Umbau / Ausbau Endo-Urologische Funktionsabteilung Haus G (4) Ebene 2, Los 2: Bauhaupt
Zusammenfassung
Öffentliche Ausschreibung der Helios Kliniken Schwerin GmbH für die Bauhauptleistungen (Los 2) beim Um- und Ausbau der Endo-Urologischen Funktionsabteilung/Schmerztherapie in Haus G (4), Ebene 2, bei laufendem Klinikbetrieb.
Gefordert werden im Wesentlichen: Baustelleneinrichtung (15 Monate Vorhaltezeit), Abbrucharbeiten (Mauerwerk, Ortbeton, Kernbohrungen, Diamantschneiden in Spannbetonhohldecken), Maurerarbeiten (Innenwände ca. 140 m²), Beton- und Betoninstandsetzungsarbeiten, Innenputz (ca. 600 m²), Zementestrich (ca. 575 m²), Bauschlosserarbeiten (ca. 850 kg Profilstahl) und ein Fassadengerüst (ca. 470 m²).
Wichtige Rahmenbedingungen:
- Lärmarbeiten nur Mo–Fr 14–22 Uhr und Sa 7–16 Uhr (Klinikbetrieb)
- Zwingende Staubschutz- und Hygienemaßnahmen
- Angebote ausschließlich elektronisch über die Vergabeplattform
- Angebotsfrist: 21.07.2026, 11:00 Uhr (MESZ)
- Ausführungszeitraum: 31.08.2026 – 30.11.2027 (ca. 15 Monate)
- Nebenangebote und mehrere Hauptangebote sind zulässig
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Details
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Leistungsumfang
Aus den Vergabeunterlagen
Details
Leistungsumfang
Aus den Vergabeunterlagen
Rahmenbedingungen und Klinikbetrieb
Alle Bauarbeiten erfolgen im Bestandsgebäude Haus G (4) Ebene 2 der Helios Kliniken Schwerin, Wismarsche Straße 393–397, 19055 Schwerin, bei laufendem Krankenhausbetrieb.
Wesentliche Auflagen, die für die gesamte Ausführung gelten:
- Lärmverursachende Arbeiten sind ausschließlich Mo–Fr 14:00–22:00 Uhr und Sa 7:00–16:00 Uhr zulässig.
- Zwingender Staubschutz (Staubschutzwände, Staubschutzkabinen, Folienabklebungen, provisorische Deckenverschlüsse).
- Hygieneschutz der angrenzenden Klinikbereiche.
- Zugang zur Baustelle über Außengerüst bzw. Treppenturm Gang 9 und Baugüteraufzug.
- Vorhaltezeit der Baustelleneinrichtung: 15 Monate (Pos. 01.1). Bei Überschreitung der Vertragslaufzeit fallen Längervorhaltungen je Monat an (Pos. 01.2).
- Sämtliche objektbedingten Erschwernisse (Klinikbetrieb, Staub-, Lärm- und Hygieneschutz, Behinderungen) sind in die Einheitspreise einzurechnen – Nachforderungen wegen Erschwernissen sind ausgeschlossen.
Baustelleneinrichtung und Hilfsleistungen (Titel 01)
Einrichtung und Vorhaltung der Baustelle über 15 Monate, inklusive:
- Mobilbaukran für Materialtransport (3 Tage Einsatz, Fabrikat anzugeben)
- Meterriss an Geschosswänden
- Deklarationsanalytik nach TR LAGA Bauschutt und vollständige Abfallnachweisführung (Lieferscheine wöchentlich an Bauleitung, Schlussdokumentation mit Schlussrechnung)
- Staubschutzwände fest und in Folienausführung, Staubschutzkabinen
- Folienabklebungen und provisorische Deckenverschlüsse (Miwo-Platten)
- Provisorische Umwehrungen (Vorhaltung bis 6 Monate)
- Fußbodenschutz (Filzmatten + Holzplatten)
- Öffnungssicherung und Schuttcontainer
- Baureinigung
- Stundenlohnarbeiten für Facharbeiter und Helfer
Abbrucharbeiten im Inneren (Titel 02)
Alle Abbrucharbeiten erfolgen handgeführt und lärmarm (kein schwerer Hydraulikmeißel, nur lärmarme Verfahren).
- Spiegeln der Spannbetonhohlraumdeckenplatten (ca. 39 m²) mit vollflächiger Unterschalung
- Mauerwerksabbrüche (Ziegel, Kalksandstein) ca. 15 m²
- Ortbeton-/Stahlbetonabbrüche ca. 6 m³
- Kernbohrungen DN bis 10 cm (46 Stk.), DN 10–20 cm (19 Stk.), DN 20–30 cm (18 Stk.), inkl. Zulagen für Mehrtiefe
- Senkbohrungen und Schlitze in Spannbetonhohldecken
- Diamantschneidarbeiten in Wänden (ca. 119 m)
- Fußbodenschlitze im Estrich
Für alle Abbrucharbeiten sind Aufmaßskizzen in Grundrissen zu erstellen, von der Bauleitung bestätigen zu lassen und dem Aufmaß beizulegen – Vergütung nur gegen bestätigte Skizzen.
Maurerarbeiten im Bestandsgebäude (Titel 03)
Mauerwerksarbeiten im vorhandenen Gebäude für den neuen Funktionsbereich:
- Innenwände aus Porenbeton d = 15 cm (ca. 110 m²) und d = 11,5 cm (ca. 25 m²)
- KS-Mauerwerk d = 11,5 cm (ca. 6 m²)
- Sturzüberdeckungen, U-Schalen, Mauerwerksanschlüsse und Anarbeiten an Bestandsflächen
- Wandauflage Steinwolle 2 cm
- Unterfütterung mit Quellmörtel, Schließen von Öffnungen mit Rohrdurchführungen
- Ausgleichschichten, Kleinstflächenbearbeitung, Außenecken
Betonarbeiten und Betoninstandsetzung (Titel 04)
Betonarbeiten (04.01):
- Schalungen für Wände und Decken
- Ortbeton für Wände, Decken, Sturzüberdeckungen, Schwellen
- Rohrdurchführungen einschalen und ausbetonieren
- Schließen von Deckendurchbrüchen, Hohlräume mit Mineralwolle ausstopfen
- Einzelbohrungen und nachträgliche Bewehrungsanschlüsse d = 8/10 mm mit Injektionsverbundmörtel (Fabrikat anzugeben, nur durch Baustellenfachpersonal mit gültigem Eignungsnachweis)
- Bewehrung Stabstahl und Matten
Betoninstandsetzung (04.02):
- Untergrundprüfung und -vorbehandlung im Granulatstrahlverfahren
- Bewehrungsentrostung SA 2½, Korrosionsschutz
- Haftbrücke und Reparaturmörtel (2 cm), Feinspachtel (2 mm)
- Packer setzen und Rissverpressung mit Injektionsharz 100 (Fabrikate jeweils anzugeben)
Innenputzarbeiten (Titel 05)
- Untergrundvorbereitung ca. 754 m², inkl. Schließen von Hohlräumen an Unterputzdosen
- Mineralische Putzhaftbrücke ca. 754 m² (Fabrikat anzugeben)
- Innenwandputz CS III, Q2, zweilagig ca. 646 m²
- Innendeckenputz Gips-Kalk-Mörtel B6 (ca. 30 m²)
- Brandschutzputz an Stahlstützen/-trägern R 90 (ca. 30 m)
- Putzträger Streckmetall und Putzprofile (Fabrikate anzugeben)
- Fertighaftputz-Einputzarbeiten, Leibungen, Stürze, Schlitze schließen
Zementestrich (Titel 06)
Estricharbeiten auf ca. 575 m² Fläche:
- Untergrundreinigung mit Schuttbeseitigung
- Trittschalldämmung aus EPS-Platten (DES sg, 22/20 mm, B1) und PE-Schaumstoffbahn
- Trennlage PE-Folie 0,2 mm
- Zementestrich CT-C35-F5-S55, mittlere Dicke 55 mm (Nachbehandlung mindestens 8 Tage)
- Estrichzusatzmittel (Härtungsbeschleuniger + Rückfeuchteschutz → Belegreife 14 Tage)
- Glasfaserzusatz zur Rissreduzierung
- Randdämmstreifen, Schwind- und Arbeitsfugen, Verdübelung mit Edelstahldornen
- Kleinstflächen, Gefälle-Estriche, Rohrdurchführungen
- CM-Messung mit Protokoll und Freigabe der Schichtreife nach mind. 10 Tagen
