Ausschreibungen Abbruch & Rückbau

Baufeldfreimachung

Stadt Frankfurt am Main, Amt für Bau und ImmobilienPraunheimer Weg 126 60439 Frankfurt a.M., HessenFrist: (in 18 Tagen)

Zusammenfassung

Die Stadt Frankfurt am Main (Amt für Bau und Immobilien) schreibt die Baufeldfreimachung am Standort Praunheimer Weg 126 in Frankfurt-Niederursel öffentlich aus. Das Baufeld wird für den Erweiterungsneubau der Europäischen Schule Frankfurt vorbereitet.

Was gemacht werden muss:

  • Abbruch der Außenanlagen: Zäune, Pflaster, Weitsprunganlage, Sportfeld-Kunststoffbelag, Hochbeete, Sitzquader, Basketballkörbe, Mastleuchten, Spielgerätefundamente etc.
  • Gebäudeabriss: vollständiger Abbruch der ehemaligen Hausmeisterwohnung (eingeschossig) und einer Kaltlufthalle (Stahlprofilhalle mit Trapezblechdach)
  • Erdarbeiten: Aushub, Bodenaustausch, Schottertragschicht, Verdichtungsprüfungen, Bodenkontrollproben
  • Verbauarbeiten: Sicherung der Baugruben und Schächte nach DIN 4124 / DIN 18303
  • Trinkwasserumschluss: Stilllegen und Neuverlegen einer PE-100-Trinkwasserleitung inkl. Hydranten und Schiebern
  • Wasserhaltung: Baugrubenentwässerung über Pumpensumpf, Elektropumpen und Baudrainage
  • Entsorgung: fachgerechte Trennung, Beprobung und Entsorgung aller anfallenden Materialien mit lückenlosen Nachweisen

Wichtige Rahmenbedingungen:

  • Ausführungszeitraum: 13.08.2026 bis 17.10.2026 (ca. 2 Monate)
  • Arbeitszeiten: Mo–Fr 7–20 Uhr, Sa 7–18 Uhr
  • Bauzaun trennt das Schulgelände vom Baufeld, Sicherheitsdienst überwacht das Schulgelände
  • Nebenangebote sind nicht zugelassen
  • Eine losweise Vergabe erfolgt nicht (Einzelvergabe).

**Angebotsabgabe bis 07.07.2026

Original-Bekanntmachung ansehen

Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert

Noch 18 Tage bis zur Angebotsfrist
Termin / Frist
2026
JUNJULAUGSEPOKTNOV
Veröffentlichung
Angebotsfrist
Angebotsöffnung
Bindefrist
Frist Ausführungsbeginn nach Auftrag
Nachtragsangebot
Entsorgungskonzept vorlegen
Unterlagen Arbeitsschutz vorlegen
Plattendruckversuch anzeigen
Beprobung Bodenaushub anzeigen
Ausführungsbeginn
Vertragslaufzeit
Abstimmung gefahrgeneigter Arbeiten
Aufmaßvorlage
Vertragsende
Mitteilung Abnahmebereitschaft
Förmliche Abnahme ab 10.000 EUR
Förmliche Abnahme
Heute
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen

Niedrigster Preis1 Kriterium
Preis 100%Qualität 0%
  • Preis100%

    Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten.

Die Zuschlagskriterien sind vollständig dokumentiert: Es wird ausschließlich der Preis (100%) als Zuschlagskriterium angewendet.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Baustelleneinrichtung und Sicherung

Einrichten, Vorhalten und Räumen der Baustelle für die gesamte Baufeldfreimachung. Dazu gehören unter anderem:

  • Aufstellen und Vorhalten eines 2 m hohen, verzinkten Bauzauns (ca. 300 mWo), der das Baufeld vom Schulgelände trennt
  • Baumschutz mit Bauzaun (ca. 222 mWo)
  • Aufstellung und Vorhaltung einer Chemo-Toilette
  • Suchschachtungen zur Erkundung von Leitungen
  • Baustromversorgung für Rückbauzwecke über mobile Stromaggregate
  • Sicherung, Beleuchtung der Baustelle und Bereitstellung persönlicher Schutzausrüstung

Der Sicherheitsdienst für das Schulgelände wird bauseits gestellt.

Abbruch Außenanlagen und Infrastruktur

Vollständiger Rückbau der Außenanlagen und Erschließungsinfrastruktur im Baufeld. Im Wesentlichen:

  • Abbruch von Zäunen (Grundstücksgrenze Nord/West, Sportfeld, Haus Nr. 124, Hochbeete – zusammen ca. 188 m)
  • Entfernen von Holzhackschnitzeln (ca. 2.760 m²) und Oberboden (ca. 60 m², bis 35 cm)
  • Abtragen des Sandes der Weitsprunggrube (ca. 1.200 m²)
  • Abbruch von Pflasterflächen (H-Verbund ca. 45 m²), Großformat-Betonplatten (ca. 27 m), Betonplatten-Gehwegen (ca. 70 m) und Einfassung der Laufbahn (ca. 120 m²)
  • Abbruch von 4 Verkehrsinseln, 2 Basketballkörben, ca. 3.045 m² Kunststoffbelag Sportfeld, 8 Sitzquadern, 2 Hochbeeten, 1 Mastleuchte, 2 Toren der Feuerwehrzufahrt, 15 Sitzbänken
  • Abbruch von ca. 15 m³ Stahlbeton (Fundamente, Kanalschächte u.ä.)

Abbruch Kaltlufthalle und Hausmeisterwohnung

Kaltlufthalle (Stahlprofilhalle mit Satteldach):

  • Maße: trapezförmig, ca. 17,50 m breit, ca. 11,60+18,25 m lang, Traufhöhe ca. 4 m, Firsthöhe ca. 6 m
  • Komplettabbruch inkl. 10 Stahlstützen IPE 300, 20 Stahlpfetten, ca. 300 m² Trapezblechdach, Regenrinne/Zinkblech, 2 Basketballkörbe, Stahlrampe, Anprallschutz und ca. 95 m² Gitterzaun
  • Bodenplatte (Asphalt 11 cm) und Fundamente aus Stahlbeton

Hausmeisterwohnung (eingeschossig, nicht unterkellert):

  • Maße: ca. 13,4 m x 8,4 m, Höhe ca. 3,1 m, Stahlbeton-Bodenplatte 25 cm mit Frostschürze
  • Vollständiger Rückbau inkl. Dachaufbau (Kiesschüttung, Dämmung, Bitumenbahnen), Dachrinnen, Vordach, Geländer
  • Ausbau aller Fenster, Fenstertüren und Doppelfenster (13 St), Holztüren (10 St), Kunststoff- (50 m²), Parkett- (50 m²) und Laminat-Bodenbeläge (80 m²), Fliesen (20 m²) und Estrich (100 m²) sowie Wärmedämmung im Boden
  • Demontage der kompletten Elektro-, Heizungs- und Sanitärinstallation, Telekom, Rollläden

Erdarbeiten

Erdarbeiten zur Herstellung des Baufelds und der Leitungszonen:

  • Bodenabfuhr von Material der Klasse > BM-F3 DK II (Zulageposition, ca. 70 m³)
  • Liefern und Einbauen von Austauschmaterial in der Leitungszone (Auffüllkies/Sand, ca. 10 m³)
  • Auffüllboden für Baugrubenverfüllung (nichtbindig, verdichtungsfähig, kein Recyclingmaterial, ca. 220 m³)
  • Schottertragschicht 0/32 mm, Dicke 20 cm (ca. 170 m²)
  • Verdichtungsprüfungen durch Rammsondierung (DPL) und statischen Plattendruckversuch (je 5 St) auf Anordnung des AG – nur vergütet bei Erreichen der Mindestwerte
  • Bodenproben mit EBV-Untersuchung (Feststoff+Eluat) zur Deponieklassen- und TOC-Bestimmung (1 Probe je 500 m³ und je Bodenschicht) durch zugelassenes Labor, Protokolle in doppelter Ausfertigung
  • Anlieferungsanzeige 2 Arbeitstage vor Probennahme

Verbauarbeiten

Sicherung der Schacht- und Bauwerksbaugruben (Tiefe ≤ 3,50 m) sowie der Leitungsgräben:

