Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG (Niederlassung Emden) saniert den westlichen Abschnitt des Südkais (Bereich I Eisenkai) im Emder Binnenhafen. Der alte Kai aus dem Jahr 1919 ist stark sanierungsbedürftig. Geplant ist der Neubau einer kombinierten Stahlspundwand mit Stahlbetonholm und Horizontalankern, die ca. 4,5 m vor die bestehende Ufereinfassung gesetzt wird. Dazu kommen Erd- und Nassbaggerarbeiten, Abbruch des alten Stahlbetonüberbaus, Kampfmittelsondierung und -räumung, neue Oberflächenbefestigung sowie Entwässerung. Die Leistung ist als ein einziges Los ausgeschrieben.
Es handelt sich um ein zweistufiges Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb. Aktuell läuft Phase 1: Bewerber reichen einen Teilnahmeantrag ein, der die Eignung nachweist (Formblätter TNW 01–08). Aus den geeigneten Bewerbern wählt der Auftraggeber eine begrenzte Zahl aus, die dann zur Angebotsabgabe aufgefordert werden.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertLeistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenTechnische Bearbeitung / Planung
Vom Auftragnehmer ist eine vollständige, erweiterte Ausführungsplanung zu erstellen – inkl. Gründungs- und Rammplänen, Standsicherheitsnachweisen, Schweißplänen, Betonierkonzepten, Wasserverhaltungs- und Bauzeitenplänen sowie statischen Berechnungen (prüffähig). Zum Teil sind auch prüffähige Standsicherheitsnachweise durch einen staatlich anerkannten Sachverständigen erforderlich. Das eingesetzte technische Büro muss Leistungsfähigkeit und Fachkunde nachweisen (ähnliche Projekte dokumentieren).
Baustelleneinrichtung und Vorbereitung
Einrichtung, Vorhaltung (ca. 16 Monate) und Räumung der Baustelle inkl. Baubüro, Bauzaun, Bauschild, Verkehrssicherung, Genehmigungsmanagement (Wassereinleitung, Straßenverkehr, Pächterabstimmung) sowie Bestandsvermessung und Endaufmaß (ETRS89/NHN, DWG/DXF/ASCII).
Abbruch- und Rückbauarbeiten
Rückbau des vorhandenen Stahlbetonüberbaus, der Gleise, Oberflächenbefestigung, Geländer, Leitplanken, Absperrungen, Schalung und Ausrüstung (Fender, Steigeleitern, Poller, Schwimmfender). Teilabbruch bestehender Spundwände sowie örtliches Blockpflaster (für spätere Kampfmittelsondierung an Land).
Ramm- und Tiefgründungsarbeiten
Herstellung der neuen kombinierten Stahlspundwand (Trag- und Füllbohlen, Anschlussbohlen) ca. 4,5 m vor der Bestandswand, Oberkante NHN +3,60 m. Bohrverpresspfähle (Mikropfähle) als Pfahlböcke, Horizontalverankerung mit Rundstahlankern (M 120), Probebelastung. Rammarbeiten teilweise vom Wasser aus mit schwimmenden Geräten (wegen geringer zulässiger Verkehrslasten). Nur Rammkolonnen mit nachgewiesener Erfahrung für vergleichbare Rammarbeiten.
Beton- und Stahlbetonarbeiten
Stahlbetonholm, Pfahlkopfbalken, Bewehrungsarbeiten, Schlitze in Spundwand- und Füllbohlen, Übergang zum Bestand nach ZTV-W LB 215, Sichtbetonklasse 2. Eigenüberwachung über eine ständige Betonprüfstelle; Fremdüberwachung durch anerkannte Stelle. Eignungsprüfungen (Beton) mind. 4 Kalenderwochen vor Einbau, allgemein mind. 10 Werktage vor Einbau. Schweißarbeiten nur durch geprüfte Schweißer (DIN EN 287 Teil 1); Schweißfachingenieur benennen.
Erd- und Nassbaggerarbeiten
Ausbau weicher Bodenmassen, Schlickentnahme (Zwischen- und Hohlraum unter altem Stahlbetonüberbau), Bodenverfüllung (Lagerungsdichte D ≥ 0,3 unter NHN +1,1 m, D ≥ 0,5 oberhalb) sowie Herstellung der neuen Hafensohle bei NHN -10,80 m inkl. Sediment-Reinigung.
Ausrüstung
Kantenpoller (800 kN, ca. alle 15 m), Nischenpoller (300 kN), Steigeleitern (ca. alle 30 m, UK NHN -0,55 m), Fender (ca. alle 15 m, D-Fenderprofile), Kantenschutz, Strom- und Frischwasseranschlüsse, 3 Leerrohre DN 150, Anodenschächte (KKS-Nachrüstung vorbereitet) sowie Korrosionsschutzbeschichtung (System 3/4 BAW, C5-M).
Kampfmittelsondierung und -räumung
Flächensondierung Land (TDEM zu Fuß, Magnetik-Drucksondierungen schräg an Ankern) und Gewässer (Magnetik fahrzeuggestützt, Bohrlochsondierungen/Magnetik dreireihig, 1,1 m Dreiecksabstand). Einzelpunkträumung und ggf. vollflächige KMR (Land: bodeneingreifend; Gewässer: sedimenteingreifend), bei Bedarf Volumenräumung/Separation. Tauchergruppe für Gewässerarbeiten. Bereitstellungslager für Kampfmittel (KBD NI), Wiederverfüllung der Bergungsgruben, laufende Dokumentation, Zwischen- und Abschlussberichte, KM-Freigabebescheinigungen und -pläne. Vor Beginn: Gefährdungsbeurteilung (§ 5 ArbSchG), Betriebsanweisungen (DGUV-R 113-003, DGUV-I 201-027), Räumstellenanmeldung mind. 2 Wochen vor Räumbeginn, QS-Plan mind. 2 Wochen vor Arbeitsbeginn. Lärmintensive Arbeiten nur 07:00–20:30 Uhr werktags, Nachtwert 45 dB(A).
Verkehrsflächen und Entwässerung
Oberflächenbefestigung Terminal: 4 cm AC-D, 10 cm AC-T, 15 cm STS 0/32, 30 cm FSS. Oberflächenentwässerung mit ca. 115 m DN 400, 40 m DN 300, 58 m DN 600 (Austausch), 6 neue Schächte Ø 1000/1500 und 10 neue Straßenabläufe, Dichtheitsprüfung.
Dokumentation, Berichtswesen, Qualitätssicherung
Führung eines Bautagebuchs, wöchentliche Baubesprechungen, Tagesberichte (täglich unterschrieben), Bauwerksbuch in 3-facher Ausfertigung vor Schlussrechnung, Bestandsunterlagen (ZTV-W), vollständige Projektdokumentation (Zwischen- und Abschlussberichte, PDF/DXF/SHP, USB/CD/DVD), digitales Aufmaß (GAEB), Vermessungsprotokolle, QS-Dokumentation, Werkszeugnisse 2.2 nach DIN EN 10204.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBefähigung zur Berufsausübung
Eintragung in einem Berufsregister (z. B. Handelsregister, Handwerksrolle) des Herkunftslandes oder Nachweis einer Präqualifikation (PQ).
