Neugestaltung der Rheinallee in Boppard
Worum es geht: Die Stadt Boppard saniert im Bereich der Rheinallee die historische Rheinufermauer und baut am Fraubachauslass einen kurzen Kaimauerabschnitt neu. Dieses Los (Los 08) umfasst die dazu nötigen Spezialtiefbauarbeiten – also alles, was mit Verankerung, Injektion, Spundwand und Mauerwerkssanierung zu tun hat. Was konkret zu tun ist: Die Natursteinmauer wird mit rund 799 Mikropfählen rückverankert und mit einer Niederdruck-Hohlrauminjektion (900 m²) stabilisiert. Anschließend wird das Mauerwerk im Trockenspritzverfahren neu verfugt (900 m²), Steine werden ersetzt, die Mauerkrone als Stahlbeton-Kopfbalken (310 m) erneuert. Am Fraubachauslass wird ein ca. 14 m langer Abschnitt komplett neu gebaut: Spundwand, Unterwasserbeton und eine neue Stahlbeton-Ufermauer mit Naturstein-Vorsatzschale. Dazu kommen Baustelleneinrichtung auf Wasser- und Landseite, Wasserhaltung/Fangedamm, Kampfmittelsondierung, ökologische Baubegleitung, Denkmalschutz-Abstimmung und umfangreiche Dokumentation/Beweissicherung. Wichtige Randbedingungen: Bauarbeiten an der Wasserlinie nur bei niedrigen Rheinwasserständen (April–August). Schiffsanleger (Steiger 8–13) bleiben teilweise in Betrieb. Ausführungszeitraum: 11.01.2027 bis 10.12.2027 (ca. 11 Monate). Geschätzter Auftragswert: ca. 3,04 Mio. € netto. Was der Bieter mitbringen muss: Mindestens 3 Referenzen aus den letzten 5 Jahren zur Instandsetzung von historischem Natursteinmauerwerk, darunter jeweils mind. eine mit Trockenspritz-Verfugung, Niederdruckinjektion und Rückverankerung. Erfahrung im Spezialtiefbau, geeignete Geräte (Bohrraupe, Spundwandgerät) und Personal inkl. ggf. Sprengberechtigung (§ 20 SprengG) für Kampfmittelsondierung. Haftpflichtversicherung (2 Mio. € Personenschäden / 500.000 € sonstige Schäden). Zuschlag: Es zählt allein der Preis. Angebotsfrist: 22.09.2026, 10:00 Uhr – ausschließlich elektronisch über die Vergabeplattform subreport.