  • Verbau inkl. Aussteifungen, Gesamtwandfläche ca. 410 m², nach Wahl des Auftragnehmers gem. DIN 18303 / DIN 4124
  • In versiegelten Flächen: Grabenverbaugeräte (Platten) i. d. R. nicht zugelassen; zugelassen sind Gleitschienen-Grabenverbaugeräte (DIN 4124, 5.1.1 f) und Dielenkammer-Geräte
  • Einstellverfahren in bestehenden Verkehrsflächen ist nicht zugelassen
  • Erschütterungswerte nach DIN 4150 Teil 3 dürfen nicht überschritten werden
  • Standsicherheit liegt in der alleinigen Verantwortung des AN; auf Verlangen des AG ist ein geprüfter statischer Nachweis beizubringen (Kosten trägt der AN)
  • Rückbau abschnittsweise im Zuge der lagenweisen Baugrubenverfüllung; vollständige Entfernung aller Verbaumaterialien aus dem Erdreich

Trinkwasserumschluss

Stilllegen und Neuverlegen der Trinkwasserleitung im Baufeld:

  • Abbruch und Entsorgung der bestehenden Trinkwasserleitung DA 63 (ca. 3 m) inkl. Restwasserabpumpung
  • Ausbau von 2 Hydranten DN 50 und 3 Schiebern DN 50 inkl. Einbaugarnituren und Straßenkappen
  • Liefern und Verlegen von Trinkwasser-Druckrohr PE 100, DA 63, SDR 11, PN 10, königsblau (Stangenware, ca. 2 m) in Sandbettung bis 30 cm über Rohrscheitel
  • Herstellen von Schweißverbindungen mit Elektroschweißmuffen DA 63 (2 St)
  • Verlegung mit Trassenwarnband ca. 0,3 m über Rohrleitung, Frostschutzmaßnahmen, Passstücke
  • Anforderungen: DVGW GW 301, GW 330, GW 335 A2, GW 4; DVS 2207-1, 2212-1, 2208-1; DIN 8074/75, DIN EN 12201, DIN 16963; Schweiß-Barcode und Traceability-Code gem. ISO 12176-4; Fachbetriebszulassung nach WHG § 19l

Wasserhaltung

Maßnahmen zur Trockenhaltung der Baugrube:

  • Herstellen eines Pumpensumpfes
  • Aufstellen und Betreiben einer elektrischen Pumpenanlage
  • Baudrainage (ggf. inkl. Schutzvlies) zur Fassung und Ableitung von Grund- und Schichtenwasser
  • Aufrechterhaltung der Wasserhaltung über die gesamte Bauzeit der Verbau- und Leitungsarbeiten

Entsorgung, Qualitätssicherung und Dokumentation

  • Vorlage eines Entsorgungskonzepts inkl. Berechtigungsnachweisen der Verwertungs- und Entsorgungsträger (14 Werktage vor Arbeitsbeginn)
  • Ordnungsgemäße Trennung, Beprobung und Entsorgung aller anfallenden Materialien gemäß KrWG, EBV, DepV und Abfallverzeichnis-Verordnung (z. B. AVV 17 05 03* für gefährlichen Bodenaushub)
  • Lückenlose Entsorgungsnachweise (Baustelle, KFZ-Kennzeichen, Datum/Uhrzeit, Materialart, Entsorgungsklasse, Tonnage, Kosten, Unterschriften)
  • Qualitätssicherungsnachweis DIN EN ISO 9001 für Formteilhersteller (Trinkwasser)
  • Schweißparameteraufzeichnung und Abnahmeprüfzeugnisse DIN EN 10204 (Trinkwasser)
  • Arbeitsschutz: Gefährdungsbeurteilung, Abbruchanweisung, Gefährdungsanalyse (SiGe-Koordinator), Betriebsanweisung mit dokumentierter Mitarbeiterunterweisung, Benennung Bauleiter, Sicherheitsfachkraft, Ersthelfer

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Formelle Eignung (Pflichtangaben mit dem Angebot)

