Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenIm Freibad Eschbachtal (Remscheid) wird im Zuge der Sanierung ein neuer kettenbetriebener Zweisäulen-Lastenlift im Technikgebäude (Bauteil S) benötigt. Der Lift verbindet drei Etagen (UG, EG, OG), hat eine Tragkraft von 1.500 kg und wird komplett mit Geländern, Türen, Riffelblechabdeckungen, Elektroanschluss und Inbetriebnahme geliefert. Zum Auftrag gehören Planung/Statik, Baustelleneinrichtung, Lieferung, Montage und eine Vollwartung über 4 Jahre. Das Verfahren ist EU-weit, offen und ohne Lose.
Die Angebotsabgabe erfolgt elektronisch bis 24.07.2026 um 15:00 Uhr über das Vergabeportal DTVP.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAllgemeine Projekt- und Baustellenanforderungen
Es gilt VOB in neuester Fassung, einschlägige EN-/DIN-Vorschriften sowie die KOK-Richtlinien für den Bäderbau. Das Personal des Auftragnehmers muss für die übertragenen Leistungen geeignet sein. Auf der Baustelle ist ein deutschsprachiger, weisungsbefugter Vorarbeiter einzusetzen; Aufsichtführende von Nachunternehmern müssen ebenfalls deutschsprachig sein. Baustrom und Bauwasser werden vom AG an verschiedenen Stellen auf dem Baufeld zur Verfügung gestellt (im LV einkalkuliert bis 75 m). Die Baustelleneinrichtung umfasst Container/Bauwagen, mobile Lagerräume, Maschinen/Krane/Geräte, Schutzwände/-dächer sowie Gerüste und Montagehilfen (Krane, Hubsteiger, mobile Gerüste). Die Entsorgung aller Abfälle und Verpackungsmaterialien ist mindestens wöchentlich gemäß DIN 18299 vorzunehmen. Wöchentliche Baubesprechungen mit bevollmächtigtem Vertreter sind Pflicht; das Projekt ist internetbasiert über den Poolar-Server (PDF) zu führen.
Sicherheits-, Gesundheits- und Umweltschutz
Innerhalb 14 Tagen nach Auftragserteilung ist dem SiGeKo eine Gefährdungsbeurteilung zu übergeben; Ersthelfer sind spätestens zu Arbeitsbeginn zu benennen. Die Zusammenarbeit mit dem bestellten Sicherheitskoordinator ist verpflichtend, SiGeKO-Anforderungen sind unverzüglich einzuhalten. Der AG behält sich eine separate Sachverständigen-(TÜV-)Prüfung vor (Kosten trägt der AG); vom Auftragnehmer zu vertretende Mängel sind im Rahmen VOB/B § 12 umgehend zu beseitigen. Witterungsbedingte Erschwernisse werden nicht gesondert vergütet und gelten nicht als höhere Gewalt.
Planung, Dokumentation und Inbetriebnahme
Innerhalb von 3 Kalenderwochen nach Auftragserhalt sind alle Werkpläne, technischen Angaben und ELT-Schaltpläne dem Architekten und der Bauüberwachung vorzulegen. 3 Wochen vor SV-Abnahme/Inbetriebnahme sind die vollständigen Dokumentationsunterlagen zur Prüfung einzureichen, 2 Wochen vor Abnahme die Ausführungsunterlagen in 3-facher Papier- und 1-facher digitaler Ausfertigung. Die Inbetriebnahme erfolgt durch einen Sachkundigen, einschließlich Einweisung des Betriebspersonals (mit Einweisungsprotokoll). Mit der Lieferung sind Benutzerhandbuch (inkl. E-Schema), CE-Erklärung, Prüfbuch und deutschsprachige Bedienungshinweise zu übergeben.
Elektro- und Steuerungstechnik
Die Einspeisung erfolgt mit 3×400 V+N+PE, Steuerung mit 24 V. Der bauseitige Elektro-Gewerk verlegt die Leitungen im Bereich Schaltschrank/Unterverteilung mit ca. 3 m Überlänge auf Schleife; der Auftragnehmer übernimmt die interne Leitungsverlegung ab Schaltschrank, Aufnahme der bauseitigen Spannungsversorgung sowie die Anklemmung an die jeweiligen Komponenten nach VDE-Richtlinien. Ein abschließbarer Motorschutzschalter am internen Schaltschrank ist zu integrieren. Verzinkungsprotokoll des Herstellers sowie Konformitätserklärungen des Beschichters und der Verzinkerei sind auf Verlangen vorzulegen.
