Ausschreibungen Softwareentwicklung

Neukonzeption und Implementierung der technischen Systemarchitektur des Grundwasserstands- und Vorhersagedienstes GRUVO

Bundesanstalt für Geowissenschaften und RohstoffeHannover, NiedersachsenFrist: (in 29 Tagen)

Zusammenfassung

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover sucht einen Auftragnehmer, der die bestehende Plattform GRUVO (Grundwasserstände und Vorhersagen) technisch neu konzipiert und implementiert.

Worum es geht:

GRUVO stellt bundesweit Grundwasserstände an Messstellen dar und berechnet Vorhersagen. Die heutige Codebasis soll in eine moderne, wartbare und skalierbare Architektur überführt werden, die der Auftraggeber anschließend selbst betreiben, warten und weiterentwickeln kann.

Was zu liefern ist (Kurzüberblick):

  • Ein neues technisches Gesamtsystem inkl. Architekturdesign, Implementierung und Datenmigration
  • Integration bestehender Vorhersageverfahren (Übergang von TensorFlow zu PyTorch)
  • Betriebsfunktionen: Monitoring, Logging, Fehlerbehandlung, Hindcast-Modus, Containerisierung
  • Vollständige Dokumentation und Übergabe des Quellcodes

Rahmenbedingungen:

  • Einzelauftrag (keine Lose)
  • Leistungszeitraum: 12 Monate ab Auftragserteilung, mit 4 Meilensteinen
  • Bindefrist: bis 31.08.2026
Original-Bekanntmachung ansehen

Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert

Noch 29 Tage bis zur Angebotsfrist
Termin / Frist
202620272028
JUNSEPDEZMÄRJUNSEPDEZMÄRJUN
Veröffentlichung
Unterlagen zuletzt aktualisiert
Bieterfragen-Frist
Angebotsfrist
Bindefrist
Zuschlag
Vertragsbeginn
Meilenstein 1: Systemkonzeption
Vertragslaufzeit
Meilenstein 2: Implementierung Kernkomponenten
Meilenstein 3: Datenintegration und Systemausbau
Meilenstein 4: Finalisierung
Vertragsende
Gewährleistung
bis 2029
Geschätztes Vertragsende (allg.)
Heute
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen

Preis & Qualität4 Kriterien
Preis 50%Qualität 50%
  • Preis50%

    Angebotspreis brutto gemäß Preisblatt aus dem Angebotsvordruck. Es fließen sämtliche vom Bieter geforderte Preisangaben in den Wertungspreis ein.

  • Leistung50%

    Gesamtleistungspunkte aus der Bewertung der Bearbeitungsskizze anhand der in der Leistungsbeschreibung formulierten Anforderungen. Bewertet mit Skala 0-3 Punkte multipliziert mit Gewichtungsfaktor.

Bewertungsformel

Z(Angebot) = L(Angebot) / P(Angebot), multipliziert mit Faktor 1.000 für übersichtlichere Zahlenwerte. L = Gesamtsumme der Leistungspunkte (Bewertungspunkte 0-3 multipliziert mit Gewichtungsfaktor). P = Angebotspreis brutto in Euro. Den Zuschlag erhält das Angebot mit dem höchsten Wert Z. Bei identischer Kennzahl erhält das preisgünstigste Angebot den Zuschlag.

Alle Zuschlagskriterien inkl. Gewichtungen (Preis 50%, Leistung 50% mit Unterkriterien 40%/35%/25%) und Bewertungsformel (Z=L/P mit Faktor 1.000) sind vollständig im Dokument angegeben.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Architektur und Implementierung

Neukonzeption und Umsetzung einer technischen Gesamtarchitektur für die GRUVO-Plattform.

  • Erarbeitung der Systemarchitektur mit zentralen Komponenten, Schnittstellen und Abhängigkeiten
  • Funktionale Trennung von Datenverarbeitung, Modellierung und Ergebnisaufbereitung
  • Berücksichtigung unterschiedlicher Vorhersagehorizonte (saisonal, dekadisch, langfristig)
  • Auslegung zunächst für Windows, perspektivisch für Linux
  • Standardisierte Bereitstellung und Ausführung (Containerisierung)
  • Zentrale Konfigurations- und Parametersteuerung
  • Schrittweise Überführung bestehender Modelle von TensorFlow nach PyTorch
  • Skalierbare Verarbeitung einer deutlich erhöhten Anzahl an Messstellen, Parallelisierung, Nutzung von Mehrkernsystemen und GPU

Datenintegration und Migration

Übernahme und Anpassung der bestehenden Datenbestände in die neue Architektur.

