Ausschreibungen Abbruch & Rückbau

BLB NRW DU/ Oberhausen/Friedensplatz Oberhausen/ Schadstoffsanierung/ 020-26-00156

Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW Duisburg | Vergabesatellit BLB NRW | Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW - Justiziariat | Vergabekammer Rheinland, c/o Bezirksregierung Köln· | Vergabesatelit BLB NRWOberhausen, Nordrhein-WestfalenFrist: (in 30 Tagen)

Zusammenfassung

Offenes Verfahren (EU-weit) des Bau- und Liegenschaftsbetriebs NRW (NL Duisburg) für Schadstoffsanierungsarbeiten am ehemaligen Polizeipräsidium in Oberhausen.

Umfasst die fachgerechte Sanierung und Entkernung von Asbest, KMF, PAK, PCB, HBCD und schwermetallhaltigen Materialien im Hauptgebäude (Denkmal, ca. 11.290 m² BGF), Werkstattgebäude, Fahrdienstwache und Waschhalle – inklusive Demontage der technischen Gebäudeausstattung und ordnungsgemäßer Entsorgung. Ausführungsbeginn Herbst 2026, Dauer ca. 101 Werktage.

Original-Bekanntmachung ansehen

Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert

Noch 30 Tage bis zur Angebotsfrist
Termin / Frist
20262027
MAIJUNJULAUGSEPOKTNOVDEZJANFEBMÄR
Veröffentlichung
Bieterfragen-Frist
Angebotsfrist
Angebotsöffnung
Bindefrist
Zuschlag
Vertragsabschluss
Ausführungsbeginn
Vertragslaufzeit
Vorlage Revisionsunterlagen
Übergabe Dokumentenordner
Heute
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen

Niedrigster Preis1 Kriterium
Preis 100%Qualität 0%
  • Preis100%

    Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten.

Vollständig: Es ist explizit nur das Zuschlagskriterium Preis (100 %) angegeben; weitere Zuschlagskriterien gemäß Formblatt Zuschlagskriterien sind nicht angekreuzt.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Baustelleneinrichtung, Schutzmaßnahmen und Dokumentation

Einrichtung und Vorhaltung der Baustelle über die gesamte Bauzeit:

  • Bauzaun (15 m Länge, 2 m hoch), Baustromverteiler (63 A, 230/400 VAC), Bauwasser- und Bauabwasseranschluss (DN75)
  • Bauaufzug (Förderhöhe 16 m, Traglast 500 kg), Hubsteiger, Scherenbühnen, Leitern
  • Verkehrsflächen regelmäßig reinigen (wöchentlich, 18 Wochen)
  • Arbeitsgerüste (Traglast 1,5 kN/m², Höhe 3 m)

Schleusen und Unterdruckhaltung:

  • 4-Kammer-Personenschleusen, 2-Kammer-Materialschleusen und Personenschleusen gem. TRGS 524
  • Unterdruckhaltegeräte in den Sanierungsbereichen

Dokumentationspflichten:

  • Bautagebücher, Entsorgungsnachweise, Messprotokolle
  • Fotodokumentation der Bereiche vorher/nachher
  • Gefährdungsbeurteilungen gem. TRGS 400 und GefStoffV
  • Betriebsanweisungen für alle Sanierungsbereiche
  • Schriftliche Unterweisung der Beschäftigten (mit Unterschriften)
  • Beweissicherung angrenzender Verkehrsflächen vor Baubeginn
  • Mitteilung des Sanierungsbeginns Asbest an die zuständige Behörde mindestens 1 Woche vorher (TRGS 519)
  • Nachweis arbeitsmedizinischer Vorsorge (G 26.2, G 1.2, G 40) je Mitarbeiter

Beräumung, Entrümpelung und Schutz denkmalgeschützter Bauteile

Beräumung und Entrümpelung aller Gebäude von beweglichen Gegenständen, Separierung von Feuerlöschern (50 Stück) und Putzmittelgebinden.

