Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Deutsche Bahn AG erneuert die Eisenbahnüberführung (EÜ) über die Kinzig bei Streckenkilometer 44,790 in Alpirsbach (Strecke 4880, Eutingen – Schiltach). Die alte genietete Stahlfachwerkbrücke (Baujahr 1886) wird vollständig zurückgebaut und durch einen neuen 2-Feld-Verbundüberbau (Stahlhohlkasten mit Stahlbeton-Fahrbahnplatte, Gesamtlänge ca. 79 m) ersetzt. Der neue Überbau wird neben der bestehenden Trasse hergestellt und während einer Streckensperrung (27.08.–24.10.2027) in seine Endlage eingeschoben.
Was Sie als Bieter wissen müssen:
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Angebotspreis ist das alleinige Zuschlagskriterium mit einer Gewichtung von 100%. Maximalpunktzahl: 5.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenProjektrahmen & Vertragsdaten
Auftraggeber: DB InfraGO AG, vertreten durch Deutsche Bahn AG, Beschaffung Infrastruktur, FE.EI 74, Stuttgart.
Vertragsart: Einheitspreisvertrag.
Vertragsdauer: 26.08.2026 – 31.03.2028 (ca. 19 Monate).
Gewährleistung: 4 Jahre ab Abnahme.
Vertragsstrafe: max. 5 % der jeweiligen Teilleistungssumme bei Verzug.
Bürgschaften: 5 % Vertragserfüllungsbürgschaft, 3 % Mängelansprüche-Bürgschaft.
Versicherung: Kombinierte Bauleistungs-/Montage- und Haftpflichtversicherung über AG (DVA, Merkblatt 2.06.1) – keine Doppelversicherung kalkulieren.
Bauwerk – Neubau
Überbau: 2-Feld-Träger-Verbundbauweise, Gesamtlänge 78,16 m (Lichte Weite 2 × 36,375 m), Stützweiten je 38,40 m, Konstruktionshöhe 2,20 m, Gesamtbreite 7,30 m.
Stahlbau: Stahlhohlkasten S 355 J2+N, ca. 170 t Baustahl + ca. 70 t Betonstahl, ca. 1.630 Kopfbolzen (DIN EN ISO 13918), EXC3DB nach DBS 918 005.
Fahrbahnplatte: FT-Platten (D = 12 cm) + Aufbeton, ca. 325 m³ Beton C 35/45, Sichtbetonklasse SB 2, Bewehrung B500B.
Unterbauten: 2 Kastenwiderlager mit Parallelflügeln + 1 Mittelpfeiler in Stahlbeton.
Lager: Kalottenlager (fest, querfest, allseits beweglich) nach DIN EN 1337.
Übergangskonstruktionen: Typ 130 (DB-System Stog).
Korrosionsschutz: Kategorie C5, Schutzdauer > 25 Jahre, gem. ZTV-ING Teil 4 / DIN EN ISO 12944.
Abbruch / Rückbau Bestandsbauwerk
Bestand: Genietete Stahlfachwerkbrücke, 3-Feld-Durchlaufträger, Baujahr 1886, mit Natursteinpfeilern.
Rückbaumengen:
Schadstoffmanagement:
Erd- und Tiefbauarbeiten
Baugruben: 5 Baugruben (Widerlager A10/A30, Mittelpfeiler A20), Aushubtiefen bis ca. 15 m unter GOK.
Erdarbeiten gesamt: ca. 5.600 m³ Bodenaushub.
Baugrubenverbau: ca. 400 m² (Trägerbohlwand/Bohrpfahlwand), z.T. wasserdicht.
Gründungen: Bohrpfähle Ø 60 cm, Fundamente 1,50 m Dicke, C12/15.
Wasserhaltung: offene Wasserhaltung mit Absetzbecken.
Hinterfüllung: nichtbindiger Boden, DPR ≥ 100 %.
Bauwerkshinterfüllung: DPR ≥ 98 %.
Tragfähigkeitsprüfungen: dynamisch/statisch, Plattendruckversuche.
Suchgräben / Kabelerkundung: bis 1,25 m und 1,25–1,75 m Tiefe.
Verschub / Montage
Herstelllage: Neuer Überbau wird seitlich neben der bestehenden Trasse auf einer Montageplattform hergestellt (inkl. Verbau, Gründung, Trag- und Verschubgerüst).
Verschub: Längsverschub auf Montageplattform, anschließend Querverschub in die Endlage.
Behelfsbrücken: Zwei Hilfsbrücken über die Kinzig (östlich und westlich der EÜ), eine Kabelhilfsbrücke.
Krananweisung: Anlage 5.1 (Sicherheitsvorgaben für Kraneinsatz im DB-Bereich) verbindlich.
Gleisoberbau
Gleisrückbau und -neubau: ca. 160 m Gleisoberbau.
Schienen: 60E2 (statt S49E5), Neuschienen bis 100 m.
Übergangsschienen: 60E2 → 54E2 (20 m), 54E2 → 49E5 (10 m).
Schwellen: B70 W-60, Teilung 1667; elastische Sohlen Typ 02 (Körperschallminderung), Sicherungskappen SiK 20.