Bauschlosserarbeiten (Titel 07)
Stahlbau- und Sicherungsarbeiten:
- Profilstahl (I, HEA, HEB, U, Winkel) ca. 850 kg, strahlen SA 2½
- Werkstattvorfertigung als Schweißkonstruktionen
- Feuerverzinkung nach DIN EN ISO 1461 (ca. 250 kg, Korrosivitätskategorie C4/C5)
- Rostschutzgrundbeschichtung Zinkphosphat 40–50 µm (ca. 600 kg)
- Einbau der Stahlprofile (auch über 30 kg/Einheit)
- Sicherung von Innenwänden mit Flachstahlwinkeln 80/140/6 gegen Kippen
- Türsturzsicherungen an Stahlbetonwänden mit Reaktionsharzankern
- Eckschutzwinkel Edelstahl V4A 50/50/3 mm, 2,50 m, gebürstet (Fabrikat des Klebers angeben)
Gerüstarbeiten (Titel 08)
- Fassadengerüst Lastklasse 3, Breite 0,9 m, bis 12 m Höhe (ca. 468 m²), Grundnutzungsdauer 3 Monate
- Gerüsttreppe außenliegend bis 12 m Höhe (2 Stück, 3 Monate Gebrauchsüberlassung)
- Zusätzliche Standzeiten pro m²/Monat bzw. Stück/Monat als Zulage
- An- und Abtransport über das Bestandsgebäude (Innenhof)
- Gerüstsystem-Fabrikat angeben
- Vor Aufbau Abstimmung des Gerüstkonzepts mit dem Planungsbüro
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen
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Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen
Bereits in den LV-Unterlagen erkennbare Anforderungen
Aus dem vorliegenden Leistungsverzeichnis sind folgende Eignungsanforderungen ausdrücklich erkennbar:
- Eignungsnachweis für nachträgliche Bewehrungsanschlüsse (Pos. 04.02.19/04.02.20): Diese Arbeiten dürfen nur von Baustellenfachpersonal mit gültigem Eignungsnachweis ausgeführt werden.
- Bestätigung der Haftpflicht- und Obhutsschadenversicherung mit Abgabe des Angebots (gilt als bestätigt).
- Benennung eines verantwortlichen Bauleiters, der ständig vor Ort ist, Wechsel sind anzuzeigen, Teilnahme an wöchentlichen Bauberatungen ist verpflichtend.
- Vor-Ort-Besichtigung vor Angebotsabgabe als Sorgfaltspflicht des Bieters.
Hinweis zu weiteren Eignungsanforderungen
In den vorliegenden LV-Auszügen sind keine weitergehenden Eignungs- und Auswahlkriterien (z. B. Referenzen, Mindestumsatz, Anzahl vergleichbarer Projekte, technische Mindestanforderungen) hinterlegt. Solche Anforderungen befinden sich üblicherweise in den übrigen Vergabeunterlagen (z. B. Aufforderung zur Angebotsabgabe, Bewerbungsbedingungen, Formblatt 124), die hier nicht vorliegen.
Da für ein öffentliches Bauauftragsverfahren über 250.000 EUR (VOB) Eignungsnachweise (Fachkunde, Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit) regelmäßig verlangt werden, sollten Bieter die vollständigen Vergabeunterlagen (insbesondere die Formblätter 124, 211, 214) anfordern und die dort geforderten Nachweise (z. B. Referenzen vergleichbarer Krankenhaus-Umbaumaßnahmen, Nachunternehmerverzeichnisse, Umsatznachweise) bereithalten.
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
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Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
Median rund 6 Angebote.
Unternehmen, die ähnliche Ausschreibungen gewonnen haben
Aus vergleichbaren bereits vergebenen Vergaben (KI-Ähnlichkeit)
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Unternehmen, die ähnliche Ausschreibungen gewonnen haben
Aus vergleichbaren bereits vergebenen Vergaben (KI-Ähnlichkeit)
Checkliste zur Angebotsabgabe
Konkrete Schritte laut Vergabeunterlagen
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Checkliste zur Angebotsabgabe
Konkrete Schritte laut Vergabeunterlagen
- Leistungsverzeichnis (LV) vollständig ausfüllenPflichtAlle Positionen mit Einzel- und Gesamtpreisen kalkulieren, Netto- und Brutto-Angebotssumme ausweisen
- Rechtsverbindliche Unterschrift auf Angebotsformular/DeckblattPflichtFehlt die Unterschrift, ist das Angebot formal unwirksam
- Bieterangaben/Fabrikat-Eintragungen an den markierten Positionen eintragenPflichtu.a. Mobilbaukran, Injektionsverbundmörtel, Betoninstandsetzungs-Verfahren, Putzhaftbrücke, Putzträger, Fertighaftputz, Innendeckenputz, Brandschutzputz, Trittschalldämmplatten, Randdämmstreifen, Estrichzusatzmittel, Eckschutzwinkel-Kleber, Gerüstsystem (Bieterangabenverzeichnis Seiten 51–53)
- Preisblätter und ggf. Nebenangebote beifügenoptionalNebenangebote und mehrere Hauptangebote sind zulässig
- Vor-Ort-Besichtigung des Baufeldes durchführenPflichtPflicht laut LV: Bieter hat sich vor Angebotsabgabe über die spezifischen Besonderheiten (Klinikbetrieb, Zugang, Bestand) zu informieren
- Schadstoffuntersuchungsbericht (TIR Konzept GmbH, Bericht 40/26-002 vom 27.01.2026) bei Kalkulation berücksichtigenPflichtDeklarationsanalytik nach TR LAGA Bauschutt anwenden
- Abstimmung mit Bauleitung/Planungsbüro vor Kran- und Gerüstaufbau einplanenPflichtKraneinsatz (Pos. 01.6), Kernbohrungen und Gerüstkonzept brauchen Freigabe
- Eignungsnachweis für nachträgliche Bewehrungsanschlüsse (Pos. 04.02.19/20)PflichtDarf nur von Baustellenfachpersonal mit gültigem Eignungsnachweis ausgeführt werden
- Haftpflicht- und Obhutsschadenversicherung bestätigenPflichtGilt mit Abgabe des Angebots als bestätigt
- Verantwortlichen Bauleiter benennenPflichtMuss ständig vor Ort sein, Wechsel anzeigen, Teilnahme an wöchentlichen Bauberatungen
- Bautagebuch führenPflichtWöchentlich der Bauleitung vorlegen, mit Schlussrechnung komplett übergeben
- Aufmaßskizzen für Abbrucharbeiten erstellen und von Bauleitung bestätigen lassenPflichtVergütung der Abbruchpositionen (Titel 02) nur gegen bestätigte Skizzen
- Abfallentsorgung dokumentierenPflichtLieferscheine wöchentlich an Bauleitung, vollständige Dokumentation mit Schlussrechnung
- CM-Feuchtigkeitsmessung Estrich protokollierenPflichtFreigabe Schichtreife unaufgefordert nach mind. 10 Tagen an Bauleitung
- Staubschutzkonzept vorbereiten (Staubschutzwände, -kabinen, Folienabklebungen)PflichtAngrenzende Klinikbereiche müssen hygienisch geschützt werden
- Lärmarbeitszeiten einhalten: Mo–Fr 14–22 Uhr, Sa 7–16 UhrPflichtAußerhalb dieser Zeiten keine lärmverursachenden Arbeiten
- Erschwernisse (Klinikbetrieb, Staub-, Lärm-, Hygieneschutz) in Einheitspreise einkalkulierenPflichtNachforderungen wegen Erschwernissen sind ausgeschlossen
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