Ausschreibungen Abbruch & Rückbau

175855_CN_FCI_KKE-03-02_Erdbau / Verbau / Kampfmittel / Wasserhaltung

Land Hessen, vertreten durch den Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen, Zentrale Vergabe | Vergabekammer des Landes Hessen bei dem Regierungspräsidium DarmstadtFrankfurt am Main, HessenFrist: (in 5 Tagen)

Zusammenfassung

Worum es geht:

Im Rahmen des Neubaus des Frankfurt Cancer Institute (FCI) am Universitätsklinikum Frankfurt wird eine tiefe Baugrube (ca. 65 x 50 m, Tiefe bis 12,75 m) hergestellt. Ausgeschrieben sind Spezialtiefbauarbeiten in einem Los:

  • Baufeldfreimachung (Abbruch von Bestandsoberflächen, Fundamenten, Mauern, Zäunen etc.)
  • Erdarbeiten (großflächiger Aushub, Arbeitsebenen, Bodenaushub, Entsorgung belasteter Böden)
  • Verbau- und Sicherungsarbeiten (Schlitzwand, Spundwand, Mikropfähle, DSV-Unterfangung, Holzausfachung, Stahlbau-Gurtung und -Aussteifung in zwei Ebenen)
  • Kampfmittelsondierung und -räumung (vollflächig und punktuell bis mind. 6 m unter Gelände)
  • Grundwasserhaltung (12 Absenk- und 6 Entspannungsbrunnen, 28 Monate Betrieb, Bauwasseraufbereitung, Einleitung in den Luderbach)
  • Baustelleneinrichtung und -logistik auf dem Gelände des Universitätsklinikums (Arbeiten bei laufendem Klinikbetrieb)

Das Angebot ist elektronisch über vergabe.hessen.de im GAEB-Format (X84, P84 oder D84) einzureichen. Auftragnehmer muss ein in Hessen qualifiziertes Bohrunternehmen (DVGW W 120/W 123/W 135) für die Wasserhaltung sein. Zuschlagskriterium ist ausschließlich der Preis.

Wichtige Fristen:

  • Angebotsabgabe: 30.06.2026, 11:00 Uhr
  • Bindefrist: bis 31.08.2026
  • Bauzeit: ca. 445 Werktage (ab Oktober 2026 bis ca. Februar 2028)
Original-Bekanntmachung ansehen

Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert

Noch 5 Tage bis zur Angebotsfrist
Termin / Frist
2026202720282029
APROKTAPROKTAPROKTAPR
Veröffentlichung
Bieterfragen-Frist
Angebotsfrist (alt)
Angebotsfrist (2. Verschiebung)
Angebotsfrist
Angebotsöffnung
Bindefrist
Zuschlag
Vertragsbeginn
Vertragslaufzeit
Bauzeitenplan Einreichung
Baustelleneinrichtungsplan Einreichung
Qualitätssicherungsplan Vorlage
Baufristenplan Einreichung
Ausführungsbeginn
Vorhaltezeitraum Baustelleneinrichtung
Bohranzeige HLNUG
Wasserhaltung Betriebsdauer
Kranstellung Bauphase
bis 2029
Ausführungsende
Vertragsende
Heute
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen

Niedrigster Preis1 Kriterium
Preis 100%Qualität 0%
  • Preis100%

    Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten. Bei Angeboten von Werkstätten für Behinderte wird ein Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme eingeräumt.

Zuschlagskriterium ist eindeutig nur der Preis (Wertungssumme), weitere Qualitätskriterien sind nicht definiert.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Baustelleneinrichtung und Logistik

Einrichtung, Vorhaltung (12 Monate) und Räumung der Baustelle auf dem Gelände des Universitätsklinikums Frankfurt bei laufendem Klinikbetrieb.

