Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenOffenes Verfahren (EU-weit) der Stadt Schortens für die Rohbauarbeiten am Bürgerhaus an der Weserstraße 1 in 26419 Schortens.
Das bestehende Bürgerhaus (Versammlungsstätte, 2-geschossig mit teilausgebautem Dachgeschoss und teilweise unterkellert) wird saniert und um ein 2. Vollgeschoss in Holzbauweise (auskragend) erweitert. Die Ausschreibung umfasst ein einziges Fachlos mit den klassischen Rohbaugewerken: Baustelleneinrichtung, Kampfmittelbegleitung, Gerüstbau, Erd- und Abbrucharbeiten, Baugrundverstärkung (Injektionen), Wasserhaltung, Mauer-, Beton- und Stahlbauarbeiten sowie Sichtbeton-, Bewehrungs- und Unterfangungsarbeiten.
Angebote sind elektronisch über das Vergabeportal DtVP einzureichen. Zuschlagskriterium ist der niedrigste Preis. Nebenangebote sind nicht zugelassen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Zuschlagskriterium Preis – Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung & Vorhaltearbeiten
Einrichten, Vorhalten und Räumen der Baustelle inkl. Schnurgerüsten, Meterrissen, ÜK-2-Überwachung (Schalung, Bewehrung, Beton gem. DIN EN 13670 / DIN 1045-3). Vorhaltung von Absturzsicherungen (bis 6 Monate über eigene Benutzungsdauer), Deckenöffnungsabdeckungen (6 Monate) und großflächigem Baumschutz (bis 12 Monate). Begleitung der Erdarbeiten durch Feuerwerker nach § 20 SprengG (Kampfmitteluntersuchung).
Gerüstbauarbeiten
Arbeits- und Schutzgerüste für die neuen Treppenhäuser N.TRH 1, N.TRH 2 und N.TRH 3 (Lastklasse 3, Breitenklasse W09, Höhe bis ca. 14 m) inkl. Gerüstverbreiterung, Podesttreppen und geschossweisem Auf-/Abbau.
Erdarbeiten und Baugrundverstärkung
Innerhalb des Bestands: Boden lösen, Verfüllung, Rohrbettung. Außerhalb: Bodenaustausch nicht tragfähiger Böden (bis ca. 2 m), Aushub bis ca. 3,5 m, Verfüllung, Bodenabfuhr nach Ersatzbaustoffverordnung (BM-0). Im Teilkeller des Bestandsgebäudes B.1: Baugrundverstärkung durch Verpressen mit Expansionsharz (Reaktionsharz, Expansionsfaktor >10, Gelierung <1 min, Druckfestigkeit mind. 40 kg/cm²), inkl. messtechnischer Kontrolle und Dokumentation.
Wasserhaltung
Wasserhaltungsarbeiten ausschließlich für Treppenhaus N.TRH 3: wasserrechtliche Erlaubnis, Grundwasseranalyse, Vakuum-Wasserhaltung mit Absenkziel 1,50 m über NHN, Peilbrunnen, GPRS-Datenlogger, Mehrkammerabsetzbecken, Notstromaggregat (15 kW), Ablaufleitungen, Rohrleitungsbrücke und Sicherung des Fußgängerbereichs. Vorhaltung ca. 30 Tage.
Abbruch- und Mauerarbeiten
Abbrucharbeiten im Bestand (KG, EG, 1. OG) im Zusammenhang mit Stahlbau und Beton: Mauerwerk, Stahlbetonwände/-decken (bis 2 m²), Trennschnitte, Sohlenschnitte, Träger/Stützen ausbauen, Kernbohrungen DN 100–DN 600, Entsorgung (AVV 17 01 07, RC 1). Mauerarbeiten: Beimauern von Tür- und Fensterleibungen (Wandstärke bis 36,5 cm, Tiefe bis 50 cm, SD 20, Mörtel M20) in KG, EG und 1. OG.
Betonarbeiten (Gründung, Wände, Decken, Treppenhäuser)
Umfangreiche Betonarbeiten: Sohlplatten, Einzel- und Streifenfundamente, Aufzugunterfahrten, Wände, Stützen, Unterzüge und Decken (C25/30, WU-Beton C35/45 für KG/Aufzugunterfahrt). Treppenhäuser in Sichtbetonklasse 2/3 gemäß DBV-Merkblatt „Sichtbeton" (Fassung 2015). Sichtbetonfertigteilstützen (C40/50, ca. 6,71 m hoch, Sichtbetonklasse 3), Stahlverbundträger S355 mit R90-Brandschutzanforderung, Fundamente für Energiezaun, Ankerschienen, Bewehrungsschraubanschlüsse, Kleineisenteile, Dübelleisten sowie Bewehrung B500A/B.