Wartung, Stundenlohnarbeiten und Abfall
Bestandteil des Auftrags ist eine jährliche Vollwartung in den Jahren 1 bis 4 nach Fertigstellung inklusive Störungsbeseitigung und Ersatzteile (gesonderter Wartungsvertrag; AG behält sich die Beauftragung ausdrücklich vor). Stundenlohnarbeiten für Facharbeiter und Helfer sind nach VOB-Bemessung zulässig und täglich durch die Bauleitung zu bescheinigen. Bei alternativen Entsorgungswegen sind die nach KrWG erforderlichen Berechtigungsnachweise, Betreiberbestätigungen und ggf. Bestätigungen der Abfallwirtschaftsbehörde vorzulegen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenUnternehmensbezogene Eignung (Register, Zuverlässigkeit)
Gefordert ist eine Eintragung in das Berufs-/Handwerksregister (Handwerksrolle, Handelsregister oder IHK-Eintragung) bzw. die Erklärung, dass keine Eintragung erforderlich ist. Eine bestimmte Rechtsform ist nicht vorgeschrieben. Das Unternehmen darf sich nicht in Liquidation befinden oder insolvent sein; es dürfen keine Ausschlussgründe nach § 6e EU VOB/A vorliegen (z. B. keine einschlägige Verurteilung zu Freiheits- oder empfindlichen Geldstrafen in den letzten 2 Jahren). Die ordnungsgemäße Erfüllung der steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Pflichten sowie die Mitgliedschaft in der zuständigen Berufsgenossenschaft sind nachzuweisen.
Finanzielle und personelle Leistungsfähigkeit
Erforderlich ist eine bestehende Haftpflichtversicherung (Personenschäden und Sach-/Vermögensschäden jeweils mind. 2 Mio. € je Schadensfall, zweifache Inanspruchnahme pro Jahr). Auf Verlangen sind Unbedenklichkeitsbescheinigungen der tariflichen Sozialkasse, des Finanzamts, eine Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG sowie eine qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft vorzulegen. Für Aufträge ≥ 30.000 € wird der AG einen Auszug aus dem Gewerbezentralregister anfordern. Die jahresdurchschnittliche Zahl der in den letzten 3 Kalenderjahren beschäftigten Arbeitskräfte, gegliedert nach Lohngruppen und mit extra ausgewiesenem Leitungspersonal, ist zu erklären.
Fachliche Eignung und Referenzen
Nachzuweisen sind vergleichbare Leistungen in den letzten 5 Kalenderjahren (3 Referenznachweise mit den geforderten Mindestangaben: Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblicher Leistungsumfang mit Mengen, durchschnittliche Mitarbeiterzahl, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme, vertragliche Bindung, koordinierte Gewerke, Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung). Idealerweise betreffen die Referenzen Lieferung und Montage von Lift-/Fördertechnik, vorzugsweise in Bädern oder vergleichbaren Anlagen.
Ausführungsbezogene Mindestanforderungen
Personal: deutschsprachiger, weisungsbefugter Vorarbeiter und deutschsprachige Aufsichtführende; Fähigkeit zur Gefährdungsbeurteilung, Führung eines Bautagebuchs, regelmäßiger Abfallentsorgung sowie zur elektrotechnischen Anklemmung nach VDE-Richtlinien. Korrosionsschutz: Verzinkung nach EN ISO 1461 und Beschichtung nach DIN EN ISO 12944 mit zugehörigen Protokollen/Erklärungen. Normkenntnis: DIN EN 1570 (2012), VBG 14 ff., EN ISO 1461, DIN EN ISO 12944. Bei Eignungsleihe oder Nachunternehmern mit > 10 % Auftragswert darf kein Russland-Bezug nach EU-Sanktionsverordnung bestehen.
Sanktions- und Tariftreue
Abzugeben ist die Eigenerklärung zu EU-Sanktionen gegen Russland (Sanktionspaket 8, Formular 312/322 EU); sie umfasst auch Nachunternehmer/Lieferanten mit > 10 % Auftragswert und gilt für die gesamte Vertragslaufzeit. Außerdem ist die Verpflichtungserklärung zu Tariftreue und Mindestentgelt nach TVgG NRW verbindlicher Bestandteil des Angebots.
Vergleichbare Leistungen in den letzten 5 Kalenderjahren – Lieferung/Montage von Liftanlagen/Lastenaufzügen oder vergleichbarer Fördertechnik (idealerweise in Bädern/Freizeitanlagen)
3 Referenznachweise mit Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblichem Leistungsumfang mit Mengen, durchschnittlicher Mitarbeiterzahl, besonderen technischen Anforderungen, Art der Baumaßnahme, vertraglicher Bindung (Haupt-AN/ARGE/Nachunternehmer), koordinierten Gewerken sowie Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung