Abbruch der v.g. Gebäude + TG-Anpassung Rückbau Gebäude Baufeldfreimachung
Zusammenfassung
Kurzbeschreibung
Vermögen und Bau Baden-Württemberg (Amt Heilbronn) lässt am Justizareal „Fleiner Tor" in Heilbronn vier mehrgeschossige Nachkriegsbauten (Bergstr. 5, Rollwagstr. 10, 10/1 und 14) abreißen und das Baufeld für den geplanten Ersatzneubau des Landgerichts Heilbronn herrichten. Das Auftragsvolumen umfasst eine umfangreiche Schadstoffsanierung (Asbest, künstliche Mineralfasern, PAK, Blei, Chrom), die manuelle Entkernung, den Totalabbruch inklusive Tiefgaragen-Anpassung, Verbauarbeiten (Bohrträgerverbau) sowie rund 30.000 m³ Erdaushub mit Kampfmittelüberwachung. Die Ausführung erfolgt in 3 Bauabschnitten und ist als ein einziges Los vergeben (offenes Verfahren
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
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Zuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen
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Zuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen
- Preis100%
Zuschlagskriterium Preis; ermittelt aus der Wertungssumme des Angebotes (nachgerechnete Angebotssumme unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten). Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme.
Leistungsumfang
Aus den Vergabeunterlagen
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Leistungsumfang
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Gebäude und Baufeld
Standorte und Kennzahlen der 4 Bestandsgebäude:
- Bergstr. 5: ca. 730 m² BGF / 2.000 m³ BRI (UG, EG, OG, DG)
- Rollwagstr. 14: ca. 2.100 m² BGF / 3.300 m³ BRI (2.UG, 1.UG, EG, 1.OG, 2.OG, DG)
- Rollwagstr. 10/1: ca. 2.000 m² BGF / 5.400 m³ BRI (2.UG, 1.UG, EG, 1.OG, 2.OG, DG)
- Rollwagstr. 10: ca. 900 m² BGF / 2.860 m³ BRI (1.UG, EG, 1.OG, 2.OG, DG)
Gesamt: ca. 5.800 m² BGF und ca. 13.560 m³ BRI. Baufeldgröße ca. 5.250 m². Während der gesamten Bauzeit bleiben das Behördenzentrum und die Tiefgarage in Betrieb.
Hauptmengen (Festmasse Bauschutt):
- Stahlbetonabbruch: ca. 900 m³
- Mauerwerksabbruch: ca. 1.500 m³
- Dachziegeleindeckung: ca. 1.200 m²
- Erdaushub: ca. 30.000 m³
- RC 0/45 (liefern und einbauen): ca. 9.000 t
- Bauschutt entsorgen: ca. 14.500 t
- Bodenmaterial/Erdreich entsorgen: ca. 30.000 t
- Verbauarbeiten (Trägerbohlwand): ca. 100 m²
Schadstoffsanierung
Drei Bauabschnitte, jeweils Schadstoffsanierung VOR dem Abbruch:
- Asbest (TRGS 519):
- Hohes Risiko (TRGS 519 Nr. 13, > 100.000 F/m³) – z. B. asbesthaltige Dachabdichtungen, Verglasungskitt, Brüstungsplatten, Türen mit Asbesteinlagen, asbesthaltige Trennlagen Pappe
- Niedriges Risiko (TRGS 519 Nr. 16.2, < 10.000 F/m³)
- Umfang: ca. 5.030 m³ Raumvolumen
- Künstliche Mineralfasern KMF (TRGS 521, EK 3, > 250.000 F/m³):
- Mineralwolldämmungen in Holzbalkendecken, Dachschrägen, Vorsatzschalen, Trittschalldämmungen, KMF-Auflagen, Brandschutzklappen
- Umfang: ca. 7.900 m³ Raumvolumen
- PAK (TRGS 551):
- PAK-haltiger Parkettkleber, Fließestrich, Schlacke-/Bimsfüllungen, Schutt-/Lehmfüllungen
- Erwartete BaP-Konzentration ca. 30.000 ng/m³
- Umfang: ca. 1.120 m³ Raumvolumen
- Weitere Schadstoffe: Blei und Chrom (TRGS 505/524), Lindan, HBCDD-haltige EPS-Dämmung
Maßnahmen je Gebäude (mit Schutzmaßnahmen, Abschottungen, Unterdruckhaltung):
- 4-Kammer-Personenschleusen, Materialschleusen
- Kassettenabschottung Gerüst: ca. 1.250 m²
- Fassadengerüst: ca. 3.100 m²
- Dachfanggerüst mit Netzbekleidung: ca. 240 m
- Luftleistung (Installierung): ca. 36.000 m³/h
- Unterdruckhaltungen: Rollwagstr. 10/1 (PAK) 12 Wochen, Rollwagstr. 10 (KMF) 28 Wochen, Rollwagstr. 14 (KMF) 8 Wochen
- Industriestaubsaugeranlagen in allen Sanierungsbereichen
- Grob- und Feinreinigung, Restfaserbindung (Airlessverfahren), technischer Luftwechsel (50-fach, mind. 12 Stunden), Freimessung/Erfolgskontrolle
Bauabschnitte 1 bis 3
Bauabschnitt 1: Schadstoffsanierung und manuelle Entkernung in allen Gebäuden. Komplettrückbau Bergstr. 5 bis Unterkante Fundamente inkl. Außenanlagen-Entsiegelung und Auffüllung/Verdichtung des Baufelds. Rückbau Rollwagstr. 10, 10/1 und 14 bis Geländeoberkante (ohne Keller), temporärer Bauschutteinbau in Kellerräumen, Herstellung eines tragfähigen Arbeitsplanums für ein 80-t-Bohrgerät.
