Ausschreibungen Abbruch & Rückbau

Bildungscampus Weißenfels - Kloster St. Klaren - FL 003 Abbruch Garagenkomplex

BurgenlandkreisNaumburg, Sachsen-AnhaltFrist: (in 11 Tagen)

Zusammenfassung

Kurzbeschreibung

Beim Kloster Sankt Claren in Weißenfels soll ein Bildungscampus entstehen. Dafür muss im Fachlos 003 ein bestehender Garagenkomplex weichen.

Was ist zu tun?

  • Kompletter Abbruch des Garagenkomplexes (ca. 160 m³ umbauter Raum) inklusive Fundamente und Bodenplatte
  • Vorherige Schadstoffberäumung (u.a. PAK-haltige Dachdichtungen, asbesthaltige Bauteile)
  • Demontage der Haustechnik (Heizung, Sanitär, Elektro)
  • Rückbau einer Mischwasserleitung (ca. 15 m) und von Naturstein-Haufwerk (ca. 6 m³, teils mit Zwischenlagerung)
  • Fachgerechte Entsorgung aller Abbruchmaterialien inkl. Nachweisen

Verfahren: Offenes Verfahren nach VOB. Angebotsabgabe bis 30.06.2026, 10:00 Uhr (MESZ).

Original-Bekanntmachung ansehen

Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert

Noch 11 Tage bis zur Angebotsfrist
Termin / Frist
202620272028
JUNSEPDEZMÄRJUNSEPDEZMÄR
Veröffentlichung
Angebotsfrist
Angebotsöffnung
Bindefrist
Zuschlag
Vertragsabschluss
Beweissicherung vor Baubeginn
Vorlage Abbruchtechnologie/Entsorgungswege
Ausführungsbeginn
Vertragslaufzeit
Vertragsende
Beweissicherung nach Bauende
Abgabe Abfallnachweisbuch
Heute
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Vorbereitende Arbeiten & Baustelleneinrichtung

  • Baustelleneinrichtung aufbauen, vorhalten und täglich reinigen (Besenrein)
  • Abfallerzeugernummer bei der Unteren Abfallbehörde des Burgenlandkreises beantragen
  • Schachtscheine und Medienauskünfte einholen (alle Kosten/Gebühren trägt der Auftragnehmer)
  • Abbruchanweisung/Technologie und Entsorgungswege ausarbeiten: Arbeitsablauf, eingesetzte Geräte, Sicherheitsabstände, Gefahrenbereiche, Verkehrs- und Fluchtwege → Abgabe 10 Werktage nach Vertragsabschluss, 3-fach analog + 1-fach digital
  • Beweissicherung an Zuwegungen, Verkehrswegen, Nachbargrundstücken, Kanälen, Grenzsteinen → vor Baubeginn und nach Bauende
  • Verkehrsrechtliche Anordnung und Sondernutzungserlaubnis einholen (inkl. Verkehrszeichenplänen, Pressemitteilungen)
  • Baustelleneinrichtungsplan mit der Bauüberwachung abstimmen
  • Feinterminplan mit Kapazitätsuntersetzung nach Auftragserteilung erstellen
  • Gefährdungs- und Belastungsanalyse erstellen und dem SiGeKo vorlegen

Schutz- und Sicherungsmaßnahmen

  • Bauzaun (2,00 m hoch, Stahlmatten, Maschenweite ca. 100/350 mm) über die gesamte Bauzeit – ca. 50 m
  • Staubschutzmaßnahmen (C-Schläuche, Befeuchtung, Containerabdeckung)
  • Schutz von Bauteilen in Flächen (Kanaldeckel, Schächte) mit Stahlplatten (>20 mm) – 3 Stück
  • Schutz befestigter Flächen und Zwischenlagerflächen mit Geotextil GRK 4 + 50 cm Kiessand – ca. 10 m²

Gebäudeabbruch & Schadstoffsanierung

  • Komplett-Entkernung des Garagenkomplexes (ca. 160 m³ umbauter Raum) mit Trennung der Abfälle nach Abfallschlüsseln
  • Komplettabbruch des Gebäudes inkl. Eingangsbereich bis Unterkante Fundamente und Bodenplatte
  • Selektiver Abbruch in 5 Stufen: Baustelleneinrichtung → Schadstoffentsorgung → selektiver Abbruch → Abtransport → Aufbereitung
  • Vorsortierung und Separierung in Fraktionen: Beton, Ziegel, Porenbeton, Estrich, Dachpappe, Mineralwolle, Stahl etc.
  • Verfüllung der Baugrube
  • Abbruch der angrenzenden Mauer mit Betonelementen inkl. Fundamente
  • Gefahrstoffsanierung:
  • PAK-haltige Dichtungsbahnen (Dach, ca. 53,35 m², 3-lagig) – separater Ausbau
  • Asbesthaltige Bauteile (Abfallschlüssel 17 06 05*)

Demontage Haustechnik (TGA/ELT)