Schutz denkmalgeschützter Bauteile (insb. Hauptgebäude):

  • Schutz historischer Bodenflächen (Solnhofer-Platten, Fliesen, Dielen)
  • Zerstörungsfreier Ausbau von Holzfußleisten (330 m) und Türblättern (69 Stück)
  • Abkleben von Türrahmen, Wandreliefs, Rillenornament, Wandvertäfelungen und Fenstereinfassungen
  • Staubschutz an Fenstern

Schadstoffsanierung – Asbest, KMF, PAK, PCB, HBCD, Schwermetalle

Asbest (TRGS 519):

  • Wandputze (ca. 2.850 m²), Deckenputze (ca. 350 m²), Bodenbeläge (ca. 200 m²)
  • Schindeln Attika (10 m²), Revisionsklappen (6 Stk.), Brandschutzklappen (9 Stk., Hersteller Trox PA-X 100)
  • Rippenheizkörper mit asbesthaltigen Flachdichtungen (ca. 355 Stk.)
  • Dichtungen an Leitungsflanschen (ca. 300 Stk.), Dehnungsfugen (ca. 100 m)
  • Brandschutztüren (20 Stk.), Kleinteile wie Bakelitschalter, Sicherungen, Pappen (ca. 500 Stk.)

KMF – Künstliche Mineralfasern (TRGS 521):

  • Dachbodendämmung oberhalb Schlackeschüttung (ca. 800 m²)
  • Dachinnendämmung (ca. 3.200 m², Dicke < 25 cm)
  • Abhangdecken (ca. 450 m², Dicke < 2 cm)
  • Leichtbauwand-Innendämmung (ca. 300 m², Dicke 250 mm)
  • Dämmung an Medienleitungen (ca. 2.000 m) und TGA-Einbauten (10 Stk.)
  • Stopfmassen in ca. 400 Wand-/Deckenöffnungen

PAK – Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (TRGS 524):

  • Gussasphalt/Vergussmassen (ca. 450 m²)
  • Teerhaltige Dachabdichtung (ca. 60 m², bis 5 cm)
  • Feuchtigkeitssperren in 13 WC-Anlagen (ca. 260 m²)
  • Dichtmassen an Hausanschlüssen Elektro (ca. 100 Wanddurchführungen)
  • Teerhaltige ELT-Einrichtungen / Bergmannrohre (ca. 750 m)
  • Schwarzanstrich erdberührender Bauteile (ca. 250 m²)

PCB (TRGS 524 / PCB-Richtlinie):

  • PCB-haltige Wandanstriche (ca. 163 m², davon 155 m² Werkstattgebäude + 8 m² Treppen-Seitenverkleidung)
  • PCB-/EOX-haltige Bodenbeschichtungen (ca. 85 m² Werkstattbereich)
  • PCB-haltige Kleinkondensatoren (ca. 300 Stk.)

HBCD-haltige Polystyrol-Dämmstoffe:

  • Separierung in ca. 150 Wand-/Deckenöffnungen
  • Rückbau WDVS an der Giebelwand (ca. 230 m²)

Schwermetallhaltige Materialien:

  • Ausbau mineralischer Schüttungen im Dachstuhl (ca. 1.250 m²)

Sonstige Schadstoffe:

  • Ausbau Leuchtstoffröhren (ca. 2.000 Stk., quecksilberhaltig) inkl. PCB-haltiger Starter-Kondensatoren

Entkernung – Ausbau nicht schadstoffhaltiger Bauteile

  • Nutzschichten / Bodenbeläge (ca. 3.800 m², davon ca. 50 % Mehrfachbeläge: PVC, Stragula, Laminat, Parkett, Fliesen, Linoleum, Teppich)
  • Fliesenbeläge außerhalb Sanitärbereiche (ca. 400 m²)
  • Trockenbauwände (ca. 400 m², 2-schalig mit KMF-Dämmung)
  • Separierung Zwischenwandelemente / Rauchschutztüren (35 Stk.)
  • Rückbau Sanitärbereiche (ca. 260 m², 13 WC-Anlagen, 40 WC-Becken, 23 Urinale, 64 Handwaschbecken, 5 Duschen, 20 bodeneingelassene WC-Einheiten)
  • Wandputze (ca. 10.450 m²), Abkastungen (ca. 200 m²), Deckenputze / Spalierdecken (ca. 400 m²), Abhangdecken (ca. 35 m²)
  • Rückbau Zwischenwände (nicht tragend, Gipskarton) gemäß Plansatz
  • Fensterelemente im Werkstattgebäude (50 Stk. inkl. 44 Kastenfenster, 5 Dachschragen, 1 Rundfenster)
  • Witterungsschutz an Fensteröffnungen (50 Stk., ca. 180 m²)

Rückbau und Demontage der technischen Gebäudeausrüstung (TGA)

Sanitärtechnik:

  • Hauptgebäude: 500 Durchlauferhitzer/Boiler, 1 zentraler Warmwasserbereiter (400 l), 30 Fäkalienhebeanlagen, 3 Trinkwasser-Hauseinführungen DN65, 4.700 m Trinkwasserleitungen kalt, 500 m warm, 6.100 m Schmutzwasserleitungen
  • Werkstattgebäude: 14 Durchlauferhitzer, 10 Fäkalienhebeanlagen, 1 Hauseinführung DN65, 2.500 m Trinkwasserleitungen kalt, 100 m warm, 2.200 m Schmutzwasserleitungen

Heizungstechnik:

  • Entleerung Heizanlage Hauptgebäude (48.000 l) und Werkstattgebäude (16.000 l)
  • Fernwärmeübergabestationen, Haupt- und Unterverteilungen
  • Heizungsrohrleitungen: Hauptgebäude ca. 42.400 m gesamt, Werkstattgebäude ca. 7.600 m

Raumlufttechnik (RLT):

  • RLT-Anlage Polizei EG (4.000 m³/h), Schießanlage (10.000 m³/h Zuluft + 10.000 m³/h Abluft), diverse Abluftventilatoren, Telefonieschalldämpfer (16 Stk.)
  • Blechkanäle Hauptgebäude ca. 340 m, Werkstattgebäude ca. 80 m
  • 9 Dachdurchstöße mit Dachhaube / Wetterschutzgitter

Kältetechnik:

  • Rückgewinnung Kältemittel
  • Demontage Innen- und Außeneinheiten, Kältemittelleitungen
  • Split-Klimaanlage Spitzboden, dezentrale Kleinklimaanlagen

Elektro-, Nachrichten- und Sicherheitstechnik (ENS):

  • NSHV Typ 1+2, Notstromaggregat (70 kVA, 800 kg), Zentralbatterieanlage, Unterverteiler Typ 1–3
  • Leuchten (Langfeld, Downlight, Wand-, Pendelleuchten)
  • Schalter/Taster, Steckdosen (230 V, CEE 400 V), Schwachstromdosen, Bewegungsmelder, Bodentanks
  • Brandmeldeanlage: Rauchmelder, Druckknopfnebenmelder, Koppler, Hupen, RAS-Auswerteeinheit, Rauchansaugrohr
  • Verkabelung Typ 1–6 (NYCWY/NYY, NYM/NYY, I-Y(ST)Y, EDV/KAT)
  • Kabelkanäle, Kabeltrassen, Brüstungskanäle, Installationsrohre, Schottungen

Entsorgung und Nachweisführung

Fachgerechte Entsorgung aller anfallenden Abfälle nach AVV (Abfallverzeichnis-Verordnung) und KrWG (Kreislaufwirtschaftsgesetz) – z.B. Beton/Ziegel/Fliesen (170107, DK I/II), Holz (170202/170204*), Kunststoff, teerhaltige Bitumengemische (170301*, 170302, 170303*), alte Mineralwolle (170603*), asbesthaltige Baustoffe (170605*), Gipsbaustoffe (170802), gemischte Bauabfälle (170904), Leuchtstoffröhren (200121*, 200130), Batterien, Kältemittel/FCKW, Druckbehälter.

Pflichten:

  • Konkretisierung des Entsorgungskonzeptes vor Beginn mit Angabe aller Entsorgungswege getrennt nach Abfallgruppen und Bauschuttklassen
  • Erstellung von Materialbegleitscheinen / Übernahmescheinen für nicht gefährliche Abfälle
  • Annahmeerklärungen der Entsorgungsstellen, vollständiges Nachweisbuch (Abfallregister)
  • Prüfung Andienungspflicht gem. Abfallsatzung Oberhausen (Asbest, PAK, PCB, HBCD, KMF)
  • Elektronisches Abfallnachweisverfahren (eANV), Probenahme gem. LAGA PN 98 mit Probenahmeprotokoll je Charge
  • Übergabe der Begleit-/Übernahmescheine spätestens 14 Tage nach Entsorgungsvorgang, Entsorgungsnachweise unverzüglich nach Gültigkeit
  • Vorlage prüffähiger Revisionsunterlagen 6 Wochen vor VOB-Endabnahme
  • Ordner mit Dokumenten spätestens 2 Wochen nach Abschluss der Arbeiten

Andienungspflicht (Stadt Oberhausen): Gefährliche Abfälle zur Beseitigung unterliegen ggf. der Andienungspflicht an die kommunale Entsorgung.