  • Nutzung der bestehenden Datenquellen und Datenbestände
  • Übernahme der für den Betrieb erforderlichen Daten
  • Konsistente Datengrundlage für die neue Systemarchitektur
  • Anpassung der Datenhaltung an die neuen Strukturen

Vorhersageverfahren und Hindcast

Integration und Betrieb der bestehenden Modelle in der neuen Architektur.

  • Flexible Anwendung unterschiedlicher Modelle und Vorhersagehorizonte
  • Optimierung von Laufzeiten und Ressourcennutzung
  • Reproduzierbare Anwendung der Modelle
  • Getrennte Ausführungsmodi für Modelltraining/Hindcast und operationellen Vorhersagebetrieb
  • Integration eines Hindcast-Modus für rückblickende Berechnungen für definierte Messstellen und Zeiträume

Betrieb, Monitoring und Qualitätssicherung

Funktionen für einen stabilen und nachvollziehbaren Dauerbetrieb.

  • Definierte, reproduzierbare Ausführungsumgebung
  • Protokollierung der Verarbeitungsschritte (Laufzeiten, Fehlerzustände)
  • Überwachung der Systemabläufe (Monitoring)
  • Strukturierte Fehlerbehandlung mit aussagekräftigen Fehlermeldungen
  • Unit-Tests für zentrale Programmkomponenten

Dokumentation, Übergabe und Beistellleistungen

Vollständige Dokumentation und Übergabe an den Auftraggeber.

  • Technische Dokumentation der Architektur, Komponenten, Verarbeitungsschritte, Betriebsvoraussetzungen und Konfigurationsmöglichkeiten
  • Abschlussbericht in digitaler Form
  • Übergabe des vollständigen Quellcodes inkl. Konfigurationsdateien, Skripte, Abhängigkeiten und Dokumentation
  • Software Bill of Materials (SBOM) gemäß BSI TR-03183-2 (Format SPDX oder CycloneDX)
  • Ausschließliches Nutzungsrecht an der Individualsoftware (proprietär, nicht Open Source)

Beistellleistungen des Auftraggebers:

  • Bereitstellung der bestehenden GRUVO-Codebasis
  • Bereitstellung der bestehenden Datenbank und erforderlicher Datensätze
  • Bereitstellung des Analyseberichts zum technischen Ist-Zustand
  • Bereitstellung von Informationen zur bestehenden Betriebsumgebung und Abläufen
  • Fachliche Unterstützung bei Rückfragen zur Modellierung und Ergebnisbewertung

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Persönliche und wirtschaftliche Zuverlässigkeit

Ausschlusskriterien – das Fehlen einer der Voraussetzungen führt zum Ausschluss.

  • Eigenerklärung zu Ausschlussgründen nach §§ 123, 124 GWB (keine einschlägigen Eintragungen, keine Verurteilungen wegen illegaler Beschäftigung, Steuer-/Abgabenpflichten, krimineller Vereinigung, Bestechung, Betrug, Geldwäsche oder verbotener Wettbewerbsabsprachen)
  • Erfüllung der gewerberechtlichen Voraussetzungen für die Leistungserbringung
  • Kein Insolvenz- oder vergleichbares Verfahren, keine Liquidation
  • Ordnungsgemäße Erfüllung von Steuer-, Abgaben- und Sozialversicherungspflichten
  • Bei Bietergemeinschaften: Erklärung von jedem Mitglied; bei Unterauftragnehmern ebenfalls auf Verlangen vorzulegen

Fachliche Eignung – Personalqualifikationen

Das Team der Fachkräfte muss zusammen folgende Erfahrungen und Kenntnisse nachweisen:

1. Vertiefte Kenntnisse in Konzeption und Umsetzung von Systemarchitekturen für datengetriebene Anwendungen

2. Erfahrung in Entwicklung und Betrieb von Datenverarbeitungssystemen und Analysepipelines

3. Erfahrung in Umsetzung und Steuerung von Workflow-/Pipeline-basierten Verarbeitungsprozessen

4. Erfahrung in Integration und Verarbeitung heterogener Datenquellen (insb. Zeitreihen- und Geodaten)

5. Erfahrung mit relationalen Datenbanksystemen bei datenintensiven Anwendungen

6. Erfahrung in Integration und Betrieb von Machine-Learning-basierten Vorhersageverfahren (insb. Zeitreihen)

7. Kenntnisse in Anforderungen an stabilen operativen Betrieb (Logging, Monitoring, Fehlerbehandlung, Reproduzierbarkeit)

8. Erfahrung in Entwicklung wartbarer, dokumentierter Softwarelösungen

9. Erfahrung in effizienter Verarbeitung größerer Datenmengen (Parallelisierung, GPU)

10. Erfahrung in Planung und Umsetzung komplexer Software-/Datenprojekte (idealerweise Behörden/Forschung)

Fachliche Eignung – Infrastruktur

Nachweis geeigneter Hardware- und Softwareumgebungen.

  • Entwicklungsumgebung, Implementierungs- und Testumgebung
  • Umgebung zur Verarbeitung und Analyse größerer Datenmengen
  • Entwicklungs- und Testumgebungen für die Systemarchitektur
  • Verfahren zur Sicherstellung reproduzierbarer Softwareumgebungen

Weitere Anforderungen an den Auftragnehmer

  • Generalunternehmer: Verantwortung für alle Leistungen inkl. Unterauftragnehmer
  • Benennung von Projektmanager/Projektleiter (Schlüsselpositionen)
  • Einhaltung der IT-Sicherheitsvorgaben des Auftraggebers nach Zuschlag
  • Lieferung der Software ohne Kopier- oder Nutzungssperren
  • Optionale Präqualifizierung (Eintrag im Präqualifizierungsverzeichnis)
  • Ggf. Nachweis einer Haftpflichtversicherung gem. Ziffer 19.1 EVB-IT System-AGB
  • E-Rechnungsfähigkeit als technische Voraussetzung
  • Leistungen an Unterauftragnehmer nur mit Zustimmung des Auftraggebers; Unterauftragnehmer müssen die gewerbe- und handwerksrechtlichen Voraussetzungen erfüllen
Referenzprojekte
nicht beziffert (personenbezogene Nachweise) ReferenzenZeitraum: nicht beziffertVolumen:

Keine klassischen Referenzprojekte gefordert. Stattdessen Nachweis einschlägiger Projekterfahrungen der vorgesehenen Fachkräfte (u.a. Auftraggeber, Projektgegenstand, Zeitrahmen).

Erfahrung in: datengetriebene Systemarchitekturen, Datenverarbeitung/Analysepipelines, Workflow-/Pipeline-Steuerung, Integration heterogener Datenquellen (Zeitreihen, Geodaten), relationale Datenbanksysteme, ML-basierte Vorhersageverfahren (Zeitreihen), stabiler operativer Betrieb, wartbare/dokumentierte Software, Parallelisierung/GPU, komplexe Software-/Datenprojekte (idealerweise Behörde/Forschung).

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben

4–10Angebote erwartet
Mittlere Konkurrenz

Median rund 6 Angebote.

Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 27%4–10 · 45%11+ · 28%

Unternehmen, die ähnliche Ausschreibungen gewonnen haben

Aus vergleichbaren bereits vergebenen Vergaben (KI-Ähnlichkeit)

Checkliste zur Angebotsabgabe

Konkrete Schritte laut Vergabeunterlagen

Pflichtformulare und Eigenerklärungen8
  • Eigenerklärung zu den Ausschlussgründen (Vordruck, unterschrieben)Pflicht
    Deck Ausschlussgründe nach §§ 123, 124 GWB ab. Bei Bietergemeinschaften von jedem Mitglied, ebenso von Unterauftragnehmern.
  • Eigenerklärung Unternehmensangaben (Vordruck, unterschrieben)Pflicht
    Angaben zur wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit.
  • Erklärung des Bieters zu geforderten Nachweisen und Angaben (Checkliste-Formular)Pflicht
    Vollständig ausfüllen und unterschreiben.
  • Vordruck EVB-IT SystemvertragPflicht
  • Bei Bietergemeinschaften: Eigenerklärung Bewerber-/BietergemeinschaftPflicht
    Von jedem Mitglied unterschrieben, im Original oder als PDF beifügen.
  • Bei Eignungsleihe: Verpflichtungserklärung anderer UnternehmenPflicht
    Vom jeweiligen Unterauftragnehmer/Konzernunternehmen ausfüllen und unterschreiben lassen.
  • Bei Unterauftragnehmern: Verzeichnis der NachunternehmerleistungenPflicht
    Nur ausfüllen, wenn Unterauftragnehmer eingesetzt werden.
  • Angabe zu Schutzrechten (gem. Ziff. 1.10 BB)Pflicht
Fachliche Angebotsbestandteile4
  • Bearbeitungsskizze gem. Ziff. 7.1 BHWPflicht
    Darstellung zu den 8 geforderten Themenbereichen (u.a. Architektur, Datenverarbeitung, ML-Integration, Betrieb, Wartbarkeit).
  • Zeit-MengengerüstPflicht
    Für sämtliche Leistungen inkl. Vor- und Nachbereitungen.
  • Angebotspreise netto (ausgefülltes Preisblatt)Pflicht
    Pauschalen für alle Leistungspositionen inkl. Reisekosten.
  • Angabe zu Nebenangeboten (falls zutreffend)optional
    Nur einreichen, wenn Nebenangebote abgegeben werden sollen.
Eignungsnachweise4
  • Nachweise PersonalqualifikationenPflicht
    Für Fachkräfte mit mindestens 10 geforderten Erfahrungen/Kenntnissen (Architektur, Datenverarbeitung, ML, Betrieb, Wartbarkeit etc.).
  • Nachweise InfrastrukturPflicht
    Aufzählende Liste zu Hardware/Software für Entwicklung, Test und Verarbeitung großer Datenmengen, inkl. Verfahren für reproduzierbare Umgebungen.
  • Präqualifizierungsnachweis (falls vorhanden)optional
    Zertifikatsnummer und Eintragungsverzeichnis mit angeben.
  • Bei ausländischen Unternehmen: Angabe zu Nationalität und USt-IdNr.Pflicht
    Pflicht bei nicht-deutschen Bietern.
Plattform- und Verfahrenspflichten3
  • Teilnahme an der e-Vergabe aktivieren (vor Angebotsfrist)Pflicht
    Ohne Aktivierung ist keine Teilnahme möglich; nur dann erhält man Änderungsmitteilungen und kann Bieterfragen stellen.
  • Bieterfragen rechtzeitig stellen (spätestens 8 Tage vor Angebotsfrist)optional
    Frist endet am 08.07.2026, 23:59 Uhr.
  • E-Rechnungsfähigkeit sicherstellenPflicht
    Rechnungsweg OZG-RE (xrechnung-bdr.de), Leitweg-ID 991-01484-64, Bestellnummer 201-10132435.

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Anwendungsentwicklungsleistungen mit .NET, Java und verwandten Technologien in 5 Losen

Land Hessen, vertreten durch die Hessische Zentrale für Datenverarbeitung | Vergabekammer des Landes Hessen beim Regierungspräsidium Darmstadt

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Frist:

Weiterentwicklung und Ausbau einer digitalen Beteiligungsplattform sowie Umsetzung einer Progressive Web App (PWA)

Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend | Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben - Zentrale Vergabestelle des BMBFSFJ | Bundeskartellamt - Vergabekammer des Bundes

Frist:

DL20230719-018100: Ausgeschrieben wird ein dynamisches Beschaffungssystem gemäß §§ 22 bis 24 VgV für diverse Tätigkeiten aus dem IT-Dienstleistungs- und Projektumfeld, die der Unterstützung des Schulrechenzentrums im IT-DLZ dienen. Das dynamische Beschaffungssystem soll für einen Zeitraum von fünf Jahren gelten. Startzeitpunkt ist der Zuschlag auf die erste Einzelvergabe.

Bayerisches Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung | Regierung von Oberbayern - Vergabekammer Südbayern

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