  • Abstellen vorhandener Gas- und Wasserleitungen – 2 Stück
  • Demontage Rohrleitungen DN 10–25 (35 m) und DN 32–50 (20 m)
  • Demontage Heizkörper (3 St), Thermen (2 St), Pufferspeicher (1 St), Regelgruppen (2 St), Rohrleitungsdämmung (30 m)
  • Freischalten der Elektroanlage (2 St), Demontage Niederspannungsverteilungen (2 St), Installationen (25 St), Beleuchtungsanlagen (15 St), Kabeltrassen (50 m), Kabel und Leitungen (90 m)
  • Bereitstellung Container für Baumischabfall und Dämm-/Sonderabfall (je 10 m³)

Entsorgung (mit Nachweisen)

Das Abbruchgut geht in das Eigentum des Auftragnehmers über und ist fachgerecht zu entsorgen. Entsorgungsnachweise (mit Abfallschlüsseln/AVV) sind mit der Rechnung vorzulegen.

Vorgesehene Abfallfraktionen (Beispiele):

  • 17 01 01 Beton – ca. 10,3 t (bis Z 2 / DK 1)
  • 17 01 02 Ziegel – ca. 25,95 t (bis Z 1.2)
  • 17 03 02 Bitumengemische/Dachpappen – ca. 2,88 t
  • 17 03 03* Kohlenteer/teerhaltige Produkte (gefährlich) – ca. 2,88 t
  • 17 04 05 Eisen und Stahl – ca. 5,0 t
  • 17 09 04 Gemischte Bau- und Abbruchabfälle – ca. 5,0 t
  • 20 01 21* Leuchtstoffröhren/quecksilberhaltige Abfälle – 2 Stück
  • 20 03 01 Gemischte Siedlungsabfälle – ca. 3,0 t
  • 20 03 07 Sperrmüll – ca. 5,0 t
  • 17 04 07 Gemischte Metalle – ca. 0,5 t

Zusätzlich: Abfallregister für nicht gefährliche Abfälle, Abfallnachweisbuch nach Kreislaufwirtschaftsgesetz, elektronische Nachweisführung für gefährliche Abfälle, Wiege- und Begleitscheine.

Rückbau Außenbereich

  • Abbruch Naturstein-Haufwerk im Innenhof Saalstraße – ca. 6 m³
  • Mehrpreis: Sichern und zwischenlagern wiederverwendbares Natursteinmauerwerk (Transport bis ca. 500 m zum Goethegymnasium) – ca. 4 m³
  • Rückbau Mischwasserleitung DN ≤ 200 (Abfallschlüssel 17 02 03) – 15 lfdm
  • PP-Muffenstopfen DN 200 (Zulage) – 1 Stück
  • Trasse einmessen und in Lagepläne einzeichnen – 1 Stück
  • Markierungspunkt anbringen und dokumentieren – 1 Stück

Dokumentation & Abrechnung

  • Fachbauleiter schriftlich benennen (spätestens zur Anlaufberatung)
  • Bautagebuch täglich führen: Arbeitskräftezahl, geleistete Arbeit, Maschineneinsatz, Wetter, besondere Vorkommnisse
  • Dokumentation zur Abnahme: Fachunternehmererklärung, Zertifikate, Prüfprotokolle, Revisionszeichnungen – 1-fach Papier + 1-fach digital
  • Schlussrechnung kumulativ, mit bestätigtem Aufmaß; 1× elektronisch an den Auftraggeber, 1× Papier-Original mit Aufmaß an das bauüberwachende Büro

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Gewerberechtliche Befugnis

Nachweis durch einen der folgenden Dokumente:

  • Handelsregisterauszug
  • Gewerbeanmeldung
  • Handwerkskarte
  • IHK-Eintragung

Ausländische Bewerber: gleichwertige Bescheinigungen des Herkunftslandes mit deutscher Übersetzung.

Haftpflichtversicherung

Gültiger Nachweis einer Berufs-/Betriebshaftpflichtversicherung mit Angaben zu Personen-, Sach- und Vermögensschäden. Die Versicherung muss zum Zeitpunkt der Angebotsöffnung bestehen, andernfalls ist eine entsprechende Bestätigung vorzulegen.

Finanzielle und rechtliche Zuverlässigkeit

  • Erklärung, dass kein Insolvenzverfahren eröffnet oder beantragt ist; falls zutreffend, ist ein rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan vorzulegen
  • Ab einer Auftragssumme von 30.000 € wird für den erfolgreichen Bieter ein Auszug aus dem Wettbewerbsregister (gem. Wettbewerbsregistergesetz) eingeholt

Fachliche Eignung & Referenzen

  • Eigenerklärung zur Eignung über Formblatt 124-BLK (alternativ: Präqualifizierungs-Zertifikat PQ-VOB/ULV)
  • Mindestens 3 Referenznachweise über vergleichbare Leistungen aus den letzten 5 Kalenderjahren, mit:
  • Ansprechpartner und Kontaktdaten
  • Art der ausgeführten Leistung
  • Auftragssumme
  • Ausführungszeitraum
  • Rolle des Bieters (Hauptauftragnehmer, ARGE-Partner, Nachunternehmer)
  • Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung

Leistungsfähigkeit (Personal)

Erklärung, dass die für die Ausführung erforderlichen Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. Auf Verlangen: zahlenmäßiger Nachweis der jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte der letzten 3 abgeschlossenen Kalenderjahre, gegliedert nach Lohngruppen mit separat ausgewiesenem Leitungspersonal.