  • Baustelleneinrichtungsplanung: Plan 2 Wochen nach Auftragserteilung (4-fach Papier + digital), Aktualisierung alle 2 Wochen.
  • Bestandteile: Baustraßen, Bauzaun, Baucontainer, Bauschild, Schutzgeländer, Treppenturm, Beleuchtung, Bauwasser- und Baustromversorgung, Krananlagen (Liebherr 340 EC-B 12 mit 55 m Ausladung, Liebherr 550 EC-H 40 mit 70 m Ausladung – Höhenbegrenzung wegen Flugbetrieb).
  • Baulogistik: Anmeldung aller Transporte über Online-Portal (mind. 48 Std. Vorlauf), Entladekonzepte für Beton-/Sonderlieferungen, Abstimmung mit Baulogistikkoordinator (BLO) der HOST GmbH.
  • Einschränkungen: Ausführungszeiten Mo–Fr 07:00–20:00 Uhr, vereinfachte Zufahrt für PKW/Kleintransporter max. 30 Min., Beachtung des Flugbetriebs (NOTAM-Sektor 115/295 und 070/250 gesperrt 01.01.2027–31.12.2029).
  • Vermessung: Einmessung der Ansatzpunkte, laufende Aktualisierung (DXF + PDF + 2-fach Papier).

Baufeldfreimachung und Abbruch

Abbruch und Beräumung aller Bestandsoberflächen und baulichen Anlagen auf dem Baufeld.

  • Betonpflaster (ca. 450 m²), Parkfläche (ca. 750 m²), Bord-/Kantsteine (ca. 400 m).
  • Freitreppe (1 St.), Einzelfundamente (15 St. bis 0,03 m³, 10 St. bis 0,15 m³), Bodenplatte (ca. 35 m³), Trennschnitt in Bodenplatte (8 m²).
  • XPS-Dämmung (125 m²), Winkelstützwand (57 m), Zäune (Doppelstabmatten 57 m + 75 m), Stützwand (2 m³), Betonschacht (1 St.), Vordach (1 St.), Scheren-Hubtisch (1 St.), Stahlblechtür (1 St.).
  • Wurzelstöcke roden (10 St. bis Ø 30 cm, 6 St. bis Ø 50 cm).
  • Entsorgung Bauschutt, Metalle, Holz/Kunststoff, gemischte Abfälle (AVV-Klassen 170107, 170407, 170904, 170203).

Spezialtiefbau – Verbau und Sicherung

Schlitzwand, Spundwand, Mikropfähle, DSV, Primärstützen, Holzausfachung und Stahlbau-Gurtung zur Sicherung der Baugrube und Auftriebssicherung.

### Mikropfähle (Auftriebssicherung)

  • 81 Stk. Mikropfähle D=50 mm, gesamt ca. 1.300 m.
  • Bohrungen in Homogenbereichen HB1–HB6, Durchbohrungen von Trümmerschutt, Stahlbeton, Steinen.
  • 1 Probepfahl mit max. Prüflast 640 kN (DIN EN 14199 / DIN EN 1997-1), Messprotokoll + Auswertebericht.

### Primärstützen

  • 7 Stück HEM 300 S355, Länge 15–17 m.
  • Bohrungen Ø 880 mm, Tiefen 6–9 m (HB1–HB3) bzw. 7–22 m (HB4–HB6).
  • Bewehrung B500, Beton C30/37 (XC2, XA1, WF), Kies-Sandgemisch-Verfüllung.

### Düsenstrahlarbeiten (DSV)

  • Probesäulen herstellen (Druckfestigkeitsprüfung durch unabhängiges Institut, Abschlussbericht + Arbeitsanweisung).
  • Unterfangung Georg-Speyer-Haus (S13): DSV-Körper in HD1 und HD2, Hebungs-/Setzungsüberwachung mit autom. Pumpenabschaltung, Probekernentnahmen, Überprofilsentfernung (Fräsen, d=40 cm).
  • Dichtsohle Georg-Speyer-Haus (S13): 15 m³ HD1 + 30 m³ HD2.
  • Dichtsohle Schnittbereich S12: Andichtung an Spundwand/Schlitzwand.
  • Probedruckfestigkeit/Spaltenzug: laufende Probekernentnahmen.
  • Verpressanker (Kurzzeit-Litzenanker) zur Rückverankerung der DSV-Körper (Pd = 500 kN, Ankerlänge 25–30 m, Neigung 15–30°).

### Schlitzwandarbeiten

  • 2-Phasen-Schlitzwand, Wanddicke 0,80 m, Gesamtschlitztiefe 25–28 m.
  • Leitwand herstellen und rückbauen (d=80 cm).
  • Bewehrung B500, Inklinometerrohre (Länge 28–30 m).
  • Beton C 30/37, XC4, XF1, WF, XA1.
  • Steckträgereinbau (HEB 300, HEB 400).
  • Mehrverbrauch Stützflüssigkeit, Sofortmaßnahme bei Suspensionsverlust, 24-h-Schlitzwache bei Bedarf.

