Umbau und Erweiterung der KA Oberes Prümtal in Watzerath - Anlagentechnik
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Verbandsgemeinde Prüm vergibt im offenen Verfahren die Anlagentechnik für den Umbau und die Erweiterung der Kläranlage Oberes Prümtal in Watzerath.
Gefordert sind die Demontage bestehender Technik sowie die Lieferung, Montage, Installation und Inbetriebnahme der neuen Anlagen. Das Leistungsverzeichnis umfasst unter anderem Zulaufhebewerk, Rechenanlage, Belüftung, Vorklärung, Fällmittelstation, Schlammbehandlung, Gasspeicher und Gasfackel, Pumpen, Rohrleitungen, Schalt- und Steuertechnik sowie zugehörige Dokumentation und Prüfungen.
Das Angebot ist bis zum 20.11.2026, 10:00 Uhr, elektronisch über die Vergabeplattform einzureichen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Preis der Leistung; der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Wertungssummen ergeben sich aus nachgerechneten Angebotssummen unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme; bei Gleichstand erhält das Angebot einer Werkstatt für Behinderte den Zuschlag.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung und laufender Betrieb
Baustelleneinrichtung, Baustellenräumung, Unterhaltung und Bereitstellung von Lagerflächen, Baustellenunterkünften, Sozial-, Material- und Werkzeugcontainern sowie Arbeits- und Schutzgerüsten für die gesamte Bauzeit.
Die Abwasserreinigung ist jederzeit aufrechtzuerhalten. Zulaufhebewerk und Rechenanlage werden nur bei Trockenwetterzufluss bearbeitet; die Zulauf-Schneckenpumpen werden nacheinander ausgetauscht. Wasserhaltung ist mit einem 24-Stunden-Betrieb ohne Unterbrechung sicherzustellen.
Arbeiten sind eng mit dem Auftraggeber, der Bauüberwachung und den parallel ausführenden Losen, insbesondere EMSR-Technik, Bau und den ausdrücklich nicht zu diesem Los gehörenden Leistungen, abzustimmen.
Demontage und Entsorgung
Bestehende Anlagen, Pumpen, Rohrleitungen, Gerüste, Armaturen, Aggregate und technische Ausrüstungen werden demontiert und entsprechend den angegebenen Abfallschlüsseln fachgerecht entsorgt oder dem Auftraggeber übergeben. Betroffene Bereiche umfassen unter anderem Rechenanlage, Zulaufhebewerk, Vorklärbecken, Pumpwerke, Gebläse, Schlammsilos, Gasspeicher, Fällmittelstation und Schlammbehandlungsanlagen.
Bei gefährlichen Demontage- und Entsorgungsarbeiten sind Gasfreiheit, Arbeitsschutz, Abfalltrennung und die erforderlichen Nachweise einzuhalten. Für den Gasspeicher sind vor funkenbildenden Arbeiten eine Gasfreimessung und geeignete Nachweise erforderlich.
Zulauf, Rechenanlage und Sandfang
Lieferung, Montage und Inbetriebnahme von zwei neuen Schneckenpumpen mit je 144 l/s Förderleistung im Betrieb 1 + 1 Reserve sowie deren Frequenzumformerregelung und explosionsgeschützter Ausführung.
Erneuerung des Filterstufenrechens durch einen Flach-Feinsiebrechen mit Rechengutwaschpresse, Absackvorrichtung und gemeinsamer Schalt- und Steueranlage für maximal 140 l/s Mischwasser. Die Ausführung umfasst Explosionsschutz für Zone 1 und Zone 2, Radar-Wasserspiegelmessung, SPS, Touchpanel, PROFINET und einen fahrbaren Abfallgroßbehälter.
Im belüfteten Langsand- und Fettfang wird das Gebläse durch ein ölfreies Drehkolbengebläse ersetzt. Dazu kommen Schallschutz, Absperrschieber, eine Tauchmotorpumpe sowie die Umlegung und der Neubau der Druckluftleitung.
Vorklärung und Belüftung
Die Vorklärbecken 1 und 2 werden mit Einlauf- und Beruhigungszylindern, Ablaufrinnen, Überfallwehr-Klärüberfällen, Elektro-Kettenzug, Zulauf-, Umfahrungs- und Ablaufleitungen sowie Absperrschiebern mit elektrischem Regelantrieb ausgestattet.
Im neuen BIOCOS-Becken wird eine flächige feinblasige Druckbelüftung mit höhengenauem Einbau, Luftanschlussleitungen, Nivellement, Dichtheitsprüfung, Sprudelprobe und Blasenbildkontrolle errichtet. Die Zuluftleitung DN 250 wird erneuert.
