LWL - Klinik Marsberg (KJP); Rückbau Haus B 10; Abbruch-/ Rückbauarbeiten; 26-165 E
Zusammenfassung
Öffentliche Ausschreibung (VOB/A, offenes Verfahren) für den vollständigen Rückbau des leerstehenden Gebäudes 10 (Haus B 10) auf dem Gelände der LWL-Klinik Marsberg.
Das Gebäude ist rund 100 Jahre alt, besteht aus vier miteinander verbundenen Bauteilen, ist überwiegend dreigeschossig und umfasst ca. 745 m² überbaute Fläche, ca. 2.700 m² Bruttogrundfläche und ca. 9.600 m³ umbauten Raum. Die Maßnahme umfasst:
- vorlaufende Schadstoffsanierung und Entkernung (u.a. Asbest und künstliche Mineralfasern)
- vollständigen Abbruch bis ca. 3,40 m Fundamenttiefe
- fachgerechte, getrennte Entsorgung aller Abbruchmaterialien mit lückenlosen Nachweisen
- Verfüllung der Baugrube und Geländeangleichung
- Rodungs- und Baumfällarbeiten (nur 01.10.2026–28.02.2027) inkl. Artenschutzmaßnahmen
- Herstellung und Rückbau einer temporären Baustraße sowie Verkehrssicherung
- umfangreiche Dokumentation (Bautagebuch, Abfallnachweisbuch, Schlussdokumentation auf USB)
Bieter müssen u.a. drei Referenzen über vergleichbare Abbruchprojekte (Mindestauftragssummen 750.000 / 500.000 / 250.000 €, Zeitraum 2021–2026), Fachkunde für Schadstoffsanierung (TRGS 519/521), einen Mindestumsatz von 750.000 €/Jahr und ausreichende Personalstärke nachweisen. Angebote sind **bis spätestens 21.07.2026
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Details
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Zuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen
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Zuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen
- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den Vergabeunterlagen
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Leistungsumfang
Aus den Vergabeunterlagen
Vorlaufende Schadstoffsanierung und Entkernung
Bevor abgerissen wird, ist das Gebäude fachgerecht zu entkernen und von Schadstoffen zu befreien. Dazu gehören insbesondere:
- Schutzkonzept Schwarzbereich gemäß TRGS 521/519 (Unterdruckhaltung, Schleusen, tägliche Reinigung)
- staubdichte OSB- und Folienabschottungen mit laufender Kontrolle
- Entfernung asbesthaltiger Baustoffe unter Aufsicht einer sachkundigen Person nach TRGS 519 (diese muss während aller Asbestarbeiten vor Ort sein)
- Entfernung KMF-haltiger Zwischendämmung hinter Verblendmauerwerk (Fachkunde/Unterweisung TRGS 521)
- Gefährdungsbeurteilungen, Betriebs- und Arbeitsanweisungen gemäß ArbSchG, GefStoffV, TRGS 519/521 und DGUV Vorschrift 38 vor Beginn erstellen und während der Ausführung fortschreiben
- Entrümpelung des Gebäudes
- Rückbau der technischen Gebäudeausrüstung: Drahtseilaufzug (nur Lastenaufzug bis 600 kg), Fernwärme-Heizung mit Rippenheizkörpern, Beleuchtung, EDV-/Telefon- und sonstige Leitungen
Abbruch und Rückbau des Gebäudes
Nach Freigabe des Abbruch- und Rückbaukonzepts durch den Auftraggeber darf mit dem Abriss begonnen werden. Das Gebäude besteht aus vier miteinander verbundenen Gebäudeteilen und ist überwiegend dreigeschossig bei einer Gesamthöhe von ca. 18 m über Geländeoberkante. Die Fundamente reichen bis ca. 3,40 m Tiefe.
