Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWorum geht's?
Das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden, Standort W1, saniert die Fassade des denkmalgeschützten Gebäudes H (erbaut 1952/53). Die ausgeschriebenen Bauarbeiten umfassen:
Wichtige Rahmenbedingungen:
Die Leistung wird in einem Los vergeben.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Zuschlagskriterium Preis; ermittelt aus der Wertungssumme des Angebotes (nachgerechnete Angebotssumme unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten). Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme; bei gleicher Wirtschaftlichkeit erhält das Angebot der Werkstatt für Behinderte den Zuschlag.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenStandort, Logistik und Baustellenbedingungen
Standort: BKA-Liegenschaft W1, Wiesbaden, Geisberg, Thaerstraße 11; Flur 33, Flurstück 44/26 (ca. 64.000 m²).
Erschließung: Einspurige Baustraße (3,5 m breit) von der Händelstraße mit Steigungen bis 22,5 %.
Beschränkungen für LKW: max. 4 Achsen, 26 t Gesamtgewicht, max. 10 m Länge, 2,6 m Breite, 4,0 m Höhe.
Anschlüsse: Baustrom und Bauwasser werden vom Auftraggeber bereitgestellt.
Gerüst: Haus H ist bereits komplett eingerüstet.
Baustelleneinrichtung: Einrichten, Vorhaltung über gesamte Bauzeit (Grundvorhaltung 4 Wochen) und Beräumung nach Abschluss; Schutzmaßnahmen (Abkleben Fenster/Türen, Abdeckfolie 0,3 mm, Malerabdeckvlies, Bodenabdeckungen) sind in den Leistungspositionen enthalten.
Sicherheitsanforderungen BKA: Vor Auftragsvergabe muss jeder Mitarbeiter eine Sicherheitsüberprüfung (SÜG) durchlaufen. Dafür sind Adressen der letzten 3 Jahre, ein gültiger Personalausweis/Reisepass, ggf. elektronischer Aufenthaltstitel/Arbeitserlaubnis oder Bestätigung des Einwohnermeldeamtes erforderlich. Ein negativer Bescheid kann zum Ausschluss führen.
Baufeld: Provisorischer Sicherheitszaun trennt das Baufeld ab; Staubschutz und wöchentliche Reinigung sind verpflichtend.
Brandmeldeanlage: Bei gefahrgeneigten Arbeiten (Rauch-/Staubentwicklung) mindestens 48 Stunden vorher mit dem Auftraggeber bzw. der örtlichen Bauleitung Maßnahmen zur Vermeidung von Fehlalarmen abstimmen.
BNB-Nachhaltigkeit, EU-Taxonomie und Umweltschutz
Der Auftragnehmer muss die Voraussetzungen für das BNB-Zertifikat (Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen für Bundesgebäude) und die EU-Taxonomie-Anforderungen erfüllen.
Baustoffe: Es dürfen nur schadstoffarme und emissionsarme Baustoffe eingesetzt werden; alle Bau-, Hilfs- und Nebenstoffe (inkl. Reinigungsmittel) sind in der Excel-Baustoffdeklaration des Auftraggebers zu deklarieren.
Dokumentation:
Baustellenemissionen: Lärmarme/schadstoffarme Bauausführung, Einsatz von Maschinen nach RAL-UZ 53, lärmintensive Arbeiten (> 80 dB(A)) melden, bei Überschreitung 60 + 5 dB(A) Lärmminderungsnachweise.
Staubschutz: Eigene Gefährdungsbeurteilung, Staubschutzkonzept, Schulung der Mitarbeiter, Sofortmeldung bei Wasser-/Feuchteschäden.
Innenraumluft: Nach Fertigstellung Messungen, spätestens 4 Wochen nach Abschluss aller Arbeiten.
Bodenschutz/Grundwasserschutz: Eigene Gefährdungsbeurteilung, Einhaltung Kreislaufwirtschaftsgesetz.
Rückbau Kerntrakt (KT) – 2. Bauabschnitt
Rückbau und Entkernung im Kerntrakt (KT) des Gebäudes H, um die Räume für Bürozwecke umzunutzen. Im Leistungsverzeichnis sind die entsprechenden Abbruch-, Trenn- und Vorbereitungsarbeiten erfasst. Staubschutz und Abfalltrennung sind dabei zwingend einzuhalten.
Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS) – Fassade Haus H
Fachgerechte Errichtung eines WDVS nach DIN 18 345 auf ca. 220 m² Fassade.
Untergrundprüfung/-vorbereitung:
Hauptfläche (WDVS):
Attika-Dämmung: Steinwollplatten vertikal und horizontal, Streifen 24–44 cm breit
Sockeldämmung: EPS/XPS-Dämmplatten 10–16 cm im Spritzwasserbereich und bis 45 cm unter Gelände
Fensterbrüstungen: XPS-Dämmung 4–6 cm (Fassaden Nordwest und Südost)
Armierung/Schlussbeschichtung: Mineralische Armierung 6–10 mm, Edelputz, Fassadenfarbe, Silikat
Detailausbildung: Kantenschutz, Fugendichtbänder, Sockelprofile, Verfugungen, nachträgliche Anarbeiten an den WDVS-Verbindern (Gerüste, Schutz, Ergänzungen), Lieferung/Einbau Vlies, Noppenbahn-Befestigung.
Putz- und Beschichtungsarbeiten (Maler- und Lackierarbeiten)
Ausführung gemäß DIN 18 363.
Putzarbeiten Fassade (mineralisch):
Spachtelarbeiten Fassade (auf Beton):
Beschichtung Fassade:
Detailausbildung & Musterflächen:
Entsorgung und Abfallmanagement
Zu entsorgende Mengen (LV-Positionen):
Leistungen:
Dokumentation, Berichtswesen und Abrechnung
Wöchentliche Pflichten:
Bauanlaufbesprechung: Beteiligung verpflichtend, inkl. BNB-Bauanlaufbesprechung.
Dokumentationsunterlagen zur Abnahme (Original-Ordner + digital als PDF):
Aufmaß: Aufmaßblätter farbig, fortlaufend nummeriert und unterschrieben; Abrechnung nach Zeichnungen des Planers oder Aufmessung.
Rechnungsstellung:
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenSicherheitsüberprüfung und Zutrittsvoraussetzungen BKA
Alle Mitarbeiter des Bieters müssen vor Auftragsvergabe eine Zutritts- bzw. Sicherheitsüberprüfung (SÜG) durchlaufen. Dafür sind je Mitarbeiter vorzulegen:
Ein negativer Bescheid der Überprüfung kann zum Ausschluss des Bieters führen. Auch eine Sicherheitsauskunft und Verpflichtungserklärung (Formblatt 125) ist mit dem Angebot abzugeben.
Fachliche Eignung – Referenzen, Personal und Leistungsfähigkeit
Referenzen (auf Verlangen vorzulegen): Mindestens 3 Referenznachweise aus den letzten 5 Kalenderjahren über vergleichbare Leistungen (WDVS und Maler-/Beschichtungsarbeiten an Fassaden, ggf. denkmalgeschützt). Mit Ansprechpartner, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang mit Mengen, durchschnittlicher Arbeitnehmerzahl, technischen Anforderungen, Art der Baumaßnahme und Bestätigung des Auftraggebers.
Umsatz: Umsatz der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre für vergleichbare Bauleistungen (inkl. Anteil bei ARGE).
Personal: Verfügbarkeit erforderlicher Arbeitskräfte, Lohngruppen und Leitungspersonal der letzten 3 Jahre.
Fachkunde und Zuverlässigkeit: Erfahrung mit denkmalgeschützten Bauwerken und der BNB-Zertifizierung ist erforderlich.
Rechtliche und formale Eignung
Nachunternehmer und Bietergemeinschaften
Bei Weitergabe von Teilleistungen an Nachunternehmer:
Bei Bietergemeinschaften: Formblatt 234 (Erklärung Bieter-/Arbeitsgemeinschaft).
Vergleichbare WDVS- und Maler-/Beschichtungsarbeiten an Fassaden (Neubau, Umbau oder Denkmal)
Mit Ansprechpartner, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, stichwortartiger Leistungsumfang mit Mengen, durchschnittliche Arbeitnehmerzahl, technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme, vertragliche Bindung (Haupt-ARGE-Nachunternehmer) und Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung. Vorlage auf Verlangen der Vergabestelle.