Zusätzliche Pflichten und Projektmanagement

  • Bauprojektmanagementplattform CONCLUDE CDE (Übergangsweise; Wechsel auf TP PLM voraussichtlich ab Mitte 2025) – Nutzung für Dokumentation und Datenaustausch
  • CAD-Standard des BLB NRW für Zeichnungen
  • Führung von Bautagesberichten, Teilnahme an Baubesprechungen, Erstellung und Fortschreibung von Terminplänen
  • Koordinationsplanung mit anderen Gewerken
  • Stundensatzkalkulation für Leistungen auf Nachweis (Projektleiter, Polier, Facharbeiter Schadstoffsanierung, Monteur, Helfer, Obermonteur)
  • PSA-Kalkulation (persönliche Schutzausrüstung) für alle einzusetzenden Mitarbeiter
  • Tariftreue- und Vergabegesetz NRW (TVgG NRW) ist zu beachten

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung

  • Eintragung in der Handwerksrolle (Handwerkskarte) bzw. bei der IHK, soweit eintragungspflichtig – sonst Negativbescheinigung als Dritterklärung
  • Gewerbeanmeldung, soweit anmeldepflichtig – sonst Negativbescheinigung als Dritterklärung
  • Handelsregisterauszug, soweit eintragungspflichtig

Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit

  • Eigenerklärung zum durchschnittlichen Jahresumsatz der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre: mindestens 3 Mio. EUR für vergleichbare Bauleistungen (Schadstoffsanierung)
  • Eigenerklärung zur Berufshaftpflichtversicherung: mindestens 5 Mio. EUR für Personen-, Sach- und Vermögensschäden
  • Asbestschadenversicherung: mindestens 1 Mio. EUR
  • Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG (Dritterklärung)
  • Qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft mit Angabe der Lohnsummen (Dritterklärung)
  • Unbedenklichkeitsbescheinigung der tariflichen Sozialkasse, soweit beitragspflichtig – sonst Negativbescheinigung (Dritterklärung)
  • Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts (Dritterklärung)
  • Rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan, falls einschlägig

Fachliche Zulassung (zwingend)

  • Zulassung nach Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) Anhang I Nr. 3.4 für Tätigkeiten mit Asbest (Asbestsanierung)

Technische und berufliche Leistungsfähigkeit – Personal

Projektleiter:

  • Mindestens 5 Jahre Berufserfahrung im Rückbau / in der Schadstoffsanierung
  • Sachkundenachweise TRGS 519, TRGS 521 und TRGS 524

5 qualifizierte Mitarbeitende:

  • Mindestens 2 mit Sachkunde TRGS 519 (Asbest)
  • Mindestens 1 mit Fachkunde TRGS 521 (KMF)
  • Mindestens 1 mit Sachkunde TRGS 524 (PAK / PCB)

Personalverfügbarkeit:

  • Mehr als 10 Mitarbeiter projektbezogen verfügbar
  • Eigenerklärung zur durchschnittlichen Zahl der Arbeitskräfte der letzten 3 Jahre, gegliedert nach Lohngruppen, Leitungspersonal separat ausgewiesen

Tätigkeitsdauer:

  • Unternehmen muss seit mindestens 3 Jahren im Leistungsbereich Schadstoffsanierung tätig sein (nachgewiesen z.B. durch Gewerbeanmeldung)

Technische und berufliche Leistungsfähigkeit – Geräte

Eigenerklärung zur technischen Ausstattung mit folgenden Mindestmengen:

  • 9 H-Sauger (Industriestaubsauger Staubklasse H)
  • 3 Personenschleusen (4-Kammer)
  • 3 Materialschleusen
  • 3 Unterdruckhaltegeräte

Referenzen (Mindestanforderungen)

  • Mindestens 3 bestätigte Referenznachweise für vergleichbare Leistungen, nicht älter als 5 Jahre
  • Zusätzlich aus der Eignungsanlage: spezifische Mindestanzahlen je Schadstoffart (Wand-/Deckenputze ≥ 2, Bodenbeläge ≥ 2, Denkmal ≥ 1, KMF ≥ 1, PCB ≥ 2, mineralische Schüttung ≥ 1)
  • Alle Referenzen müssen Angaben zu eingesetzten Geräten und Verfahrensweisen enthalten
  • Auftragsgeber-Bestätigung über vertragsgemäße Ausführung als Anlage zur Eigenerklärung

Ausschlussgründe und sonstige Anforderungen

Ausschlussgründe gemäß § 6e EU VOB/A und § 124 GWB:

  • Kein Insolvenzverfahren, keine Liquidation, keine schweren Verfehlungen
  • Keine rechtskräftige Verurteilung in den letzten 2 Jahren wegen Straftaten mit Freiheitsstrafe > 3 Monate, Geldstrafe > 90 Tagessätze oder Geldbuße > 2.500 EUR
  • Keine Verstöße gegen Steuern/Abgaben/Sozialversicherung (rechtskräftig)
  • Keine Verstöße gegen Umwelt-, Sozial- oder Arbeitsrecht
  • Selbstreinigung möglich (Schadensausgleich, Aufklärung, Präventionsmaßnahmen)
  • Erklärung über Ausschlussgründe (VHB NRW 521 EU) als Eigenerklärung
  • Wettbewerbsregister-Abfrage durch Auftraggeber ab Auftragssumme ≥ 30.000 EUR
  • Sanktionspaket-Erklärung (VVB 523 EU)

Sonstiges:

  • Eigenerklärung zur Verwendung von Holzprodukten (VVB 248)
  • Akzeptanz der VOB/B (Ausgabe 2016)
  • Anerkennung der Besonderen Vertragsbedingungen (BLB NRW)
  • Keine Nebenangebote zugelassen
  • Mehrere Hauptangebote sind erlaubt
  • Angebotsabgabe elektronisch mit qualifizierter Signatur über VMPConnector / Vergabemarktplatz NRW

Präqualifikation

Im PQ-Verzeichnis eingetragene Unternehmen sind von der Einreichung des Formblatts 124 / EEE befreit, sofern die PQ-Daten die Eignung abdecken. Andernfalls sind ergänzende Eigenerklärungen und Einzelnachweise erforderlich. PQ-Nummer ist im Angebotsschreiben (213) oder im VMS-Konto anzugeben.

Kapazitäten anderer Unternehmen / Eignungsleihe

  • Bei Einsatz von Nachunternehmern oder Eignungsleihe: Verzeichnis der Leistungen/Kapazitäten anderer Unternehmen (VVB 235) und Verpflichtungserklärung (VVB 236)
  • Bei Inanspruchnahme wirtschaftlicher/finanzieller Leistungsfähigkeit: ggf. Haftungserklärung für gemeinsame Haftung
  • Eignung der Unterauftragnehmer ist nachzuweisen (PQ-Nr. oder Eigenerklärung)
Referenzprojekte
mind. 3 ReferenzenZeitraum: max. 5 Jahre alt

Vergleichbare Leistungen: Schadstoffsanierung in Art und Größe – mindestens 3 Referenznachweise mit Auftraggeber-Bestätigung

Art und Größe vergleichbar mit der ausgeschriebenen Schadstoffsanierung. Pflichtangaben je Referenz: Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblicher Leistungsumfang mit Mengen, eingesetzte Arbeitnehmerzahl, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer), koordinierte Gewerke, Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung.

≥ 2 ReferenzenZeitraum: letzte 3 JahreVolumen: ca. 2.850 m² Wandputze + ca. 350 m² Deckenputze

Aus der Eignungsanlage zusätzlich: Sanierung asbesthaltiger Wand- und Deckenputze

Mit Angabe zu eingesetzten Geräten und Verfahrensweisen.

≥ 2 ReferenzenZeitraum: letzte 3 JahreVolumen: ca. 200 m²

Sanierung asbesthaltiger Bodenbeläge

≥ 1 ReferenzenZeitraum: letzte 3 Jahre

Sanierung Asbest in denkmalgeschützten Gebäuden

≥ 1 ReferenzenZeitraum: letzte 3 JahreVolumen: ca. 3.000 m²

Sanierung KMF-Dämmungen (Dachinnendämmung)

≥ 2 ReferenzenZeitraum: letzte 3 JahreVolumen: ca. 160 m²

Sanierung PCB-haltiger Wandanstriche (Innenbereich)

≥ 1 ReferenzenZeitraum: letzte 3 JahreVolumen: ca. 1.000 m²

Ausbau mineralische Schüttung (oberste Geschossdecke / Dachstuhl)

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben

4–10Angebote erwartet
Mittlere Konkurrenz

Median rund 6 Angebote.

Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 27%4–10 · 49%11+ · 24%

Unternehmen, die ähnliche Ausschreibungen gewonnen haben

Aus vergleichbaren bereits vergebenen Vergaben (KI-Ähnlichkeit)

Checkliste zur Angebotsabgabe

Konkrete Schritte laut Vergabeunterlagen

Angebotskern (Pflicht mit dem Angebot)10
  • Angebotsschreiben VVB 213 (ausgefüllt, mit Angebotsendsumme, Preisnachlass, PQ-Nummer, KMU-Erklärung)Pflicht
    Bei mehreren Hauptangeboten für jedes ein separates Angebotsschreiben.
  • Preisermittlung VVB 221 (Zuschlagskalkulation) ODER VVB 222 (Endsummenkalkulation)Pflicht
    Wahlweise eines der beiden Formblätter verwenden.
  • Eigenerklärung Sanktionspaket VVB 523 EUPflicht
  • Anlage vorzulegender Unterlagen zur Eignung (020-26-00156)Pflicht
    Umsatznachweis ≥ 3 Mio. EUR/Jahr, Berufshaftpflicht ≥ 5 Mio. EUR, Asbestschadenversicherung ≥ 1 Mio. EUR, Sachkunde-Nachweise, Gerätenachweis, Eignungsleihe-Erklärung falls relevant.
  • Hinweis Anforderung Auszug aus Wettbewerbsregister (WReg)Pflicht
    Auftraggeber fragt für Zuschlagsbieter ab Auftragssumme ≥ 30.000 EUR das Wettbewerbsregister beim Bundeskartellamt ab.
  • Bepreistes Leistungsverzeichnis (LV) als PDF oder GAEB-DA84/X84Pflicht
    Nebenangebote sind NICHT zugelassen – nur Hauptangebote als .d84/.x84 oder PDF.
  • Eigenerklärung zur Eignung VVB 124 ODER Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) VVB 221/222Pflicht
    Präqualifizierte Unternehmen können darauf verzichten, sofern PQ-Daten die Eignung abdecken.
  • PQ-Nummer angeben (im Angebotsschreiben oder im VMS-Konto)Pflicht
  • Verzeichnis der Leistungen/Kapazitäten anderer Unternehmen VVB 235Pflicht
    Nur ausfüllen, wenn Nachunternehmer oder Eignungsleihe eingesetzt werden.
  • Erklärung Bieter-/Arbeitsgemeinschaft VVB 234Pflicht
    Nur bei Bietergemeinschaften erforderlich; gesamtschuldnerische Haftung.
Auf gesondertes Verlangen der Vergabestelle13
  • Aufgliederung der Einheitspreise VVB 223optional
    Bei mehreren Angeboten für jedes Angebot.
  • Handelsregisterauszugoptional
    Soweit eintragungspflichtig, sonst Negativbescheinigung.
  • Eintragung Handwerksrolle (HWK) oder IHKoptional
    Soweit eintragungspflichtig, sonst Negativbescheinigung.
  • Gewerbeanmeldungoptional
    Soweit anmeldungspflichtig, sonst Negativbescheinigung.
  • Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStGoptional
  • Qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft (mit Lohnsummen)optional
  • Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamtsoptional
  • Unbedenklichkeitsbescheinigung der tariflichen Sozialkasseoptional
    Soweit beitragspflichtig, sonst Negativbescheinigung.
  • Rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan (falls einschlägig)optional
  • Eigenerklärung zur durchschnittlichen Zahl der Arbeitskräfte (letzte 3 Jahre, nach Lohngruppen)optional
  • Referenznachweise (mindestens 3, max. 5 Jahre alt)optional
    Siehe Referenzanforderungen im Abschnitt Eignung.
  • Verpflichtungserklärung anderer Unternehmen VVB 236optional
    Nur bei Eignungsleihe / Unteraufträgen.
  • Urkalkulation (unverschlüsselt, zusammenhängende Darstellung)optional
Formale Pflichten6
  • Angebot in deutscher Sprache abgebenPflicht
  • Dokumentenechte Eintragungen (kein Bleistift)Pflicht
  • Preisangaben in EUR, max. 3 Nachkommastellen, ohne USt.; USt-Betrag separat am SchlussPflicht
  • Preisnachlässe nur als unbedingte Vomhundertsätze an der im Angebotsschreiben bezeichneten StellePflicht
  • Fristgerechte elektronische Einreichung über Vergabemarktplatz NRW bis 16.07.2026, 08:00 UhrPflicht
    Verspätete Angebote werden ausgeschlossen.
  • Bei Bietergemeinschaft: ARGE-Erklärung in Textform mit Bevollmächtigtem und MitgliedslistePflicht

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