Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWorum geht es?
Die Samtgemeinde Gieboldehausen (Landkreis Göttingen, Niedersachsen, ca. 13.000 Einwohner, 10 Mitgliedsgemeinden) sucht ein Ingenieur- oder Planungsbüro, das ein kommunales Starkregenvorsorgekonzept erstellt.
Was ist zu tun?
Wichtige Fristen:
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut VergabeunterlagenLeistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenÜberblick und rahmengebende Vorgaben
Das Vorhaben folgt dem UAN-Leitfaden 'Kommunale Starkregenvorsorge in Niedersachsen' sowie der NLWKN-Handreichung 'Technische Anforderung kommunale Starkregenvorsorge' (Stand 16.12.2025). Eingangsdaten: DGM (mind. DGM1), ALKIS Hausumringe, ALKIS Landnutzung, ATKIS, KOSTRA-DWD-2020 (Euler-II-Verteilung), BKG-Hinweiskarte Starkregengefahren, NLWKN-Durchlassdaten, ggf. Querbauwerksdatenbank.
Zu liefern ist ein Abschlussbericht, der alle Bestandteile dokumentiert, einschließlich Rauheitswerte in Karte und Tabelle, implementierter Durchlässe in Karte und Geländemodellanpassungen (ohne Gebäudeumringe) in Karte. Zu allen Bestandteilen sind GIS-Projekte zu übergeben.
Gefährdungsanalyse (Position A.1)
2D-hydraulische Modellierung mit vollständiger Flachwassergleichung und einer Auflösung von mindestens 1 m² im Siedlungsraum. Zu betrachten sind mindestens zwei Szenarien (Starkregenindex SRI 5 und SRI ≥7), maximal drei Szenarien (zusätzlich SRI 9). Für SRI 5 ist eine Kopplung mit dem Kanalnetzmodell vorzunehmen.
Das Geländemodell ist um Bauwerke, Durchlässe und Brücken anzupassen. Ergebnisse sind als Starkregengefahrenkarten mit flächenhafter Ausdehnung, Wassertiefen und Fließgeschwindigkeiten sowie in einem Erläuterungsbericht darzustellen.
Schadenspotenzialanalyse (Position A.2)
Flächenbezogene Analyse in vier Klassen. Erweiterung um kritische Objekte (Schulen, Krankenhäuser, Seniorenheime, Feuerwehr). Objektspezifische Bewertung auf öffentliche und kritische Objekte beschränken. Ergebnisse: Schadenspotenzialkarten und GIS-Projekt.
Risikoanalyse (Position A.3)
Detaillierte Risikoanalyse auf Basis SRI 7 (Empfehlung NLWKN). Verschnitt der Gefährdungsklassen mit den Schadenspotenzialklassen. Ergebnis: Risikoklassen 1–4, Risikokarten, Steckbriefe und Clusterbildung, dokumentiert im GIS-Projekt.
Handlungskonzept (Position A.4)
Entwicklung von Maßnahmen in den Bereichen Infrastruktur, Gewässer, Fläche, Objekte, Information und Kanalnetz. Priorisierung nach Leitfaden-Kriterien. Ergebnisse: Maßnahmenplan, Maßnahmen-Steckbriefe, Maßnahmenübersichtskarte und interaktive Karte. Übergabe als Abschlussbericht inkl. GIS-Projekt.
Risikokommunikation mit der Öffentlichkeit (Positionen B.1–B.4)
B.1 Kommunikations- und Beteiligungskonzept: Akteurs- und Zielgruppenanalyse, Bildung einer Arbeitsgruppe 'Starkregen SG Gieboldehausen', Vorlage 30 Tage nach Auftragsvergabe.
B.2 Veranstaltungsformate: Regelmäßiger Jour Fixe (mindestens monatlich), eine Auftaktveranstaltung, sieben Beteiligungsformate mit der Arbeitsgruppe, fünf Ortsbegehungen, drei weitere Beteiligungsformate, eine Informationsveranstaltung sowie eine Abschlussveranstaltung.
B.3 Projektbezogene Öffentlichkeitsarbeit: Zielgruppenorientierte Aufbereitung von Inhalten für Website, Presse und Printmedien.
B.4 Langfristige Risikokommunikation: Konzept zur Verstetigung, Eigenvorsorge, Kommunikationsmedien und Zuständigkeiten – auch über das Projektende hinaus.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Eignung
Zuverlässigkeit und rechtliche Anforderungen
Projektorganisation
Hinweise zu Nachunternehmern und Bietergemeinschaften
Kommunale Starkregenvorsorge: Starkregengefahrenkarten, Starkregenmodelle, Starkregenanalysen, Starkregenrisikomanagement, Starkregenmanagement- oder -vorsorgekonzepte
Mit den ausgeschriebenen Leistungen vergleichbar; Punktesystem 3=10 Pkt., 2=6 Pkt., 1=3 Pkt. (Wertungsanteil 30 % / 300 Pkt.); kein Ausschlusskriterium