Ausschreibungen Abbruch & Rückbau

Marinestützpunkt Eckernförde, Instandsetzung der Westmole

Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meereschutz Schleswig-Holstein | Vergabekammer des BundesEckernförde, Schleswig-HolsteinFrist: (heute)

Zusammenfassung

Öffentliche Ausschreibung für umfangreiche Bauarbeiten zur Instandsetzung der 470 m langen und 10 m breiten Westmole (Wellenschutzwand/Hafenmauer) im Marinestützpunkt Eckernförde (Schleswig-Holstein). Auftraggeber ist der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN.SH) im Auftrag des Bundes.

Was zu tun ist:

  • Neue Wellenspundwand mit Aufhängekonstruktion aus Stahl
  • Betonsanierung an Molenaußenflächen, Kappen, Fahrbahn und Hohlkästen
  • Kathodischer Korrosionsschutz (KKS) für die Hohlkästen
  • Erneuerung der gesamten technischen Ausrüstung (Abwasser, Trinkwasser, Elektro, Beleuchtung, Feuerlöschleitung, Pumpen, Gebäudeautomation)
  • Unterwasserrbeiten (Taucher) an der Molenunterseite
  • Temporäre Baustelleneinfriedung
  • Bauarbeiten finden auf einem militärisch genutzten Gelände statt

Die Leistung umfasst konstruktiven Ingenieurbau, Wasserbau und technische Anlagen in einem Los. Angebote müssen bis zum 25.06.2026, 11:00 Uhr elektronisch über die e-Vergabe-Plattform eingereicht werden.

Original-Bekanntmachung ansehen

Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert

Noch 0 Tage bis zur Angebotsfrist
Termin / Frist
202620272028
MAIAUGNOVFEBMAIAUGNOVFEBMAIAUG
Veröffentlichung
Angebotsfrist
Bindefrist
Bestandserfassung Punktwolke
Urkalkulation vorlegen
Entsorgungskonzept vorlegen
Werk- und Montageplanung
Bauausführung
KKS-Wartung
bis 2033
KKS-Funktionsprüfungen 1. Jahr
bis 2029
KKS-Leistungsbeurteilungen 1. Jahr
bis 2029
Heute
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen

Niedrigster Preis1 Kriterium
Preis 100%Qualität 0%
  • Preis100%

    Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten.

Es ist ausschließlich das Zuschlagskriterium 'Preis' (Wertungssumme) angegeben; Mehrere Zuschlagskriterien gemäß Formblatt Zuschlagskriterien sind nicht angekreuzt.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Ingenieurbauwerk – Wellenspundwand und Stahlbau

Rückbau und Neubau der Wellenspundwand:

  • Rückbau der alten Wellenschutzwand inkl. Gurtung, Ausrüstung, Poller, Leitern, Fender, Reibehölzer, Kantenpoller, Steg, Kabelaufhängung, Verankerung
  • Lieferung und Einbau einer neuen Wellenspundwand aus Stahlspundbohlen (S355GP, Z-Doppelbohlen in Längen 10,5 m, 17,0 m und 23,3 m) eingebracht durch Vibrieren oder Pressen
  • Herstellung einer Aufhängekonstruktion (Regelelemente 11-18, 21-28, 31-38, 41-48, 51-58, 61-68, 71-78 sowie Element 81-88 für Reibehölzer, Gesamtlängen 12,92 m bzw. 14,46 m) aus Stahl S235 J2 mit Korrosionsschutz System 3/4
  • Gleitleisten am gesamten Gurt (durchgehend), Revisionsgänge je Element, Gitterroste zum Lückenschluss
  • Erstellung der KKS-B-Layout-/Werkplanung durch den Auftragnehmer in Abstimmung mit der TGA
  • Lieferung und Einbau von Diskretanoden mit Dichte 6–8 Stück/m² in den jeweiligen Schutzzonen

Materialgütenachweise:

  • Werkszeugnisse 2.2 nach DIN EN 10204 für alle Stahlbauteile (S235 J2, S235 JR, S235 J2+N, EN-GJS-400/500)
  • Materialgütenachweis für Stahloberflächenvorbereitung und -beschichtung

Böschungssicherung:

  • Abbrechen und Wiederherstellen der Flächensicherung, Filter/Trennlage, Steinschüttung, Anschluss an Bestand

Betoninstandsetzung – Molenoberflächen und Hohlkästen

Kappen und Fahrbahn:

  • Einzelschadstellen instand setzen und Kappen mit Oberflächenschutzsystem OS 11b auf PMMA-Basis mit Nutzschicht versehen
  • Hafenseitige Kappe: Einbau Kantenschutz
  • Kappen-Blockfugen: Flüssigkunststoff-Abdichtung (mit allgemeinem bauaufsichtlichen Prüfzeugnis) und Schleppblechkonstruktion
  • Fahrbahn: Rückbau des GA-Belags, Schadstellen, Rissverpressung, neue Abdichtung, neuer Fahrbahnaufbau (Bitumen-Schweißbahn, Gussasphalt-Deckschicht, Edelstahlband auf Bitumenklebemasse)
  • Blockfuge Fahrbahn: neue Übergangskonstruktion aus Asphalt nach ZTV-ING

Hohlkästen (innen):

  • Lokale Betoninstandsetzung an Decke und Wänden
  • Spritzmörtel zur Betondeckungserhöhung (hafenseitig 3 cm, seeseitig 2 cm)
  • Reprofilierung der Ausbruchstellen (Handauftrag)
  • Kathodischer Korrosionsschutz (KKS) inkl. Schutzestrich
  • Blockfugen im Hohlkasten: Klebeabdichtung (z.B. Sikadur Combiflex LFT 330) mit Schleppblechkonstruktion
  • Demontage der alten Entleerungseinrichtungen, Einbau von Pumpensümpfen (Bronze B10, 0,6 kW)
  • Umlaufende Innenabdichtung im Hohlkasten mit bauzeitlicher Interims- und Klebeabdichtung

Unterseite Molenüberbau:

  • Instandsetzung durch Taucher (DGUV Vorschrift 40 ist zu beachten)

Fugenkonstruktionen (Übersicht):

  • F1: Anschluss Fahrbahnaufbau an Kappe mit Flüssigkunststoff-Abdichtung
  • F2: Fahrbahnblockfuge mit Asphalt-Übergang
  • F3/F4: Kappenblockfuge mit Flüssigkunststoff-Abdichtung und Schleppblech (Querschnitt/Kappenabschluss)
  • F5: Innenabdichtung im Hohlkasten

Korrosionsschutz für Stahlbauteile:

  • Strahlen Sa 2½, Grund-/Zwischen-/Deckschicht gemäß Beschichtungssystem Nr. 4

Technische Ausrüstung – HLS/E und Elektrotechnik

Freischaltung und Rückbau:

  • Demontage der Bestandselektroanlage
  • Rückbau der technischen Anlagen (Schmutzwasser, Trinkwasser, Elektro, KKS, Betankung)
  • Sicherstellung der Wasserversorgung während der Bauzeit
  • Provisorische Energieversorgung für Molenfeuer

Neue Trinkwasserleitung:

  • PE-HD-Rohr DN100, Ringleitung, selbstlimitierende Begleitheizung, 100 mm Elastomerschaum-Dämmung, Wasserzähler (M-BUS), Standrohre DN80 mit Systemtrenner, Hydranten nach DIN EN 14339 DN80
  • Druckprobe, Spülung/Desinfektion, Wasseranalyse gemäß gesetzlicher Vorschriften

Neue Schmutzwasserleitung:

  • PE-HD-Druckleitung 125 × 11,4, Pumpensumpf, Druckaufnehmer, M-BUS-Zähler, Begleitheizung, Dämmung
  • Druckprobe, Dichtheitsprüfung

