Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenTischlerarbeiten für den Neubau des Integrierten Technologie- und Gründerzentrums (ITGZ I) auf dem DESY-Campus in Hamburg-Bahrenfeld.
Was zu tun ist: Lieferung und Montage von festen Einbauten aus Holzwerkstoffen mit HPL-Beschichtung – konkret 9 Teeküchen/Pantrys (1. OG bis 5. OG sowie Erdgeschoss), 1 Empfangstresen mit Wand- und Deckenverkleidung, 1 Bistrotresen (L-förmig) und 1 Bistro-Küchenzeile mit Tresenmöbeln und Sitzmöbeln. Inklusive betriebsfertiger Anschlüsse (Elektro, Sanitär), Werk- und Montageplanung, Bemusterung sowie umfangreicher Dokumentation.
Besondere Anforderungen: Das Gebäude wird nach BNB-System (Silber-Standard) zertifiziert – entsprechend sind emissionsarme Baustoffe, FSC/PEFC-zertifizierte Hölzer und das Umweltzeichen „Blauer Engel" (RAL UZ 76) für Span- und Multiplexplatten nachzuweisen.
Einzureichen: Vollständiges Angebot über die Vergabeplattform, Eigenerklärung zur Eignung (VHB 124), Kalkulationsformular 222, Russland-Sanktionserklärung, Holzerklärung (VHB 248) und Nachweis einer Betriebshaftpflichtversicherung (mind. 1,5 Mio. € pro Jahr).
Wichtigster Termin: Angebotsabgabe bis 27.07.2026
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenWerk- und Montageplanung sowie Bemusterung
Für alle Einbauten (Teeküchen, Empfangstresen, Cafeteria/Bistro) ist eine Werk- und Montageplanung inklusive statischer Berechnungen und Aufmaß zu erstellen. Die Pläne sind im Maßstab 1:1 bis 1:100 in DWG und PDF zu liefern; der AG benötigt eine Mindestprüfzeit von 12 Werktagen. Vor Ausführungsbeginn sind 6 Handmuster (mind. DIN A4) für die Farb- und Oberflächenabstimmung vorzulegen.
Materialien und Nachhaltigkeitsanforderungen (BNB)
Alle Einbauten bestehen aus Holzwerkstoffen (Spanplatten P2/P3, MDF, Multiplex) mit HPL- oder Melaminharzbeschichtung sowie Edelstahl V2A (Spritzschutz, Tresenplatten). Dekore gemäß Vorgabe (Pfleiderer 'Ozean U18576 SD', 'American Oak R20119 NW', 'Cuvo U15190 SD' oder gleichwertig). Es gelten die Anforderungen des BNB-Systems Silber-Standard mit Qualitätsniveau 4: emissionsarme/-freie Baustoffe, FSC-/PEFC-zertifizierte Hölzer (Chain of Custody), Umweltzeichen 'Blauer Engel' RAL UZ 76 für Span- und Multiplexplatten, CE-Kennzeichnung aller Bauprodukte sowie SVHC-Deklaration und Formaldehyd-Nachweis (< 0,05 ppm).
Anschlussarbeiten und betriebsfertige Übergabe
Sämtliche Anschlüsse sind betriebsfertig herzustellen und zu prüfen: Elektro (230 V Schuko-Stecker), Sanitär (Eckventile, Abwasser inkl. Sicht- und Funktionsprüfung) sowie die Integration der bauseitigen Einbaugeräte (Kühlschrank, Geschirrspüler, Mikrowelle, Spülbecken).
Dokumentation und Qualitätssicherung
Vor Ausführung sind spätestens 10 Werktage vor Beginn Verwendbarkeitsnachweise, Prüfzeugnisse, bauaufsichtliche Zulassungen, Sicherheitsdatenblätter, FSC-/PEFC-Nachweise und die Materialfreigabeliste vorzulegen. Während der Ausführung sind Bautagesberichte wöchentlich zu übergeben und Hersteller-Überprüfungen durch Anwendungstechniker mit Protokoll nachzuweisen. Nach Ausführung sind Fachbauleiter- und Fachunternehmererklärungen, Produktdatenblätter, Pflege-/Reinigungsanleitungen, Abnahmeprotokolle sowie die vollständige BNB-Zertifizierungsdokumentation zu übergeben (mind. 2 Wochen vor Abnahmebegehren).
Baustellenorganisation und Sicherheit
Vor Beginn sind eine Gefährdungsbeurteilung, Unterweisungsnachweise der Beschäftigten, Kontaktdaten von Sicherheitsfachkraft/Sicherheitsbeauftragtem/Ersthelfer/Bauleiter/Vorarbeiter, eine Gefahrstoffliste, Angaben zu Nachunternehmern und zum Geräte-/Maschineneinsatz sowie ein Montage-/Rettungskonzept vorzulegen. Eine verantwortliche Person muss an der DESY-Sicherheitsunterweisung teilnehmen (ca. 30–60 min, vor Auftragsbeginn). Maßgebende Arbeitszeiten: Mo–Fr 07:00–17:00 Uhr; Nachtarbeit ist nicht zulässig. Erschütternde Arbeiten sind mindestens 14 Tage vorher beim AG anzuzeigen. Die Baustellenordnung und das Projektkommunikationssystem 'Conclude' sind verbindlich.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche und persönliche Eignung
Der Bieter muss seine Eignung über das Formblatt VHB 124 (oder eine PQ-Nummer bzw. die Einheitliche Europäische Eigenerklärung) nachweisen. Erwartet werden Angaben zur fachlichen Qualifikation von Institution und Personal, ein geeignetes, fachkundiges eigenes Personal mit entsprechendem Ausbildungsstand sowie Vertrautheit mit den einschlägigen Sicherheits- und Unfallverhütungsvorschriften. Führungspersonal (Bauleiter, Poliere) muss der deutschen Sprache mündlich und schriftlich mächtig sein; das übrige Personal muss über ausreichende deutsche oder englische Sprachkenntnisse für Unterweisungen verfügen. Der Firmenbauleiter ist schriftlich zu benennen, muss per E-Mail erreichbar sein und während der Leistungserbringung ständig vor Ort anwesend sein.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Nachweis einer Betriebshaftpflichtversicherung mit Deckungssummen von jeweils mindestens 1,5 Mio. € pro Jahr für Personen- und Sachschäden über die gesamte Vertragslaufzeit. Auf Verlangen sind Umsatzangaben der letzten drei Geschäftsjahre (Bauleistungen und vergleichbare Leistungen) sowie die jahresdurchschnittliche Beschäftigtenzahl der letzten drei Jahre (gegliedert nach Lohngruppen, mit extra ausgewiesenem Leitungspersonal) vorzulegen.
Registereintragungen und rechtliche Voraussetzungen
Eintragung im Handelsregister, in der Handwerksrolle (Handwerkskarte) oder bei der Industrie- und Handelskammer. Keine Ausschlussgründe gemäß § 6e EU VOB/A (insbesondere keine Insolvenz, keine schweren Verfehlungen, keine relevanten Einträge im Gewerbezentralregister). Ordnungsgemäße Erfüllung der Verpflichtungen zur Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen; Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft. Vorlage einer Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG (vermeidet 15 %-Steuerabzug).
Referenzen und Russland-Sanktionen
Auf Verlangen sind drei Referenznachweise über vergleichbare Tischlerleistungen der letzten fünf Kalenderjahre vorzulegen. Außerdem ist die unterschriebene Eigenerklärung zu den Russland-Sanktionen (EU-VO 2022/576) zwingend einzureichen – sie betrifft sowohl den Bieter als auch Unterauftragnehmer/Lieferanten/Kapazitätsgeber mit mehr als 10 % Auftragswert über die gesamte Vertragslaufzeit.
Eignungsleihe und Nachunternehmer
Eine Eignungsleihe ist nicht vorgesehen. Werden Kapazitäten anderer Unternehmen genutzt, ist das Verzeichnis VHB 235 mit dem Angebot einzureichen; bei Eignungsleihe zusätzlich die Verpflichtungserklärung VHB 236. Die namentliche Benennung der Nachunternehmer (VHB 236) sowie weitere Nachweise (VHB 211) sind erst auf Verlangen der Vergabestelle vorzulegen, wenn das Angebot in die engere Wahl kommt.
Vergleichbare Tischlerleistungen der letzten 5 Kalenderjahre – Nachweis von Eignung und Erfahrung mit vergleichbaren Innenausbauarbeiten (feste Einbauten, Empfangs-/Tresenmöbel, Küchenzeilen, Wand-/Deckenverkleidungen).
Jede Referenz mit Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblichem Leistungsumfang (inkl. Mengen), durchschnittlich eingesetzter Arbeitnehmerzahl, Besonderheiten (Neubau/Umbau/Denkmal), Rolle (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer) und Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung.