Ausschreibungen Abbruch & Rückbau

Teilnehmergemeinschaft Rammenau, Ländlicher Wegebau, Am Tanneberg in 01877 Rammenau OT Tanneberg

Teilnehmergemeinschaft Rammenau01877 Rammenau OT Tanneberg, SachsenFrist: (in 2 Tagen)

Zusammenfassung

Was wird gebaut?

Ein rund 710 Meter langer Wirtschaftsweg am nordwestlichen Rand von Rammenau (Ortsteil Tanneberg, Landkreis Bautzen) wird auf bestehender Trasse erneuert und verbreitert (3,00 m Fahrbahnbreite, vollgebundener Asphaltoberbau).

Was ist konkret zu leisten?

  • Vorbereitende Arbeiten (Baustelleneinrichtung, Behelfsweg, Grasmahd, Baumschutz/Rodung, Telekomkabel umverlegen)
  • Erd- und Oberbodenarbeiten, Bodenverfestigung mit Bindemitteln
  • Tragschichten (Schottertragschicht 0/45 sowie Asphalttragschicht AC 22 TN)
  • Deckschichten (Asphaltbeton AC 11 DN), Pflasterarbeiten (Klein- und Großpflaster, Bordsteine)
  • Entwässerung (Drainageleitung DN 250, Entwässerungsmulden, Schächte)
  • Bankette, Böschungssicherung, Markierung/Beschilderung
  • Anpassung Trinkwasserleitung (Schieberkappen, Hydrantenschilder)

Wie läuft das Angebot?

  • Einheitspreisvertrag, keine Losaufteilung
  • Angebote elektronisch über evergabe.de oder schriftlich an den Verband für Ländliche Neuordnung Sachsen
  • Bauzeit: 24.08.2026 bis 13.11.2026
Original-Bekanntmachung ansehen

Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert

Noch 2 Tage bis zur Angebotsfrist
Termin / Frist
2026
JUNJULAUGSEPOKTNOV
Veröffentlichung
Angebotsfrist
Angebotsöffnung
Bindefrist
Ausführungsbeginn
Ausführungszeitraum
Fertigstellung
Heute
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabe

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Vorbereitende und baubegleitende Arbeiten

Baustelleneinrichtung und -räumung

  • Baustelleneinrichtungsfläche eigenständig anmieten
  • Bauinformationstafel aufstellen
  • Baustelle abstecken
  • Bestandslage- und Höhenplan in ETRS89/DREF91 (Lage) und DHHN 2016 (Höhe) erstellen
  • Baustellenräumung am Ende

Beweissicherung und Erschließung

  • Beweissicherung nach DIN 4123 vor Baubeginn
  • Provisorische Umfahrung (Kirschallee, rd. 1.080 m) für Anlieger während Vollsperrung
  • Umleitungsbeschilderung in Abstimmung mit Gemeinde und Auftraggeber
  • Durchfahrt für Rettungsfahrzeuge an Sonn- und Feiertagen sowie nach Tagesende sicherstellen
  • Schachtscheine vor Baubeginn einholen

Vorbereitungsarbeiten

  • Behelfsweg über die Kirschallee herstellen und später zurückbauen
  • Baumschutz- und Rodungsarbeiten
  • Grasmahd: rd. 1.080 m
  • Lichtraumprofil schneiden: 150 Stk.
  • Telekomkabel umverlegen: 780 lfdm
  • Holzmasten umsetzen: 5 Stk.
  • Suchschachtungen: rd. 10 m³

Erd- und Oberbodenarbeiten inkl. Bodenverfestigung

  • Oberboden abheben, verfahren und andecken: rd. 672 m³ (zzgl. weiterer 490 m³ für Bankette/Böschungen)
  • Erdarbeiten: rd. 714 m³ (Homogenbereiche E1–E3)
  • Erdplanum herstellen: rd. 1.909 m²
  • Wegfläche mit Steinfräse bearbeiten: 4.048 m²
  • Bindemittel liefern und ausstreuen: rd. 101 t (hydraulische Bindemittel)
  • Bodenverfestigung herstellen: 4.048 m² (Frästiefe bis 40 cm)
  • Gefräste Fläche profilieren und verdichten: 4.048 m²
  • Verdichtungsanforderungen: Ev2 > 80 MN/m² auf dem Planum, Ev2 > 45 MN/m² auf dem Erdplanum
  • Umrechnungsfaktoren z. B. Oberboden 1 m³ = 1,75 t, Kiessand 0/16–0/63 = 2,25 t, Schotter 0/45 = 2,05 t

Tragschichten und Deckschichten

Ungebundene Tragschichten

  • Schottertragschicht 0/45 mm: 770 m³
  • Mineralgemisch 0/45 mm: 515 m³
  • Geotextil: 4.440 m²
  • Frostschutzschichten nach ZTV

Gebundene Tragschicht (Asphalt)

  • Asphalttragschicht AC 22 TN mit Bitumen 70/100, 22 cm dick: 2.910 m²
  • Randausbildung Asphalt: 750 m

Deckschichten

  • Asphaltbeton AC 11 DN mit Bitumen 50/70, 4 cm dick: 2.650 m², inkl. Sprühmittel und Abstreumaterial
  • Rückstellproben je 1× pro Asphalttragschicht und -deckschicht (je 10 kg)
  • Kleinpflaster aus Zwischenlager: 15 m²
  • Kleinpflaster auf Beton: 8 m²
  • Kleinpflastermulde 5-zeilig: 10 m
  • Granitgroßpflaster: 30 m²
  • Granitgroßpflaster 3-zeilig auf Beton: 17 m
  • Betonbordsteine: 16 m
  • Bankette: 1.525 m (zzgl. 730 lfdm Bankett abtragen)

Entwässerung und Böschungssicherung

  • Drainagegraben mit Drainageleitung DN 250 (Teilsickerrohr): 670 m
  • Schachtbauwerke (gemauerter Schacht DN 1000 mit Einlaufgitter, Kontrollschächte DN 400)
  • Schachtabdeckungen umpflastern: 8 Stk.
  • Entwässerungsmulde profilieren: 600 m
  • Böschungsschutzmatten: 1.380 m²
  • Böschungssicherung: 30 m²
  • Rückbau Durchlässe bis DN 500 und Entsorgung: 70 m
  • Asphaltbefestigung aufnehmen: 2.350 m²
  • Rückbau Baustraße: 3.360 m²

Anpassung Trinkwasserleitung, Ausstattung und Stundenlohnarbeiten

  • Schieberkappen freilegen: 15 Stk.
  • Schieberkappen angleichen: 15 Stk.
  • Schieber- und Hydrantenschilder ausbauen und wiedereinbauen: 10 Stk.
  • Bestandsdokumentation, Fotodokumentation bei Leitungsarbeiten
  • Beschilderung und Markierung
  • Begrünung der Flächen mit regionalem Regiosaatgut (Ursprungsgebiet 8, 15 oder 20): 3.240 m²
  • Stundenlohnarbeiten (Verrechnungssätze für Arbeitskräfte, Baugeräte und LKWs)
  • Kein Einsatz von Recyclingmaterialien im Oberbau

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Fachliche Eignung (Referenzen und Umsatz)

Umsatz: Nachweis des Umsatzes der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre, soweit er Bauleistungen betrifft, die mit der ausgeschriebenen Leistung vergleichbar sind.

Referenzen: Erklärung, dass in den letzten 5 Kalenderjahren vergleichbare Leistungen ausgeführt wurden. Bei engerer Wahl sind 3 Referenznachweise mit folgenden Angaben vorzulegen:

  • Ansprechpartner beim Auftraggeber
  • Art der ausgeführten Leistung
  • Auftragssumme
  • Ausführungszeitraum
  • maßgeblicher Leistungsumfang mit eigenen Personal erbrachten Mengen
  • Zahl der durchschnittlich eingesetzten Arbeitnehmer
  • besondere technische und gerätespezifische Anforderungen
  • Art der Baumaßnahme (Neubau, Umbau, Denkmal)
  • vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer, ARGE-Partner, Nachunternehmer)
  • ggf. koordinierte Gewerke
  • Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung

Arbeitskräfte: Erklärung, dass die für die Ausführung erforderlichen Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. Bei engerer Wahl: jahresdurchschnittliche Zahl der in den letzten 3 Jahren beschäftigten Arbeitskräfte, gegliedert nach Lohngruppen.

Persönliche und rechtliche Eignung

  • Eintragung im Handelsregister, in der Handwerksrolle oder bei der IHK
  • Kein eröffnetes oder beantragtes Insolvenzverfahren, kein bestätigungspflichtiger Insolvenzplan
  • Keine Ausschlussgründe nach § 6e EU VOB/A (insbesondere keine Verfehlungen mit Freiheitsstrafe > 3 Monate, Geldstrafe > 90 Tagessätze oder Geldbuße > 2.500 € in den letzten 2 Jahren)
  • Ordnungsgemäße Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen
  • Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft mit Unbedenklichkeitsbescheinigung

Nachweisformen und Bietergemeinschaften

Präqualifizierte Unternehmen können ihre Eignung durch den Eintrag in die Liste des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e. V. nachweisen – ggf. ergänzt um auftragsspezifische Einzelnachweise.

Nicht präqualifizierte Unternehmen füllen die Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124) aus, ggf. ergänzt um auftragsspezifische Einzelnachweise.

Bietergemeinschaften müssen in Textform erklären:

  • Bildung einer ARGE im Auftragsfall
  • Auflistung aller Mitglieder
  • Benennung eines bevollmächtigten Vertreters
  • gesamtschuldnerische Haftung aller Mitglieder

Nachunternehmer: Art und Umfang der Nachunternehmerleistungen sind anzugeben. Auf Verlangen ist die Präqualifikation oder die Erfüllung der Eignungsvoraussetzungen nachzuweisen. Nachunternehmer müssen die gleichen Eignungskriterien erfüllen.

Referenzprojekte
3 Referenznachweise (bei engerer Wahl) ReferenzenZeitraum: innerhalb der letzten 5 KalenderjahreVolumen: nicht beziffert; Angabe der Auftragssumme pro Referenz erforderlich

Vergleichbare Bauleistungen im ländlichen Wegebau/Straßenbau

Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblicher Leistungsumfang mit Mengen, Zahl durchschnittlich eingesetzter Arbeitnehmer, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme, vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer), ggf. koordinierte Gewerke; Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben

4–10Angebote erwartet
Mittlere Konkurrenz

Median rund 6 Angebote.

Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 27%4–10 · 45%11+ · 28%

Unternehmen, die ähnliche Ausschreibungen gewonnen haben

Aus vergleichbaren bereits vergebenen Vergaben (KI-Ähnlichkeit)

Checkliste zur Angebotsabgabe

Konkrete Schritte laut Vergabeunterlagen

Pflicht-Anlagen zum Angebot9
  • Angebotsschreiben (Formblatt 213) ausfüllen und unterschreibenPflicht
    Muss zwingend eingereicht werden.
  • Leistungsverzeichnis mit Preisen vollständig ausfüllenPflicht
    Alle Ordnungszahlen, Mengen, Einheitspreise, Zwischensummen und Angebotsendsumme.
  • Angaben zur Preisermittlung (Formblatt 221 oder 222)Pflicht
  • Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124) oder Einheitliche Europäische EigenerklärungPflicht
    Nur erforderlich, wenn nicht präqualifiziert.
  • Verzeichnis der Nachunternehmerleistungen (Formblatt 233) – falls Nachunternehmer eingesetzt werdenoptional
  • Erklärung Bieter-/Arbeitsgemeinschaft (Formblatt 234) – bei Bietergemeinschaftenoptional
    Mit bevollmächtigtem Vertreter und gesamtschuldnerischer Haftung.
  • Erklärung zur Verwendung von Holzprodukten (Formblatt 248)Pflicht
  • Angebot Lohngleitklausel (Formblatt 224) – falls zutreffendoptional
  • Prüflabor/Prüfbüro nach RAP Stra für Kontrollprüfungen benennenPflicht
    Bereits mit Angebotsabgabe nennen.
Materialnachweise & Dokumentation8
  • Eignungsnachweise/Lieferwerke für Schotter, Asphaltmischgut, Geogitter, Drainagerohre, Pflaster benennenPflicht
    Lieferwerke sind im LV an den vorgesehenen Stellen einzutragen.
  • Zertifikat/Nachweis für Geotextil vor Einbau vorlegenPflicht
  • Deklarationsanalyse gemäß EBV (Ersatzbaustoffverordnung) bereithaltenPflicht
  • Rückstellproben Asphalt (je 1× pro Asphalttragschicht und -deckschicht, je 10 kg) vorbereitenPflicht
  • Verdichtungsnachweise (z. B. Ev2-Werte) einplanenPflicht
  • Bestandsdokumentation (Lage- und Höhenplan) erstellenPflicht
  • Fotodokumentation bei Leitungsarbeiten erstellenPflicht
  • Verwendungsnachweis für Materialien (kein Recycling im Oberbau) erbringenPflicht
Eignungsnachweise (auf Verlangen der Vergabestelle)10
  • Drei Referenznachweise vergleichbarer Leistungen der letzten 5 Jahre bereithaltenoptional
    Wird nur bei engerer Wahl verlangt, mit Ansprechpartner, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, eingesetzten Arbeitskräften, Bestätigung des Auftraggebers.
  • Sicherheitsauskunft Nachunternehmer (Formblatt 126) – falls verlangtoptional
  • Aufgliederung der Einheitspreise (Formblatt 223) – falls verlangtoptional
  • Arbeitskräfte-Erklärung der letzten 3 Jahreoptional
    Jahresdurchschnittliche Beschäftigung nach Lohngruppen.
  • Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Handwerksrolle oder IHK-Eintragoptional
  • Unbedenklichkeitsbescheinigung Sozialkasseoptional
  • Unbedenklichkeitsbescheinigung Finanzamtoptional
  • Freistellungsbescheinigung § 48b EStGoptional
  • Unbedenklichkeitsbescheinigung Berufsgenossenschaftoptional
  • Urkalkulation in verschlossenem Umschlagoptional
Baustellenorganisation & Beweissicherung8
  • Schachtscheine vor Baubeginn einholenPflicht
  • Beweissicherung nach DIN 4123 vor Baubeginn erstellenPflicht
  • Provisorische Erschließung/Umfahrung (Kirschallee) für Anlieger einrichtenPflicht
  • Umleitungsbeschilderung in Abstimmung mit Gemeinde und Auftraggeber planenPflicht
  • Durchfahrt für Rettungsfahrzeuge an Sonn-/Feiertagen und nach Tagesende sicherstellenPflicht
  • Lager- und Arbeitsflächen eigenständig anmietenPflicht
  • Bauinformationstafel aufstellenPflicht
  • Entsorgungsnachweise für wiederverwertbare Stoffe führenPflicht

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