Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) sucht ein Befragungsinstitut für die Fortführung einer großen Langzeitstudie zu psychischer Gesundheit am Arbeitsplatz.
Was zu tun ist:
Zwei Bereiche:
Verfahren: EU-weite offene Ausschreibung, Zuschlag nach bestem Preis-Leistungs-Verhältnis, Abgabe bis 22.07.2026, 10:00 Uhr über das Vergabeportal DTVP.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Gesamtkonzept (Vollständigkeit, Verständlichkeit, Kohärenz)30%
Bewertet wird die Qualität des Gesamtkonzepts hinsichtlich Vollständigkeit, Verständlichkeit und Kohärenz anhand einer Skala von 0 (ungenügend) bis 5 (sehr gut).
- Realistischer Personal-/Finanz-/Terminplan30%
Bewertet wird die Realistischhaltigkeit des Personal-, Finanz- und Terminplans.
- Expertise des eingesetzten Personals15%
Bewertet wird die Expertise des von dem Bieter eingesetzten Personals, z.B. Erfahrung der Interviewenden.
- Einzusetzende Infrastruktur zur Durchführung der Studie25%
Bewertet wird die zur Durchführung der Studie einzusetzende Infrastruktur.
Z = WP / L (einfache Richtwertmethode). WP = Wertungspreis des Angebots (Gesamtsumme aller Preise gemäß Kostenplan, netto bzw. brutto bei ausländischen Bietern). L = ermittelte Leistungspunktzahl des Angebots. Das wirtschaftlichste Angebot ist das Angebot mit der kleinsten Zuschlagskennzahl Z.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGegenstand und Grundgesamtheit
Beschafft wird die Fortführung der Längsschnittstudie zur Mentalen Gesundheit bei der Arbeit (S-MGA). Untersuchungsgegenstand: Zusammenhänge von Arbeitsbedingungen, mentaler Gesundheit, Arbeits-/Funktionsfähigkeit und Erwerbsteilhabe.
Grundgesamtheit sind alle sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland. Die Adressen werden über das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) per Genehmigung nach §75 SGB X bereitgestellt.
Erhebungsmethode und Datenformat
Die Befragung erfolgt als computergestütztes persönliches Interview (CAPI) bei den Teilnehmenden zu Hause, ergänzt um einen schriftlichen Drop-off-Fragebogen. Die durchschnittliche Interviewdauer beträgt ca. 70 Minuten.
Die Datenlieferung erfolgt als SPSS-Datensatz (ab Version 30) – getrennt für Pretest, Hauptfeld und Non-Response-Befragung – inklusive Querschnitts- und Längsschnittgewichtung.
Projektleitung und Erreichbarkeit
Der Auftragnehmer stellt eine verantwortliche Projektleitung sowie eine Stellvertretung mit einschlägiger Erfahrung bereit. Die Erreichbarkeit per Telefon, E-Mail und persönlichen Treffen muss sichergestellt sein.
Datenschutz und Datenflüsse
Auftragnehmer und BAuA sind gemeinsam für die Datenverarbeitung verantwortlich (Art. 26 DSGVO). Dazu gehört eine datenschutzrechtliche Zusatzvereinbarung (Anlage 11). Das Datenschutzkonzept umfasst technische und organisatorische Maßnahmen, die Verpflichtung aller Mitarbeitenden auf den Datenschutz sowie die Anonymisierung offener Textfelder.
Die Datenübergabe erfolgt über eine gesicherte Internetverbindung; Betroffenenrechte (Auskunft, Löschung etc.) sind zu erfüllen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAusschlussgründe und Pflichten
Es dürfen keine Ausschlussgründe vorliegen. Im Kern bedeutet das: keine einschlägigen strafrechtlichen Verurteilungen, keine offenen Steuer- oder Sozialversicherungsbeiträge, keine schweren Verstöße gegen Arbeits- oder Sozialrecht (z.B. Bußgelder wegen Mindestlohnverstößen ab 2.500 € in den letzten zwei Jahren), keine Insolvenz, keine schweren beruflichen Verfehlungen, keine wettbewerbsverzerrenden Absprachen, keine Interessenkonflikte und keine Täuschung gegenüber dem Auftraggeber.
Zusätzlich übernimmt der Bieter mit Angebotsabgabe folgende Pflichten:
Bietergemeinschaften und Unterauftragnehmer
Bietergemeinschaften sind zugelassen. Sie müssen einen bevollmächtigten Vertreter benennen und haften gesamtschuldnerisch. Die Eignungsprüfung erfolgt gesamthaft über alle Mitglieder.
Unterauftragnehmer sind ebenfalls zulässen. Sie müssen dieselben Eigenerklärungen abgeben; ein Verzeichnis mit Leistungsbeschreibung ist einzureichen. Wer sich auf die Eignung Dritter beruft (Eignungsleihe), muss deren Eignung ebenfalls nachweisen.
Erfahrung der Projektleitung mit Längsschnittstudien, Panelbefragungen und CAPI-Erhebungen
Konkrete Referenzanforderungen sind in Anlage 3 (Eignungskriterien) definiert; im vorliegenden Material nicht im Detail hinterlegt. Gefordert wird die Benennung einschlägiger Erfahrung der Projektleitung.