REZ NRW 45ind JC Kreis Olpe
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Bundesagentur für Arbeit (Regionales Einkaufszentrum NRW) schreibt einen Rahmenvertrag für eine Eingliederungsmaßnahme für geringfügig Beschäftigte und Mitglieder großer Bedarfsgemeinschaften im Bezirk des Jobcenters Kreis Olpe aus.
Bieter müssen ein schlüssiges Gesamtkonzept vorlegen, wie sie die Teilnehmenden in den Arbeits- und Ausbildungsmarkt eingliedern. Die Maßnahme umfasst Standortbestimmung, Strategische Begleitung, Vermittlung berufsfachlicher Kenntnisse, Aktivierung, Bewerbungscoaching, Job-Coaching, betriebliche Erprobung, Gesundheitsorientierung und sozialpädagogische Begleitung.
Die Vergütung besteht aus einer Tagespauschale je Teilnehmender/m und einer erfolgsabhängigen Vergütung für nachgewiesene Integrationsfortschritte. Das Angebot wird ausschließlich elektronisch über die e-Vergabe-Plattform eingereicht.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Wertungsbereich I - Auftragsbezogene Zusammenarbeit auf dem regionalen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt12%
Benennung der relevanten regionalen Akteure sowie Art und Umfang der Zusammenarbeit unter Berücksichtigung der Zielsetzung und Zielgruppe (Vermittlungshemmnisse: Langzeitarbeitslosigkeit, finanzielle Probleme, Suchtproblematik, fehlende Qualifizierung).
- Wertungsbereich II - Strategische Vorgehensweise33%
Eingliederungsstrategie und Vermittlung digitaler Kompetenzen.
- Wertungsbereich III - Personal10%
Beschreibung des vorgesehenen Personaleinsatzes.
- Wertungsbereich IV - Durchführungsqualität15%
Inhaltliche und zeitliche Ausgestaltung der Präsenztage.
- Wertungsbereich V - Bisherige Erfolge und Qualität30%
Beurteilung der Vertragsausführung anhand von Fragebögen zur Maßnahmebetreuung im IT-Verfahren SAP S/4-HANA (Bundesdurchschnitt vergleichbarer 45ind-Maßnahmen ab 15.03.2024).
- Preis (Wertungspreis / fiktiver Losgesamtpreis brutto)
Fiktiver Losgesamtpreis (brutto in Euro) als Wertungspreis, berechnet aus Tagespauschalen und Vergütung für Integrationsfortschritte. Fließt über die Kennzahlenmethode Z=L/P in die Wertung ein; eine separate prozentuale Gewichtung ist nicht ausgewiesen.
Erweiterte Richtwertmethode nach UfAB 2018.04: Kennzahl = (Gesamtsumme der Leistungspunkte / Wertungspreis) x 100. Anschließend Korridorbildung: führendes Angebot minus 10%. Innerhalb des Korridors entscheidet die Gesamtpunktzahl der Entscheidungskriterien I.1, II.1, IV.1 und V.1.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGesamtbild und Eckpunkte
Gegenstand: Eingliederungsmaßnahmen für geringfügig Beschäftigte (und Mitglieder großer Bedarfsgemeinschaften) nach § 16 Abs. 1 SGB II i.V.m. § 45 Abs. 1 S. 1 Nrn. 1, 2 und 5 SGB III.
Bedarfsträger: Jobcenter Kreis Olpe, koordiniert über das Regionale Einkaufszentrum NRW (Bundesagentur für Arbeit).
Ziel: Dauerhafte berufliche Eingliederung in den Arbeits- und Ausbildungsmarkt; Verringerung und Vermeidung von Hilfebedürftigkeit nach § 1 Abs. 1 S. 1 SGB II.
Vergütung: Kombination aus Tagespauschale je teilnehmender Person und erfolgsabhängiger Vergütung für nachgewiesene Integrationsfortschritte. Die genauen Werte sind dem Losblatt (Leistungsverzeichnis/Losblatt) zu entnehmen.
Konzeption: Inhalt, Durchführung und Methodik liegen in der Gestaltungsfreiheit des Bieters; die im Losblatt vorgegebene Integrationsquote ist zu erreichen.
Konkrete Werte aus Los 1 (E_1.pdf):
Rahmenbedingungen: Es handelt sich um einen Rahmenvertrag; die Bedarfsträger rufen einzelne Teilnehmende über Einzelabrufe ab. Mindestabnahme: 70 % der Gesamtzahl an Teilnehmenden je Maßnahme (lfd. Nr.). Maßnahmebeginn voraussichtlich 15.02.2027, Ende 27.03.2028 (zzgl. zweier einseitiger Optionszeiträume).
Module der Maßnahme (B.2)
Die Maßnahme besteht aus folgenden Bausteinen; die genaue Ausgestaltung legt der Bieter fest:
Präsenz, Personaleinsatz und Ausstattung
Durchführungsform: überwiegend Präsenz am Maßnahmeort Finnentrop (innerhalb 1,5 km Radius zum Bahnhof Finnentrop), ortsunabhängige Anteile möglich.
Präsenzpflicht Zielgruppe 'geringfügig Beschäftigte': Förderziel II = 1 Tag/Woche; Förderziel III = 2 Tage/Woche.
Präsenzpflicht Zielgruppe 'große Bedarfsgemeinschaften': Förderziel II = 5 Zeitstunden/Woche; Förderziel III oder IV = 10 Zeitstunden/Woche.
Anwesenheitspflicht Höchstgrenze: max. 9 Zeitstunden/Tag inkl. Pausen; Vollzeit = 39 Zeitstunden/Woche.
Personalschlüssel (Los 1): Job-Coach 1 : 30, Sozial-Coach 1 : 70 (bezogen auf TN in Maßnahme). Personalkapazitäten Job-Coach + Sozial-Coach müssen zu jedem Zeitpunkt ≥ 1,0 je Maßnahme sein. Gruppengröße max. 20 TN.
Technische Ausstattung je TN: vernetzter PC-Arbeitsplatz mit Internet, Office-Software, aktueller Browser, externer Bildschirm mind. 24 Zoll, Headset, USB-Stick; Kamera, Farbdrucker, Scanner, Videotelefoniesoftware für die Einrichtung.
Unterweisungsfreie Tage: 2 Arbeitstage pro vollen Kalendermonat, rückwirkend nach Ablauf des 6. Monats der individuellen Teilnahmedauer.
Im Angebotspreis enthalten vs. separat
Im Angebotspreis abgegolten: Lern-/Arbeitsmittel, Räume, Personal inkl. Vertretung, Telekommunikation/Internet, Bewerbungs- und Reisekosten für Vorstellungsgespräche, Unfall- und Schadensversicherung, Kosten durch gesetzliche Auflagen (z. B. Gesundheitsschutz).
Außerhalb des Angebotspreises (über Bedarfsträger): Fahrkosten der TN, Kinderbetreuungskosten, behinderungsbedingte Zusatzleistungen (z. B. Gebärdensprachdolmetscher), technische Arbeitshilfen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenTrägerzulassung (AZAV)
Nachweis einer gültigen Trägerzulassung nach §§ 176 Abs. 1 und 178 SGB III (AZAV-Zulassung). Bei Bietergemeinschaften muss jedes Mitglied über die Trägerzulassung verfügen. Die Trägerzulassung ist 5 Arbeitstage vor Maßnahmebeginn, spätestens zum Maßnahmebeginn einzureichen; läuft sie vor Vertragsende ab, ist die neue Zulassung unaufgefordert nachzureichen.
Berufliche Leistungsfähigkeit / Referenzen
Geeignete Referenzen über früher ausgeführte Aufträge vergleichbarer Leistungen innerhalb der letzten 3 Jahre. Vergleichbar sind Maßnahmekombinationen nach § 45 Abs. 1 Satz 1 SGB III, die die Vermittlung in eine versicherungspflichtige Beschäftigung zum Inhalt haben. Nachweis über Formular D.3.
Ausschlussgründe und Erklärungen
Eignungsleihe und Bietergemeinschaften
Eignungsleihe ist zulässig: Unterauftragnehmer können fehlende Kapazitäten ergänzen, müssen die Leistung aber tatsächlich erbringen. Bei Bietergemeinschaften muss die ordnungsgemäße Leistungserbringung nach Zuschlag sichergestellt bleiben; das REZ ist über Ausfall zu informieren; neue Mitglieder nur mit Zustimmung des REZ.
Anforderungen an das Personal
Job-Coach: Berufs- oder Studienabschluss; mind. 3 Jahre Berufserfahrung, davon mind. 2 Jahre in beruflicher/sozialer Eingliederung der Zielgruppe und 1 Jahr betriebliche Erfahrung; alternativ mind. 6 Monate Tätigkeit als Job-Coach in einer Eingliederungsmaßnahme.
Sozial-Coach: abgeschlossenes Studium der Sozialpädagogik/-arbeit, Soziale Arbeit, Heilpädagogik oder Reha-/Sonderpädagogik; alternativ andere Diplom/Bachelor/Master mit Ergänzungsfächern in Sozial-/Heilpädagogik oder Reha-/Sonderpädagogik oder Jugendhilfe; bei Pädagog:innen ohne diese Fächer mind. 1 Jahr Berufserfahrung mit Zielgruppe in den letzten 5 Jahren; alternativ staatlich anerkannte Erziehungsberufe mit einschlägiger Zusatzqualifikation (≥640 U-Stunden à 45 Min.) und mind. 1 Jahr Berufserfahrung mit Zielgruppe in den letzten 5 Jahren; alternativ mind. 4 Monate Tätigkeit als sozialpädagogische Fachkraft im Auftrag der BA in den letzten 3 Jahren.
Pädagog:innen / Ausbilder:innen: einschlägiger Berufs-/Studienabschluss; mind. 1 Jahr Erfahrung mit der Zielgruppe; Meisterprüfung, AdA oder vergleichbare pädagogische Zusatzqualifikation.
Ergänzend: Empathie, interkulturelle Kompetenz, Sensibilität für Menschen mit Behinderungen, IT-Kompetenz, Beratungswissen zu Arbeitsmarktveränderungen. Durchgängige Vertretungsregelung (bei Krankheit spätestens am 2. Krankheitstag).
Räumlichkeiten, Technik, Datenschutz und Auflagen
Räumlichkeiten: Maßnahmeort laut Losblatt (hier: Finnentrop, 1,5 km Radius um Bahnhof); angemessene ÖPNV-Erreichbarkeit; Barrierefreiheit soweit im Losblatt gefordert.
Technische Anforderungen: PC-Arbeitsplätze mit Internet, Office, PDF-Tools, Videotelefoniesoftware, Headset je TN.
Datenschutz: Einhaltung DSGVO; Clouds nur unter strengen Auflagen (Pseudonymisierung, Server DE/EWR); keine Übermittlung von Gesundheitsdaten (§ 203 StGB) an Bedarfsträger; Meldung von Datenschutzverletzungen nach Art. 33 DSGVO; Video-/Tonaufnahmen nur mit schriftlicher Einwilligung.
Arbeitsschutz/Infektionsschutz: ArbStättV, ArbSchG, BetrSichV, GefStoffV, Brandschutz; bei Einrichtungen nach § 33 IfSG Masernschutznachweis für Personal und TN (geboren nach 31.12.1970).
Geeignete Referenzen über früher ausgeführte Aufträge: vergleichbare Leistungen nach § 45 Abs. 1 Satz 1 SGB III, die die Vermittlung in eine versicherungspflichtige Beschäftigung zum Inhalt haben (Maßnahmekombinationen). Für die Wertung (Wertungsbereich V) zählen 45ind-Maßnahmen, die am Stichtag 15.03.2024 noch liefen oder danach begonnen wurden.
Maßnahmekombinationen nach § 45 Abs. 1 S. 1 SGB III mit Vermittlung in versicherungspflichtige Beschäftigung; Nachweis über Formular D.3 (vom bevollmächtigten Mitglied der Bietergemeinschaft); Kontaktpersonen für Referenzen angeben (freiwillig, aber ohne sie können Referenzen nicht berücksichtigt werden).
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
Erfüllungsort
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