### Spundwandarbeiten

  • Doppelbohlen (ARBED AZ 48-700, S 240 GP) als U-Profil, Einbringtiefe 12–14 m.
  • Lockerungsbohrungen Ø 400 mm in HB1–HB6.
  • Rückbau/Abtrennen der Spundwand (Eigentum AN).

### Holzausfachung und Stahlbau-Gurtung

  • Holzbohlen (12 cm/14 cm, S10 = C24) für Steckträgerverbau, Verbautiefe 2–3 m.
  • Stahlkonsolen in der Schlitzwand für Gurtung (Kernbohrungen).
  • 1. Lage Gurtung: 2× HEM 650, S 355 (mit Kopfplatten, Knotenblechen, Verschraubungen, Schweißarbeiten).
  • Weitere Gurtungslagen nach Vorgabe AG.
  • Die Gurtung und Aussteifung wird als verlorene Konstruktion kalkuliert (Rückbau durch Gewerk Rohbau).

Erdarbeiten und Entsorgung

Großflächiger Aushub der Baugrube (ca. 65 x 50 m, bis 12,75 m u. GOK) mit Entsorgung belasteter Böden.

### Arbeitsebenen und Aushub

  • Absturzsicherung herstellen und vorhalten (310 m + 3.720 mMt).
  • Arbeitsebenen I–IV (3.500 m², 300 m², 3.000 m², 3.000 m²).
  • Bodenaushub in Homogenbereichen H3L (Konsistenzzahl 0,5–1,25, Plastizitätszahl 20–70 %) und H4L (tertiäre Sande/Kiese, Reibungswinkel 32,5–35°).
  • Erschwernisse durch Verbau und Aussteifungen einkalkulieren.
  • Mengenermittlung nach Aufmaß, i.d.R. an der Entnahmestelle.
  • Keine Zwischenlagermöglichkeiten auf dem Gelände.
  • Bodenproben nach LAGA PN 98 (Rasterfelduntersuchung, bis max. 500 m³ Probevolumen).
  • Abfalldeklaration nach EBV 2023, Anlage 1, Tabelle 3 und 4 (BM-0 bis BM-F3).

### Entsorgungsmengen (ca.)

  • Boden BM-0: 23.146 t (nicht schadstoffbelastet)
  • Boden BM-0*: 1.535 t (Zink, TOC)
  • Boden BM-F0*: 768 t (PAK)
  • Boden BM-F1: 768 t (Arsen)
  • Boden BM-F2: 768 t (Sulfat)
  • Boden BM-F3: 12.498 t (TOC)
  • Bauschutt DK0: 768 t (PAK)
  • Bauschutt DKII: 12.498 t (TOC)
  • Bauschutt RC-1/RC-2/RC-3: diverse Klassen
  • Metalle: 5 t, Kunststoff: 1 t, gemischte Bauabfälle: 25 t

### Sohlenherstellung

  • Kies-Sand-Gemisch, Planum, Sauberkeitsschicht, Kontrollprüfung.

Kampfmittelsondierung und -räumung

Vollflächige und punktuelle Kampfmittelüberprüfung auf dem Baufeld (Baufeld liegt in einem Bombenabwurfgebiet).

  • Vollflächige punktuelle Räumung bis 50 cm Tiefe (0,05–0,1 Störpunkte/m²).
  • Untersuchungsohrungen vertikal bis 6 m Tiefe, 2-reihig versetzt an Verbauachse.
  • Bohrlochsondierung mit Dreiachsmagnetometer.
  • Punktuelle Räumung bis 600 cm Tiefe (Fundklassen A–F, H gemäß BFR KMR).
  • Räumziel: Kampfmittelfreiheit mind. 6 m unter OK Gelände (5 m unter OK Gelände WK II).
  • Sondierungskonzept, Gefährdungsbeurteilung (ArbSchG, DGUV), Anmeldung bei Behörden und §14 SprengG.
  • EDV-gestützte Dokumentation (KMIS-R-Datenmodul mit Gauß/Krüger-Koordinaten).
  • Bergung, Sortierung und Verpackung von Funden.
  • Abschlussbericht als PDF auf USB-Stick.
  • Datenübermittlung an RP Darmstadt (ESRI Shape oder CAD).

Wasserhaltung und Grundwassermanagement

Temporäre Grundwasserhaltung über 28 Monate zur Trockenhaltung der Baugrube.

