Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Max-Planck-Gesellschaft sucht ein Projektsteuerungsbüro für einen 10-geschossigen Forschungsneubau (Erweiterung) am Max-Planck-Institut für medizinische Forschung in Heidelberg.
Was gebaut wird: Ein Hochhaus mit Technikzentrale und unterirdischem Sonderlaborbereich, ca. 6.410 m² Nutzungsfläche und 72.922 m³ Bruttorauminhalt. Bauwerkskosten (Kostengruppen 300+400): 67,9 Mio. € netto, Gesamtbaukosten: 85,23 Mio. € netto. Geplanter Baubeginn: Oktober 2026, geplante Übergabe: Oktober 2029.
Was zu leisten ist: Projektsteuerung gemäß AHO Heft Nr. 09 ab Leistungsphase 6 (auf Grundlage der abgeschlossenen LPH 5), Projektstufen 3–5, Handlungsbereiche A–E, inkl. Inbetriebnahmemanagement und Betrieb einer Projektkommunikationsplattform (CDE). Die Arbeiten finden bei laufendem Betrieb der benachbarten Institute statt.
Verfahren: Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb. Zunächst ist ein Teilnahmeantrag einzureichen; daraus werden 3–5 Bewerber zur Angebotsabgabe eingeladen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Qualität des Projektteams25%
Darstellung des Büros und des vorgesehenen Projektteams, innere Organisation, Verantwortlichkeiten, Ansprechpartner, Zusammenarbeit, Entscheidungswege sowie Vorstellung der Projektleitung, stellv. Projektleitung und federführenden Bearbeitung hinsichtlich Berufserfahrung, Qualifikationen und vergleichbarer Projekte (Laborbau, CDE-Nutzung).
- Qualität der Herangehensweise in den Handlungsbereichen75%
Konzeptionelle Ansätze und Herangehensweise in den fünf Handlungsbereichen Organisation, Qualitäten, Kosten, Termine und Verträge.
Einfache Richtwertmethode nach UfAB VI: Wirtschaftlichkeitskennzahl Z = L / P (Leistungspunkte dividiert durch Pauschalpreis). Max. 500 Leistungspunkte.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenArt und Umfang der Projektsteuerungsleistung
Projektsteuerung gemäß AHO Heft Nr. 09 (06. Auflage, 05/2025), § 2 – Projektmanagement in der Bau- und Immobilienwirtschaft.
Beauftragte Leistungsstufen:
Handlungsbereiche (alle, A–E):
Grundlage: Ausgangslage ist die abgeschlossene Leistungsphase 5 (HOAI); die Hauptleistungen beginnen mit LPH 6.
Projektklasse / Honorarzone: IV
Anrechenbare Kosten (netto): 85.230.000 € (KG 200–700, ohne KG 611/612)
Grundhonorar 100 % Leistungsbild (Referenz): 1.837.362,33 € netto (linear interpoliert); davon Grundleistungen PS 3–5: 1.102.417,40 € netto
Besondere Leistungen und Pflichten
Inbetriebnahmemanagement: Steuerung und Unterstützung der Inbetriebnahme des Forschungsneubaus (ohne die Inbetriebnahme selbst zu erbringen).
CDE-Plattform (Projektkommunikationsplattform): Der Auftragnehmer betreibt eine gemeinsame Datenumgebung nach den Vorgaben der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) – 'Unterhaltung Plattform' und 'inhaltliche Kontrolle der Nutzung' sind besondere, optional abrufbare Leistungen.
Bemusterung: Die Bemusterung der Materialien spielt für den späteren Betrieb eine wichtige Rolle und ist aktiv zu begleiten.
Abstimmungen: Häufige und kurzfristige Abstimmungsgespräche vor Ort in Heidelberg oder in der Generalverwaltung der MPG in München (auf Anforderung).
Abstimmung mit Objektplaner: Enge Abstimmung mit dem vom Auftraggeber beauftragten Objektplaner ist zwingend.
Baumaßnahmen bei laufendem Betrieb: Alle Maßnahmen erfolgen im laufenden Betrieb der benachbarten, baulich verbundenen Institute – besondere Rücksichtnahme auf technische Anlagen und Arbeitsabläufe ist erforderlich.
Optionen: Der Auftraggeber behält sich vor, weitere Leistungsstufen (Stufe 3 = PS 4, Stufe 4 = PS 5, Stufe 5 = weitere Stufe) zu beauftragen. Beauftragung muss spätestens 12 Monate nach letzter Teilleistung der zuvor beauftragten Stufe erfolgen.
Projektrahmen – Bauaufgabe (zur Information, nicht Vergabegegenstand)
Bauwerk: Erweiterungsbau MEFO002 für das Max-Planck-Institut für medizinische Forschung, Jahnstraße 29, 69120 Heidelberg.
Gebäudestruktur:
Flächen / Volumen:
Nutzungen im Gebäude:
Bauwerkskosten (KG 300+400): 67.900.000 € netto
Gesamtbaukosten (KG 200–700, ohne KG 611/612): 85.230.000 € netto
Terminrahmen (Planung):
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFormale Ausschlusskriterien
Wirtschaftliche und finanzielle Eignung
Berufshaftpflichtversicherung (verbindliche Zusage mit Teilnahmeantrag, Nachweis vor Auftragserteilung):
Jahresumsatz für Projektsteuerung (Mittel der letzten 3 Geschäftsjahre): ≥ 600.000 €
Bankerklärung zur allgemeinen Kreditwürdigkeit: formlos, nicht älter als 12 Monate
Handelsregister-/Berufsregisterauszug: nicht älter als 12 Monate, Bestätigung der Eintragung gem. Rechtsvorschriften des Sitzlandes; Qualifikation als Architekt/Ingenieur gem. § 75 Abs. 1 und 2 VgV
Fachliche und personelle Eignung
Personalbestand Projektsteuerung: Mittelwert 2023–2025 ≥ 5 fest angestellte Mitarbeiter (in Vollzeitäquivalenten, inkl. Inhaber/Geschäftsführer; ohne freie Mitarbeiter, Praktikanten, Aushilfen). Bewerbergemeinschaften werden summiert.
Eignung Projektteam: Benennung und Nachweis der Eignung von
Bestätigung der technischen Ausrüstung zur fachgerechten Leistungserbringung.
Fachliche, personelle, sachliche und zeitliche Mittel: Erklärung, dass die Leistungen innerhalb des angegebenen Zeitraums erbracht werden können.
Regelkonformität: Leistungen mindestens gemäß allgemein anerkannten Regeln der Technik.
Berufliche Eignung – Referenzprojekte (Mindestanforderungen)
Es sind 2 Pflicht-Referenzen und 1 freiwillige Referenz erforderlich (Details siehe reference_projects):
Pflicht-Referenz Nr. 1 (Fachliche Referenz): Erweiterung/Neubau Laborgebäude mit Projektsteuerung gem. AHO Heft Nr. 09, Honorarzone ≥ IV, mind. PS 3 & 4, mind. 3 Handlungsbereiche A–E, KG 300+400 > 25 Mio. € netto, LPH 8 innerhalb der letzten 5 Jahre vor Fristende abgeschlossen.
Pflicht-Referenz Nr. 3 (Öffentliches Vergaberecht): Nachweis der Anwendung des öffentlichen Vergaberechts (VOB/A) in LPH 6 & 7 (Bauleistungen ober-/unterhalb Schwellenwert ausgeschrieben und beauftragt). Kann separat oder kumuliert mit Referenz 1/2 erbracht werden.
Freiwillige Referenz Nr. 2: zweite Fachreferenz, gleiche Anforderungen wie Referenz 1, anderes Projekt; fließt mit 50 % Gewichtung in die Rangfolge ein.
Rangfolgebewertung: max. 162 Punkte (108 für Ref. 1 + 54 für Ref. 2; Ref. 3 ohne Bewertung).
Verfahrensspezifische Regelungen
Zugelassene Unternehmensformen: Einzelbewerber oder Bewerbergemeinschaften (GbR, oHG oder vergleichbare EU-Rechtsformen). Bei Bietergemeinschaft: gesamtschuldnerische Haftung aller Mitglieder, Benennung eines verantwortlichen Ansprechpartners.
Unterauftragnehmer: bis zu 2 Unterauftragnehmer möglich; Formblatt 09 einzureichen.
Eignungsleihe: zugelassen (FB 08), aber keine 'späte Eignungsleihe' (d. h. erst zur Angebotsabgabe). Auch Eignungsleihende müssen FB 01, 02, 03, 04, 05 (tw.), 06, 10 unterzeichnen.
KMU-Eignung: Das Verfahren ist ausdrücklich NICHT besonders geeignet für kleine/mittlere Unternehmen.
Nebenangebote / Mehrfachangebote: nicht zugelassen.
Verfahrensablauf:
Pflicht-Referenz Nr. 1: Erweiterung/Neubau eines Laborgebäudes mit Projektsteuerung gem. AHO Heft Nr. 09
Honorarzone/Projektklasse ≥ IV; mind. 2 Projektstufen (PS 3 & 4); mind. 3 Handlungsbereiche A–E in mind. 3 Projektstufen; Vergleichbarkeit Bauaufgabe, Projektstufen, Handlungsbereiche, Bauvolumen (Soll ~85 Mio. €), Fläche (Soll ~6.410 m² NUF), Inbetriebnahmemanagement, laufender Betrieb; in Anlage 03 (Excel) eintragen
Freiwillige Referenz Nr. 2: Zweite Fachreferenz mit gleichen Anforderungen wie Referenz Nr. 1
Muss ein anderes Projekt als Referenz 1 sein; fließt mit 50 % Gewichtung in die Rangfolge (max. 54 Zusatzpunkte)
Pflicht-Referenz Nr. 3: Nachweis Anwendung öffentliches Vergaberecht (VOB/A) in LPH 6 & 7
Bauleistungen unter/oberhalb Schwellenwert in LPH 6 & 7 durch Planende ausgeschrieben und beauftragt; kann separat oder kumuliert mit Referenz 1/2 nachgewiesen werden; fließt NICHT in Rangfolgebewertung ein