Bauabschnitt 2: Verbau Rollwagstr. 14, Rückbau der Kellerräume Rollwagstr. 14, Rückbau der TG-Zufahrt/Rampe und des TG-Portals am Behördenzentrum Rollwagstr. 16, Herstellung der Baugrube für die Umverlegung der TG-Zufahrt.
Bauabschnitt 3: Verbau der Baugrube für den Neubau Landgericht, Rückbau der Kellerräume Rollwagstr. 10/1 und 10, abschnittsweiser Aushub der Baugrube, Schutz/Herstellung des Sohlplanums, Herstellung der Zufahrtsrampe in die Baugrube.
Verbauarbeiten (quer durch alle Abschnitte): Bohrträgerverbau (Bohrungen Ø 62 cm, ca. 138 m) mit Bohlträgern (Doppel-U-Profile S235JR, ca. 10.500 kg), Holzausfachung (C24, d = 12 cm, ca. 90 m²), Semipermanentanker (Standzeit 4 Jahre, 1. und 2. Ankerlage, Nachverpresssystem), konstruktives Zugband Fl 100x10, Böschungsschutz mit Folie. Rückbau des Verbaus nach Bauabschnitt 3.
Erdarbeiten, Kampfmittel und Wasserhaltung
Erdarbeiten unter Aushubüberwachung:
- Erdaushub Arbeitsraum: ca. 13.470 m³
- Erdaushub Sohlgräben: ca. 410 m³
- Planum herstellen: ca. 3.410 m²
- Schutz Sohlplanum RC-1-Material: ca. 1.850 t
- Wurzelstockroden, Oberbodenabtrag, Verfüllung mit RC-Material
Kampfmittelüberwachung und -sondierung (verpflichtender Bestandteil):
- TDEM-Messungen, Kampfmittelbohrungen und baubegleitende Aushubüberwachung durch Fachbetrieb nach § 7 SprengG mit verantwortlicher Person nach § 19/20 SprengG
- Anzeige bei den zuständigen Behörden, Unterweisung des Personals (2 Termine)
- Sprenggeschützte Geräte nach DGUV I 201-027
Wasserhaltung und -analytik:
- Tag-, Sicker- und Bauwasserableitung, Absetzcontainer, Absetzbecken
- Wasseranalytik vor Einleitung (pH, absetzbare Stoffe, Temperatur, Kohlenwasserstoffindex, LHKW) – je 20 Proben je Parameter
- Druckerhöhungsanlage (50 m³/h, 10–15 bar), Trinkwasser-/Abwasser-Unterverteilung
Kanal- und Leitungsbau:
- Kunststoffrohre DN 150 und DN 250, Schachtbauwerke DN 1000–1500 (3 Stück), Schachtabdeckungen Klasse D 400, Straßenabläufe
- Leitungsgräben: ca. 400 m³
- Oberbau Asphalt (AC 16 TD, Profilierung, Anschluss-Fugenbänder)
Entsorgung und Verwertung
Abfallentsorgung – Pflichten des Auftragnehmers als Abfallerzeuger:
- Bauschutt (AVV 170107, RC-1): ca. 9.000 t, nicht schadstoffbelastet, nach EBV 2023
- Boden/Stein schadstoffbelastet (AVV 170504, BM-F0*, PAK): ca. 9.250 t
- Boden/Stein nicht schadstoffbelastet (AVV 170504, BM-0): ca. 9.250 t
- Holz, Glas, Kunststoff (AVV 170203): ca. 2 t
- Asphaltbeton (AVV 170504, Verwertungsklasse A): ca. 380 t
- Mischabfall (AVV 170904): ca. 10 t
- Sandfangrückstände (AVV 190802): ca. 20 t, Transportweg bis 50 km
- Schadstoffbelastete Abfälle (Asbest, KMF, PAK, Blei, Chrom): getrennte, staubdichte Verpackung, Abtransport in Container
Analytik und Nachweise:
- 5 Proben Abbruchmaterial nach LAGA PN 98 / DepV
- 5 Proben Bauschutt nach EBV (RC-Klassen)
- 30 Proben Bodenmaterial nach EBV (BM/BG-Klassen)
- Probenahme, Analytik, Einstufung gemäß Deponie- und Ersatzbaustoffverordnung
- Führen der Abfallbegleit-, Übernahme- und Entsorgungsscheine, Registerführung, Nachweispflicht gemäß NachwV
Baustelleneinrichtung und Logistik
Allgemeine Baustelleneinrichtung:
- 400 lfdm Bauzaun H = 2 m mit wetterfester Beleuchtung
- 1 Sanitärcontainer 20 Fuß mit Duschmöglichkeit, Vorhaltung 35 Wochen
- Baustellenverkehrsfläche: ca. 100–225 m² Schotter
- Baustrom, Trinkwasser (mit Druckerhöhungsanlage), Abwasserableitung
- Tore, Treppenaufgänge, Bautreppen, F90-Trennwände, T30-Türen
Verkehrssicherung:
- Verkehrszeichenplan, Beantragung verkehrsrechtlicher Anordnungen
- Bergstr. (Gehweg mit Zufahrt): ca. 120 Wochen
- Rollwagstr. (Gehweg mit Zufahrten): ca. 100 Wochen
- Rollwagstr. 10/14 Abbruch: je ca. 2 Wochen
- Rollwagstr. 14 Verbauarbeiten: ca. 4 Wochen
- Halbseitige Sperrung, RSA-Verkehrssicherung, Einweiser/Warnposten, Brandwachen
Logistik und Geräte:
- Tieflader/Sattelschlepper, Bergstr. ist Einbahnstraße (enge Radien, Schleppkurven, parkende Fahrzeuge beachten)
- Großgeräte (Hydraulikbagger 35–40 t mit Anbauteilen, Minibagger bis 2 t, An-/Abtransport)
- Sprenggeschützter Abbruchbagger nach DGUV I 201-027
- Kehrmaschine, Reifenwaschanlage, Staubbekämpfungsmaßnahmen (13.560 m³ BRI)
- F90-Trennwände, T30-Türen, Tageswasserableitung, Absetzcontainer (~12 m³), Seitenschutz DIN 4420-1, Böschungsschutz Abdeckplanen (780 m²)
Sonstige Pflichten (ohne gesonderte Vergütung):
- Sicherungen, Reinigung, Container, Verpackungs-/Transportaufwand, zusätzliche Analytik, Arbeits-/Aufstellflächen, Brandwachen, Abstimmungen, Teilnahme am Datenaustausch über PTS/PlanTeamServer
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen
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Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen
Fachliche Eignung (Fachkunde)
Zwingend nachzuweisende Qualifikationen:
- Fachbauleiter Abbruch mit Qualifikation nach § 42 Abs. 1 LBO i.V.m. § 45 LBO Baden-Württemberg – ständige Anwesenheit auf der Baustelle, deutschsprachig, entscheidungsbefugt
- Aufsichtsführende Person nach TRGS 519 für die Asbestsanierung
- Zulassung als Asbestfachbetrieb mit Sachkundenachweisen
- Fachbetrieb und verantwortliche Person nach § 7 / § 19 / § 20 SprengG für die Kampfmittelerkundung und -räumung
- Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator (SiGeKo) gemäß Baustellenverordnung mit geforderter Qualifikation (RAB 30)
- Handlungsbevollmächtigter deutschsprachiger Vertreter (durchgängige Erreichbarkeit)
Technische und organisatorische Leistungsfähigkeit
Geräte und Ausrüstung:
- Industriestaubsauger nach TRGS 519 Anlage 7.1
- RLT-Anlagen (Unterdruckgeräte) nach TRGS 519 Nr. 8.2 und 14.1
- Sprenggeschützte Geräte nach DGUV I 201-027
- Fachgerechte Ausrüstung für TRGS 521 (KMF)
- Hydraulikbagger 35–40 t mit Anbauteilen, Bohrgerät (bis 80 t), Ankerbohrgerät
Organisatorische Anforderungen:
- Erstellung Gefährdungsbeurteilungen nach § 5/6 ArbSchG und § 6 GefStoffV (3 Wochen nach Beauftragung)
- Abbruchanweisung nach VDI 6210 Blatt 1 / BG Bau Baustein C301
- Kampfmittelerkundungskonzept nach DGUV I 201-027 / KMBD-Vorgaben
- Eignungs- und Abnahmeprüfung der Anker (1,5-fache Ankerkraft nach DIN EN 1537, DIN SPEC 18537, DIN EN 1997/EC7)
- Schweißarbeiten nur von Betrieben nach DIN EN 1090
- Abfallmanagement nach KrWG (Zweitabfallerzeuger, Nachweispflichtiger), Entsorgungsnachweisverfahren einschließlich eNAV
- Führen einer Abfallbilanz (wöchentlich), Bautagesberichte, Protokolle, digitales Bautagebuch
- Kapazitäten für Erfassung und Entsorgung gefährlicher Abfälle
Wirtschaftliche und finanzielle Eignung
Auf Verlangen der Vergabestelle (VHB 124) einzureichen:
- Gewerbeanmeldung
- Handelsregisterauszug
- Eintragung in der Handwerksrolle (Handwerkskarte) bzw. IHK-Eintragung
- Unbedenklichkeitsbescheinigung der tariflichen Sozialkasse (soweit beitragspflichtig)
- Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts / Bescheinigung in Steuersachen
- Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG
- Qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft (mit Angabe der Lohnsummen)
- Insolvenzplan (falls vorhanden, auf Verlangen)
- Umsatz der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre für vergleichbare Bauleistungen (inkl. ARGE-Anteile)
- Auskunft aus dem Gewerbezentralregister (§ 150a GewO) – wird bei Auftragswert ≥ 30.000 € (ohne USt.) vom Auftraggeber eingeholt
Mindestumsatz und weitere Anforderungen sind der Vergabebekanntmachung zu entnehmen (in den vorliegenden Auszügen nicht beziffert).
Zuverlässigkeit und Ausschlussgründe
Keine Ausschlussgründe gemäß § 6e EU VOB/A bzw. §§ 123–125 GWB:
- Kein Insolvenzverfahren eingeleitet/eröffnet, kein Antrag mangels Masse abgelehnt, nicht in Liquidation
- Keine schwere Verfehlung: keine Verurteilung in den letzten 2 Jahren (Freiheitsstrafe > 3 Monate / Geldstrafe > 90 Tagessätze / Geldbuße > 2.500 €); ggf. Selbstreinigungsmaßnahmen
- Ordnungsgemäße Erfüllung der Verpflichtungen zu Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen
- Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft
- Zuverlässigkeitsüberprüfung des Personals: Nur Personal mit abgeschlossener Zuverlässigkeitsüberprüfung und ohne negative Anhaltspunkte darf eingesetzt werden. Einwilligungserklärung mit Ausweiskopie oder gültige Überprüfungsbestätigung des Landeskriminalamtes – spätestens 4 Wochen vor Ausführungsbeginn
Nachunternehmer und Eignungsleihe
Pflichten bei Bietergemeinschaften (VHB 234):
- Erklärung aller Mitglieder in Textform (ARGE, Bevollmächtigter, gesamtschuldnerische Haftung)
Pflichten bei Kapazitäten anderer Unternehmen (VHB 235, ggf. VHB 236):
- Verzeichnis der Teilleistungen, für die andere Unternehmen eingesetzt werden
- Verpflichtungserklärung: andere Unternehmen stellen Kapazitäten bereit und haften gemeinsam mit dem Bieter
- Auf Verlangen: Kalkulationsangaben der Nachunternehmer, Eignungsnachweise der Subunternehmer, ggf. Präqualifikation oder EEE
Vergleichbare Bauleistungen in den letzten 5 Kalenderjahren – Rückbau/Abbruch von Gebäuden, Schadstoffsanierung (Asbest, KMF, PAK) und Erdarbeiten/Verbau
Pro Referenz sind anzugeben: Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang inkl. Mengen, durchschnittliche Arbeitnehmerzahl, technische/gerätespezifische Anforderungen, Baumaßnahmentyp, vertragliche Bindung, ggf. koordinierte Gewerke, Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung. Werden erst auf Verlangen der Vergabestelle eingereicht, wenn das Angebot in die engere Wahl kommt.
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
Details
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
Median rund 6 Angebote.
Unternehmen, die ähnliche Ausschreibungen gewonnen haben
Aus vergleichbaren bereits vergebenen Vergaben (KI-Ähnlichkeit)
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Unternehmen, die ähnliche Ausschreibungen gewonnen haben
Aus vergleichbaren bereits vergebenen Vergaben (KI-Ähnlichkeit)
Checkliste zur Angebotsabgabe
Konkrete Schritte laut Vergabeunterlagen
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Checkliste zur Angebotsabgabe
Konkrete Schritte laut Vergabeunterlagen
- Angebotsschreiben (VHB 213) ausfüllen und unterschreibenPflichtHauptangebot mit allen Preisen; mehrere Hauptangebote sind zugelassen, müssen aber jeweils für sich zuschlagsfähig sein. Nebenangebote sind NICHT zugelassen.
- Leistungsverzeichnis mit Preisen ausfüllenPflichtPreise in EUR mit max. 3 Nachkommastellen, ohne Umsatzsteuer; keine Mischkalkulationen.
- Lohngleitklausel VHB 224 – Berechnung des ÄnderungssatzesPflichtPflichtformular; für Abschnitte 2 und 3 gilt eine Preisgleitklausel.
- Stoffpreisgleitklausel VHB 225aPflichtPflichtformular.
- Erklärung zu ILO-Kernarbeitsnormen (VHB 963)PflichtStandardformular VHB-Bund.
- Erklärung zur Verwendung von Holzprodukten (VHB 248)PflichtStandardformular VHB-Bund.
- Anschreiben Bieter-/Arbeitsgemeinschaft (VHB 234) – falls zutreffendoptionalNur bei Bietergemeinschaften erforderlich; gesamtschuldnerische Haftung, bevollmächtigter Vertreter.
- Verzeichnis der Leistungen/Kapazitäten anderer Unternehmen (VHB 235)PflichtAuf jeden Fall ausfüllen – auch wenn keine Nachunternehmer eingesetzt werden (dann 'entfällt' vermerken).
- Eigenerklärung zur Eignung (VHB 124) ausfüllen und abgebenPflichtAngaben zu Insolvenz, Steuern, Sozialabgaben, Berufsgenossenschaft, durchschnittlicher Beschäftigtenzahl, Umsatz der letzten 3 Jahre. Alternativ: Präqualifikationsnachweis (PQ-Verzeichnis) oder Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE).
- 3 vergleichbare Referenznachweise bereithalten (Rückbau/Schadstoffsanierung/Erdarbeiten)PflichtWerden nur auf Verlangen der Vergabestelle eingereicht, wenn das Angebot in die engere Wahl kommt. Pro Referenz: Ansprechpartner, Art, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang mit Mengen, durchschnittliche Arbeitnehmerzahl, Bestätigung des Auftraggebers.
- KMU-Status-Erklärung abgeben (falls zutreffend)optionalWenn < 250 Beschäftigte und ≤ 50 Mio. EUR Jahresumsatz – gehört zu den Anlagen ohne Vertragsbestandteil.
- Bei Unteraufträgen/Eignungsleihe: Verpflichtungserklärung (VHB 236) einholenPflichtAndere Unternehmen verpflichten sich, im Auftragsfall Kapazitäten bereitzustellen und mit zu haften. Auf Verlangen vorzulegen.
- Bei Werkstatt für Behinderte: entsprechenden Nachweis beifügenoptionalFührt zu 15 % Bonus bei der Wertungssumme und Vorrang bei gleicher Wirtschaftlichkeit.
- Zuschlagskalkulation VHB 221 oder 222 ausfüllenPflichtAnlage zum Angebot, gehört nicht zum Vertragsbestandteil. Auf Verlangen: Aufgliederung der Einheitspreise (VHB 223) und Kalkulationsangaben der Nachunternehmer.
- Bei Abfallentsorgungspositionen: Preis in Dienstleistungs- und Deponie-/Verwertungskosten aufschlüsselnPflichtSumme beider Beträge muss dem angebotenen Einheitspreis entsprechen.
- Einwilligungserklärung zur Datenverarbeitung im Vergabeverfahren unterschreibenPflichtGehört zu den Besonderen Vertragsbedingungen (VHB 214).
- Einwilligungserklärung für Zuverlässigkeitsüberprüfung vorbereitenPflichtFür jeden auf der Baustelle Tätigen: ausgefüllte und unterschriebene Erklärung mit Ausweiskopie ODER gültige Überprüfungsbestätigung des Landeskriminalamtes. Spätestens 4 Wochen vor Ausführungsbeginn vorzulegen.
- Baufristenplan (Bauablaufplan) digital über PlanTeam-Server (PTS) einreichenPflichtErstversion 15 Werktage nach Auftragserteilung, getrennt nach Bauabschnitten und Arbeitsabschnitten.
- Gefährdungsbeurteilung nach § 5/6 ArbSchG und § 6 GefStoffV vorlegenPflichtSpätestens 3 Wochen nach Beauftragung.
- Abbruchanweisung nach VDI 6210 Blatt 1 / BG Bau Baustein C301 erstellenPflichtSpätestens 3 Wochen nach Beauftragung.
- Kampfmittelerkundungskonzept durch Fachbetrieb nach § 7 SprengG vorlegenPflichtSpätestens 3 Wochen nach Beauftragung; mit Gefährdungsabschätzung, Räumkonzept, A&S-Plan und Anzeige bei den zuständigen Behörden.
- Qualifikationsnachweise Bauleitung/Aufsicht TRGS 519 einreichenPflichtNachweis Fachbauleiter Abbruch nach LBO BW, Aufsichtsführender nach TRGS 519.
- Personalliste mit Ausweisnummer vorlegenPflichtSpätestens 1 Woche nach SiGeKo-Ersteinweisung.
- Unterweisungs-Unterschriftenblatt vorlegenPflichtSpätestens 1 Woche nach SiGeKo-Ersteinweisung.
- Entsorgungs-/Sammelentsorgungsnachweise inkl. Annahmeerklärungen einreichenPflichtVor Beginn der Schadstoffsanierung.
- Anmeldung Schadstoffsanierung bei Behörde/BG vornehmenPflichtVor Beginn der Sanierung.
- Fachbauleiterbestellung und Fachunternehmererklärung beim Baurechtsamt Heilbronn abgebenPflichtVor Ausführungsbeginn.
- Sicherheitsverantwortlichen auf der Baustelle benennenPflichtSpätestens 2 Wochen vor Ausführungsbeginn.
- Entsorgungseinrichtungen mit Ansprechpartner/Telefon benennenPflichtVom Auftraggeber freizugeben.
- Verkehrszeichenplan und verkehrsrechtliche Anordnung beantragenPflichtErforderlich für die Verkehrssicherung.
- Abwassereinleitgenehmigung vom Kanalnetzbetreiber einholenPflichtVor Beginn der Wasserhaltung/Einleitung.
- Handlungsbevollmächtigten deutschsprachigen Vertreter benennenPflichtMit Kontaktdaten.
- Bautagesberichte täglich führen, wöchentlich vorlegenPflicht
- Positionsbezogene Abfallbilanz wöchentlich vorlegenPflicht
- Unterdruckmessungen in Sanierungsbereichen täglich dokumentierenPflicht
- Protokolle der wöchentlichen Baubesprechungen erstellenPflicht
- Anzeige lärmintensiver/staubintensiver/erschütterungsintensiver Arbeiten fristgerechtPflichtLärmintensiv: mind. 1 Woche vorher; Schadstoffsanierung: mind. 3 Arbeitstage; staubintensiv: 1 Woche; erschütterungsintensiv: mind. 1 Woche; Schwertransporte/Kran: 14 Tage vorher.
- Vollständige Dokumentation in 3-facher digitaler Form zusammenstellenPflichtInhalt: Ist-Zustand, Bauzeitenplan, Bauphasenpläne, Abschottungspläne, Gefährdungsbeurteilung, Abbruchanweisung, Kampfmittelkonzept, Nachunternehmerliste, Personalliste, Zulassung Asbestfachbetrieb, Zulassung § 7/20 SprengG, Abfallbilanz, Entsorgungsnachweise, Bautagebuch, digitale Fotodokumentation.
- Abfallbilanz aller entsorgten/verwerteten Materialien inkl. Wiegescheine vorlegenPflicht
- Nachweis über den Verbleib sämtlicher Abbruchmaterialien erbringenPflicht
- Wasseranalytik-Protokolle und Abfallanalytik-Messberichte übergebenPflicht
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