Ausschreibungen Abbruch & Rückbau

Ersatzneubau der Brücke Kruskastraße in Wernigerode

Stadt Wernigerode38855 Wernigerode, Sachsen-AnhaltFrist: (in 8 Tagen)

Zusammenfassung

Die Stadt Wernigerode schreibt den Ersatzneubau einer Fußgängerbrücke über die Holtemme im Verlauf der Kruskastraße öffentlich aus.

Wesentliche Eckpunkte:

  • Leistung: Abbruch der alten Stahlbetonbrücke und Neubau einer Aluminium-Fachwerktrogbrücke (ca. 11 m) inkl. Widerlager, Ufermauer, Rampe, Treppenanlage, Straßenanpassung und Gewässerarbeiten.
  • Vergabeart: Öffentliche Ausschreibung nach VOB/A in 2 Losen (Los 1: Neubau, Los 2: Abbruch). Beide Lose müssen zusammen angeboten werden (Gesamtvergabe).
  • Bauzeit: 03.08.2026 – 11.12.2026.
  • Angebotsfrist: 26.06.2026, 11:00 Uhr (Eröffnungstermin).
  • Zuschlag: Niedrigster Preis.
  • Bindefrist: 27.07.2026.

Bieter müssen verschiedene Formblätter (u.a. Angebotsschreiben, Leistungsverzeichnis, Eigenerklärung zur Eignung, Tariftreueerklärung) einreichen und ggf. Referenzen, Unbedenklichkeitsbescheinigungen sowie Angaben zur Preisermittlung nachreichen.

Original-Bekanntmachung ansehen

Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert

Noch 8 Tage bis zur Angebotsfrist
Termin / Frist
20262027
JUNJULAUGSEPOKTNOVDEZJANFEB
Bieterfragen-Frist
Angebotsfrist
Angebotsöffnung
Bindefrist
Bauzeitenplan
Eignungsprüfungen
Zuschlag
Vertragsbeginn
Vertragslaufzeit
Baustelleneinrichtungsplan
Vertragsende
Gewährleistung
bis 2030
Schlusszahlung
Heute
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen

Niedrigster Preis1 Kriterium
Preis 100%Qualität 0%
  • Preis100%

    Zuschlagskriterium Preis: Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Maßgeblich ist die nachgerechnete Angebotssumme unter Berücksichtigung von Nachlässen, Lohngleitklausel-Erstattungen und Instandhaltungsangeboten. Bei Gleichstand erhält ein Angebot einer Werkstatt für Behinderte den Zuschlag.

Bewertungsformel

Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme.

Es handelt sich um eine reine Preisvergabe ('Niedrigster Preis' / Zuschlagskriterium Preis); alle relevanten Angaben zur Wertungsmethode sind vollständig dokumentiert.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Geltungsbereich und Vergabestruktur

Die Leistung ist in 2 Lose aufgeteilt (Los 1: Neubau, Los 2: Abbruch). Beide Lose müssen zusammen angeboten werden (Gesamtvergabe). Eine losweise Vergabe ist nicht möglich. Die Ausführung erfolgt unter Vollsperrung der Kruskastraße / Am Auerhahn; die Umleitung führt über die Ilsenburger Straße und Friedrichstraße. Anliegerzugänge sind aufrechtzuerhalten.

Allgemeine Pflichten und Baustelleneinrichtung

  • Ortsbesichtigung vor Angebotsabgabe ist zwingend und mit der Erklärung Ortsbesichtigung zu bestätigen.
  • Baustellensicherung inkl. Verkehrssicherung ist vom Auftragnehmer zu stellen und zu bezahlen.
  • Baustrom, Bauwasser und Baumüllabfuhr sind vom Auftragnehmer selbst zu veranlassen und zu tragen.
  • Gerüste und Baubehelfe für Abbruch- und Neubaumaßnahmen sind in das Angebot einzurechnen.
  • Entsorgungsdokumentationen, Hochwassermaßnahmeplan und Beweissicherung (Fotodokumentation, Protokoll) sind zu erstellen.
  • Baustelleneinrichtungsplan innerhalb 10 Tagen nach Auftrag, Bauzeitenplan spätestens 14 Tage nach Zuschlag, Verkehrssicherungskonzept (6-fach) nach Zuschlag.

