Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDas Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben sucht ein Projektmanagement-/Projektsteuerungsbüro für ein größeres Bauvorhaben: ein neues Forschungsgewächshaus (ca. 1.880 m²), die Sanierung des angrenzenden Trakt G sowie die Erneuerung der zentralen Kälte- und Medienversorgung.
Das Vorhaben ist Teil des Programms „Forschungscampus 2030" und wird mit öffentlichen Fördermitteln finanziert (Budgetobergrenze 22,5 Mio. € brutto). Es handelt sich um ein Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb. Zunächst werden die Projektstufen 1 (Projektvorbereitung) und 2 (Planung) beauftragt; weitere Stufen folgen stufenweise.
Erwartet werden Projektmanagementleistungen nach AHO Heft 9 (Projektstufen 1–5, Handlungsbereiche A–E) inkl. Fördermittelmanagement. Zuschlagskriterien sind fachliche Präsentation (Inhalt/Organisation/Qualität, je ca. 20–30 %) und der Preis (10 %).
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Zuschlagskriterium 1 – Projektbezogene Anwendung/Verwertung der Erfahrungshintergründe für Projektmanagementleistungen nach §§ 2 und 3 AHO Heft 930%
Darstellung der projektbezogenen Anwendung und Verwertung vorhandener Erfahrungshintergründe für Projektmanagementleistungen nach AHO Heft 9 für Instituts-, Forschungs-, Labor- oder Lehrgebäude in Bestandsliegenschaften ab 2016. Inhalte: Analyse der Steuerungsaufgabe, projektbezogene Schwerpunktsetzungen, Herangehensweise unter Berücksichtigung der Referenzvorhaben.
- Zuschlagskriterium 2 – Projektbezogene Anwendung/Verwertung der Erfahrungshintergründe für Fördermittelmanagement20%
Darstellung der projektbezogenen Erfahrungshintergründe für vorhabenbezogenes Fördermittelmanagement (Beantragung, Verwendung, Änderung, Bewirtschaftung, Abrechnung, Endverwendungsnachweis) für Fördermittel ≥ 5 Mio. € brutto bei Hochbauvorhaben ab 2016. Inhalte: Analyse der Steuerungsaufgabe, Schwerpunktsetzungen, Herangehensweise unter Berücksichtigung der Referenzvorhaben.
- Zuschlagskriterium 3 – Interne Organisation/Planungsablauf/Zusammenarbeit mit Planungsbeteiligten und AG25%
Darstellung der internen Organisation, des Planungsablaufs, der Zusammenarbeit mit Planungsbeteiligten und dem AG, Personal-/Kapazitätsplanung für Projektstufen 1 und 2, Terminplanung mit Meilensteinen (Beauftragung 16.10.2026, Z-Bau 31.03.2027), Sicherung personeller Verfügbarkeit vor Ort, Steuerung der Planungsbeteiligten und Einbindung des AG. Bewertung als Gesamtergebnis ohne Einzelgewichtung der Punkte 3.1–3.4.
- Zuschlagskriterium 4 – Qualitäts-, Vergabe-, Termin-, Kosten- und Fördermittelmanagement15%
Darstellung des Qualitätsmanagements, Vergabemanagements (organisatorisch/qualitativ), Maßnahmen zur Termintreue und Störungsmanagement, Kostenmanagement (Kostenverfolgung, Kosteneinhaltung, Risikomanagement), Prozesse zu Mittelabruf/Änderungsantrag/Endverwendungsnachweis sowie Risikomanagement. Bewertung als Gesamtergebnis ohne Einzelgewichtung der Punkte 4.1–4.6.
- Zuschlagskriterium 5 – Kostenangebot10%
Preis-/Kostenangebot auf Grundlage der Projektmanagementleistungen nach AHO Heft 9 (Projektstufen 1-5) mit anrechenbaren Kosten von 16.679.869,08 € netto. Wertung: günstigstes Angebot erhält 10 Punkte, 1 Punkt bei ≥50% über dem günstigsten Angebot, lineare Interpolation dazwischen.
Preis/Kosten (ZK 5): Günstigstes Angebot erhält 10 Punkte; 1 Punkt bei ≥50% über dem günstigsten Angebot; lineare Interpolation dazwischen. Qualitätskriterien (ZK 1-4): Bewertung auf einer Skala von 3 bis 5 (3=zufriedenstellend/überzeugend, 4=sehr überzeugend, 5=besonders überzeugend/herausragend). Gewichtete Summe aller Kriterien ergibt die Gesamtbewertung.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenProjektrahmen und Bauvorhaben
Das Bauvorhaben umfasst drei zusammenhängende Teile:
Das Vorhaben ist Teil des Programms „Forschungscampus 2030 – 1. Bauabschnitt" und dient der Beseitigung erheblicher energetischer, technischer und baulicher Defizite der Bestandsinfrastruktur. Es sichert die Ex-situ-Genbank des Bundes, moderne Forschungskapazitäten sowie die Forschung zu Klimawandel und Ernährungssicherheit.
