Was ausgeschrieben werden soll
Leistungen laut Beschlussvorlage
- Gebäude
- Das ehemalige Schulgebäude aus dem 19. Jahrhundert wird erhalten, umgebaut und in den Erweiterungsneubau eingebunden. Die Geschossfläche beträgt 1.745 m². Im Erdgeschoss liegen Alarmfunktionen, Umkleiden mit Sanitärräumen, eine Fahrzeughalle mit vier Stellplätzen sowie Werkstatt, Material- und Lagerräume. Im ersten und zweiten Obergeschoss folgen Büros, Gruppenräume für die Jugend- und Kinderfeuerwehr, ein teilbarer Aufenthaltsraum, eine Teeküche und ein Gästezimmer. Ein Übungsturm nach DIN 14092-3 gehört dazu.
- Bauweise
- Massivbau mit Stahlbetondecken und Klinkerfassaden. Die Flachdächer erhalten Gefälledämmung, Abdichtung und eine extensive Begrünung. Der Boden der Fahrzeughalle bekommt eine rutschhemmende Beschichtung der Klasse R12, in Fluren und Büros kommt Linoleum auf schwimmendem Estrich.
- Gründung
- Der Baugrund ist ungünstig. Vorgesehen ist eine Baugrundverbesserung mit Säulenverfahren. Das Gründungsverfahren wird in der weiteren Planung festgelegt.
- Haustechnik
- Wärme und Warmwasser kommen von zwei Luft-Wasser-Wärmepumpen in Splitbauweise, dazu Fußbodenheizung, Lüftung für Umkleiden und Sanitärbereiche, LED-Beleuchtung und Gebäudeautomation. Die Fahrzeughalle bekommt ein eigenes Abwassersystem mit Leichtflüssigkeitsabscheider und eine Einspeisemöglichkeit für ein mobiles Notstromaggregat. Die Dachflächen werden für eine Photovoltaikanlage vorbereitet.
- Außenanlagen
- Alarmhof mit vier Stellplätzen für Einsatzfahrzeuge, Stellplätze für die Einsatzkräfte, Feuerwehrzufahrten, Übungsflächen sowie Flächen für Regenwasserrückhaltung und Versickerung. Erforderliche Bäume werden gefällt, Ersatzpflanzungen folgen.
- Ausweichobjekt
- Für die Bauzeit mietet die Stadt ein geeignetes Ausweichobjekt für die Feuerwehr an, weil kein eigenes städtisches Gebäude im Einsatzgebiet zur Verfügung steht.
Zeitplan
Schritte und Termine laut Beschlussvorlage
- Stadtrat fasst den Variantenbeschluss für den vollständigen Abbruch und Neubau (erledigt)27.11.2024
- Die Vorlage stand zur Vorberatung im Ausschuss für Planungsangelegenheiten und Stadtentwicklung auf der Tagesordnung (erledigt)13.10.2026
- Stadtrat soll den Baubeschluss fassen, davor Vorberatung in drei weiteren Ausschüssen bis zum 22.10.2026als Nächstes28.10.2026
- Baugenehmigung wird erwartet1. Quartal 2027
- Ausführungsplanung, Beginn von Ausschreibung und Vergabe2. Quartal 2027
- Baubeginn3. Quartal 2027
- Bauende und Übergabe an die Nutzer4. Quartal 2028
Vergabeverfahren
Die Vorlage nennt keine Verfahrensart. Nach dem Baubeschluss gehen die Ausführungsplanung sowie die Vorbereitung und Durchführung der Vergabeverfahren weiter.
Hintergrund
Anlass und Ausgangslage
Das Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Diemitz liegt im Osten von Halle und hat laut Vorlage bauliche, funktionale und sicherheitstechnische Mängel. Es fehlen eine normgerechte Schwarz-Weiß-Trennung und ausreichend große Fahrzeugstellplätze. Laut Vorlage von 2024 gibt es keine Umkleiden, die Schränke stehen in der Fahrzeughalle. Die Wehr hat 64 Mitglieder, davon 45 im aktiven Einsatzdienst.
Der Stadtrat beschloss am 27.11.2024 als Vorzugsvariante den vollständigen Abbruch und einen Neubau. Der Gestaltungsbeirat empfahl am 18.11.2024, das ortsbildprägende ehemalige Schulgebäude zu erhalten. Die neue Planung sieht deshalb Umbau und Erweiterungsneubau vor. Der Variantenbeschluss soll aufgehoben werden, einen neuen Variantenbeschluss soll es nicht geben.
Die Kosten stiegen gegenüber der Machbarkeitsstudie von 2024 mit rund 5,6 Mio. € auf 7,9 Mio. €. Die Vorlage nennt die genauere Planung, einen Risikozuschlag und die Baukostenentwicklung als Gründe.
Stand der Entscheidung
Beschluss und offene Punkte
Der Stadtrat soll den Variantenbeschluss vom 27.11.2024 aufheben, auf einen erneuten Variantenbeschluss verzichten und die Baumaßnahme mit Gesamtkosten von 7.900.000 € brutto beschließen.
Noch offen
- Der Baubeschluss steht noch aus, der Stadtrat soll am 28.10.2026 entscheiden.
- Das Gründungsverfahren wird erst in der weiteren Planung festgelegt.
Ort der Leistung
Halle (Saale), Sachsen-Anhalt
Markiert ist Halle (Saale), nicht der genaue Standort.
Kosten und Finanzierung
Alle Beträge laut Beschlussvorlage
| Gesamtkostenbrutto, Kostenberechnung nach DIN 276 plus Risikozuschlag von 10 % und Bauzeitindizierung | 7.900.000 € |
|---|
- Finanzierung
- Der Haushaltsplan sieht bisher Auszahlungen von 5.899.956 € vor. Für 2029 soll der Ansatz von 730.000 € auf 2.730.000 € steigen, damit die Gesamtsumme von 7.899.956 € gedeckt ist. Die Ausführung steht unter dem Vorbehalt der gesicherten Finanzierung.
Diese und weitere geplante Ausschreibungen in TendiGo analysieren
In einer Demo zeigen wir Ihnen, wie Sie von Ausschreibungen schon vor der Veröffentlichung erfahren. TendiGo wertet dafür Ratsdokumente aus und zeigt geplante Vergaben, bevor sie ausgeschrieben werden.
Frühsignal, keine Ausschreibung. Die Angaben stammen aus einer Sitzungsunterlage, nicht aus einer Bekanntmachung. Ob, wann und in welchem Umfang ausgeschrieben wird, entscheidet der Auftraggeber. TendiGo fasst das Dokument zusammen, maßgeblich ist das Original.