Ausschreibungen Abbruch & Rückbau

Abbruch der v.g. Gebäude + TG-Anpassung Rückbau Gebäude Baufeldfreimachung

Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Heilbronn | Vergabekammer Baden-Württemberg im Regierungspräsidium Karlsruhe | Vermögen und Bau Baden-Württemberg Amt Heilbronn | Datenservice Öffentlicher Einkauf (in Verantwortung des Beschaffungsamts des BMI)Heilbronn, Baden-WürttembergFrist: (in 27 Tagen)

Zusammenfassung

Abbruch von 4 mehrgeschossigen, teils schadstoffbelasteten Nachkriegsbauten in Heilbronn (Rollwagstraße 10, 10/1, 14 und Bergstraße 5) sowie Anpassung der angrenzenden Tiefgaragenzufahrt. Die Maßnahme umfasst Schadstoffsanierung (Asbest, KMF, PAK, Blei, HBCDD), Gebäudeentkernung und Totalabbruch, Aushubarbeiten unter Kampfmittelüberwachung, Baugrubenverbau (Bohrträger mit Semipermanentankern) sowie fachgerechte Entsorgung aller Abbruch- und Aushubmaterialien. Die Arbeiten sind in 3 Bauabschnitte gegliedert.\n\nDas Angebot muss elektronisch über die Vergabeplattform vergabe.landbw.de eingereicht werden – Angebotsfrist ist der 20.07.2026, 23:59 Uhr. Geschätzter Auftragswert: ca. 4,05 Mio. EUR netto. Vertragliche Ausführungszeit: 21.09.2026 bis 09.05.2029.\n\nBesonderheit: Zum Einsatz kommendes Personal muss vorab zuverlässigkeitsüberprüft werden.

Original-Bekanntmachung ansehen

Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert

Noch 27 Tage bis zur Angebotsfrist
Termin / Frist
2026202720282029
JUNSEPDEZMÄRJUNSEPDEZMÄRJUNSEPDEZMÄR
Veröffentlichung
Bieterfragen-Frist
Angebotsfrist
Rügefrist
Rechtsbehelfsfrist
Bindefrist
Angebotsöffnung
Zuschlag
Baufristenplan
Zuverlässigkeitsnachweise Einreichung
Sicherheitsverantwortlicher Benennung
Gefährdungsbeurteilungen vorlegen
Unterweisungsnachweise vorlegen
Vertragsbeginn
Vertragslaufzeit
Vertragsende
Heute
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen

Niedrigster Preis1 Kriterium
Preis 100%Qualität 0%
  • Preis (Wertungssumme)100%

    Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme.

Das einzige Zuschlagskriterium ist der Preis (Wertungssumme), der mit 100% gewichtet wird. Es handelt sich um eine reine Preisvergabe gemäß VOB/A-EU.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Ausgangslage und Projektstruktur

Baufeld: Flurstück 819/1, ca. 5.250 m², Innenstadtlage Heilbronn (DE117).\n\nGebäudebestand (alle Nachkriegsbauten, teils schadstoffbelastet):\n- Bergstraße 5\n- Rollwagstraße 10\n- Rollwagstraße 10/1\n- Rollwagstraße 14\n\nGesamtgröße Bestand: ca. 5.800 m² BGF, ca. 13.560 m³ BRI.\n\nBauabschnitte:\n- Abschnitt 1: Schadstoffsanierung und Entkernung aller Gebäude, vollständiger Rückbau Bergstr. 5 bis Unterkante Fundamente, Rückbau/Entsiegelung Außenanlagen, Auffüllung/Verdichtung Baufeld Bergstr. 5 bis GOK, Rückbau Rollwagstr. 10, 10/1 und 14 bis GOK (ohne Keller), temporärer Bauschutteinbau in Kellerräume, Herstellung Arbeitsplanum für 80-t-Bohrgerät.\n- Abschnitt 2: Verbau Rollwagstr. 14, Rückbau Kellerräume Rollwagstr. 14, Rückbau Tiefgaragenzufahrt/Rampe und TG-Portal des Behördenzentrums Rollwagstr. 16, Herstellung Baugrube für die umzuverlegende TG-Zufahrt; danach Beräumung und Übergabe an AG für bauseitige Errichtung der neuen TG-Zufahrt.\n- Abschnitt 3: Verbau der Baugrube für den Landgerichtsneubau (separat vergeben), Rückbau Kellerräume Rollwagstr. 10/1 und 10, abschnittsweiser Aushub, Schutz/Herstellung Sohlplanum, Herstellung Zufahrtsrampe in die Baugrube.\n\nBauseits bereits erledigt (nicht Bestandteil des Auftrags): archäologische Grabung, Baumfällungen, Artenschutzmaßnahme Bergstr. 5, Baugrunderkundung, Schadstoffuntersuchung, Medienfreiheit Gebäude, Baustromversorgung.\n\nNicht Bestandteil dieser Ausschreibung: Verbauarbeiten für die Baugrube des Landgerichtsneubaus (Abschnitt 3) sowie Kampfmittelbeseitigung bei bestätigtem Verdacht.