### Brunnen und Messstellen

  • 12 Absenkbrunnen (DN 200, Da ≥ 0,4 m), je ca. 17,5 m, gesamt 210 m.
  • 2 zusätzliche Absenkbrunnen mit Außenluftansaugung (15 m).
  • 6 Entspannungsbrunnen (DN 200), je ca. 23,2 m, gesamt 140 m.
  • 2 Grundwassermessstellen 5" (außerhalb Baugrube).
  • 2 Kontrollbrunnen 2" (innerhalb Baugrube).
  • Filterrohre, Vollrohre, Bodenkappen, Zentrierringe, Filterkies/-sand, Tonsperren.

### Technische Parameter

  • Absenkziel: 0,5 m unter Baugrubensohle (84,38 m NHN).
  • Bemessungswasserstand: 92,5 m NHN (5 m unter GOK).
  • Gesamtfördermenge: ca. 200.000 m³.
  • Förderrate: max. 12 m³/h im Mittel, max. 36 m³/h in Lenzphase.
  • Probeabsenkung: 48 Stunden vor Baugrubenaushub.

### Betrieb und Überwachung

  • Tauchmotorpumpen, Ersatzpumpen, Notstromaggregat (monatlicher Funktionstest).
  • Schalt- und Überwachungsstation, Bereitschaftsdienst/Notfallplan.
  • 6 Pumpensümpfe DN 500, 200 m Drängräben, Dränrohre DN 100.
  • 470 m Entwässerungsrohrleitungen DN 200, 9 Rohrbrücken, Einleitstelle Luderbach.
  • Bauwasseraufbereitung mit Aktivkohlefilter (Hintergrundbelastung).
  • Absetzbecken > 30 m³, Bauwassermanagementkonzept.
  • Wasserproben: außerhalb Baugrube 14-tägig (während Absenkphase), innerhalb Baugrube täglich.
  • Kontrollmessungen: außerhalb Baugrube täglich (während Absenkphase), danach wöchentlich.
  • Betriebsbuch/Wassertagebuch (täglich).

### Behördliche Anzeigen

  • Bohranzeige an HLNUG (14 Tage vor Beginn).
  • Beginn-/Beendigungsanzeige an UWBB.
  • Grundwassergleichenpläne (2 Stichtagsmessungen).

### Rückbau

  • Rückbau von 22 Tiefbrunnen nach DVGW W 135 mit Verpresseinrichtungsnachweis.

Bauzeitplan und Projektrahmen

  • Baubeginn: geplant Oktober 2026.
  • Bauende: geplant Februar 2028 (ca. 445 Werktage ab Vertragsbeginn).
  • Vertragslaufzeit: 938 Tage ab Vertragsbeginn.
  • Vorhaltezeitraum Baustelleneinrichtung: 12 Monate (Verlängerung je angefangenem Monat).
  • Ausführungszeiten: Mo–Fr 07:00–20:00 Uhr.
  • Wöchentliche Baustellenbesprechungen.
  • Bauarbeiten bei laufendem Klinikbetrieb – besondere Rücksichtnahme, enge Platzverhältnisse, Schallschutz, Erschütterungsschutz.

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit

  • Berufshaftpflichtversicherung: Mind. 3 Mio. € für Personenschäden und mind. 3 Mio. € für sonstige Schäden (Nachweis oder Erklärung des Versicherers zur Erhöhung im Auftragsfall).
  • Jahresumsatz: Durchschnitt der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre mindestens 10 Mio. Euro (gemäß Formblatt 124 VHB, vergleichbare Bauleistungen).
  • Unbedenklichkeitsbescheinigungen (auf Verlangen): Sozialkasse, Finanzamt, Freistellungsbescheinigung § 48b EStG, Berufsgenossenschaft (mit Lohnsummen).
  • Kein Insolvenzverfahren beantragt/eröffnet, kein Antrag mangels Masse abgelehnt, nicht in Liquidation.

Fachliche Eignung und Referenzen

Mindestens 2 Referenzen aus den letzten 5 Kalenderjahren zu Baugrubenverbau (Referenzen können mehrere Anforderungen abdecken, auch bei Präqualifikation verbindlich vorzulegen):

  • Referenz 1: Erfahrung Baugrubenverbau mit Auftragswert der Verbauarbeiten mind. 3 Mio. € netto.
  • Referenz 2: Erfahrung Baugrubenverbau mit Tiefe der Baugrube (GOK bis Baugrubensohle) mind. 5 m.
  • Referenz 3 (optional/abgedeckt): Erfahrung Baugrubenverbau mit Volumen der Baugrube mind. 6.000 m³.