- Komplettabbruch des Gebäudes inkl. Keller und Fundamente
- Rückbau von Versorgungsleitungen (Strom AV/UV, EDV/Telefon, Metall-Kabelrinne, Kaltwasser, Heizung/Fernwärme) vom Gebäude bis zum Versorgungsschacht
- dauerhaftes Verschließen der zwei begehbaren Versorgungsschächte mit 24 cm KS-Mauerwerk, Bitumendickbeschichtung und Schweißbahn
- Aufbau eines Arbeitsgerüsts für Fassadenarbeiten (ca. 5 m, 7 m, 6 m Höhe) mit zusätzlichem Innengeländer und Treppenaufgang bis ca. 7 m
Verfüllung, Geländeangleichung und Oberflächenwiederherstellung
Nach Abschluss der Abbrucharbeiten ist das Gelände wiederherzustellen:
- Verfüllung der Baugrube
- Liefern und Einbauen von Füllboden
- Auftragen von Mutterboden zur Angleichung an das umliegende Gelände
- Pflasterflächen und Stützwände rückbauen, Asphaltaufbruch durchführen, RW-/SW-Schächte beseitigen
Baustelleneinrichtung und Logistik
Die Baustelle ist vollständig einzurichten, abzusichern und am Ende vollständig zu räumen. Baustrom und Bauwasser werden vom Auftraggeber kostenlos bereitgestellt; die Verteilung auf der Baustelle ist Sache des Auftragnehmers.
- Baustelleneinrichtungsplan innerhalb von 14 Kalendertagen nach Auftragserteilung vorlegen
- temporäre Baustraße aus RC-Material herstellen (RC-Material wird vom Auftraggeber gestellt, Lagerplatz ca. 300 m entfernt)
- Bauzaun (2,00 m, verzinkt, auf unbefestigtem Untergrund) mit abschließbarem Tor und Staub-/Sichtschutzfolie an der Südseite
- Personalcontainer, Sanitärcontainer
- Zufahrt über Dütlingstalweg/Leimenbusch; Geschwindigkeitsbegrenzung 10 km/h auf Klinikgelände
- Verkehrssicherung auf dem Klinikgelände: Absperrungen, Beschilderungen, Beleuchtung; Flucht- und Rettungswege sowie Feuerwehrzufahrten freihalten
- Regel-Arbeitszeit: Mo–Sa
Rodungs- und Fällarbeiten
Im Baufeld sind Böschungsflächen und Pflanzbeete zu roden sowie Einzelbäume (6 m, 8 m und 15 m Höhe) zu fällen und Baumstümpfe zu roden. Erforderlich ist auch die Herstellung von Baumschutz.
- Fester Zeitrahmen: 01.10.2026 – 28.02.2027. Außerhalb dieses Zeitfensters sind Fäll- und Rodungsarbeiten nicht zulässig.
- Mindestens 4 Wochen vor Abbruchbeginn: Öffnung der Dachfläche an mindestens 3 Stellen (je ca. 4 m²) zur Vergrämung von Tieren
- Mindestens 4 Wochen vor Abbruchbeginn: Kontrolle und Demontage der 4 Fassadenkästen (Artenschutz)
Entsorgung und Nachweisführung
Alle anfallenden Baustoffe sind getrennt zu erfassen, fachgerecht zu entsorgen und lückenlos zu dokumentieren. Die Entsorgungs-, Transport- und Wiegekosten sind in die Einheitspreise einzurechnen.
- projektspezifisches Entsorgungskonzept mit elektronischem Abfallnachweisverfahren (eANV) sowie Begleit- und Übernahmescheinen
- Nachweis- und Begleitscheine für jede Abfallcharge, insbesondere für die Abfallschlüssel 17 06 03*, 17 06 04*, 17 06 05*, 17 09 03*, 17 09 04, 17 02 04*, 17 02 01, 17 08 02, 17 01 07 > RC3, 17 01 07 DK I, 16 02 09*, 20 01 21*, 16 07 08* u.a.
- Entsorgungsnachweise nach jedem Containerwechsel vorlegen
- Mengenschwerpunkte (gerundet): ca. 248 t Gipsbaustoffe, 56 t mineralischer Bauschutt > RC3, 50 t mineralischer Bauschutt DK I, 30 t Altholz Kat. A IV (gefährlich), 22 t gemischte Bau-/Abbruchabfälle, 15 t Altholz Kat. A II/III, 8 t gefährliche gemischte Bau-/Abbruchabfälle, Heizöltank Stahl ca. 1.000 l
- Abfallnachweisbuch spätestens 14 Kalendertage nach Beendigung der Maßnahme übergeben (digital und analog)
Dokumentation und Qualitätssicherung
Die Dokumentation ist durchgehend und in mehreren Formaten zu führen.
- täglich fortlaufend nummeriertes Bautagebuch (mind. wöchentlich an Bauüberwachung übergeben)
- Schlussdokumentation inklusive Rückbau- und Stoffstromdokumentation für DGNB/QNG (Mengentabelle, Entsorgungs- und Verwertungswege, Wiegescheine, Verwertungsnachweise, Fotodokumentation)
- Übergabe auf USB-Stick im PDF-Format
- Bautagesbericht nach Formblatt 411 des Vergabehandbuchs Bund
- Stundenzettel/Regieberichte für Stundenlohnarbeiten (Vorarbeiter, Facharbeiter, Hilfsarbeiter – mit/ohne Schutzkleidung)
Stundenlohnarbeiten und Regie
Für Stundenlohnarbeiten sind Vorarbeiter, Facharbeiter und Hilfsarbeiter – jeweils mit und ohne Schutzkleidung – anzubieten und über Regieberichte abzurechnen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen
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Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen
Referenzen (3 vergleichbare Abbruchprojekte)
Der Bieter muss drei Referenzprojekte über Abbruch- und Rückbauarbeiten nachweisen:
- Referenz 1: Auftragssumme ≥ 750.000 € netto; vollständiger oder weit überwiegender Rückbau eines mehrgeschossigen Bestandsgebäudes mit massiven Bauteilen (Mauerwerk, Beton, Stahlbeton); vertragsgemäß ausgeführt; Zeitraum 2021–2026.
- Referenz 2: Auftragssumme ≥ 500.000 € netto; Abbruch-/Rückbauarbeiten an massiven Bauteilen; vertragsgemäß ausgeführt; Zeitraum 2021–2026.
- Referenz 3: Auftragssumme ≥ 250.000 € netto; Abbruch-/Rückbauarbeiten; vertragsgemäß ausgeführt; Zeitraum 2021–2026.
Zu jeder Referenz sind anzugeben: Ansprechpartner des Auftraggebers, Art der Leistung, mit eigenem Personal erbrachter Leistungsumfang mit Mengen, durchschnittliche Mitarbeiterzahl, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen sowie die vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer, ARGE-Partner oder Nachunternehmer). Formulare: Referenz_1.docx, Referenz_2.docx, Referenz_3.docx. Zunächst sind Eigenerklärungen ausreichend; Bescheinigungen werden nur auf Verlangen der Vergabestelle nachgefordert.
Fachkunde Schadstoffsanierung
Der Bieter muss seine Fachkunde für Schadstoffsanierungsarbeiten nachweisen.
- TRGS 519 (Asbest): Sachkundenachweis für die verantwortliche Person; eine sachkundige Person muss während aller Asbestarbeiten vor Ort sein.
- TRGS 521 (künstliche Mineralfasern): Fachkunde bzw. Unterweisung.
- Eigenerklärung, dass alle erforderlichen Anzeigen, Gefährdungsbeurteilungen, Betriebsanweisungen, Unterweisungen und Schutzmaßnahmen vor Ausführungsbeginn erstellt bzw. veranlasst werden.
- Zunächst Eigenerklärung ausreichend; Nachweise auf Verlangen.
Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit (Umsatz)
- Durchschnittlicher Jahresumsatz der letzten 3 vollen abgeschlossenen Geschäftsjahre: mindestens 750.000 €/Jahr.
- Angabe in Euro pro Jahr im Fragebogen zur Eignungsprüfung.
Personelle Leistungsfähigkeit (Arbeitskräfte)
Durchschnittliche Personalausstattung der letzten 3 Geschäftsjahre:
- mindestens 15 gewerbliche Arbeitskräfte
- mindestens 3 technische/leitende Mitarbeitende
Steuern und Sozialversicherung
Eigenerklärung zur Beitragsabführung an tarifliche Sozialkassen (Steuern/Sozialversicherung); Antwort „Ja
Berufsregister und Gewerbeanmeldung
Eintragung in den einschlägigen Berufsregistern nachweisen:
- Gewerbeanmeldung
- Handelsregisterauszug
- Handwerksrolle und/oder IHK-Eintragung
Berufsgenossenschaft
Eigenerklärung zur Mitgliedschaft in der zuständigen Berufsgenossenschaft (unbedenkliche Mitgliedschaft); Antwort „Ja
Haftpflichtversicherung
Eigenerklärung zum Bestand einer Berufs- oder Betriebshaftpflichtversicherung mit folgenden Mindestdeckungen je Schadensereignis:
- Personenschäden: 5.000.000 €
- Sachschäden: 3.000.000 €
- Vermögensschäden: 250.000 €
Formale Voraussetzungen und zusätzliche Erklärungen
Neben den Ausschlusskriterien sind weitere formale Voraussetzungen zu erfüllen:
- Angebot in deutscher Sprache
- ausschließlich Verwendung der vorgegebenen Vordrucke
- fristgerechte Einreichung über die Vergabeplattform
- Preisangaben in Euro mit max. 3 Nachkommastellen, ohne Umsatzsteuer, dokumentenechte Eintragungen
- keine Mischkalkulation über andere Positionen
- Preisnachlässe ohne Bedingungen, als Vomhundertsatz
- Präqualifikation: Nachweis durch Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis (PQ-Nummer) möglich, aber nicht zwingend. Auch präqualifizierte Unternehmen müssen den Fragebogen zur Eignungsprüfung vollständig ausfüllen.