Budgetobergrenze: 22.518.000 € brutto (Kostengruppen 200–700 nach DIN 276).
Terminrahmen:
Leistungsort: Leibniz-Institut IPK, OT Gatersleben, Seeland, Sachsen-Anhalt (06466).
Leistungsumfang nach AHO Heft 9 (Projektstufen 1–5, Handlungsbereiche A–E)
Die Leistungen umfassen Projektmanagement und Projektsteuerung in Anlehnung an §§ 2 und 3 AHO Heft 9 (Mai 2025 oder ältere, vergleichbare Fassung). Beauftragt werden zunächst die Projektstufen 1 und 2; weitere Stufen folgen stufenweise.
Projektstufen:
Handlungsbereiche (über alle Stufen hinweg):
Optional: Zusätzlich kann die Projektleitung (über die Projektsteuerung hinaus) übernommen werden.
Fördermittelmanagement
Da das Vorhaben mit öffentlichen Fördermitteln finanziert wird, ist das Fördermittelmanagement ein zentraler Bestandteil. Dazu gehören:
Zuwendungsgeber: Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität (Bund-Länder-Finanzierung Sachsen-Anhalt).
Besondere Leistungen
Zusätzlich zu den Grundleistungen können u. a. folgende besondere Leistungen erforderlich werden:
Anrechenbare Kosten (vorläufige Schätzung)
Für den Angebotsvergleich werden folgende vorläufige anrechenbare Kosten zugrunde gelegt (Kostengruppen nach DIN 276):
Zu beachtende Regelwerke
Die Leistungen sind u. a. unter Beachtung folgender Vorschriften zu erbringen:
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche Eignung / Ausschlussgründe
Die Bewerber dürfen nicht ausgeschlossen sein. Verlangt werden Eigenerklärungen zu:
Liegen weniger als 3 fristgerechte Teilnahmeanträge vor, die alle Anforderungen erfüllen, ist eine Nachreichung von Unterlagen grundsätzlich ausgeschlossen (strenge Ausschlussfrist).
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit – Schlüsselpersonal
Das vorgesehene Projektteam muss folgende Mindestqualifikationen nachweisen (mit Abschlussurkunde und Referenzliste):
Referenzprojekte (Mindestanforderungen)
Je Bewerbung sind – ggf. mit einem einzigen Vorhaben – zwei Kompetenzbereiche nachzuweisen. Beide Anforderungen müssen mit Referenzbestätigung und zusätzlicher Arbeitsprobe (je max. 2 Seiten) belegt werden:
Wichtig: Pro Bewerbung darf je Kompetenz nur ein Referenzvorhaben eingereicht werden (gilt auch für Bietergemeinschaften).
Zulässige Bieterstrukturen
Mindestqualität in den Zuschlagskriterien
In allen Zuschlagskriterien (1–4) müssen die inhaltlichen Anforderungen in allen Unterpunkten mindestens in zufriedenstellender Qualität angeboten werden. Wird die Mindestqualität nicht erreicht, erfolgt keine weitere Wertung. Zuschlagskriterien im Überblick:
Die Präsentation der Zuschlagskriterien darf max. 50 Minuten dauern (ohne Rückfragen).
Kompetenz A: Projektmanagementleistungen für den Neubau eines Instituts-, Forschungs-, Labor- oder Lehrgebäudes in einer Bestandsliegenschaft mit Übergabe an Auftraggeber/Nutzer ab 2016
Übereinstimmung mit § 2 AHO Heft 9; Nachweis aller Wertungsparameter (Projektkostenvolumen KG 200–700, Bearbeitungszeitraum, beauftragte Projektstufen/Handlungsbereiche, benannte Personen, Referenzbestätigung, Einhaltung Termin-/Kostenziele); Arbeitsprobe max. 2 Seiten + Referenzbestätigung
Kompetenz B: Vorhabenbezogenes Fördermittelmanagement (Beantragung, Verwendung, Änderung, Bewirtschaftung, Abrechnung, mind. Endverwendungsnachweis) für Fördermittel ≥ 5 Mio. € brutto bei einem Hochbauvorhaben (Instituts-, Forschungs-, Labor- oder Lehrgebäude) ab 2016
Gebäudekategorie Instituts-/Forschungs-/Labor-/Lehrgebäude; Nachweis aller Wertungsparameter (Fördermittelvolumen, Bearbeitungszeitraum, benannte Personen, Referenzbestätigung, Termineinhaltung); Arbeitsprobe max. 2 Seiten + Referenzbestätigung
Fördermittelerfahrung der benannten Personen (2 Personen) im Projektteam: mind. 5 Referenzvorhaben mit ≥ 5 Mio. € brutto Gesamtinvestitionsvolumen, öffentliche Fördermittel
Personenbezogene Referenzliste; Beantragung/Verwendung/Änderung/Bewirtschaftung/Abrechnung öffentlicher Fördermittel bis Endverwendungsnachweis