Schadstoffsanierung (Kernkompetenz Asbest/KMF/PAK)

Identifizierte Schadstoffbelastungen:\n- Asbest (TRGS 519): u.a. Wellasbestplatten, asbesthaltige Putze und Spachtelmassen (innen und außen), Asbestzement-Trapezplatten (Balkongeländer), Verglasungskitt, Dachabdichtungsbahnen, Dampfsperren, Flanschdichtungen, asbesthaltige Bodenbeläge/Rückstände, Brandschutzklappen RLT. Risikoeinstufung: hohes Risiko > 100.000 F/m³ (innen), niedriges Risiko < 10.000 F/m³ (außen).\n- KMF – Künstliche Mineralfasern (TRGS 521, EKAT 3): Konzentration > 250.000 F/m³; betroffen sind Holzbalkendecken-Dämmungen, Zwischensparrendämmungen, Trennwandeinlagen (Trockenbau), Rohrleitungsdämmungen, Stopfmassen, Spritzputz.\n- PAK – Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (TRGS 551): z.B. Parkettkleber (BaP bis 6.200 mg/kg), Gussrohr-Beschichtungen (BaP bis 2.500 mg/kg), Teer-Klebstoffe, Fließestrich. Konzentrationen ca. 30.000 ng/m³ BaP-äquivalent im Raum.\n- Blei (TRGS 505): Beschichtungen an Geländern, Stahlblechtüren, Holz-/Metallfensterrahmen, Heizkörpern (teilweise > 100.000 mg/kg).\n- Chrom(VI) (TRGS 524): Beschichtungen an Stahlbauteilen und Holzbauteilen.\n- HBCDD-haltige Dämmung (Polystyrol, PU): Drempelwand/Dachschrägen, HBCDD-Gehalte bis 6.000 mg/kg.\n- Lindan/PCP in Altholz der Dachlattung (Kat. A IV).\n\nSanierungsumfang (ca.-Mengen):\n- Asbestsanierung (TRGS 519): ca. 5.030 m³ Raumvolumen\n- KMF-Sanierung (TRGS 521): ca. 7.900 m³ Raumvolumen\n- PAK-Sanierung (TRGS 551): ca. 1.120 m³ Raumvolumen\n\nTechnische Anforderungen:\n- Persönliche Schutzausrüstung gem. TRGS 519/521/551/505/524\n- Schwarz-/Weiß-Bereich-Trennung, Personendekontamination (4-Kammern) und Materialschleusen (1- und 2-Kammer) – Innen und Außen, gesamt ca. 25 Schleuseneinheiten\n- Staubdichte Abschottungen (Holztragkonstruktion, Folie) – ca. 750 m² innen/außen + 2.000 m² staubdichter Wandflächenschutz\n- Unterdruckanlagen 500–5.000 m³/h (zeitgleich installiert, Gesamt ca. 36.000 m³/h)\n- Technischer Luftwechsel Asbest/KMF: 50-fach, mindestens 12 Stunden\n- Restfaserbindung im Airlessverfahren\n- Grob- und Feinreinigung (Asbest ca. 6.400 m³, KMF ca. 7.600 m³, zuzüglich Dachgeschosse)\n- Erfolgs-/Freimessung mit Differenzdruckmessungen, mindestens 2 Arbeitstage einplanen\n- Qualifizierte Entsorgungsnachweise (Register, Begleit-, Übernahmescheine) gemäß Nachweisverordnung/KrWG\n- Schutzmaßnahmen nach ATV DIN 18448 und DGUV-Regel 101-004

Abbruch, Erdarbeiten und Kampfmittelüberwachung

Abbruch:\n- Stahlbetonabbruch: ca. 900 m³\n- Mauerwerksabbruch: ca. 1.500 m³\n- Sandsteinmauerwerk: ca. 500 m³\n- Dachziegeldeckung (Hohl-/Biberschwanz): ca. 1.200 m²\n- Holzkonstruktionen, Profilstahl, Stahltreppen, Geländer, Blitzschutz, Dachrinnen\n- Gewölbekeller (Bergstr. 5, Rollwagstr. 10, 10/1, 14): Sicherung und Verfüllung\n- Asphalt/Betonmosaikpflaster: ca. 1.450 m² + 800 m²\n\nErdarbeiten unter Aushubüberwachung:\n- Oberbodenabtrag: ca. 1.300 m² / ca. 325 m³\n- Gesamterdaushub: ca. 30.000 m³ (GOK ca. 166,50 m ü. NHN bis Sohlniveau ca. 159 m ü. NHN)\n- Aushub Arbeitsräume: ca. 2.350 m³\n- Verfüllung: RC-Material 0/45 ca. 9.000 t\n- Einbau Betonabbruch RC-1: ca. 1.800 t\n- Planum ca. 5.250 m², EV2 ≥ 100 MPa, ±3 cm Abweichung\n\nKampfmittel:\n- Fachbetrieb nach §7 SprengG mit verantwortlicher Person nach §19/20 SprengG\n- TDEM-Flächendetektierung bis 4–5 m Tiefe\n- Kampfmittelbohrungen (4 Stück, bis 6 m Tiefe)\n- Baubegleitende Aushubüberwachung\n- Abstimmung mit Kampfmittelbeseitigungsdienst Baden-Württemberg (KMBD)\n- A&S-Plan, Räumkonzept, Anzeige bei Behörden\n- Hinweis: Tatsächliche Kampfmittelbeseitigung bei bestätigtem Verdacht ist NICHT Bestandteil des Auftrags.

Baugrubenverbau und TG-Anpassung

Verbau TG-Rampe (Vorabmaßnahme):\n- Bohlträgerverbau mit Semipermanentankern (Standzeit 4 Jahre)\n- 2× U280 (8,50 m) und 2× U200 (8,65 m), Bohrung Ø 62 cm\n- Holzausfachung C24, Dicke 12 cm\n- Semipermanentanker: 3 Litzen 0,6\" St 1570/1770, Länge 12–13 m, Verpresskörper 6 m, Neigung 35°–42,5°\n- Eignungs- und Abnahmeprüfung mit 1,5-facher Ankerkraft nach DIN EN 1537, DIN SPEC 18537, DIN EN 1997/EC 7\n- Schweißarbeiten nur von Betrieben mit DIN EN 1090-Zertifizierung\n- Verbaufläche Trägerbohlwand: ca. 100 m²\n\nLeitungs- und Kanalbau:\n- 3 Schachtbauwerke, ca. 400 m³ Leitungsgräben\n- Rückbau Kanalrohr Steinzeug DN 200–250, Schächte DN 1000\n- Sicherung freigelegter Leitungen (Frischwasser DN 150, Gas DN 100/150, Abwasser DN 400/1200, Nahwärme, Strom, Telekom)\n\nBauseits nach Abschnitt 2: Errichtung der neuen TG-Zufahrt durch den AG.

