Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung für Tiefbauarbeiten zur Herstellung von zwei Kreuzungsbauwerken für die Trinkwasserleitung des Zweckverbands Wasserversorgung Bayerischer Wald (WBW). Die Bauwerke entstehen im Zuge des Donauausbaus (Hochwasserschutz Polder Thundorf-Aicha und Polder Gundelau/Auterwörth), und zwar dort, wo die Trinkwasserleitung künftige Hochwasserschutzdeiche kreuzt.
Die Ausschreibung umfasst zwei Lose:
Je Los sind Erdbau, Baugrubenverbau (Trägerbohlwand/Spundwand), Dichtwandarbeiten, Wasserhaltung, Beton- und Stahlbetonarbeiten, Rohrleitungsbau (Stahlrohr DN600 im Schutzrohr DN1000), Schweißarbeiten, Druckprüfung/Desinfektion sowie Landschaftsbauarbeiten (Oberboden, Ansaat, Pflegemahd) gefordert. Der eigentliche Deichbau ist NICHT Teil der Vergabe.
Wichtige Fristen:
Zuschlag: gemeinsam für beide Lose an einen Auftragnehmer, nach niedrigstem Preis.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGemeinsame Leistungsbeschreibung beider Lose
In beiden Losen ist ein Kreuzungsbauwerk für die WBW-Trinkwasserleitung (DN600-Stahlrohr im Schutzrohr DN1000) herzustellen, das eine zukünftige Deichtrasse (Hochwasserschutz HW100 + Freibord) quert. Je Los werden je ein landseitiger und ein wasserseitiger Revisionsschacht in Ortbeton errichtet. Die neue Trinkwasserleitung wird als Medienrohr DA 610x10 mm im Schutzrohr DA 1016/1061x10 mm verlegt; parallel läuft ein Steuerkabel im Kabelschutzrohr. Bestand (Trinkwasserleitung DN800 und altes Steuerkabel) wird nach Umschluss durch Dritte (WBW) zurückgebaut. Deichbau selbst und Anschlussstücke (S-Stücke) sind NICHT im Leistungsumfang enthalten.
Folgende Fachgewerke sind in beiden Losen zu erbringen:
1. Baustelleneinrichtung und Vorarbeiten
2. Landschaftsbauarbeiten
3. Erdarbeiten
4. Verbau-/Spezialtiefbau
5. Wasserhaltung
6. Beton- und Stahlbetonarbeiten
7. Rohrleitungs- und Kabelbauarbeiten
8. Stahlwasserbau / Korrosionsschutz
9. Abbrucharbeiten / Entsorgung
10. Qualitätssicherung, Dokumentation, Abnahme
Zeitliche und verfahrensbezogene Vorgaben (beide Lose)
Bauzeiten: Arbeiten werktags Mo–Fr 07:00–20:00 Uhr; außerhalb nur für Gefahrenabwehr und Wasserhaltung.
Lärmschutz: Lärmintensive Arbeiten (z.B. Spundwandrammung) max. 15 Tage pro Kalenderjahr je Immissionsort bis 70 dB(A); Vorabinformation Immissionsschutzbeauftragter 5 Werktage vorher.
Ansaat: Nur Mitte März bis Mitte Mai oder September bis Oktober (witterungsabhängig).
Prüfzeiten Auftraggeber:
Koordination mit Dritten:
Vertragsgrundlagen (gelten für beide Lose): VOB/B (2016), VOB/C (2023), ZTV-W LB 200-Reihe, ZTV Asphalt-StB, ZTV SoB-StB, digitale Abrechnung und Kommunikation.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenVerfahrensart und Rahmenbedingungen
Offenes Verfahren gemäß EU-Richtlinie 2014/24/EU. Vergabestelle: WIGES Wasserbauliche Infrastrukturgesellschaft mbH, München. Auftraggeber: vertreten durch Wasserwirtschaftsamt Deggendorf. Zuschlag: gemeinsam für beide Lose an einen Auftragnehmer; Zuschlagskriterium ist der niedrigste Preis (ergänzend: Bauzeitenplan mit Beschleunigungsregelung als weiteres Zuschlagskriterium). Angebote sind ausschließlich elektronisch über https://www.meinauftrag.rib.de einzureichen. Angebotsfrist: 09.07.2026, 10:00 Uhr MESZ. Bindefrist: 60 Tage (endet 06.09.2026). Sprache: Deutsch. Geeignet für kleine und mittlere Unternehmen (KMU).
Ausschlussgründe
Bieter müssen erklären, dass keine Ausschlussgründe nach §§ 123, 124 GWB vorliegen, insbesondere keine Verurteilungen/Befangenheiten in den letzten zwei Jahren wegen Verstößen gegen § 21 Abs. 1 SchwarzArbG, § 21 Abs. 1 AEntG oder § 19 Abs. 1 MiLoG. Keine Eintragungen im Wettbewerbsregister. Geordnete wirtschaftliche Lage (keine Insolvenz/Liquidation, ordnungsgemäße Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen, Mitgliedschaft in Berufsgenossenschaft).
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Umsatz des Unternehmens in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren (Bauleistungen und vergleichbare Leistungen) ist anzugeben. Auf gesondertes Verlangen nachzureichen: Unbedenklichkeitsbescheinigungen der tariflichen Sozialkasse, des Finanzamts und der Berufsgenossenschaft; Freistellungsbescheinigung § 48b EStG; Handelsregisterauszug, Gewerbeanmeldung, Handwerkskarte.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124) oder Einheitliche Europäische Eignungserklärung (EEE), alternativ Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis (VP-Lista). Referenznachweise vergleichbarer Leistungen der letzten fünf Kalenderjahre (drei Nachweise bei Zuschlag in engerer Wahl). Ausreichende Arbeitskräfte. Registereintragung (Handelsregister, Handwerksrolle oder IHK).
Spezielle technische Qualifikationen (Pflicht mit dem Angebot)
EXC-2-Zertifikat nach DIN EN 1090-2 für alle Bauteile (Bemessung und Produktion), inkl. Bescheinigung werkseigener Produktionskontrolle und Schweißzertifikat. DVGW-Mindestanforderungsnachweis (Mindestanforderung für Trinkwasser-/Wasserversorgungsarbeiten). Qualifikation Verantwortlicher für Sicherungsarbeiten an Arbeitsstellen (MVAS). Qualifikation geprüfte Fachkraft für Fahrbahnmarkierungen. Prüfurkunde Schutzplanken-Montagefachmann.
Personalqualifikation (für Ausführung, teils vorzuhalten)
Schweißer mit gültigen Schweißerzeugnissen (Werkstoff, Wanddicke, Schweißverfahren) für alle Schweißarbeiten. Verfahrensprüfung gemäß AD-Merkblatt HP 2/1 und VdTÜV-Merkblatt 1052. Personal mit gültigem Isolierpass DVGW GW 15 für Rohrumhüllungsarbeiten. Während Betonierarbeiten: Vertreter des Auftragnehmers mit erweiterter betontechnologischer Ausbildung (E-Schein) muss anwesend sein. Vertragliche Beauftragung einer ständigen Betonprüfstelle (Eigenüberwachung) und Beauftragung einer anerkannten Überwachungsstelle (Fremdüberwachung, mind. Überwachungsklasse 2).
Bietergemeinschaften und Nachunternehmer
Bietergemeinschaften sind zulässig; Vorlage einer gemeinsamen Erklärung in Textform aller Mitglieder erforderlich (Bildung ARGE im Auftragsfall, Auflistung aller Mitglieder, Bezeichnung des bevollmächtigten Vertreters, rechtsverbindliche Vertretung durch bevollmächtigten Vertreter, gesamtschuldnerische Haftung aller Mitglieder). Bei Eignungsleihe: Verzeichnis der Leistungen/Kapazitäten anderer Unternehmen (Formblatt 235); auf Verlangen Verpflichtungserklärung (Formblatt 236). Bei Nachunternehmerwechsel: Präqualifikationsnummer oder Eigenerklärung zur Eignung erforderlich.
Sicherheitsleistungen
Bei Auftragssumme ≥ 250.000 € netto:
Fehlende Unterlagen können nach Fristablauf nachgefordert werden.
Vergleichbare Bauleistungen aus den letzten fünf Kalenderjahren (allgemeine Eignung)
Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblicher Leistungsumfang mit eigenen Arbeitnehmern und eingesetzten Mengen, durchschnittliche Arbeitnehmerzahl, technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptunternehmer/ARGE/Nachunternehmer), Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung
Mindestanforderung DVGW (Wasserversorgungsarbeiten)
DVGW-Zertifikat/-Mitgliedschaft; Pflicht für alle Trinkwasserleitungsarbeiten