Formular: VHB Formblatt 444 (Referenzbescheinigung) – Angaben des Referenzgebers auf Seite 3 sind einzuholen. Pflichtangaben je Referenz: Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblicher Leistungsumfang mit Mengen, Anzahl eingesetzter Arbeitnehmer, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme, vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer), Bestätigung des Auftraggebers.

Zuverlässigkeit und rechtliche Eignung

  • Handelsregistereintragung (oder keine Verpflichtung).
  • Eintragung in Handwerksrolle oder IHK (oder keine Verpflichtung).
  • Zuverlässigkeit: Keine Ausschlussgründe gem. § 6e EU VOB/A; keine Verurteilung zu Freiheitsstrafe > 3 Monaten, Geldstrafe > 90 Tagessätzen oder Geldbuße > 2.500 € in den letzten 2 Jahren. Gewerbezentralregisterauszug wird ab Auftragssumme ≥ 30.000 € durch den Auftraggeber angefordert.
  • RUS-Sanktionen (EU 2022/576): Eigenerklärung, dass weder Bieter noch beteiligte Unternehmen (>10 % Auftragswert) einen Bezug zu Russland haben (gilt für Bieter, Eignungsverleiher, Nachunternehmer, Lieferanten).
  • Tariftreue und Mindestentgelt: Verpflichtungserklärung wird Vertragsbestandteil.
  • Kein Bezug zu Russland gemäß Verordnung (EU) 2022/576 (kein Ausschluss von Verträgen vor 09.04.2022 mit Ende bis 10.10.2022).

Personelle und technische Leistungsfähigkeit

  • Arbeitskräfte: Angabe der jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte der letzten 3 Kalenderjahre, gegliedert nach Lohngruppen mit extra ausgewiesenem Leitungspersonal (auf Verlangen).
  • Fachkompetenz Bohr-/Brunnenbau: Wasserhaltung muss durch zertifiziertes Fachunternehmen erfolgen (DVGW W 120, W 123, W 135, W 121).
  • Bohrungen: DIN EN ISO 22475-1, Schichtenverzeichnisse DIN EN ISO 14688, Schichtverzeichnisse/Brunnenausbauskizzen DIN 4023.
  • Kampfmittel: Beachtung der Baufachlichen Richtlinien Kampfmittelräumung (BFR KMR), § 14 SprengG.
  • Baumschutz: DIN 18920.

Mögliche Nachunternehmer und Eignungsleihe

  • Verzeichnis der Leistungen/Kapazitäten anderer Unternehmen (FB 235) ist Pflichtbestandteil des Angebots.
  • Verpflichtungserklärung anderer Unternehmen (FB 236) auf Verlangen: gesamtschuldnerische Haftung mit dem Bieter.
  • Sicherheitsauskunft und Verpflichtungserklärung Nachunternehmer (FB 126) auf Verlangen.
  • Bei Bietergemeinschaft: ARGE-Erklärung (FB 234), Benennung eines Bevollmächtigten, gesamtschuldnerische Haftung aller Mitglieder.
Referenzprojekte
Mindestens 2 Referenzen (es können mehrere Erfahrungsinhalte je Referenz abgedeckt werden) ReferenzenZeitraum: Letzte 5 KalenderjahreVolumen: Auftragswert Verbauarbeiten mind. 3 Mio. € netto

Erfahrung Baugrubenverbau – Auftragswert der Einzelleistung (Verbauarbeiten) mindestens 3 Mio. Euro netto

Referenzbescheinigung (VHB Formblatt 444) mit Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, eingesetzte Mitarbeiter, Besonderheiten, Bestätigung des Auftraggebers. Auch bei Präqualifikation verbindlich vorzulegen.

Mindestens 2 Referenzen gesamt (decken i.d.R. mehrere Anforderungen ab) ReferenzenZeitraum: Letzte 5 KalenderjahreVolumen: Baugrubentiefe mind. 5 m

Erfahrung Baugrubenverbau – Tiefe der Baugrube (Geländeoberkante bis Baugrubensohle) mindestens 5 Meter

Referenzbescheinigung (VHB Formblatt 444).

Mindestens 2 Referenzen gesamt ReferenzenZeitraum: Letzte 5 KalenderjahreVolumen: Baugrubenvolumen mind. 6.000 m³

Erfahrung Baugrubenverbau – Volumen der Baugrube mindestens 6.000 m³

Referenzbescheinigung (VHB Formblatt 444).

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Aus vergleichbaren bereits vergebenen Vergaben (KI-Ähnlichkeit)

Checkliste zur Angebotsabgabe

Konkrete Schritte laut Vergabeunterlagen

Angebotsformulare und Preisblätter9
  • Angebotsschreiben (mit Hauptangebot)Pflicht
    Für jedes Hauptangebot ein Exemplar.
  • Leistungsverzeichnis mit Preisen (GAEB-Datei)Pflicht
    Pflichtformate: X84, P84 oder D84 (Reihenfolge: erst X, dann P, dann D). Andere Formate → Ausschluss. Auch Nebenangebote in X85/P85/D85.
  • Angaben zur Preisermittlung (FB 221 oder 222)Pflicht
    Pro Hauptangebot ausfüllen.
  • Angebot Lohngleitklausel (FB 224)optional
    Nur falls Änderungssatz angeboten wird.
  • Aufgliederung der Einheitspreise (FB 223)optional
    Auf Verlangen der Vergabestelle vorzulegen.
  • Urkalkulationoptional
    Auf Verlangen der Vergabestelle (geschlossener Umschlag oder Vergabeplattform).
  • Vertragsformular Instandhaltung inkl. Stoffpreisgleitklausel (FB 225a)Pflicht
    Pro Hauptangebot.
  • BieterangabenverzeichnisPflicht
  • Erklärung zur Verwendung von Holzprodukten (FB 248)Pflicht
Eignung und Qualifikationsnachweise5
  • Eigenerklärung zur Eignung (FB 124) ODER PQ-Nummer ODER Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE)Pflicht
    Umsatz der letzten 3 Geschäftsjahre und Anzahl der Arbeitskräfte angeben.
  • Referenznachweise (mind. 2) mit Referenzbescheinigungen (FB 444)Pflicht
    Siehe Referenzanforderungen: Baugrubenverbau, mind. 3 Mio. € Auftragswert ODER Tiefe ≥ 5 m ODER Volumen ≥ 6.000 m³, alle aus den letzten 5 Jahren.
  • Sicherheitsauskunft und Verpflichtungserklärung Teilnehmer (FB 125)Pflicht
  • Berufshaftpflichtversicherung (Nachweis oder Erklärung des Versicherers)Pflicht
    Mind. 3 Mio. € Personenschäden und mind. 3 Mio. € sonstige Schäden.
  • Zusätzlich geforderte MindestanforderungenPflicht
    Siehe separates Dokument '260422_FCI_Mindestanforderungen - Zusätzlich geforderte Referencias'.
Bieterstruktur und Unteraufträge4
  • Erklärung Bieter-/Arbeitsgemeinschaft (FB 234)optional
    Nur bei Bietergemeinschaft; ARGE-Erklärung, Bevollmächtigter, Gesamtschuldner.
  • Verzeichnis Nachunternehmerleistungen (FB 233) ODER Verzeichnis der Leistungen/Kapazitäten anderer Unternehmen (FB 235)Pflicht
    FB 235 für EU-Verfahren; mit Angabe von Art/Umfang der Teilleistungen.
  • Verpflichtungserklärung anderer Unternehmen (FB 236)optional
    Auf Verlangen; bei Eignungsleihe gesamtschuldnerische Haftung.
  • Sicherheitsauskunft/Verpflichtungserklärung Nachunternehmer (FB 126)optional
    Auf Verlangen.
Rechtliche und tarifliche Erklärungen3
  • Verpflichtungserklärung zur Tariftreue und MindestentgeltPflicht
    Wird Vertragsbestandteil.
  • Eigenerklärung EU/RUS-SanktionenPflicht
    Bestätigung, dass weder Bieter noch beteiligte Unternehmen (>10 % Auftragswert) Bezug zu Russland haben.
  • Auftragsverarbeitung nach Art. 28 Abs. 3 DSGVOPflicht
Vom Bieter zu erstellende Konzepte und Pläne (nach Auftragserteilung)15
  • Bauzeitenplan (Balkendiagramm)Pflicht