Bettung: Grund- und Verfüllschotter nach DBS 918 061; Planumsschutzschicht PSS KG 2.
Schweißarbeiten: Aluminotherm-Verbindungsschweißungen SkV (12 St.), Schienenschleifen.
Stopf- und Richtarbeiten: mit MKS/DAS-Zertifikat (Ril 824.8010).
Abdichtung, Entwässerung, Ausstattung
Abdichtung: PMBC/FPD-Dickbeschichtung horizontale/vertikale Flächen, Schutzbeton, Randkappen, Kabeltrogdeckel.
Entwässerung:
Ausstattungsteile:
Technische Bearbeitung / Planung durch AN
Planungsleistungen ab 26.08.2026:
Landschaftsbau und Umwelt
Oberbodenmanagement: 200 m³ Abtragsprofil, 750 m² Oberbodenlager ansäen/mähen/andecken, 200 m² Tiefenlockerung (mind. 50 cm).
Ansaaten: 2.420 m² Fettwiese, 700 m² Grundmischung, 750 m² Rasenansaat.
Pflanzung: 1.696 Sträucher (16 Arten à 106 Stück, Herkunftsgebiet 5.1, autochthon), 6 Hochstämme (StU 18-20 cm).
Gewässerschutz: Filterdamm (30 m), Randgräben, Rückhaltebecken.
Artenschutz (CEF): Nistkästen (bereits 1 Jahr vor Baubeginn angebracht), Waldeidechsen-Maßnahmen.
Rodungsarbeiten: 1.10.–28.2. (außerhalb Brutzeit), ca. 13 Bäume + Wurzelstöcke.
Gewerbeschau-Befreiung: 19.04.–02.05.2027 (Fläche freihalten).
Entsorgung & Abfallmanagement
Abfallverantwortlicher: Abfallbeauftragter nach § 59 KrWG, mind. 1 Jahr Praxiserfahrung, Sachkundenachweis LAGA PN 98.
Entsorgungskonzept: Entwurf 4 Wochen nach Zuschlag, Vollversion 6 Wochen vor Baubeginn.
Elektronische Nachweisführung: eANV-System ZEDAL (Zugang erforderlich).
Beprobung: durch DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiertes Labor, 5 Werktage Voranmeldung.
Entsorgungsmengen (ca.):
Kampfmittel & Verkehrssicherung
Kampmittelsondierung: Planung Räumkonzept, DGPS-Vermessung, Oberflächensondierung 6.500 m², 200 Vertikalbohrungen bis 6 m Tiefe, Freilegen Verdachtspunkte, Bergen und Transport zum Bereitstellungslager.
Verkehrssicherung: Verkehrsrechtliche Anordnungen, Verkehrskonzept, Verkehrsführung/-sicherung, 2 Lichtzeichenanlagen (400 d vorhalten, 100 d betreiben), Reifenwaschanlage (15 Monate vorhalten, 250 d betreiben).
Bauzeiten / Vertragstermine
Vertragsbeginn: 26.08.2026 (Beginn Planungsleistung AN).
Baustellenbeginn: 01.10.2026.
Fertigstellung EÜ (Randkappen + Abdichtung in seitlicher Herstelllage): 27.08.2027 (Zwischentermin).
Inbetriebnahme EÜ (Befahrbarkeit): 24.10.2027
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPräqualifikation DB (PQ DB) – Pflicht
Bieter müssen für folgende Leistungsbereiche eine gültige Präqualifikation der Deutschen Bahn (PQ DB bzw. PQ-VOB mit Nummer) nachweisen. Ohne PQ kann eine Erklärung zur Erfüllung aller Anforderungen + Bereitschaft zur Nachreichung innerhalb von 6 Kalendertagen abgegeben werden.
Erforderliche Leistungsbereiche:
Bahnspezifische Eignungserklärungen (Ausschlusskriterien)
Mit dem Angebot abzugeben (in Angebotserklärung, Punkte 3.1–3.8):
Verhaltenskodex und Verbindung Ingenieurbüro
Wirtschaftliche / finanzielle Eignung (auf Verlangen)
Folgende Nachweise sind auf gesondertes Verlangen der Vergabestelle innerhalb von 6 Kalendertagen vorzulegen:
Fachliche / technische Eignung (auf Verlangen)
Sicherheiten
Hinweise zu EU-Sanktionen und Subventionen
Vergleichbare Bauleistungen (Eisenbahnbrückenbau, Ingenieurbau unter Eisenbahnbetrieb) – generelle Eignung gemäß Bewerbungsbedingungen und Bekanntmachung
Referenzliste (Anlage 3 zum Anschreiben) auf Verlangen innerhalb von 6 Kalendertagen vorzulegen
Implizite Erfahrung aus Leistungsbeschreibung: Eisenbahnbrückenbau, Verschubtechnologien, Abbruch historischer Stahlkonstruktionen, Arbeiten im Gewässerquerschnitt, Sperrpausenmanagement, Abfallmanagement nach KrWG/EBV, DB-spezifische Anforderungen (Ril 804, Ril 836, Ril 858)
Präqualifikation DB (PQ DB) gilt als Nachweis der Leistungsfähigkeit