Regenwasser:

  • PP-SN10-Rohre DN110 mit NBR-Dichtung, Regenwasserfilter (z.B. 3P Hydro-System 400 Trafic), Reinigungsrohr

Feuerlöschanlage:

  • Trockene Löschwasserleitung aus Stahl, polymer-veredelt, DN80/DN100
  • Feuerwehr-Entnahmestellen DN80/65 mit Storz-Kupplungen
  • Hydranten-Einspeisung (118,3 m³/h, 3 bar)
  • Entleerungs-/Entlüftungsventile, Schlauchanschlussventile, Festkupplungen Storz B75
  • Zusätzliche C5-Beschichtung der Entnahmestellen in RAL 3000
  • Hydraulische Berechnung, Druckprobe, Sachverständigenabnahme

Erd- und Oberflächenarbeiten für Leitungsbau:

  • Aufnahme und Beseitigung von Betonpflaster, Bordsteinen, Asphalt
  • Grabenherstellung (Klasse 3–5, Tiefe 1,5–2 m) inkl. Verbau und Wasserhaltung
  • Verfüllung, Verdichtung, Füllsand-Lieferung und Einbau
  • Verlegung der Versorgungsleitungen

Starkstromanlagen:

  • Kabelverteiler 400V/440V, Unterverteilungen, STAK-Anschlüsse
  • Kabelverlegung in Stahlpanzerrohren M20/M25/M32/M40, tauchfeuerverzinkt, Korrosionsschutzklasse 4
  • Kabeleinführungen in V4A Edelstahl (V2A nicht ausreichend)
  • Beleuchtung mit LED-Leuchten
  • 4-polige FI/LS-Schalter C16A, 30 mA, Bemessungsabschaltvermögen 10 kA
  • Fehlerstrom-Leitungsschutzschalter Auslösecharakteristik C
  • Erdung, Isolationsmessungen, Kurzschluss-/Spannungsfall-/Lastflussberechnung
  • Elektroleitungen in starren Kabelrohren (PVC), Verlegung offen auf Putz mit Abstandsschellen

Schwachstromanlagen:

  • Glasfaser OM4
  • TK-Anschlusskästen, Telefonkabel STIII BD A-2Y(L)2Y
  • Verlegeart: unter Putz entfällt – Verlegung erfolgt offen, auf Putz, mit Abstandsschellen (Hinweis aus Bieterinformation Nr. 7)

Umbau Sicherheitstechnik:

  • Umbau Kamerasystem und Molenfeuer
  • Sicherheitsbeleuchtung (Dokumentation in Papier und CAD)

Dichtheitsprüfungen und Inbetriebnahme:

  • Druckprotokolle, Prüfprotokolle für Dichtheits- und Isolationsmessungen
  • Inbetriebnahme und Einweisung Nutzer/Wartung

Gebäudeautomation (GA)

Schaltschränke (8 Stück):

  • Wandausführung ca. 1250 × 800 mm, Edelstahl V4A, zusätzlicher Schutzanstrich RAL 7000
  • Schutzgrad IP66, korrosionsbeständig gegen salzhaltige Umgebung (Salznebel)
  • Innenliegende Montageplatte, bestückt und elektrisch verdrahtet
  • Schaltschrankheizung 24 V DC, 50 W, PTC-Heizelement
  • Schaltschrankthermostat, Hygrostat (40–90 % rF), Druckausgleichs-/Entwässerungselement
  • Türkontaktschalter für Beleuchtung, Arbeitssteckdose über RCBO 0,03 A
  • Kabelverschraubungen Edelstahl M16–M25

Kabel und Verlegesysteme:

  • Verlegesysteme Li-2YCYv(TP) schwarz 2×2×1 mm² (1.000 m)
  • C-Profilschiene B 40 mm H 22 mm, feuerverzinkt (500 m)
  • V4A Edelstahl Abzweigdosen 100×100×61 mm, IP66
  • Telefonkabel STIII BD A-2Y(L)2Y in verschiedenen Aderzahlen

Systemtopologie:

  • Zuordnung von Liegeplätzen A bis L zu GA-Unterverteilungen GA-UV1 bis GA-UV8
  • Kommunikationsprotokolle: Modbus, M-Bus, Netzwerk VLAN 101

Koordinationsaufwand:

  • Technische, terminliche und kaufmännische Abwicklung für Rahmenvertragsleistungen Gebäudeautomation, die an vom Auftraggeber vorgegebene Nachunternehmer vergeben werden müssen
  • Schnittstellenmanagement, Teilnahme an Baubesprechungen, Aufmaß- und Leistungsfeststellung, kaufmännische Abwicklung

Automationseinrichtungen:

  • Hand-/Programmiergerät, Software, Dienstleistungen
  • Lieferung, Montage, Inbetriebnahme und Dokumentation der GA-Feldebene (Sensorik, Zähler)

Baustelleneinrichtung und Logistik

Baustelleneinrichtung:

  • Baustelle einrichten und räumen
  • Baubüros (Container) für den Auftraggeber
  • Baustellenumzäunung (Bauzaun 2,0 m in der Wasserwechselzone, aufgerüstet mit NATO-Draht)
  • Verkehrssicherung (Bauzaun 1,2 m auf der Kappe)
  • Baumstammschutz
  • Sturmsituation-Räumung

Temporäre Einfriedung:

  • Sicherheitszaun F2 Secure mit Y-Ausleger, einseitig 3-reihiger Maschendraht, Gesamthöhe ca. 2,35 m
  • 7 Tore für Lastkraftwagen
  • Mindestabstand 10 m zwischen Bauzaun und Gebäude 124
  • Schlüsselvergabe für Tore 1 und 4 an Bw-Feuerwehr; Tore 2, 3, 5, 6, 7 über Kasernenkommandanten

Bauvermessung und Beweissicherung:

  • Nullpeilung, Endpeilung, Fotodokumentation
  • 3D-Punktwolke zur Bestandserfassung der technischen Anlagen in den Molengängen (1 Woche vor Rückbaubeginn)

Baustellenreinigung:

  • Grobreinigung während der Bauzeit (4.000 m²) – besenrein, sortenreine Entsorgung
  • Feinreinigung am Ende der Bauzeit (2.000 m²) – staub- und streifenfreie Nassreinigung aller Flächen, Einbauten, technischen Anlagen

Sicherheits- und Gesundheitskoordination:

  • SiGe-Fachbeitrag als PDF, Version A-1

Qualitätssicherung:

  • Qualitätssicherungsplan (PDF, Version A-1, 4-fach Papier, farbig)
  • Qualitätssicherungsdokumentation (PDF, Version A-1, 4-fach Papier, farbig)
  • Kontrollprüfungen: Rautiefe, Abreißfestigkeit, Kernbohrung auf Anordnung des AG
  • Verwendbarkeitsnachweise für Spritzmörtel, Betonersatz, Rissfüllstoff

Zutrittsregelungen militärisches Gelände:

  • Anmeldung aller Mitarbeiter beim Kasernenkommandanten (Nachname, Vorname, Geburtsdatum, Wohnsitz, Personalausweisnummer)
  • Bescheinigung über Auftragserteilung dem Kasernenkommandanten vor Beginn übergeben
  • Belehrung der Mitarbeiter durch Bundeswehrdienstleistungszentrum
  • Gültiges Ausweisdokument für tägliches Passwechselverfahren
  • Bei Tätigkeiten > 3 Monate: optional Sonderausweise beantragen
  • Bei Hallennutzung: tägliche An- und Abmeldung beim Hallenmeister

Entsorgung und Abfallwirtschaft

Grundsatz:

  • Vermeidung, Verwertung und Beseitigung von Bau- und Abbruchabfällen gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) und Nachweisverordnung (NachwV)

Zu entsorgende Materialien:

  • Betonabbruch (AVV 17 01 01)
  • Asphaltabbruch (AVV 17 01 07, LAGA-Klasse Z1.1–Z1.2)
  • Strahlschutt (AVV 12 01 17*)
  • Fugenfüllstoffe (PAK-Z2, PCB-Z1.1–Z2)
  • Teerhaltige Abfälle
  • Asbesthaltige Materialien
  • Holz, Metalle, Kunststoffe, Kabel

Erforderliche Nachweise und Analysen:

  • Deklarationsanalysen für Betonabbruch, Asphaltabbruch, Strahlschutt durch zugelassenes Analyseinstitut
  • Entsorgungsnachweise gemäß AG-Unterlagen
  • Messprotokoll der Strahlwasser-Behandlungsanlage (pH-Wert, Datenaufzeichnung)
  • Genehmigungsnachweis zur Einleitung des behandelten Strahlwassers
  • Nachweis der Staub- und Strahlschutzdichtheit gemäß TRGS 551

Anforderungen an Entsorger:

  • Nachweis der Berechtigung der Verwertungs-/Beseitigungsanlage mit Betreiberbestätigung
  • Bei Andienungspflicht: Bestätigung der Abfallwirtschaftsbehörde
  • Anzeige nach § 53 KrWG oder Erlaubnis nach § 54 KrWG
  • Einverständniserklärung zur Auskunftserteilung durch die Abfallwirtschaftsbehörde

Abrechnung:

  • Kosten der Verwertung sind in Einheitspreise einzurechnen
  • Kosten der Beseitigung sind separat zu benennen (Auftraggeber-tragbar)
  • Verwertungs-/Beseitigungsträger können auf Anforderung benannt werden

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Fachliche und technische Eignung

Allgemeine Anforderungen:

  • Eintragung im Handelsregister, Handwerksrolle oder bei der IHK (oder Nachweis, dass keine Pflichteintragung besteht)
  • Nachweis der beruflichen Befähigung und Eignung für vergleichbare Bauleistungen
  • Verfügbarkeit der für die Ausführung erforderlichen Arbeitskräfte
  • Umsatz in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren für vergleichbare Bauleistungen und andere Leistungen (inkl. Anteil bei ARGE)
  • Jahresdurchschnittlich beschäftigte Arbeitskräfte der letzten 3 Kalenderjahre, gegliedert nach Lohngruppen mit extra ausgewiesenem Leitungspersonal

Mit dem Angebot einzureichen:

  • Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124) ODER PQ-Nummer ODER Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE)
  • Zusammenfassung Bieterangabenverzeichnis
  • Grober Bauzeitenplan, Bauablaufbeschreibung, grobes Gerätekonzept
  • Konzepte für Zustiegs-/Montageöffnungen und Revisionsgang innen inkl. Rettungskonzept

Auf Verlangen der Vergabestelle:

  • 3 Referenznachweise (siehe Referenzprojekte)
  • Aufgliederung der Einheitspreise (Formblatt 223)
  • Urkalkulation verschlüsselt im 7-Zip-Format
  • Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Handwerksrolle
  • Unbedenklichkeitsbescheinigungen (Sozialkasse, Finanzamt, Berufsgenossenschaft)
  • Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG
  • Insolvenzplan (falls zutreffend)
  • Produktdatenblätter benannter Fabrikate

Zuverlässigkeit und rechtliche Eignung

Keine Ausschlussgründe:

  • Kein Insolvenzverfahren beantragt oder eröffnet, kein Antrag mangels Masse abgelehnt, nicht in Liquidation
  • Keine Verurteilung in den letzten 2 Jahren wegen Vorschriften mit Eintrag im Gewerbezentralregister (Freiheitsstrafe > 3 Monate, Geldstrafe > 90 Tagessätze, Geldbuße > 2.500 €)
  • Keine Ausschlussgründe gemäß § 6e EU VOB/A
  • Ordnungsgemäße Erfüllung der Verpflichtungen zur Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen
  • Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft

Selbstreinigung:

  • Falls ein Ausschlussgrund gemäß § 6e EU Abs. 1–4 vorliegt, sind Maßnahmen zur Selbstreinigung möglich

Sanktionen:

  • Eigenerklärung zur Verordnung (EU) 2022/576 (Russland-Sanktionen) ist zwingend mit dem Angebot einzureichen

Spezifische Fachqualifikationen – Betoninstandsetzung

Pflichtnachweise für Betoninstandsetzungsarbeiten:

  • SIVV-Schein (Schulungsnachweis für Schutz und Instandsetzung im Betonbau), max. 3 Jahre alt, gemäß RL SIB
  • Düsenführerschein (nur für Spritzmörtel-Arbeiten)
  • Nachweis Gütezeichen/Fremdüberwachung
  • Nennung einer qualifizierten Führungskraft

Anmerkung: Diese Qualifikationen müssen vom ausführenden Personal nachgewiesen werden.

Spezifische Fachqualifikationen – Kathodischer Korrosionsschutz (KKS)

Pflichtnachweise für KKS-B-Arbeiten:

  • Zertifizierung Grad 2 gemäß EN ISO 15257 für Anwendungsbereich 5.4 (Stahlbetonbauwerke)
  • Zertifizierung Grad 4 gemäß EN ISO 15257 für Anwendungsbereich 5.4
  • Person mit Grad-2-Zertifizierung muss ständig auf der Baustelle anwesend sein
  • Firmenzugehörigkeit der zertifizierten Person ist durch Lohnnachweis zu bestätigen

Produktanforderungen:

  • Opferanoden oder Alternativprodukte mit 5 Jahren Betriebsdauer
  • Gleichwertigkeitsnachweis bei Angebotsabgabe (Ausnahme: Musterfläche erst nach Auftragserteilung)
  • Probefläche nach Auftragserteilung, wenn Gleichwertigkeit nachgewiesen wurde
  • Funktionsprüfungen mindestens jeden Monat im ersten Jahr nach Inbetriebnahme
  • Leistungsbeurteilungen mindestens alle 3 Monate im ersten Jahr
  • Wartung der KKS-Anlage über 5 Jahre ab Abnahme gemäß DIN EN ISO 12696, Kap. 10.1 bis 10.3

Ausschluss:

  • Produkte, die die geforderten technischen Anforderungen nicht erfüllen, führen zum Ausschluss des Angebots

Spezifische Fachqualifikationen – Elektrotechnik und Tauchen

Elektrotechnik:

  • Handelsregisterauszug oder Auszug aus der Handwerksrolle
  • Zertifizierungen für Gebäudeautomation
  • Kabeleinführungen in V4A Edelstahl (V2A nicht ausreichend)
  • Fehlerstrom-Leitungsschutzschalter mit Auslösecharakteristik C
  • 4-polige FI/LS-Schalter (C16A, 30 mA) mit Bemessungsabschaltvermögen 10 kA

Taucherarbeiten:

  • Taucheinsatz auf militärischem Gelände und Hafeninfrastruktur
  • Einhaltung der DGUV Vorschrift 40 (Taucherarbeiten)
  • Mindestbesatzung: 2 Taucher + 1 Signalmann (+ ggf. 1 Tauchhelfer bei Schlauchtaucher)
  • Tauchereinsatzleiter als Vertreter des Auftragnehmers vor Ort
  • Bereitstellung eines beheizbaren Umkleideraums, Bootes mit Ausrüstung, Reservetauchers
  • Taucher-Dienstbuch mit täglichen Einträgen
  • Aushänge zu Erste-Hilfe-Maßnahmen und ggf. Druckkammer
  • Bei Tiefen > 10 m oder Erschwert-Einsätzen: Tauchplan erforderlich
  • Auf Verlangen: Herstellerqualifikation gem. DVS 1801, Befähigungsnachweise für Unterwasserschweißer
Referenzprojekte
3 ReferenzenZeitraum: letzte 5 Kalenderjahre (Abnahme in diesem Zeitraum)Volumen: nicht spezifisch beziffert

Drei vergleichbare Referenznachweise aus den letzten fünf Kalenderjahren für Bauleistungen, die mit der Instandsetzung einer Hafenanlage / Mole / Wellenspundwand vergleichbar sind

Je Referenz: Ansprechpartner, Art der ausgeführten Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, stichwortartige Benennung des maßgeblichen Leistungsumfangs inkl. Mengenangaben, durchschnittlich eingesetzte Arbeitskräfte, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen bzw. Kurzbeschreibung der Baumaßnahme, Art der Baumaßnahme (Neubau, Umbau, Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE-Partner/Nachunternehmer), ggf. koordinierte Gewerke, Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung

nicht spezifiziert ReferenzenZeitraum: nicht spezifiziertVolumen: nicht spezifiziert

Referenzen für Opferanoden oder gleichwertige Produkte (Kathodischer Korrosionsschutz) mit einer Betriebsdauer von 5 Jahren

Gleichwertigkeitsnachweis mit 5 Jahren Betriebsdauer; bei nicht ausreichender Marktverfügbarkeit Ausschluss des Produkts

Unternehmen, die ähnliche Ausschreibungen gewonnen haben

Aus vergleichbaren bereits vergebenen Vergaben (KI-Ähnlichkeit)

Checkliste zur Angebotsabgabe

Konkrete Schritte laut Vergabeunterlagen

Teilnahme am Verfahren3
  • Teilnahme im e-Vergabe-Portal aktivierenPflicht
    Erforderlich, damit man Bieterfragen stellen und über Änderungen informiert werden kann.
  • Aktuelles Leistungsverzeichnis/GAEB-Datei herunterladenPflicht
    Es wurden mehrere GAEB-Dateien aktualisiert – nur die aktuelle Version verwenden.
  • Bieterfragetool für Rückfragen nutzenoptional
    Nur nach Teilnahme-Aktivierung möglich.
Pflichtformblätter und Angebotsunterlagen14
  • Angebotsschreiben (Formblatt 213) ausfüllen und unterzeichnenPflicht
  • Angaben zur Preisermittlung (Formblatt 221 oder 222)Pflicht
  • Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124)Pflicht
  • Angebot Lohngleitklausel (Formblatt 224), falls relevantoptional
  • Verzeichnis der Nachunternehmerleistungen (Formblatt 233)Pflicht
  • Verzeichnis der Leistungen/Kapazitäten anderer Unternehmen (Formblatt 235)Pflicht
  • Erklärung Bieter-/Arbeitsgemeinschaft (Formblatt 234), falls zutreffendoptional
  • Erklärung zur Verwendung von Holzprodukten (Formblatt 248)Pflicht
  • Stoffpreisgleitklausel ohne Basiswert (Formblatt 225a) – aktuelle Version verwendenPflicht
  • Eigenerklärung zur Verordnung (EU) 2022/576 (Russland-Sanktionen)Pflicht
  • Zusammenfassung BieterangabenverzeichnisPflicht
  • Urkalkulation verschlüsselt im 7-Zip-Format (bei Nebenangeboten oder auf Verlangen)optional
  • Leistungsverzeichnis mit PreisenPflicht
  • Produktangaben in den dafür vorgesehenen PositionenPflicht
Technische Konzepte und Bauablauf5
  • Grober BauzeitenplanPflicht
  • Beschreibung des vorgesehenen BauablaufsPflicht
  • Grobes Gerätekonzept (inkl. Antransport & Montage, Spundwandarbeiten)Pflicht
  • Konzept Nutzung Zustiegs- und Montageöffnungen / Rettungskonzept (Hochkiste)Pflicht
  • Konzept Arbeiten unter der Fahrbahnplatte / Rettungskonzept Revisionsgang innenPflicht
Eignungsnachweise (auf Verlangen der Vergabestelle)8
  • Drei Referenznachweise (vergleichbare Bauleistungen, letzte 5 Kalenderjahre)optional
    Vergleichbare Leistungen, mit Ansprechpartner, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang, eingesetzten Arbeitskräften, Bestätigung des Auftraggebers.
  • Gewerbeanmeldung / Handelsregisterauszug / Handwerksrolle oder IHK-Eintragoptional
  • Unbedenklichkeitsbescheinigung der tariflichen Sozialkasseoptional
  • Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamtes (Steuersachen)optional
  • Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStGoptional
  • Qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft (mit Lohnsummen)optional
  • Erklärung zur durchschnittlichen Arbeitskräftezahl der letzten 3 Jahre (nach Lohngruppen, Leitungspersonal extra)optional
  • Insolvenzplan (falls zutreffend)optional
Fachliche Qualifikationsnachweise8
  • SIVV-Schein (max. 3 Jahre alt) für BetoninstandsetzungsarbeitenPflicht
    Pflicht für die ausführenden Fachkräfte.
  • Düsenführerschein (für Spritzmörtel-Arbeiten)Pflicht
  • Nachweis Gütezeichen/Fremdüberwachung für BetoninstandsetzungPflicht
  • KKS-Zertifizierung Grad 2 und Grad 4 nach EN ISO 15257 (Anwendungsbereich 5.4 Stahlbetonbauwerke)Pflicht
    Person mit Grad 2 muss ständig auf der Baustelle anwesend sein.
  • Handelsregisterauszug oder Auszug aus der Handwerksrolle (Elektrotechnik)Pflicht
  • Herstellerqualifikation gem. DVS 1801 (Unterwasserschweißen)optional
    Auf Verlangen der Vergabestelle.
  • Befähigungsnachweise für Unterwasserschweißeroptional
    Auf Verlangen der Vergabestelle.
  • Gleichwertigkeitsnachweis bei Anoden/Alternativprodukten für KKS (5 Jahre Betriebsdauer)Pflicht
Nebenangebote (falls abgegeben)8
  • Leistungsverzeichnis in Gliederung der Vergabeunterlagenoptional
  • Baubeschreibung in Gliederung der Vergabeunterlagenoptional
  • Jedes Nebenangebot mit laufender Nummer versehenoptional
  • Änderungen in Vergabeunterlagen-Positionen durch Fettdruck hervorhebenoptional
  • Angebotssumme für die Gesamtinstandsetzungoptional
  • Prüffähige statische Berechnungen und technische Zeichnungenoptional
  • Erläuterungsbericht mit Darstellung von Abhängigkeiten und Auswirkungenoptional
  • Bei Kombinationen: zusätzliche GAEB-Datei und Angebotssumme je Kombinationoptional
Nach Vertragsabschluss vorzulegen9
  • Urkalkulation der Haupt-, Nebenangebote und Sondervorschläge (spätestens 14 Tage nach Zuschlag)Pflicht
  • Urkalkulation für NachunternehmerleistungenPflicht
  • VertragserfüllungsbürgschaftPflicht
  • Detaillierter BauzeitenplanPflicht
  • Detailliertes GerätekonzeptPflicht
  • Beweissicherung / Dokumentationsaufnahmen des BestandesPflicht
  • Entsorgungskonzept (spätestens 4 Wochen nach Auftragserteilung)Pflicht
  • Werk- und Montageplanung (ca. 6 Wochen nach Auftragserteilung)Pflicht
  • Bestandserfassung als 3D-Punktwolke (1 Woche vor Beginn der Rückbauarbeiten)Pflicht

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