Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie LSW Netz GmbH & Co. KG sucht ein Planungsbüro für den Bau einer Wärmepumpe an der Kläranlage Wolfsburg. Die Anlage soll rund 13 MW Wärme aus gereinigtem Klärwasser entziehen und ins Wolfsburger Fernwärmenetz einspeisen.
Es geht um Ingenieurleistungen nach HOAI für die Wärmepumpe selbst (Leistungsphasen 5-8) sowie für das dazugehörige Betriebsgebäude (Objekt- und Tragwerksplanung). Der Auftrag hat eine geschätzte Größe von 1,1 Mio. EUR und läuft 24 Monate.
Zunächst läuft ein Teilnahmewettbewerb: Es werden max. 6 Bieter anhand von 3 Referenzen ausgewählt, danach folgt die eigentliche Angebotsphase.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertLeistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGegenstand und Ziel
Die LSW Netz GmbH & Co. KG lässt Planungsleistungen für die Errichtung und Inbetriebnahme einer Wärmepumpe an der Kläranlage Wolfsburg (Zum Stahlberg 1, 38448 Wolfsburg) beschaffen. Die Wärmepumpe soll eine thermische Leistung von rund 13 MW haben und Wärme aus dem gereinigten Klärwasser entziehen und in das Wolfsburger Wärmenetz (ca. 655 km Trassen, ca. 16.000 Kunden) einspeisen. Das Vorhaben ist Teil des Transformationsplans zur Klimaneutralität bis 2045 und wird über die Bundesförderung effiziente Wärmenetze (BEW) sowie EU-Mittel finanziert.
Planungsleistungen Wärmepumpenanlage
Grundleistungen der Leistungsphasen 5 bis 8 nach §§ 55 ff. HOAI in Verbindung mit Anlage 12 HOAI für die Wärmepumpenanlage selbst. Damit sind Ausführungsplanung, Vorbereitung und Mitwirkung bei der Vergabe von Bauleistungen, Objektüberwachung/Bauüberwachung sowie die Objektbetreuung und Dokumentation abgedeckt.
Planungsleistungen Betriebsgebäude
Zusätzlich sind die Objektplanung des Betriebsgebäudes nach §§ 34 ff. HOAI / Anlage 10 HOAI sowie die Tragwerksplanung des Betriebsgebäudes nach §§ 51 ff. HOAI / Anlage 14 HOAI zu erbringen.
Hinweise zur Leistungsabgrenzung
Alle genannten Planungsleistungen müssen durch ein einziges Angebot des Bieters oder der Bietergemeinschaft abgedeckt werden. Die geplante Temperaturabsenkung im Netz (von 120 °C auf 80 °C Vorlauf) ist ausdrücklich kein Bestandteil dieser Ausschreibung und wird vom Auftraggeber in Eigenregie umgesetzt.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenReferenzen (Auswahlkriterium)
Es sind 3 Referenzen einzureichen, die die Anforderungen nach Abschnitt 5.1 des Leistungsverzeichnisses erfüllen. Anhand dieser Referenzen werden maximal 6 Bewerber für die Angebotsphase ausgewählt. Die Bewertung gewichtet das Alter der Referenz mit 60 % (Punkte 1-5) und den Auftragswert mit 40 % (Punkte 0-5). Inhaltliche Vergleichbarkeitsanforderungen sind Abschnitt 5.1 der Vergabeunterlagen zu entnehmen.
Technische Leistungsfähigkeit
Nachweis der technischen Leistungsfähigkeit gemäß Abschnitt 5.2 des Leistungsverzeichnisses (Anlage 2 – Bewertung Bietereignung). Zudem sind die Namen und die berufliche Qualifikation des zur Auftragsausführung eingesetzten Personals anzugeben.
Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit
Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit gemäß Abschnitt 5.3 des Leistungsverzeichnisses (Anlage 2 – Bewertung Bietereignung).
Formelle Anforderungen
Es ist eine Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124 LD) oder die Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) sowie die Erklärung zur Tariftreue gemäß §4 NTVergG einzureichen. An besondere Rechtsformen werden keine Anforderungen gestellt; Bietergruppen müssen jedoch eine Rechtsform wählen, die einen Auftrag erhalten kann.
Ausschlussgründe
Die üblichen nationalen Ausschlussgründe sind zu beachten, u. a.: Bildung krimineller oder terroristischer Vereinigungen, Geldwäsche/Terrorismusfinanzierung, Betrug/Subventionsbetrug, Bestechlichkeit/Bestechung, Menschenhandel/Zwangsarbeit, Verstöße gegen Steuer- oder Sozialabgabenpflichten, Verstöße gegen Umwelt-, Sozial- oder Arbeitsrecht, Insolvenz oder Zahlungsunfähigkeit, schwere Verfehlung, wettbewerbsbeschränkende Vereinbarungen, Interessenkonflikte oder Vorbefassung, mangelhafte Erfüllung früherer öffentlicher Aufträge sowie Täuschung im Vergabeverfahren. Nachforderungen von Unterlagen sind im Rahmen der Sektorenverordnung, VgV und GWB möglich.
Zuschlag und Vertragsrahmen
Voraussetzung für die Auftragserteilung ist ein rechtsgültiger Zuwendungsbescheid (BEW-Förderung) sowie die Zustimmung der zuständigen Gremien. Die Vertragslaufzeit beträgt 24 Monate ab Vertragsbeginn und kann maximal einmal verlängert werden. Für die Vertragserfüllung ist eine Bürgschaft in Höhe von 5 % der Auftragssumme zu stellen – zwingend als Bürgschaft, unbefristet, von einem EU-ansässigen Kreditinstitut und in Schriftform nach §126 I BGB.
Erfüllung der Referenzanforderungen gemäß Abschnitt 5.1 des Leistungsverzeichnisses (inhaltliche Details siehe Vergabeunterlagen)
Auswahl der max. 6 Bieter anhand der eingereichten Referenzen; weitere Vergleichbarkeitskriterien sind Abschnitt 5.1 des Leistungsverzeichnisses zu entnehmen