Steuern, Abgaben & Sozialversicherung (auf Verlangen)

  • Unbedenklichkeitsbescheinigung der tariflichen Sozialkasse (falls beitragspflichtig)
  • Unbedenklichkeitsbescheinigung mindestens einer Krankenkasse
  • Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts (Bescheinigung in Steuersachen)
  • Freistellungsbescheinigung § 48b EStG oder entsprechende Erklärung
  • Qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft mit Lohnsummen-Angabe

Ausschlussgründe

  • Keine Ausschlussgründe gem. § 6e EU VOB/A
  • Keine Verurteilung wegen wettbewerbsbeschränkender Absprachen
  • Ggf. Nachweis von Selbstreinigungsmaßnahmen

Bietergemeinschaften & Nachunternehmer

  • Bei Bietergemeinschaften: jedes Mitglied muss die geforderten Eignungsnachweise erbringen (Formblatt 234)
  • Bei Nachunternehmer-Einsatz: Verzeichnis der Nachunternehmerleistungen (Formblatt 233); auf Verlangen Eigenerklärung zur Eignung auch für Nachunternehmer (Formblatt 124-BLK oder PQ-Nummer)
Referenzprojekte
mindestens 3 ReferenzenZeitraum: letzte 5 Kalenderjahre

Vergleichbare Abbruch- und Rückbauleistungen, idealerweise mit Schadstoffsanierung und Entsorgung

Ansprechpartner mit Kontaktdaten, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer). Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung.

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben

1–3Angebote erwartet
Geringe Konkurrenz

Median rund 2 Angebote.

Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 47%4–10 · 34%11+ · 19%

Unternehmen, die ähnliche Ausschreibungen gewonnen haben

Aus vergleichbaren bereits vergebenen Vergaben (KI-Ähnlichkeit)

Checkliste zur Angebotsabgabe

Konkrete Schritte laut Vergabeunterlagen

Angebotsformulare (VHB-Formblätter)5
  • Formblatt 213 – Angebotsschreiben ausfüllenPflicht
    Vollständig ausfüllen und abgeben
  • Formblatt 124-BLK – Eigenerklärung zur EignungPflicht
    Alternativ: Präqualifizierungs-Zertifikat (PQ-VOB/ULV) beilegen
  • Formblatt 221 oder 222 – Angaben zur PreisermittlungPflicht
    Bei mehreren Hauptangeboten für jedes Angebot
  • Formblatt 233 – Verzeichnis der Nachunternehmerleistungenoptional
    Nur wenn Teile der Leistung an Nachunternehmer vergeben werden
  • Formblatt 234 – Erklärung Bieter-/Arbeitsgemeinschaftoptional
    Nur bei Abgabe durch eine Bietergemeinschaft
Preisblätter & Leistungsverzeichnis2
  • Leistungsverzeichnis (LV) mit eingetragenen Angebotspreisen als PDFPflicht
    Zwingend als PDF – bei Fehlen erfolgt sofortiger Ausschluss, keine Nachforderung
  • Leistungsverzeichnis zusätzlich als GAEB-DA84-Dateioptional
    Beschleunigt die rechnerische Prüfung, ersetzt aber nicht das PDF
Eignungsnachweise (Pflicht mit Angebot)3
  • Handelsregisterauszug oder Gewerbeanmeldung oder Handwerkskarte/IHK-EintragungPflicht
    Nachweis der gewerberechtlichen Befugnis
  • Nachweis Berufs-/Betriebshaftpflichtversicherung (Personen-, Sach-, Vermögensschäden)Pflicht
    Gültig zum Zeitpunkt der Angebotsöffnung
  • Rechtskräftig bestätigter Insolvenzplanoptional
    Nur falls ein Insolvenzverfahren betroffen ist
Auf gesondertes Verlangen vorzulegen10
  • Mindestens 3 Referenznachweise (letzte 5 Kalenderjahre)optional
    Mit Ansprechpartner, Leistungsart, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, eigener Rolle
  • Formblatt 223 – Aufgliederung der Einheitspreiseoptional
  • Erklärung zur Zahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte (letzte 3 Jahre, nach Lohngruppen)optional
  • Unbedenklichkeitsbescheinigung der tariflichen Sozialkasseoptional
    Falls beitragspflichtig
  • Unbedenklichkeitsbescheinigung einer Krankenkasseoptional
  • Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts (Steuersachen)optional
  • Freistellungsbescheinigung § 48b EStG oder Erklärung dazuoptional
  • Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft (mit Lohnsummen-Angabe)optional
  • Urkalkulationoptional
    Wird für Preisprüfung geöffnet, danach wieder verschlossen
  • Produktdatenblätter benannter Fabrikateoptional
Unterschrift & Formales1
  • Angebot unterschreiben bzw. elektronisch signierenPflicht
    Fehlende Signatur führt zum Ausschluss

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