Dokumentation und Qualitätssicherung

  • Brückenbuch, Werkstattzeichnungen, Standsicherheitsnachweise und SiGe-Plan sind zu liefern.
  • Eignungsprüfungen durch eine RAP-Stra-anerkannte Prüfstelle, Eigenüberwachung sowie Kontrollprüfungen durch den Auftraggeber.
  • Eignungsnachweise für Gesteinskörnungen/Baustoffgemische sind mit dem Angebot vorzulegen, sofern diese nicht in der BAST-Liste enthalten sind.
  • Angaben zur Mitverwendung von Asphaltgranulat sind im Angebot zu machen.

Gewässerarbeiten und Umweltschutz

  • Wasserhaltung als Fangedamm mit Absetzeinrichtung; Abfischen der Holtemme und ständige Beräumung von Treibgut.
  • Maschinelle Arbeiten am Gewässer ausschließlich mit biologisch abbaubaren Kraft- und Schmierstoffen zulässig.

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Präqualifikation und Eigenerklärung

  • Präqualifizierte Unternehmen: Nachweis durch Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. (Angabe der PQ-Nummer).
  • Nicht präqualifizierte Unternehmen: Vorlage der Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124) mit dem Angebot.
  • Auf Verlangen der Vergabestelle sind die Erklärungen durch Bescheinigungen zuständiger Stellen (ggf. mit deutscher Übersetzung) zu bestätigen.

Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit

  • Umsatz des Unternehmens in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren (Bauleistungen und vergleichbare Leistungen).
  • Nachweis einer laufenden Betriebshaftpflichtversicherung (auf Verlangen).

Technische und berufliche Leistungsfähigkeit

  • 3 Referenzen vergleichbarer Bauleistungen aus den letzten 5 Kalenderjahren.
  • Anzahl der jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte der letzten 3 Jahre, gegliedert nach Lohngruppen mit extra ausgewiesenem Leitungspersonal.
  • Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug und Eintragung in der Handwerksrolle (Handwerkskarte) bzw. IHK.

Zuverlässigkeit und persönliche Lage

  • Keine Ausschlussgründe gemäß §§ 123, 124 GWB (Straftaten, Verstöße gegen Umwelt-/Sozial-/Arbeitsrecht, Insolvenz, schwere Verfehlung, Wettbewerbsverzerrung, Verstoß gegen LkSG).
  • Kein Insolvenzverfahren beantragt/eröffnet (rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan genügt), keine Liquidation.
  • Kein wirksames Berufsverbot (§ 70 StGB) und keine Gewerbeuntersagung (§ 35 GewO).
  • Ordnungsgemäße Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen.

Pflichtnachweise Sozialkasse, Finanzamt und BG

  • Unbedenklichkeitsbescheinigung der tariflichen Sozialkasse (z.B. SOKA-BAU) oder Negativerklärung.
  • Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamtes / Bescheinigung in Steuersachen.
  • Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG.
  • Qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft mit Angabe der Lohnsummen.
  • Bei Auftragssumme ≥ 30.000 € netto: Auszug aus dem Gewerbezentralregister (§ 6 WRegG) wird durch den Auftraggeber beim Bundeskartellamt angefordert.

Tariftreue und Vergabemindestlohn (TVergG LSA)

  • Eigenerklärung zu Tariftreue, vergabespezifischem Mindeststundenentgelt und Entgeltgleichheit (§ 11 TVergG LSA).
  • Gleichbehandlung von Leiharbeitnehmern für gleiche Tätigkeiten.
  • Weitergabe der Verpflichtungen an Nachunternehmer/Verleiher sowie Akzeptanz von Kontrollen durch den Auftraggeber (Vorlage von Entgeltabrechnungen).

Eignung von Nachunternehmern

Referenzprojekte
3 ReferenzenZeitraum: letzte 5 KalenderjahreVolumen: nicht spezifiziert

3 Referenzen aus den letzten 5 Kalenderjahren über vergleichbare Bauleistungen (Brücken- und/oder Abbrucharbeiten)

Mit dem Angebot ist das Formblatt 124 (Eigenerklärung zur Eignung) einzureichen. Auf Verlangen sind je Referenz anzugeben: Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblicher Leistungsumfang mit Mengen, durchschnittliche Arbeiterzahl, technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer, ARGE-Partner, Nachunternehmer), ggf. koordinierte Gewerke sowie eine Bestätigung des Auftraggebers über die vertragsgemäße Ausführung.

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben

4–10Angebote erwartet
Mittlere Konkurrenz

Median rund 6 Angebote.

Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 27%4–10 · 45%11+ · 28%

Unternehmen, die ähnliche Ausschreibungen gewonnen haben

Aus vergleichbaren bereits vergebenen Vergaben (KI-Ähnlichkeit)

Checkliste zur Angebotsabgabe

Konkrete Schritte laut Vergabeunterlagen

Angebotsformulare (Pflicht mit Angebotsabgabe)11
  • Angebotsschreiben (Formblatt 213) ausfüllen und unterzeichnenPflicht
    Bei elektronischer Abgabe in Textform mit Ort, Datum und Name der erklärenden Person.
  • Leistungsverzeichnis mit Preisen ausfüllenPflicht
    PDF- oder GAEB-Format verwenden.
  • Formblatt 233 – Verzeichnis der NachunternehmerleistungenPflicht
    Nur wenn Teile der Leistung an Nachunternehmer vergeben werden.
  • Formblatt 234 – Erklärung Bieter-/ArbeitsgemeinschaftPflicht
    Auch bei Einzelbewerbern abzugeben.
  • Formblatt 248 – Erklärung zur Verwendung von HolzproduktenPflicht
    Bestandteil der Angebotsunterlagen.
  • Formblatt 224 – Angebot Lohngleitklausel (falls Änderungssatz angeboten wird)optional
    Nur ausfüllen, wenn ein Lohngleitklausel-Änderungssatz angeboten wird.
  • Formblatt 225a – Vertragsformular Instandhaltung / Stoffpreisgleitklauseloptional
    Nur falls im Leistungsverzeichnis vorgesehen.
  • Eigenerklärung Tariftreue, Mindeststundenentgelt und Entgeltgleichheit (TVergG LSA)Pflicht
    Tarifdatenblatt als Anlage beifügen.
  • Erklärung zur OrtsbesichtigungPflicht
    Ortsbesichtigung ist zwingend vor Angebotsabgabe durchzuführen.
  • Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124) ODER Präqualifikationsnachweis (PQ-Nummer)Pflicht
    Präqualifizierte Unternehmen können die PQ-Nummer angeben.
  • KMU-Erklärung (optional)optional
    Falls zutreffend, kann die Erklärung im Angebotsschreiben abgegeben werden.
Leistungsbezogene Angaben3
  • Angaben zur Mitverwendung von Asphaltgranulat im AngebotPflicht
  • Produktangaben / Datenblätter in bestimmten LV-Positionenoptional
    Nur falls im LV gefordert.
  • Eignungsnachweise für Gesteinskörnungen/Baustoffgemischeoptional
    Nur falls nicht in der BAST-Liste enthalten.
Auf Verlangen der Vergabestelle (Bestbieter / engere Wahl)15
  • Referenznachweise (mind. 3 Referenzen letzte 5 Jahre)optional
    Mit Ansprechpartner, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang, Arbeiterzahl, Bestätigung des Auftraggebers.
  • Urkalkulationoptional
    Wird für Preisprüfung geöffnet, danach wieder verschlossen.
  • Aufgliederung der Einheitspreise (Formblatt 223)optional
  • Angaben zur Preisermittlung (Formblatt 221 oder 222)optional
  • Erklärung zur Zahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte (letzte 3 Jahre)optional
    Nach Lohngruppen, mit Leitungspersonal.
  • Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Handwerksrolle/IHK-Eintragungoptional
  • Unbedenklichkeitsbescheinigung tarifliche Sozialkasse (z.B. SOKA-BAU)optional
  • Unbedenklichkeitsbescheinigung Finanzamt / Bescheinigung in Steuersachenoptional
  • Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStGoptional
  • Qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft (mit Lohnsummen)optional
  • Nachweis laufende Betriebshaftpflichtversicherungoptional
  • Auszug aus dem Gewerbezentralregister (ab Auftragssumme ≥ 30.000 € netto)optional
  • Sicherheitsauskunft und Verpflichtungserklärung Nachunternehmer (Formblatt 126)optional
  • Handlungsanweisung Nachunternehmeroptional
  • Eigenerklärung zur Eignung von Nachunternehmernoptional
Nach Zuschlagserteilung (nicht für Angebotsabgabe)5
  • Baustelleneinrichtungsplan vorlegen (innerhalb 10 Tagen nach Auftrag)Pflicht
  • Bauzeitenplan vorlegen (spätestens 14 Tage nach Zuschlag)Pflicht
  • Verkehrssicherungskonzept (6-fach) nach ZuschlagPflicht
  • Eignungsprüfungen/Baustoffproben vor AnlieferungPflicht
  • Abstimmung mit Versorgungsunternehmen (Schachtscheine, Leitungslage)Pflicht

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