    3-fach Papier + digital, innerhalb 2 Wochen nach Auftragserteilung; muss kritischen Weg und %-Fertigstellungsgrad zeigen.
  • BaustelleneinrichtungsplanPflicht
    4-fach Papier + digital, innerhalb 2 Wochen nach Auftragserteilung.
  • Baufristenplan (Detailplan)Pflicht
    3-fache Ausfertigung, 14 Werktage nach Auftragserteilung.
  • Gefährdungsanalyse (nach ArbSchG)Pflicht
    3-fache Ausfertigung bei Baubeginn.
  • Rettungskonzept mit Flucht- und RettungswegenPflicht
    Genehmigung durch AG nach Ausführungsbeginn.
  • Havariekonzept für Notfälle bei WassereintrittPflicht
  • Qualitätssicherungspläne (für Mikropfähle, Primärstützen, DSV, Schlitzwand, Stahlbau, Stahlbeton, Spundwand, Verpressanker)Pflicht
    Jeweils 5 Wochen vor Beginn der jeweiligen Arbeiten vorzulegen.
  • Werk- und Montageplanung (Schlitzwand, Verbau, DSV, etc.) inkl. statische NachweisePflicht
    Vor Ausführung zur Prüfung vorzulegen.
  • Wasserhaltungsplan und BauwassermanagementkonzeptPflicht
    Mit Beginnanzeige an UWBB vorzulegen.
  • Kampfmittel-SondierungskonzeptPflicht
    Vor Beginn der Arbeiten mit AG und Behörden abstimmen.
  • Notfallplan für PumpenausfallPflicht
    Inkl. Benachrichtigung Feuerwehr.
  • Antrag Baustellengenehmigung mit LuftfahrthindernissenPflicht
    Bei Aufstellung von Baukränen im Bauschutzbereich des Flugplatzes.
  • Antrag Schachtgenehmigung (HA 1, HOST GmbH)Pflicht
    Für Arbeiten im Bereich von Medientrassen.
  • Bohranzeige (HLNUG)Pflicht
    Mind. 14 Tage vor Maßnahmenbeginn über https://bohranzeige.hessen.de/.
  • Beginn-/Beendigungsanzeige Wasserhaltung (UWBB)Pflicht
    Mit Wasserhaltungsplan, Bauwassermanagement, Gesamtfördermenge.
Dokumentation und Nachweise während der Bauausführung15
  • VermessungsdokumentationPflicht
    DXF- und PDF-Format + 2-fach Papier; alle 2 Wochen aktualisieren.
  • Bautagebuch (täglich führen, wöchentlich als PDF übermitteln)Pflicht
  • Bohrdokumentation (arbeitstäglich bei Durchbohrungen)Pflicht
  • Digitale LichtbilderPflicht
    Auf USB-Stick, 2-fach inkl. Inhaltsverzeichnis, .jpg, mind. 10 Mio. Pixel.
  • Entsorgungsnachweise (Original)Pflicht
    Spätestens 1 Woche nach der jeweiligen Entsorgung.
  • StundenlohnzettelPflicht
    Spätestens am nächsten Werktag vorzulegen.
  • Düsparameter DSV (tägliche Aufzeichnung, tägliche Vorlage)Pflicht
  • Abschlussbericht KampfmittelräumungPflicht
    Digital als PDF, auf USB-Wechseldatenträger.
  • Schichtenverzeichnisse und BrunnenausbauskizzenPflicht
    Nach DIN EN ISO 14688 bzw. DIN 4023.
  • Wasserproben-Analysen (außerhalb Baugrube 14-tägig, innerhalb Baugrube täglich)Pflicht
  • Dokumentation Brunnenrückbau (nach DVGW W 135)Pflicht
    Inkl. Verpresseinrichtungsnachweis.
  • Grundwassergleichenpläne (2 Stichtagsmessungen)Pflicht
    2 Wochen und 1 Woche vor Beginn der Wasserhaltung.
  • Datenübermittlung Kampfmittel an RP Darmstadt (KMIS-R-Datenmodul, ESRI Shape oder CAD)Pflicht
  • Bereitstellung/Beräumung Baustelleneinrichtung (12 Monate Vorhaltung)Pflicht
    Verlängerung in zusätzlichen Monaten separat.
  • Anmeldung Transporte über Baulogistik-Onlineportal (mind. 48 Std. Vorlauf)Pflicht
    Bei Beton-/Sonderlieferungen Entladekonzept mind. 2 Arbeitstage Vorlauf.

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