Stahlbau- und Unterfangungsarbeiten
Im Bestandsgebäude B.1 (EG und 1. OG): Öffnungsüberdeckungen, Stürze (HEA/HEB-Profile), Unterfangungen und Abfangungen (Abfangungslast 60 kN/m), inkl. Korrosionsschutz (Oberflächenvorbereitung Sa 2½, Grundanstrich 40–80 µm).
Entsorgung und Abfallwirtschaft
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAllgemeine Eignung (wirtschaftlich, finanziell, fachlich)
Eignungsnachweis wahlweise über Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. (PQ) oder über die Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124) bzw. die Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE). Beim Einsatz von Subunternehmern ist deren PQ-Eintrag bzw. EEE/Eigenerklärung auf Verlangen vorzulegen. KMU sind ausdrücklich geeignet.
Persönliche Lage – Ausschlussgründe
Keine laufenden oder eröffneten Insolvenzverfahren/Liquidation, keine schwerwiegenden Verstöße gegen Zuverlässigkeitsanforderungen (§ 6e EU VOB/A), keine Freiheitsstrafe > 3 Monate, keine Geldstrafe > 90 Tagessätze und keine Geldbuße > 2.500 € in den letzten 2 Jahren. Ordnungsgemäße Erfüllung der Steuer-, Abgaben- und Sozialversicherungspflichten. Mitgliedschaft in der zuständigen Berufsgenossenschaft. Bei Auftragssumme > 30.000 € wird der Auftraggeber den Auszug aus dem Gewerbezentralregister (§ 150a GewO) anfordern.
Fachliche Eignung – Referenzen
Bei engerer Wahl: 3 Referenznachweise über vergleichbare Leistungen aus den letzten 5 Kalenderjahren mit Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, eigenem Leistungsanteil, durchschnittlicher Arbeitnehmerzahl, besonderen technischen/gerätespezifischen Anforderungen bzw. Baumaßnahmen-Beschreibung, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertraglicher Bindung (Haupt-/ARGE-/NU), ggf. koordinierten Gewerken sowie Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung.
Finanzielle Eignung
Personelle Anforderungen
Benennung eines zugelassenen Bauleiters nach NBauO sowie deutschsprachiger Bauleiter und Poliere (Wort und Schrift). Tägliche Führung eines Bautagebuchs, kostenfreie Teilnahme an Baustellenbesprechungen. Schriftliche Benennung von Bauleiter und bevollmächtigtem Vertreter bei Auftragserteilung.
Spezielle Qualifikationsnachweise
Nachträgliche Bewehrungsanschlüsse nur durch geschultes, zertifiziertes Baustellenfachpersonal und Betriebe mit gültigem Eignungsnachweis (Ausführungsbeschreibung A0003). Begleitung der Erdarbeiten durch Feuerwerker nach § 20 SprengG mit Berechtigung zur Erteilung von Arbeitsfreigaben.
Tariftreue und Mindestlohn
Verpflichtungserklärung nach § 4 Abs. 1 NTVergG: Zahlung mindestens des gesetzlichen Mindestlohns (12,82 €/Std. ab 01.01.2025, 13,90 €/Std. ab 01.01.2026), Einhaltung von AEntG, AÜG und ggf. allgemeinverbindlichen Tarifverträgen. Pflichten sind an Nach- und Verleihunternehmen weiterzugeben; Aufbewahrungspflicht 10 Jahre (§ 147 AO).
Sanktionsrechtliche Eignung
Eigenerklärung zu EU-Russland-Sanktionen (Art. 5 k) Abs. 1 VO (EU) 833/2014 i.V.m. VO (EU) 2022/576): Bieter, ARGE-Mitglieder und Unterauftragnehmer/Lieferanten/Eignungsverleiher mit > 10 % Auftragswert dürfen keinen Russland-Bezug aufweisen; Verpflichtung gilt auch während der Vertragslaufzeit. Bei Russland-Bezug erfolgt kein Zuschlag.
Bietergemeinschaften und Eignungsleihe
Bei Bietergemeinschaften: Erklärung aller Mitglieder in Textform (ARGE-Bildung, Mitgliederliste, bevollmächtigter Vertreter, gesamtschuldnerische Haftung). Bei Eignungsleihe: Verpflichtungserklärung des Dritten (Formblatt 236) und gemeinsame Haftungserklärung; bei Ausschlussgründen des Dritten ist Ersatz innerhalb gesetzter Frist zu stellen.
Zuschlagskriterium
Zuschlagskriterium ist ausschließlich der Preis (niedrigster Preis). Nebenangebote sind nicht zugelassen. Nachforderung von Unterlagen gemäß § 56 VgV.
Vergleichbare Leistungen im Rohbau (Hochbau) gemäß Eigenerklärung Formblatt 124
Mit Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, eigene Leistungsmenge, durchschnittliche Arbeitnehmerzahl, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Haupt-/ARGE-/NU), ggf. koordinierte Gewerke; Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung