Straße Im Vogelsang, Landau in der Pfalz; Vollausbau und Deckensanierung
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWorum es geht: Die Stadt Landau in der Pfalz lässt die Straße „Im Vogelsang" im Stadtteil Queichheim auf einer Länge von rund 630 Metern komplett erneuern. Ein Teilbereich wird als Vollausbau neu hergestellt (etwa 200 m), ein weiterer Teil (rund 420 m) bekommt eine neue Fahrbahndecke. Im Zuge der Arbeiten werden außerdem der Mischwasserkanal, Wasser- und Gasleitungen sowie Strom- und Telekommunikationskabel erneuert bzw. neu verlegt. Auch die Gehwege und Bushaltestellen werden barrierefrei umgebaut.
Was zu tun ist: Bauunternehmen reichen ein schriftliches Angebot mit ausgefülltem Leistungsverzeichnis und Preisangaben ein. Mehrere Hauptangebote sind möglich, Nebenangebote dagegen nicht. Auf Verlangen sind zusätzlich Eignungsnachweise, Referenzen und Tariftreueerklärungen vorzulegen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAbschnitt 1 – Baustelleneinrichtung und Vorbereitung (für alle Auftraggeber)
Die Baumaßnahme umfasst eine gemeinsame Baustelleneinrichtung und -räumung sowie eine Verkehrssicherung und -regelung für alle Bauabschnitte. Hierzu zählt das Aufstellen von Bauzäunen, Absperrschranken und Verkehrszeichen (Durchfahrtsverbot VZ 250, Umleitungsschilder VZ 454-20/VZ 459, Anliegerhinweise VZ 1028-32/VZ 1008-34) nach den beiliegenden Verkehrsführungsplänen. Vor Baubeginn ist eine Kampfmittelsondierung auf 2.100 m² durch ein in Rheinland-Pfalz anerkanntes Fachunternehmen mit verantwortlichem Feuerwerker nach § 20 SprengG mittels TDEM-Verfahren (Tiefe bis 2 m) durchzuführen.
Abschnitt 2 – Straßenbau (Auftraggeber: Stadt Landau)
Vollausbau 'Im Vogelsang' (rund 200 m, Breite 5,5–6,5 m) und Einmündung 'Zum Queichanger' (rund 45 m, Breite ~15 m) inkl. Fußgängerquerung: vollständiger Rückbau des Oberbaus, Erdarbeiten (Homogenbereiche 1–3, z.T. schadstoffbelastet, Handaushub/Saugbagger im Wurzelbereich von Bäumen), Aufbau einer 55 cm starken Oberbaukonstruktion nach RStO 12/24 Belastungsklasse Bk 0,3 (Frostschutz 0/32, Schottertragschicht 0/32, Dränbetontragschicht, Asphalttragschicht AC 32 T N, Asphaltdeckschicht AC 11 D N) bzw. Pflasterbauweise mit Betonsteinpflaster (braunmix, Muschelkalk, Weinlaub), Granit-Mosaikpflaster, Großpflasterrinnen und Sonderbordsteinen für barrierefreie Querungen (Rollbord, Tastbord, Nullabsenker).
Deckensanierung 'Im Vogelsang' (rund 420 m, zwischen Schneiderstraße und Haus Nr. 34): Fräsen des Asphaltoberbaus (ca. 2.800 m², 3,5–4,5 cm), Herstellen neuer Asphalttragschicht AC 22 T N, Asphaltbinderschicht AC 16 B N und Asphaltdeckschicht AC 11 D N, Fugenherstellung.
Gehwegsanierung: Rückbau Plattenbelag, Teilabbruch Betontragschicht, neue Schottertragschicht und Betonpflasterdecke.
Straßenentwässerung und Straßenausstattung: Erneuerung von Sinkkastenleitung, Kanalhausanschluss, Verlegung Leerrohre (PE 110 ca. 300 m) und Beleuchtungskabel (NYCY 4x6 RE/6 ca. 340 m) sowie Herstellung von 7 Lampenfundamenten, Aufstellen/Abdecken von Verkehrsschildern gemäß StVO und Straßenmarkierung (Sperrflächen, Längsmarkierungen, Wartelinien, Piktogramme in Kaltplastik).
Abschnitt 3 – Kanalisation (Auftraggeber: Entsorgungs- und Wirtschaftsbetrieb Landau, EWL)
Erneuerung von drei Mischwasserkanalhaltungen DN 400 Stz → PP OD 630/710 mit SN8 (ca. 185 m); Herstellung von drei neuen Kanalschächten (2× DN 1500, 1× DN 1200) aus Betonfertigteilen inkl. Steiggängen und Schachtabdeckungen Klasse D400; Anpassung an Bestandsschacht 609.17; Erneuerung der Kanalhausanschlussleitungen (PP DN/OD 160, Sanierungsstutzen); Erneuerung aller Schachtabdeckungen im Sanierungsbereich; Wasserhaltung für die Schächte 593.34, 593.33, 593.26, 609.17; Sicherungsarbeiten an allen kreuzenden Versorgungsleitungen (Trinkwasser, Gas, Fernmeldekabel, Niederspannungskabel, Schutzrohre, Entsorgungsleitungen).
Abschnitt 4 – Versorgungsleitungen (Auftraggeber: EnergieSüdwest, ESW)
Wasser- und Gasversorgung: Erdarbeiten für gemeinsame und getrennte Gräben (Sohlenbreiten 0,9–1,5 m, Tiefen bis 1,75 m) in den Homogenbereichen 1–3; Wasserhaltung für Anschlussarbeiten an Bestand DN 100–250; Sicherungsarbeiten an Bestandsleitungen (duktiles Gusseisen DN 80–250, PE DN 110–160, Stahl DN 150); Mithilfe beim Verlegen der neuen PE-HD-Hauptleitungen DA 150–250 (ca. 350 m) sowie Hausanschlüsse DA 50; Ausbau/Einbau von Hydranten, Schieberkappen, Unterflurhydranten und Absperrschiebern; Schutz von Wurzeln mit Antiwurzelschirmen (HDPE, 4–6 m × 1–1,5 m).
Stromversorgung: Erdarbeiten für Kabelgräben (Sohlenbreite 0,4–0,5 m, Tiefe 0,5–1,0 m); Sicherungsarbeiten für Fernmelde-, Niederspannungs- (ein- und zweizügig) und Mittelspannungskabel sowie Schutzrohre; Verlegung von Niederspannungskabeln (2–4 kg/m), Kabelschutzrohren DN 50, Kabeleinzug, Leerrohr- und Trassenbandverlegung; Kabel umlegen bzw. aufnehmen und entfernen.
Übergeordnete Vorgaben (gilt für alle Abschnitte)
Maßgeblich sind die RStO 12/24, ZTV E-StB 17, ZTV SoB-StB 20, DIN 18300 (Homogenbereiche), Ersatzbaustoffverordnung (EBV), DIN 4150 (Erschütterungen) sowie das beiliegende Bodengutachten. Verdichtungsanforderungen: Dpr > 97 % allgemein, Dpr = 100 % im Bereich Planum bis 0,5 m darunter, Dpr > 100 % für Hinterfüllungen. Verformungsmoduln: EV2 ≥ 45 MN/m² auf Planum, EV2 ≥ 100 MN/m² auf Tragschicht. Bodenaushub ist nach Schadstoffbelastung (BM-0/BM-F1) differenziert zu entsorgen (AVV 170504). Im Bereich von Bäumen (Südseite Sportplatz, Nordseite Spielplatz) ist mit Wurzeln zu rechnen – Handaushub oder Saugbagger nur nach Abstimmung mit der Bauleitung des AG. Maßnahme wird in 3 Bauabschnitten (BA 1.1, 1.2, 2.0) gemäß beiliegender Bauablauf- und Verkehrsführungsplanung ausgeführt.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Qualifikation / Technische Leistungsfähigkeit
Gütesicherung Kanalbau: Nachweis der Anforderungen der RAL-GZ 961, Beurteilungsgruppe AK 2 – erbracht durch RAL-Gütezeichen Kanalbau oder gleichwertigen Prüfbericht, der die Anforderungen nach Abschnitt 4.1 der RAL-GZ 961 für AK 2 nachvollziehbar belegt.
Eignungsnachweise Baustoffe: Eignungsprüfungen für sämtliches bituminöses Mischgut, Frostschutzmaterial und Schottermaterial sowie Austausch-/Ersatzboden bzw. Füllboden durch eine zugelassene/staatlich anerkannte Prüfstelle.
Verkehrssicherung: Aktueller Qualifikationsnachweis der eingesetzten Mitarbeiter zur Verkehrssicherung nach MVAS 1999.
Kampfmittelsondierung: Befähigungsschein nach § 20 SprengG des verantwortlichen Mitarbeiters bzw. der Fachfirma; Sondierungsfirma muss in Rheinland-Pfalz anerkannt sein.
Persönliche Lage / Zuverlässigkeit
Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Eintragung in die Handwerksrolle bzw. IHK. Keine laufende Insolvenz – ansonsten rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan. Unbedenklichkeitsbescheinigungen der tariflichen Sozialkasse (SOKA-BAU) bzw. formlose Negativerklärung, des Finanzamts und qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft (mit Lohnsummen). Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG. Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124zvs) oder EEE bzw. Nachweis der Präqualifikation.
Tariftreue und Mindestentgelt (LTTG Rheinland-Pfalz)
Bei Angebotsabgabe ist die Mustererklärung 1 oder 3 nach dem Landestariftreuegesetz Rheinland-Pfalz (LTTG) abzugeben – entweder als Tariftreueerklärung (§ 4 Abs. 1 oder Abs. 3 LTTG) oder als Mindestentgelterklärung (§ 4 Abs. 2 LTTG) mit Verpflichtung zur Zahlung mindestens des gesetzlichen Mindestlohns (13,90 €/h ab 01.01.2026, 14,60 €/h ab 01.01.2027). Auch sämtliche Nachunternehmer und Verleiher müssen entsprechende Erklärungen abgeben; Kalkulationen der Nachunternehmer sind zu prüfen. Fehlende Erklärung führt zum Ausschluss des Angebots von der Wertung.
Referenzen und weitere Nachweise
Drei Referenzerklärungen als Eigenerklärung (Formblatt 444zvs) auf gesondertes Verlangen, mit den im Formblatt 124zvs genannten Angaben. Aufgliederung der Einheitspreise (Formblatt 223) auf Verlangen der Vergabestelle. Urkalkulation und Bauzeitenplan vor Baubeginn.
Drei Referenzerklärungen als Eigenerklärung (Formblatt 444zvs) zu vergleichbaren Bauleistungen – Inhalt nach Formblatt 124zvs
Einzureichen auf gesondertes Verlangen der Vergabestelle; konkrete Anforderungen (Art, Umfang, Zeitraum) sind im Detail nicht in den vorliegenden Unterlagen definiert (Formblatt 124zvs selbst nicht enthalten).
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
Erfüllungsort
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