Abfallentsorgung und Verwertung

Hauptmengen:\n- Bauschutt RC-3 (AVV 170107): ca. 4.000–9.000 t\n- Bodenmaterial BM-0/BM-F0 (AVV 170504): ca. 9.250 t + 2.000 t + 425 t + 585 t\n- Bauschutt/Beton RC-1: ca. 9.000 t\n- Asbesthaltige Abfälle DK II (AVV 170605*): ca. 17 t\n- KMF/Asbest-Filtermaterial (AVV 150202*): ca. 4 t\n- PAK-haltige Abfälle (AVV 170106*, 170303*): ca. 270 t + 5 t\n- Bleihaltige Metallabfälle (AVV 170409*): ca. 56 t\n- Altholz Kat. A III/A IV: ca. 60 t + 80 t\n- Bitumengemische/Asphalt: ca. 77 t + 380 t\n- Sandfangrückstände, Mischabfälle, Elektrogeräte, Leuchtstoffröhren: in geringeren Mengen\n\nAndienungspflicht und Pflichten AN:\n- Entsorgungsnachweise, Abfallbegleit-, Übernahmescheine gemäß Nachweisverordnung (auch eNAV)\n- Führen des Registers, Mitwirkung an der Abfallbilanz\n- Beförderungserlaubnis bei Auftragserteilung vorlegen\n- Digitale Signatur als Verfahrensbevollmächtigter des AG\n- Andienungspflicht besteht\n- Abfallanalytik (DepV, EBV, LAGA PN 98) ca. 5+5+30+5 Stück\n- Wasseranalytik vor Einleitung: je 15–20 Proben (pH, absetzbare Stoffe, Temperatur, Kohlenwasserstoffindex, LHKW) gemäß DWA-M 115-2\n\nBaustoffliche Verwertung: RC-1/RC-2/RC-3-Klassifizierung gemäß Ersatzbaustoffverordnung (EBV) 2023.

Gerüst- und Abschottungsarbeiten

Gerüstbau:\n- Fassadengerüste Lastklasse 4, H1, bis 16 m Höhe: Rollwagstr. 10 ca. 700 m², 10/1 ca. 1.200 m², 14 ca. 800 m², Bergstr. 5 ca. 400 m²\n- Dachfanggerüst mit Netzbekleidung: ca. 240 lfm\n- Kassettenabschottung (staubdichte Einhausung) für Asbestsanierung: ca. 1.250 m²\n- Treppenaufgänge ein-/zweiläufig, H 6–14 m\n- Bauzaun-Auffangelement Dacharbeiten, Bauaufzug, Systemgitterträger\n- Statische Berechnung für Fassadengerüste\n- Vorhaltedauer je nach Gebäude 5–20 Wochen

Sicherheits-, Gesundheits- und Qualitätsanforderungen

Personalbezogene Anforderungen (zwingend):\n- Zuverlässigkeitsüberprüfung ALLER eingesetzten Baustellenmitarbeiter (Einwilligungserklärung + Ausweiskopie oder gültige LKA-Überprüfungsbestätigung), vorzulegen spätestens 4 Wochen vor Ausführungsbeginn\n- Fachbauleiter Abbruch gem. §42 LBO i.V.m. §45 LBO\n- Aufsichtsführender nach TRGS 519\n- Verantwortliche Person nach §19/20 SprengG\n- Asbestfachbetrieb-Zulassung mit Sachkundenachweisen TRGS 519\n- SiGeKo-Qualifikation (RAB 30)\n- Deutschsprachiger, handlungsbevollmächtigter Vertreter des AN\n\nArbeitsschutz und Staub-/Emissionsschutz:\n- TRGS 519/521/505/524/551, DGUV-Regel 101-004, TRGS 559\n- Wassersprüh-/Vernebelungsanlagen, Böschungsschutz, Abdeckplanen\n- Anzeige lärmintensiver Arbeiten ≥ 1 Woche vorher; staubintensiver Außenarbeiten 1 Woche vorher; Erschütterungen ≥ 1 Woche vorher\n- Arbeitszeit 07:00–19:00 Uhr werktags\n- Anlieferung/Abfuhr nur über öffentliche, befestigte Straßen (Bergstraße als Einbahnstraße für Sattelzüge ungeeignet)\n- Verkehrssicherung RSA-konform (Rollwagstr. ~75 m, Bergstr. ~85 m)\n\nKommunikation/Datenaustausch:\n- PlanTeam-Server (PTS) für gesamten Datenaustausch\n- SiGeKo-Ersteinweisung, wöchentliche Baubesprechungen\n- Bautageberichte, Abfallbilanz, Wiegescheine täglich/wöchentlich\n- Widerspruchsfrist gegen Protokoll: 5 Tage\n- SiGeKo-Teilnahme verpflichtend

