte.
III.1 Zusammenwirken des Personals – 10 Punkte.
IV.1 Beurteilung der Vertragsausführung (bisherige Erfolge/Qualität) – 30 Punkte.
KO-Schwelle: mind. 85 % der Maximalpunktzahl in den Wertungsbereichen I–III; Preisschwankungsbereich 10 %.
Referenzen über früher ausgeführte Aufträge – vergleichbare Leistungen, insbesondere Maßnahmen nach § 45 Abs. 1 S. 1 SGB III (45ind) bzw. Maßnahmekombinationen mit Elementen daraus oder sonstige Maßnahmen mit ähnlicher Zielsetzung
Vergleichbarkeit ist auf gesondertem Blatt 'Anlage zu D.3' detailliert darzustellen; bei BG: alle Mitglieder zusammengefasst in einer D.3; Angabe Auftragnehmer, Leistungsbeschreibung mit §-Angaben, ggf. Vergabe-Nr./Los-Nr., Durchführungszeitraum, -ort, Anzahl Plätze/Teilnehmende/Stunden, Auftraggeber inkl. Kontaktperson und Telefon
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
Erfüllungsort
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