Im bestehenden Belebungsbecken werden 22 Belüftungsgitter und fünf Rührwerke demontiert und durch eine neue feinblasige Belüftungseinrichtung ersetzt. Die Zuluftleitungen DN 250 und DN 200 werden erneuert.
Schlammpumpen, Speicher und Silobehälter
Das Überschussschlammpumpwerk am BIOCOS-Becken wird mit zwei Tauchmotorpumpen, Druckleitungen, Schieberschacht, Schiebern, Rückflusssperren und Schnellkupplungen ausgestattet.
Für den Rohschlammspeicher wird eine freitragende GFK-Beckenabdeckung mit geprüfter Statik, Stutzen, Revisions- und Inspektionsöffnungen, Tauchmotor-Rührwerk, Hebevorrichtung und Aufnahmeköcher geliefert und montiert. Der bestehende Nacheindicker erhält ein neues explosionsgeschütztes Tauchmotor-Rührwerk in Zone 1.
Die Schlammsilos 1 und 2 werden zu einem Dünnschlammspeicher beziehungsweise Filtratwasserspeicher umgebaut. Das Filtratwasserpumpwerk umfasst fünf Pumpenaggregate, Drucküberwachungen, Trockenlaufschutz, Durchflussmessung, Rohrleitungen, Armaturen und Kennzeichnungen.
Maschinelle Schlammeindickung und Schlammentwässerung
Im Schlammgebäude wird eine kontinuierliche maschinelle Überschussschlammeindickung als Ovalplatteneindicker installiert. Dazu gehören eine Dünnschlammpumpe, eine FHM-Dosierpumpe, eine Dickschlammpumpe, ein Abwurftrichter, eine zweikammerige FHM-Aufbereitungsanlage, Auffangwannen sowie die erforderlichen Mess- und Überwachungseinrichtungen.
Eine Faulschlammentwässerungsanlage mit Dekantierzentrifuge, Aufnahmekonstruktion, Wartungspodest, Fördersystemen und Krananlage wird installiert. Ebenfalls enthalten sind Flockungshilfsmittelaufbereitung, Austragsförderer, Verteilerförderer, Schlamm-, Filtrat-, FHM-, Spül-, Trink- und Betriebswasserleitungen sowie die zugehörige Schalt- und Steuertechnik.
Fällmittelstation und Probenahme
Die bestehende Fällmittelstation wird erneuert. Vorgesehen sind ein PE-HD-Lagerbehälter mit 30.000 l Nutzinhalt, eine gleich große Auffangwanne, Befüll- und Dosierleitungen, zwei Dosierstellen, vier Membrandosierpumpen, Füllstandsanzeige, Überfüllsicherung, Leckagewarnung sowie Schalt- und Steuerschrank.
Am Ablaufbauwerk wird ein stationärer vollautomatischer Probenehmer nach Vakuumprinzip mit den erforderlichen Schiebern, Durchflussmessung, Ablauf- und Notumfahrungsleitungen installiert. Die dafür vorgeschriebenen Produkt- und Dokumentationsanforderungen sind zu erfüllen.
Gebläse, Gas- und Betriebsgebäude
Für das bestehende Belebungsbecken und das BIOCOS-Becken werden insgesamt fünf Gebläseaggregate mit Schallhauben, Frequenzumrichtern, Leistungsschränken und PROFINET-Kommunikation vorgesehen. Die Luftleitungen, Gebläselüftung und Schallschutzmaßnahmen werden mitgeplant und ausgeführt.
Der neue Niederdruckgasspeicher wird mit einem Nutzvolumen von 500 m³, Sicherheits- und Füllstandseinrichtungen, Membrandichtung, Blitzschutz, Gas- und Kondensatleitungen sowie den erforderlichen Prüfungen geliefert und montiert. Die vorhandene Gasfackel wird demontiert, innerhalb der Kläranlage transportiert, am neuen Standort aufgestellt, angeschlossen und in Betrieb genommen.
Im Betriebsgebäude werden unter anderem eine Fahrzeughebebühne, eine Unterwassermotorpumpe im Brauchwasserschacht, neue Nacheindicker-Entleerungspumpen sowie Faulgas- und Heizungsleitungen vorgesehen.
Stahlbau, Zugänge und Dokumentation
Die Arbeiten umfassen Stahlbaukonstruktionen, Abdeckungen, Schutzgeländer, Treppen, Leitern, Bedienpodeste, Aufnahmetraversen und Höhensicherungs- und Rettungssysteme. Statische Berechnungen und geprüfte Statiken sind für die ausgeschriebenen Stahl- und GFK-Konstruktionen vorzulegen.
Aufstell- und Rohrleitungspläne sind digital als PDF sowie als DXF, DWG oder STEP vor Ausführung zur Prüfung und Freigabe vorzulegen. Schaltpläne, Kabellisten, Datenpunktlisten, SPS-Anwenderprogramme, technische Dokumentation, Prüfprotokolle, Herstellerunterlagen und Betriebsanweisungen sind zu liefern.
Die Anlage ist abschnittweise in Betrieb zu nehmen, zu prüfen und gemeinsam mit dem Auftraggeber, der Bauüberwachung und den anderen Losen einzufahren. Das Betriebspersonal ist einz uweisen. Die Abnahme kann frühestens vier Wochen nach erfolgreichem Probebetrieb erfolgen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAllgemeine Eignung und Nachweise
Die Eignung ist durch einen Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V., eine Eigenerklärung nach Formblatt 124 oder die Einheitliche Europäische Eigenerklärung nachzuweisen.
Mit dem Angebot sind PQ-Nummer, Handelsregisterauszug oder Gewerbeanmeldung sowie gegebenenfalls die Eintragung in der Handwerksrolle beziehungsweise bei der Industrie- und Handelskammer vorzulegen. Die durchschnittliche Zahl der in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte ist zu erklären.
Die Haftpflichtversicherung muss mindestens 2 Mio. € für Personenschäden, 1,5 Mio. € für Sach- und Vermögensschäden und 1,5 Mio. € für Umweltschäden abdecken. Die Mindestdeckungssummen sollen mindestens zweifach pro Versicherungsjahr zur Verfügung stehen.
Finanzielle und vergleichbare Leistungsfähigkeit
Im Formblatt 124 ist der Umsatz der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre für vergleichbare Bauleistungen und andere vergleichbare Leistungen anzugeben. Bei gemeinsamer Ausführung mit anderen Unternehmen ist der entsprechende Leistungsanteil zu berücksichtigen.
Mindestens drei vergleichbare Leistungen aus den letzten fünf Geschäftsjahren sind nachzuweisen. Für die engere Wahl sind je Referenz unter anderem Auftragssumme, Ausführungszeit, Leistungsumfang, eingesetzte Arbeitnehmer, technische Besonderheiten und die vertragliche Einordnung anzugeben.
Ein gesonderter Mindestauftragswert für die Referenzen ist nicht festgelegt.
Personal und Betriebsführung
Für die Ausführung ist ein verantwortlicher Bauleiter sowie eine ganztägige Besetzung der Baustelle mit einem geprüften Polier oder Schachtmeister sicherzustellen. Der verantwortliche Polier oder Schachtmeister soll während der Bauzeit nicht gewechselt werden.
Die Umsetzung im laufenden Kläranlagenbetrieb, die Aufrechterhaltung der Abwasserreinigung, die Abschnittsweise Inbetriebnahme und die Abstimmung mit parallel ausführenden Gewerken müssen gewährleistet sein.
Technische Anforderungen
Für die Anlagen sind die einschlägigen Anforderungen an Maschinen, EMV, Druckgeräte, Niederspannung, ATEX und Explosionsschutz, WHG und AwSV, DVGW, DGUV, TAB sowie die genannten EN- und DIN-Normen einzuhalten. CE-Kennzeichnungen, Konformitätserklärungen, technische Dokumentation und geforderte Bescheinigungen und Berechnungen sind vorzulegen.
Die Lager- und Dosierstation darf nur durch einen Fachbetrieb mit WHG-Zulassung montiert werden. Die dafür erforderlichen WHG- und AwSV-Nachweise sowie ein Sachverständigengutachten für den Lagerbehälter sind vorzulegen.
Für Schweißarbeiten ist eine gültige Schweißerprüfungsbescheinigung nach DIN EN ISO 9606 erforderlich. GFK-Bauteile müssen von einem Hersteller mit dauerhafter Güteüberwachung durch einen Fremdüberwacher stammen; die zugängliche Prüfstatik und der Nachweis eines zugelassenen Prüfstatikers sind gefordert.
Tariftreue und Mindestentgelt
Die Mustererklärungen 1 und 3 sind abzugeben. Die geltenden tariflichen und Mindestentgeltpflichten nach den einschlägigen Regelungen müssen eingehalten werden. Bei Einsatz von Nachunternehmern und Verleihern sind deren Erklärungen vorzulegen und prüffähige Beschäftigtenunterlagen bereitzuhalten.
Mindestens drei vergleichbare Referenzen über Leistungen der Anlagentechnik
Bei einer engeren Wahl sind zusätzlich der maßgebliche Leistungsumfang, ausgeführte Mengen, eingesetzte Arbeitnehmer, besondere technische Anforderungen und die vertragliche Einordnung anzugeben.
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
Erfüllungsort
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