Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenGegenstand dieser Ausschreibung ist die Erbringung von Verkehrsdienstleistungen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) auf der Linie RB 27 (Rhein-Erft-Bahn). Die Strecke führt von Mönchengladbach Hbf über Köln Hbf und Bonn-Beuel bis Koblenz Hbf (ca. 161 km, 420 Sitzplätze pro Zug, ca. 2,5 Mio. Zugkilometer pro Jahr).
Das Verfahren ist ein zweistufiges Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb im Auftrag von go.Rheinland (federführend), SPNV-Nord und VRR. Die Leistung wird als Bruttoverkehrsvertrag vergeben – das Einnahmerisiko liegt bei den Aufgabenträgern, das Betriebskostenrisiko beim Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU). Vertragsbeginn ist der internationale Fahrplanwechsel am 10.12.2028, die Grundlaufzeit beträgt 6 Jahre mit Option auf zwei weitere Jahre (max. bis 13.12.2036).
Eingesetzt werden elektrische Neu- und/oder Gebrauchtfahrzeuge mit eigenem Fahr- und Zugbegleitpersonal. Bieter müssen u.a. eine EVU-Zulassung nach § 6 AEG, eine Sicherheitsbescheinigung nach § 7a AEG sowie eine Referenz über einen SPNV-Verkehrsdienstleistungsauftrag mit mindestens 10 Jahren Laufzeit in Deutschland nachweisen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Wertungspreis100%
Der Zuschlag wird auf das Angebot erteilt, das den niedrigsten Wertungspreis ausweist. Der Wertungspreis errechnet sich aus den jährlich kalkulierten Kosten für die maximale Vertragslaufzeit (Kernlaufzeit und Optionen), ausgenommen Kosten für Mehr- und Minderleistungen, sowie fiktiven Abschlägen für den Einsatz von Neufahrzeugen (nicht älter als Baujahr 2023) in Höhe von 4,0 Mio. € pro Fahrzeug.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenStrecke und Leistungsvolumen
Linie: RB 27 (Rhein-Erft-Bahn)
Streckenverlauf: Mönchengladbach Hbf – Rheydt Hbf – Grevenbroich – Rommerskirchen – Köln Hbf – Köln Messe/Deutz – Troisdorf – Bonn-Beuel – Linz (Rhein) – Neuwied – Koblenz Hbf
Gesamtlänge: 160,69 km
Sollkapazität pro Zug: 420 Fahrgäste
Leistungsvolumen: ca. 2.536.997 Zkm pro Normjahr, davon
Taktung: stündlich, ca. 20–24 Fahrten je Richtung und Tag, Differenzierung nach Mo–Fr, Samstag und Sonntag in beiden Richtungen.
Vertragsform und Laufzeit
Es handelt sich um einen Bruttoverkehrsvertrag: Das Betriebskostenrisiko liegt beim EVU, die Fahrgeldeinnahmen verbleiben bei den Aufgabenträgern.
Fahrzeuge
Einsatz elektrischer Neu- und/oder Gebrauchtfahrzeuge (Lok-Wagen-Zug oder Triebzugkonzept), Zweirichtungsbetrieb, Ausstattung mit ETCS Level 2 (Aus-/Nachrüstung) und PZB, Notbremsüberbrückung, barrierefreier Einstieg an Bahnsteigkanten 550/760/960 mm, Toiletten (mind. 1 je 210 Sitzplätze, davon mind. 1 rollstuhlgerecht), Rollstuhlplätze, Fahrgastinformationssystem (FIS), Mehrfachtraktionsfähigkeit. Inbetriebnahmegenehmigung und Netzzulassung sind Voraussetzung.
Personal
Das EVU stellt eigenes Triebfahrzeugpersonal und Zugbegleitpersonal (Quote wird im Verfahren vorgegeben). Ab Betriebsaufnahme ist die Ausbildung von Triebfahrzeugführern verpflichtend. Zudem ist die Übernahme des nichtbeamteten Fahr- und Zugbegleitpersonals, des Leitstellenpersonals und des Werkstattpersonals des bisherigen Betreibers DB Regio AG, Region NRW vorgesehen.
Vertrieb und Tarif
Anzuwenden sind die Tarife Rheinlandtarif, VRR-Tarif, NRW-Tarif, VRM-Tarif und Deutschlandtarif. Der Vertrieb erfolgt in Zusammenarbeit mit vom Aufgabenträger beauftragten Dritten; ergänzend ist ein mobiler Notverkauf durch das Zugbegleitpersonal vorzuhalten. E-Tickets und Barcode-Fahrausweise sind elektronisch zu prüfen, persönliche Fahrausweise durch Personal.
Fahrgastinformation und Erhebungen
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBefähigung zur Berufsausübung
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Erklärung zur Erfüllung der Anforderungen des § 6c AEG: Das EVU muss bestätigen, dass die Anforderungen hinsichtlich der tatsächlichen und voraussichtlichen finanziellen Verpflichtungen über die gesamte Vertragslaufzeit erfüllt werden.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Nachweis über mindestens eine Referenz im SPNV: ein Verkehrsdienstleistungsauftrag mit mindestens 10 Jahren Vertragslaufzeit in Deutschland. Akzeptiert werden sowohl laufende Verträge (Betriebsaufnahme bereits erfolgt, vollständige Laufzeit noch nicht abgeschlossen) als auch abgeschlossene Verträge (Vertragsende nicht länger als 2 Jahre vor Teilnahmeantragsabgabe).
Ausschlussgründe und Sanktionen
Verfahrensrahmen
Zweistufiges Vergabeverfahren: Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb. Anhand der Eignungskriterien werden mindestens 3 Bewerber zur zweiten Stufe (Angebotsabgabe) zugelassen. Bewerber können als Einzelbieter, Bewerbergemeinschaft oder unter Nutzung von Eignungsleihe auftreten. Eine Nachforderung von Erklärungen und Nachweisen ist möglich; Fristversäumnis führt zum Ausschluss.
Verkehrsdienstleistungsauftrag im Schienenpersonennahverkehr (SPNV)
Erfüllungsort Deutschland. Geforderte Angaben: Name des Verkehrsvertrages, Leistungsgegenstand (inkl. Linien), Zeitpunkt der Betriebsaufnahme, Laufzeit in Jahren, Leistungsvolumen in Zkm/Normjahr, SPNV-Aufgabenträger, Ansprechpartner beim Aufgabenträger.