Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenRückbau-, Erd- und Kanalbauarbeiten auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Westerholt in Gelsenkirchen/Herten.
Was passiert: Es wird eine rund 1.250 m lange Leitungstrasse gebaut, über die später Produkt- und Fernwärmeleitungen sowie Stromkabel verlegt werden sollen. Dafür muss zunächst die ehemalige Bandbrücke B36 (Stahlbeton-Bodenplatte, Stützen, Fundamente) rückgebaut, eine Baustraße angelegt und abschnittsweise Leitungsgräben mit Kanalbauarbeiten für Regen- und Schmutzwasser hergestellt werden.
Wichtige Rahmenbedingungen:
Hinweise zum Verfahren:
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGeltungsbereich und gemeinsame Pflichten
Die Leistungen umfassen ein einziges Los und gelten für die Gesamtmaßnahme "Neue Zeche Westerholt" (Auftraggeber: Entwicklungsgesellschaft Neue Zeche Westerholt mbH und RAG AG).
Übergeordnete Pflichten:
Baustraße und Vorbereitende Maßnahmen
Vor Beginn der 12 Bauabschnitte sind als vorgezogene Maßnahmen durchzuführen:
Verkehrssicherung Marler Straße: für gesamte Bauzeit nach StVO, RSA 21, ZTV-SA; verkehrsrechtliche Anordnung mind. 14 Kalendertage vor Baubeginn beantragen.
Verkehrszeichenplan (§ 45 StVO): mind. 14 Kalendertage vor Baubeginn einreichen.
Sicherheits- und Schutzkonzept kontaminierter Bereiche
Das Baufeld ist mit kokereitypischen Schadstoffen belastet (PAK, Benzo(a)pyren, Kohlenwasserstoffe, Cyanid, Schwermetalle). Daher gelten besondere Anforderungen:
Rückbauarbeiten (Titel 01)
Selektiver Rückbau der ehemaligen Bandbrücke B36 und angrenzender Bauwerke, erschütterungsarm, ohne Sprengung/Meißel im Leitungsbereich.
Bauwerke:
Oberflächenbefestigungen:
Verdämmung Druckrohrleitung DN 500: ca. 30 m³ (Druckfestigkeit > 2 N/mm², 28-Tage-Prüfung, Hygienegutachten für Wasserschutzzonen I/II).
Vorarbeiten: Beräumung Unrat/Hausmüll, Hecken/Büsche/Strauchwerk, Baumstamm- und Wurzelschutz (D 20–70 cm), Aufasten (Äste 5–30 cm), Wurzelstock roden (D 11 bis >50 cm), Suchgräben bis 6 m Tiefe, Handschachtung, Pumpensümpfe, Schmutzwasserpumpe.
Anlagen: Naßschnittverfahren, ATEX-Werkzeuge, nur geprüfte Geräte, Maschinen mit Filterkabine.
Rückbaukonzept mind. 10 Arbeitstage vor Rückbaubeginn mit: Rückbauabfolge, Raster Betonsägearbeiten, Sicherungsmaßnahmen Produktenleitungen, Maschinentechnik und Arbeitsschritte, Schutzmaßnahmen anliegende Bauwerke/Straßen/Vegetation, Staub-/Lärm-/Erschütterungsminderung, Trenn- und Separierungsstrategie, Entsorgungswege.
Beweissicherung + Erschütterungsmessungen gemäß DIN 4150 durch unabhängigen, vom AG zu genehmigenden Gutachter (jeweils vor und nach Rückbau).
Erdarbeiten / Leitungstrasse (Titel 02)
Herstellung der Leitungstrasse auf ca. 1.250 m Länge im Schutzstreifen aufgeständerter Produkt- und Fernwärmeleitungen, in 12 Bauabschnitten (BA1–BA12).
Leistungen je Bauabschnitt (Auszug, vollständige Tabelle in Anlage LV 18):
Erdarbeiten im Detail:
Kanalbau Regen- und Schmutzwasser (Titel 03 + 04)
Kanalbauarbeiten im Bereich Clusterfläche 36.3.
Titel 03 – Regenwasserkanal:
Titel 04 – Schmutzwasserkanal:
Gemeinsame Anforderungen Kanalbau:
Entsorgung
Entsorgungskonzept vor Maßnahmenbeginn mit Angabe der Verwertungs-/Beseitigungswege, Annahmekriterien, Parameterspektrum und Eingangs-/Deklarationsanalysen.
Entsorgungsfraktionen (Beispiele):
Nachweise: Begleitscheine, Lieferscheine mit Wiegedaten, geeichte Waage (Eichbescheinigung vorlegen), Original-Wiegekarten, eANV-konforme Dokumentation, Stoffstromliste wöchentlich. Genehmigungen gem. § 39 KrWG (Sammler/Beförderer gefährlicher Abfälle) und § 7 Abs. 1 GefStoffV sind vom AN beizubringen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenWirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Zuverlässigkeit und persönliche Lage
Erdbau- und Rückbauarbeiten (Leitungs-, Entwässerungs-, Erdarbeiten)
Auf Formblatt 8; alternativ Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis (PQ). PQ-Eintrag muss die Mindestanforderungen abdecken, sonst ergänzende Angaben nötig.
Leitungstiefbau unter Einhaltung DVGW-Regelwerke (alternativ zur GW-381-Zertifizierung)
Auf Formblatt 10; Bestätigung DVGW-Konformität je Projekt; Erbringer kann Bieter, ARGE-Mitglied oder Dritter sein.
Referenzen des Nachunternehmers (nur bei Einsatz von NU mit Leistungswert ≥ 200.000 € netto)
Auf Formblatt 9; gleicher Leistungsbereich wie NU-Einsatz; Erbringer ist der Nachunternehmer selbst.