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Fachliche Eignung (Befähigung und Erfahrung)

Zulassungen und Sachkundenachweise (Pflicht):\n- Zulassung als Asbestfachbetrieb mit Sachkundenachweis nach TRGS 519\n- Fachkunde nach TRGS 521 (KMF), TRGS 505 (Blei), TRGS 524 (Chrom), TRGS 551 (PAK)\n- Zulassung nach §7 und §20 SprengG für Kampfmittelerkundung\n- Verantwortliche Person nach §19/20 SprengG\n- Fachbauleiter Abbruch nach §42 Abs. 1 LBO i.V.m. §45 LBO\n- Aufsichtsführender nach TRGS 519\n- SiGeKo-Qualifikation gem. RAB 30 / Baustellenverordnung\n- Entsorgungsfachbetrieb-Status bzw. Beförderungserlaubnis für gefährliche Abfälle\n- Schweißbetrieb mit Nachweis nach DIN EN 1090 (für Verbauarbeiten)\n\nReferenzen:\n- 3 Referenznachweise aus den letzten 5 Kalenderjahren über vergleichbare Rückbau-/Abbruchleistungen (Inhalt siehe Checkliste)\n- Hinweis: Die Vergabeunterlagen verweisen auf `slc-abil-ref-work` als Eignungskriterium; konkrete Anforderungen in den Vergabeunterlagen definiert.

Wirtschaftliche und finanzielle Eignung

Umsatz: Nachweis des Umsatzes in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren für vergleichbare Bauleistungen (inkl. ARGE-Anteil). Mindestumsatz laut Vergabebekanntmachung.\n\nSteuern und Abgaben:\n- Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts\n- Freistellungsbescheinigung nach §48b EStG (Bauabzugssteuer)\n- Ordnungsgemäße Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen\n\nBerufsgenossenschaft: Mitgliedschaft in der BG mit qualifizierter Unbedenklichkeitsbescheinigung inkl. Lohnsummen.\n\nMitteilungspflicht: Änderungen der Freistellungsbescheinigung sind dem AG unverzüglich mitzuteilen.

Zuverlässigkeit und rechtliche Eignung

Registereintrag:\n- Gewerbeanmeldung\n- Handelsregisterauszug, Handwerksrolle oder IHK-Eintragung (je nach Unternehmensform)\n\nInsolvenz / Liquidation: Kein eröffnetes/beantragtes Insolvenzverfahren, kein Antrag mangels Masse, keine Liquidation.\n\nSchwere Verfehlung / Ausschlussgründe (§6e EU VOB/A):\n- Keine Verurteilung > 3 Monate Freiheitsstrafe\n- Keine Geldbuße > 90 Tagessätze bzw. > 2.500 € in den letzten 2 Jahren\n- Keine sonstigen Ausschlussgründe\n\nTariftreue/Sozialkasse: Unbedenklichkeitsbescheinigung der tariflichen Sozialkasse.\n\nErklärungen:\n- Eigenerklärung zur Eignung (Formular 124) – Pflicht\n- Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE, Formular 221/222) – möglich\n- ILO-Kernarbeitsnormen (Formular 963) – Pflicht\n- Erklärung zur Verwendung von Holzprodukten (Formular 248) – Pflicht\n- Erklärung über Stammpersonal / Verpflichtungserklärungen LTMG\n- Pauschaler Schadensersatz: 15 % der Bruttoabrechnungssumme bei unzulässiger Wettbewerbsbeschränkung\n- Anerkennung des Leistungsverzeichnisses als verbindlich\n- Erklärung zur Eigenausführung / Nachunternehmeranteil

Personelle und gerätetechnische Leistungsfähigkeit

Arbeitskräfte:\n- Nachweis der durchschnittlichen Beschäftigten der letzten 3 Jahre, gegliedert nach Lohngruppen\n- Leitungspersonal gesondert ausgewiesen\n- Deutschsprachiger, handlungsbevollmächtigter Vertreter für Baubesprechungen\n\nGeräteausstattung (muss verfügbar sein):\n- Bohrgeräte (verrohrt, erschütterungsarm im Drehbohrverfahren)\n- Unterdruckhalteanlagen mit Filtereinheit (Asbest-/KMF-Bereiche)\n- Hydraulikbagger 35–40 t (ggf. sprenggeschützt), Minibagger bis 2 t, Longfront-Abbruchbagger\n- Industriestaubsauger (Asbest-Sauger), Rüttelplatte, Absetzcontainer\n- Fahrzeuge für Schadstofftransport (z.B. Benzinabscheider) durch WHG-Fachbetrieb\n\nBaustellengemeinsame Pflichten:\n- Personalliste mit Ausweisnummer und Qualifikationsnachweisen\n- Nachunternehmerliste\n- Bautagebericht, Abfallbilanz, Abfuhrdokumentation

Referenzprojekte
3 ReferenzenZeitraum: letzte 5 KalenderjahreVolumen: nicht spezifiziert (Auftragssumme ist im Referenznachweis anzugeben)

3 Referenznachweise über vergleichbare Rückbau-/Abbruchleistungen aus den letzten 5 Kalenderjahren

Vergleichbare Leistungen (Rückbau/Abbruch) mit Angabe von Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblichem Leistungsumfang mit Mengen, durchschnittlich eingesetzten Arbeitnehmern, besonderen technischen/gerätespezifischen Anforderungen, Art der Baumaßnahme, vertraglicher Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer) und Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben

4–10Angebote erwartet
Mittlere Konkurrenz

Median rund 6 Angebote.

Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 35%4–10 · 51%11+ · 14%

Unternehmen, die ähnliche Ausschreibungen gewonnen haben

Aus vergleichbaren bereits vergebenen Vergaben (KI-Ähnlichkeit)

Checkliste zur Angebotsabgabe

Konkrete Schritte laut Vergabeunterlagen

Angebotsformulare und Preisblätter7
  • Angebotsschreiben (Formular 213) ausfüllen und unterzeichnenPflicht
    Inkl. Angabe der Bindefrist und Erklärung zu Haupt-/Nebenangeboten
  • Leistungsverzeichnis mit Preisen ausfüllenPflicht
    Alle Positionen bepreisen, inkl. Aufschlüsselung der Einheitspreise für Entsorgung
  • Formular 221 oder 222 – Angaben zur PreisermittlungPflicht
    Bei Auftragssumme über 50.000 € verpflichtend
  • Formular 224 – LohngleitklauselPflicht
    Berechnung des Änderungssatzes für Lohnkosten
  • Formular 225a – Stoffpreisgleitklausel / Vertragsformular InstandhaltungPflicht
    Falls einschlägig
  • Formular 248 – Erklärung zur Verwendung von HolzproduktenPflicht
    Verpflichtende Erklärung
  • Formular 963 – Erklärung zu ILO-KernarbeitsnormenPflicht
    Verpflichtende Erklärung
Eignungsnachweise17
  • Eigenerklärung zur Eignung (Formular 124) ausfüllenPflicht
    Inkl. Angaben zu Insolvenz, Steuern, Sozialkasse, BG, Registereintrag
  • Gewerbeanmeldung beifügenPflicht
    Aktuelle Kopie
  • Handelsregisterauszug beifügenPflicht
    Nicht älter als 6 Monate
  • Eintragung Handwerksrolle oder IHK-EintragungPflicht
    Je nach Unternehmensform
  • Unbedenklichkeitsbescheinigung der tariflichen SozialkassePflicht
    Aktuell
  • Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts (Steuern)Pflicht
    Aktuell
  • Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG (Bauabzugssteuer)Pflicht
    Falls vorhanden, sonst Erklärung
  • Qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft mit LohnsummenPflicht
    Aktuell
  • Arbeitskräfte-Nachweis (letzte 3 Jahre, nach Lohngruppen)Pflicht
    Inkl. gesonderter Ausweisung des Leitungspersonals
  • Nachweise über Zuverlässigkeit / Fachkunde (Asbestfachbetrieb, SprengG-Zulassung)Pflicht
    Sachkundenachweis TRGS 519, Zulassung nach §7/§20 SprengG
  • 3 Referenznachweise aus den letzten 5 JahrenPflicht
    Mit Ansprechpartner, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang, Bestätigung des Auftraggebers
  • SiGeKo-Nachweis (Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator)Pflicht
    Qualifikation gem. RAB 30 / Baustellenverordnung
  • Formular 234 – Erklärung Bieter-/Arbeitsgemeinschaftoptional
    Nur bei Bietergemeinschaften erforderlich
  • Formular 235 – Verzeichnis Leistungen/Kapazitäten anderer Unternehmenoptional
    Nur wenn Nachunternehmer eingesetzt werden
  • Formular 236 – Verpflichtungserklärung anderer Unternehmenoptional
    Bei Nachunternehmer-Einsatz, inkl. gemeinsamer Haftung
  • Präqualifikationsnachweis (PQ-Nummer)optional
    Falls vorhanden, ersetzt Teile der Eigenerklärung
  • KMU-Erklärung (< 250 Beschäftigte, ≤ 50 Mio. € Umsatz)optional
    Falls zutreffend
Auf gesondertes Verlangen der Vergabestelle bereithalten2
  • Formular 223 – Aufgliederung der Einheitspreiseoptional
    Differenzierung nach Lohn, Stoffen, Geräten, Sonstigem
  • Formular 236 – Verpflichtungserklärung anderer Unternehmenoptional
    Nur auf Verlangen vorzulegen
Vom Auftragnehmer nach Auftragserteilung vorzulegen9
  • Einwilligungserklärungen aller Baustellenmitarbeiter zur ZuverlässigkeitsüberprüfungPflicht
    Spätestens 4 Wochen vor Ausführungsbeginn; je Mitarbeiter mit Ausweiskopie oder gültige LKA-Bestätigung
  • Kampfmittelerkundungskonzept durch Fachbetrieb nach §7 SprengGPflicht
    Spätestens 3 Wochen nach Beauftragung; mit verantwortlicher Person §19/20 SprengG
  • Gefährdungsbeurteilung nach §5/6 ArbSchG und §6 GefStoffVPflicht
    Spätestens 3 Wochen nach Beauftragung
  • Abbruchanweisung nach VDI 6210 Bl.1 / BG Bau Baustein C301Pflicht
    Spätestens 3 Wochen nach Beauftragung
  • Personalliste und NachunternehmerlistePflicht
    Mit Ausweisnummern und Qualifikationsnachweisen
  • Entsorgungsnachweise / Beförderungserlaubnis für gefährliche AbfällePflicht
    Bei Auftragserteilung vorzulegen
  • Baufristenplan (digital über PTS-Server)Pflicht
    Spätestens 15 Werktage nach Auftragserteilung, getrennt nach Bau-/Arbeitsabschnitten
  • Sicherheitsverantwortlicher benennenPflicht
    Spätestens 2 Wochen vor Ausführungsbeginn
  • Baustelleneinrichtungsplan als PDFPflicht
    Spätestens 3 Kalenderwochen vor Ausführungsbeginn

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