Was ausgeschrieben werden soll
Leistungen laut Beschlussvorlage
- Radweg
- Ab der Stadtgrenze entsteht auf etwa 1230 m ein Weg auf der Nordseite der Regensburger Straße als Gehweg mit dem Zusatz Radfahrer frei, überwiegend im Zweirichtungsverkehr. Die Regelbreite beträgt 3,00 m. Der Aufbau hat 40 cm Gesamtdicke mit 4 cm Asphaltdeckschicht, 8 cm Asphalttragschicht und 28 cm Schottertragschicht. Die Randbereiche bis zur Mauer bekommen eine wassergebundene Decke.
- Zufahrten
- In den Grundstückszufahrten wird der Aufbau auf 50 cm für Pkw und 60 cm für Lkw verstärkt. Der Belag entsteht in Asphalt oder Betonsteinpflaster. Zur Tragfähigkeit des Planums sind Bodenverbesserungen nötig.
- Bushaltestellen
- Die beiden Haltestellen auf der Nordseite werden mit Busborden barrierefrei ausgebaut. Die Warteflächen erhalten 8 cm Betonsteinpflaster auf Schotter- und Frostschutzschicht, insgesamt 50 cm. Die Haltestellen sind nicht förderfähig und werden getrennt ausgewiesen.
- Entwässerung
- Straßeneinläufe leiten in den vorhandenen Mischwasserkanal. Vor verschiedenen Zufahrten und Zugängen werden Entwässerungsrinnen gesetzt und über eigene Anschlussleitungen an den Kanal angeschlossen.
- Grün und Wertstoffplatz
- Ein Straßenbaum muss gefällt werden, als Ersatz werden 2 großkronige Laubbäume gepflanzt. Für die Baumreihe kommen 5 weitere Bäume dazu. Der Wertstoffcontainerplatz wird geringfügig verlagert und erneuert.
Zeitplan
Schritte und Termine laut Beschlussvorlage
- Stadtrat fasst den ersten Baubeschluss (erledigt)18.12.2019
- Zuwendungsbescheid für die Förderung (erledigt)28.12.2023
- Die Vorlage stand zur Vorberatung im Ausschuss für Planungsangelegenheiten und Stadtentwicklung auf der Tagesordnung (erledigt)13.10.2026
- Die Vorlage stand zur Vorberatung im Bauausschuss auf der Tagesordnung (erledigt)22.10.2026
- Stadtrat soll den geänderten Baubeschluss fassenals Nächstes28.10.2026
- Die Fördermittel stehen bis Ende 2028 zur Verfügung und müssen bis dahin abgerufen sein2028
Vergabeverfahren
Die Vorlage nennt keine Verfahrensart und keinen Termin für die Ausschreibung der Bauleistungen. Es handelt sich um eine Maßnahme im Förderprogramm Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (Tourismus).
Hintergrund
Anlass und Ausgangslage
Der Elsterradwanderweg ist von der Quelle an der tschechischen Grenze bis zur Mündung in die Saale ca. 250 km lang und endet im Stadtgebiet von Halle. In Osendorf führt er über Nebenstraßen und eine Straße mit Kopfsteinpflaster, was die Nutzung stark einschränkt. Deshalb soll er auf eine kürzere, direktere Trasse an der Regensburger Straße verlegt werden.
Der Stadtrat fasste am 18.12.2019 den Baubeschluss mit Gesamtkosten von 1.010.000 €. Seitdem sind die Baukosten stark gestiegen, der Baupreisindex für Straßen stieg von 102,6 im IV. Quartal 2021 auf 142,9 im I. Quartal 2026. Auch die Planungshonorare mussten angepasst werden. Die Planungsleistungen ab Leistungsphase 4 mussten in einem VgV-Verfahren neu ausgeschrieben werden, weil das ursprünglich gebundene Büro nicht mehr zur Verfügung stand.
Stand der Entscheidung
Beschluss und offene Punkte
Der Stadtrat soll den Baubeschluss von 2019 ändern und den Bau mit fortgeschriebenen Gesamtkosten von 1.570.200 € sowie den barrierefreien Ausbau der beiden Bushaltestellen mit 80.600 € beschließen. Der Beschluss gilt vorbehaltlich der Bestätigung des Investitionshaushaltes und des Änderungsbescheides der Investitionsbank.
Noch offen
- Der Stadtrat soll erst am 28.10.2026 entscheiden.
- Der Baubeschluss gilt vorbehaltlich der Bestätigung des Investitionshaushaltes und des Änderungsbescheides der Investitionsbank.
- Die Vorlage nennt keinen Zeitpunkt für die Ausschreibung der Bauleistungen.
Ort der Leistung
Halle (Saale), Sachsen-Anhalt
Markiert ist Halle (Saale), nicht der genaue Standort.
Kosten und Finanzierung
Alle Beträge laut Beschlussvorlage
| Gesamtkosten Radweg und Bushaltestellenbrutto, vorher 1.010.000 € laut Baubeschluss von 2019 | 1.650.800 € |
|---|---|
| Baukosten Radwegbrutto | 1.428.000 € |
| Planungskosten Radwegbrutto | 142.200 € |
| Baukosten Bushaltestellenbrutto | 74.600 € |
| Planungskosten Bushaltestellenbrutto | 6.000 € |
- Förderung
- GRW Tourismus, Förderquote ca. 88 %, Mittel bis Ende 2028
- Finanzierung
- Die Stadt hat Fördermittel aus dem Programm Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (Tourismus) mit Bescheid vom 28.12.2023 bewilligt, die Förderquote liegt bei ca. 88 %. Die Bushaltestellen sind nicht förderfähig. Die Mehrkosten gleicht das bewilligte Gesamtbudget aus, die Kosten werden mit der Haushaltsplanung 2027 angepasst.
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Frühsignal, keine Ausschreibung. Die Angaben stammen aus einer Sitzungsunterlage, nicht aus einer Bekanntmachung. Ob, wann und in welchem Umfang ausgeschrieben wird, entscheidet der Auftraggeber. TendiGo fasst das Dokument zusammen, maßgeblich ist das Original.