Keine Ausschlussgründe
Es dürfen keine Ausschlussgründe nach §§ 123, 124 GWB vorliegen (eigene Angaben sowie Gewerbezentral- und Wettbewerbsregister). Auch Nachunternehmer müssen ausschlussfrei sein.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Angabe der Gesamtumsätze (netto, Euro) der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre – oder Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis. Auf Verlangen des AG (insbesondere bei enger Wahl): Bestätigung durch vereidigten Wirtschaftsprüfer/Steuerberater oder testierte Jahresabschlüsse/Gewinn- und Verlustrechnungen.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Referenzen aus den letzten 10 Jahren (ab 25.09.2026), die in der Summe abdecken: Nassbaggerarbeiten, Rammarbeiten für eine vorgesetzte gemischte Spundwand, Beton- und Stahlbetonarbeiten, Ausführungsplanung für Ingenieurbauwerke des Wasserbaus oder dauerhafte Stützbauwerke, land- und wasserseitige Kampfmittelsondierung und -bergung. Projekte müssen erfolgreich abgeschlossen (rechtsgeschäftliche Abnahme) und in Art, Größe und Komplexität vergleichbar sein. Ergänzend: durchschnittliche Mitarbeiterzahl der letzten 3 Jahre (2023–2025), getrennt nach Gesamtbelegschaft und technischem Leitungspersonal.
Personelle und gerätetechnische Anforderungen Kampfmittelräumung
Räumstellenleiter mit Befähigungsschein nach § 20 SprengG (schriftliche Bestellung gem. § 19 SprengG, ständige Erreichbarkeit, Stellvertreter mit gleicher Qualifikation). KMR-Trupp mind. 2 Personen inkl. fachtechnischer Aufsicht mit §-20-Schein; KMR-Tauchergruppe mind. 2 Taucher + Signalmann + Tauchhelfer; Taucher mind. 21 Jahre, mind. 6 Tauchstunden je 6 Monate, KBD-Eignung. Alle Mitarbeiter mit gültigem Ersthelfer-Ausweis. Projektleiter, Bauleitung, Polier: Deutsch mind. C1. Messgeräte (Magnetometer, Gradiometer, Metalldetektoren) max. 10 Jahre alt; Hydraulikschläuche max. 6 Jahre alt und einwandfrei. Überwachungsvertrag mit anerkannter Überwachungsstelle.
Bewerbergemeinschaften und Eignungsleihe
Bewerbergemeinschaften sind zugelassen; Mitglieder haften gesamtschuldnerisch, ein bevollmächtigter Vertreter vertritt die Gemeinschaft. Eignungsleihe für wirtschaftliche/finanzielle und technische Leistungsfähigkeit zulässig; bei wirtschaftlicher/finanzieller Leihe gemeinsame Haftung. Der Dritte muss eigene Erklärungen zu §§ 123/124 GWB, Befähigung und wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit abgeben; Nachweise sind bereits mit dem Teilnahmeantrag vorzulegen.
Hinweise zur Eignung aus der Leistungsbeschreibung
Zusätzlich genannt (nicht als klassische Eignungskriterien, sondern als fachliche Voraussetzungen): technisches Büro muss ähnliche Projekte nachweisen; ständige Betonprüfstelle und Eigenüberwachung erforderlich; nur Rammkolonnen mit nachweislicher Erfahrung; Schweißerprüfung nach DIN EN 287 Teil 1; Geräte mit aktueller Sachkundigenprüfung; schwimmende Geräte mit Schiffsattest und Schwimmstabilitätsnachweis.
Referenzen aus den letzten 10 Jahren (gerechnet ab 25.09.2026), die in der Summe folgende Leistungen abdecken: Nassbaggerarbeiten, Rammarbeiten zur Herstellung einer vorgesetzten gemischten Spundwand, Beton- und Stahlbetonarbeiten, Ausführungsplanung für Ingenieurbauwerke des Wasserbaus / dauerhafte Stützbauwerke, land- und wasserseitige Kampfmittelsondierung und -bergung. Projekte müssen hinsichtlich Art, Größe und Komplexität vergleichbar und erfolgreich abgeschlossen sein (rechtsgeschäftliche Abnahme). Ein einzelnes Projekt muss nicht alle Leistungen abdecken.
Projektbezeichnung, Leistungsbeschreibung, Datum Abnahme, Projektvolumen (Baukosten netto), vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Unterauftragnehmer), Kontaktdaten Ansprechpartner Referenzauftraggeber; auf Verlangen schriftliche Bestätigung durch Referenzauftraggeber