- nicht präqualifizierte Unternehmen reichen eine „Eigenerklärung zur Eignung" oder eine Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) ein
- bei Einsatz von Nachunternehmern: Verzeichnis VVB 235; bei Eignungsleihe: gemeinsame Haftung mit Verpflichtungs- und Haftungserklärung
- Bietergemeinschaft: Erklärung in Textform (VVB 234), gesamtschuldnerische Haftung, bevollmächtigter Vertreter
- Benennung eines Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinators (SiGeKo) gemäß Baustellenverordnung und RAB 30
- gültige Freistellungsbescheinigung § 48b EStG oder Bereitschaft zur Mitteilung von Änderungen
- Anerkennung der VOB/B (Ausgabe 2016) und der Langfassung des Leistungsverzeichnisses
Vollständiger oder weit überwiegender Rückbau eines mehrgeschossigen Bestandsgebäudes; Abbruch-/Rückbauarbeiten an massiven Bauteilen (Mauerwerk, Beton, Stahlbeton oder vergleichbare tragende Bauteile); im Wesentlichen vertragsgerecht ausgeführt
Mit eigenem Personal ausgeführter maßgeblicher Leistungsumfang; Hauptauftragnehmer, ARGE-Partner oder Nachunternehmer; Ansprechpartner, Art der Leistung, eingesetzte Mitarbeiter, technische/gerätespezifische Anforderungen, vertragliche Bindung sind anzugeben (Formular Referenz_1.docx)
Abbruch-/Rückbauarbeiten an massiven Bauteilen; im Wesentlichen vertragsgerecht ausgeführt
Mit eigenem Personal ausgeführter maßgeblicher Leistungsumfang; Ansprechpartner, Leistungsart, Mengen, Mitarbeiterzahl, technische Besonderheiten, vertragliche Bindung (Formular Referenz_2.docx)
Abbruch-/Rückbauarbeiten; im Wesentlichen vertragsgerecht ausgeführt
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
Details
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
Median rund 6 Angebote.
Unternehmen, die ähnliche Ausschreibungen gewonnen haben
Aus vergleichbaren bereits vergebenen Vergaben (KI-Ähnlichkeit)
Details
Unternehmen, die ähnliche Ausschreibungen gewonnen haben
Aus vergleichbaren bereits vergebenen Vergaben (KI-Ähnlichkeit)
Weitere Ausschreibungen Abbruch & Rückbau
Alle anzeigenAbbruch- und Rückbauarbeiten, HB4-Abbruch- und Schadstoffmaßnahmen
Land Berlin – Sondervermögen Immobilien des Landes Berlin (SILB) c/o BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH | Vergabekammer des Landes Berlin
Frist:
Reutersbrunnenstr. 34, Neubau KJND und KJHZ, Abbrucharbeiten 1.BA
Stadt Nürnberg Hochbauamt | Vergabekammer Nordbayern bei der Regierung von Mittelfranken | Stadt Nürnberg, Rechtsamt, Abteilung 3-VMN
Frist:
Abriss des Werkstattgebäudes
Verband Kommunaler Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Salzwedel
Frist:
Abbrucharbeiten
Markt Altenstadt
Frist:
CCCLXIX-1-2026-BM-ADP-Abbruch
Wohnbau Mainz GmbH | Vergabekammer Rheinland-Pfalz
Frist:
Sanierung Sachsenstraße 4, Sleep In, Los 2 - Abbruch- und Rückbauarbeiten
Stadtverwaltung Zittau
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