  • Eigenerklärung zur Eignung (VHB 124) – wird mit dem Angebot eingereicht
  • Sicherheitsauskunft und Verpflichtungserklärung (VHB 125) – wird mit dem Angebot eingereicht
  • Verzeichnis der Nachunternehmerleistungen (VHB 233) – Namen der NU bereits bei Angebotsabgabe, inkl. Art und Umfang der Teilleistungen
  • Erklärung Bieter-/Arbeitsgemeinschaft (VHB 234) – nur bei Bietergemeinschaften
  • Gültige Bescheinigung der zuständigen Sozialkasse/Krankenkasse (nicht älter als 3 Monate) oder ersatzweise Eigenerklärung (bei nicht im Inland ansässigen Bietern)
  • Verpflichtungserklärung zu Tariftreue und Mindestentgelt nach HVTG (wird Vertragsbestandteil)
  • Angebotsabgabe in deutscher Sprache, auf vorgegebenen Vordrucken, dokumentenecht, frist- und formgerecht, Preise in EUR mit max. 3 Nachkommastellen, ohne USt (USt am Schluss hinzufügen)
  • Keine Nebenangebote, keine mehreren Hauptangebote, keine Mischkalkulationen
  • Präqualifikation: Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. möglich (erspart Eigenerklärung) oder Eigenerklärung zur Eignung mit dem Angebot

Ausschlussgründe und Zuverlässigkeit

  • Keine zwingenden Ausschlussgründe (z. B. rechtskräftige Verurteilungen)
  • Keine fakultativen Ausschlussgründe (z. B. schwere Verfehlungen, Wettbewerbsverstöße)
  • Keine Berufsverbote, Gewerbeuntersagungen oder vergleichbare Maßnahmen
  • Kein laufendes oder eröffnetes Insolvenzverfahren, keine Liquidation
  • Ordnungsgemäße Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen
  • Mitgliedschaft in der zuständigen Berufsgenossenschaft (soweit pflichtig)
  • Eintragung im Handelsregister oder Handwerksrolle (soweit pflichtig)
  • Auskunft Gewerbezentralregister wird ab Auftragssumme ≥ 30.000 € angefordert

Fachliche und wirtschaftliche Eignung

  • 3 Referenzen über vergleichbare Leistungen (Abbruch, Erdarbeiten, Verbau, Wasserhaltung, Trinkwasserumschluss) in den letzten 5 Kalenderjahren (Formblatt VHB 444, auf Verlangen vorzulegen)
  • Nachweis über verfügbare Arbeitskräfte (personelle Leistungsfähigkeit)
  • Jahresdurchschnittliche Beschäftigtenzahl der letzten 3 Jahre
  • Umsatz der letzten 3 Jahre mit vergleichbaren Bauleistungen (inkl. Gemeinschaftsleistungen)
  • Auf Verlangen: Bestätigung Wirtschaftsprüfer/Steuerberater oder testierte Jahresabschlüsse, Arbeitskräfte-Aufstellung nach Lohngruppen, Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Handwerksrollen-/IHK-Eintrag, Unbedenklichkeitsbescheinigungen (Sozialkasse, Steuern, Berufsgenossenschaft), Freistellungsbescheinigung § 48b EStG

Eignung von Nachunternehmern

  • Für Nachunternehmer ab 10.000 € Auftragssumme: gleichlautende Eigenerklärung vor Zustimmung des AG
  • Sicherheitsauskunft und Verpflichtungserklärung NU (VHB 126) auf Verlangen
  • Verpflichtung der NU/Verleihunternehmen zur Einräumung der Auskunfts- und Prüfungsrechte nach § 7 HVTG und zur Tariftreue/Mindestentgelt

Eignung für sicherheitssensible Anforderungen

  • Sofern einschlägig (Anlage 247 – Geheimschutz/Sabotageschutz): Vorlage eines gültigen Sicherheitsbescheids (mindestens VS-VERTRAULICH), Nachweise über Sicherheitsüberprüfungen der eingesetzten Beschäftigten, ausreichende Anzahl an Personal mit Freigaben, Befähigung zum vorbeugenden Sabotageschutz
  • 15 % Bonus bei Eigenschaft als Werkstatt für Behinderte und wirtschaftlicher Gleichwertigkeit
Referenzprojekte
3 ReferenzenZeitraum: letzte 5 Kalenderjahre

3 Referenzen über vergleichbare Bauleistungen (Abbruch, Erdarbeiten, Verbau, Wasserhaltung, Trinkwasserumschluss)

Formblatt VHB 444 (Referenzbescheinigung); wird nur auf Verlangen der Vergabestelle nach Einziehung in die engere Wahl vorgelegt

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