Was ausgeschrieben werden soll
Leistungen laut Beschlussvorlage
- Abbruch und Neubau
- Die Bestandsgebäude werden abgerissen. Neu entsteht ein Funktionsgebäude mit Fahrzeughalle als Grenzbebauung, die Bruttogeschossfläche beträgt 1.090 m². Im Erdgeschoss liegen Alarmfunktionen, Umkleiden, Sanitär, Werkstatt und Lager. Darüber folgen die Büros der Ortswehrleitung, ein Ruheraum, die Umkleiden der Kinder- und Jugendfeuerwehr und ein teilbarer Schulungsraum mit Teeküche.
- Übungsturm
- Ein Übungsturm nach DIN 14092-3 gehört zum Gebäudekonzept. Die historische Leiter der Wehr wird in einem getrennten Baukörper untergebracht.
- Bauweise
- Streifenfundamente mit Stahlbetonbodenplatte, Außenwände aus Mauerwerk, Putzfassaden. Über dem Sozialtrakt liegt eine Stahlbetondecke, das Dach der Fahrzeughalle besteht aus Trapezblech. Die Flachdächer erhalten Gefälledämmung, Abdichtung und eine extensive Begrünung.
- Haustechnik
- Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, Fußbodenheizung, Lüftung für Umkleiden und Sanitärbereiche und dezentrale elektrische Durchlauferhitzer. Die Fahrzeughalle bekommt ein eigenes Abwassersystem mit Mineralöl- und Benzinabscheider. Dazu kommen LED-Beleuchtung, Gebäudeautomation und eine Einspeisemöglichkeit für ein mobiles Notstromaggregat. Dachflächen werden teilweise für Photovoltaik vorgerichtet.
- Außenanlagen
- Alarmhof mit drei Stellplätzen für Einsatzfahrzeuge, Stellplätze für die Einsatzkräfte, Zufahrten, Übungsflächen sowie Flächen für Regenwasserrückhaltung und Versickerung. Größere Bestandsbäume bleiben, Baumfällungen sind nicht vorgesehen.
- Ausweichobjekt
- Für die Bauzeit mietet die Stadt ein geeignetes Ausweichobjekt für die Wehr.
Zeitplan
Schritte und Termine laut Beschlussvorlage
- Stadtrat beschließt den Abriss und Neubau als Vorzugsvariante (erledigt)28.08.2024
- Finanzausschuss stimmt dem Baubeschluss einstimmig zu (erledigt)22.09.2026
- Bauausschuss stimmt dem Baubeschluss einstimmig zu (erledigt)24.09.2026
- Stadtrat stimmt dem Baubeschluss einstimmig zu (erledigt)30.09.2026
- Beginn von Ausschreibung und Vergabeals Nächstes2. Quartal 2027
- Baubeginn3. Quartal 2027
- Bauende und Übergabe an die Nutzer4. Quartal 2028
Vergabeverfahren
Die Vorlage nennt keine Verfahrensart. Nach dem Beschluss gehen die Ausführungsplanung sowie die Vorbereitung und Durchführung der Vergabeverfahren weiter.
Hintergrund
Anlass und Ausgangslage
Das Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Nietleben am Platz der Einheit 1a erfüllt die DIN 14092 nicht. Die Umkleiden der Einsatzkräfte stehen in einem Container vor dem Gerätehaus, Teile der Gebäude ragen auf das Nachbargrundstück. Die Wehr hat 58 Mitglieder, davon 32 im aktiven Einsatzdienst und 22 in der Jugendfeuerwehr.
Der Stadtrat beschloss am 28.08.2024 als Vorzugsvariante den Abriss der Bestandsgebäude und einen Neubau am selben Standort und beauftragte die weitere Planung. Die Entwurfsplanung wurde am 11.05.2026 dem Gestaltungsbeirat vorgestellt. Dem Baubeschluss stimmten der Finanzausschuss am 22.09.2026, der Bauausschuss am 24.09.2026 und der Stadtrat am 30.09.2026 jeweils einstimmig zu.
Stand der Entscheidung
Beschluss und offene Punkte
Der Stadtrat beschließt den Abriss der Bestandsgebäude und den Neubau eines Funktionsgebäudes mit Fahrzeughalle. Die Gesamtkosten betragen 6.501.100 € brutto. Ergebnis: einstimmig zugestimmt, Stadtrat am 30.09.2026.
Noch offen
- Die Vorlage nennt zwei verschiedene Zeitpunkte für die Baugenehmigung, das 4. Quartal 2026 und das 1. Quartal 2027.
Ort der Leistung
Halle (Saale), Sachsen-Anhalt
Markiert ist Halle (Saale), nicht der genaue Standort.
Kosten und Finanzierung
Alle Beträge laut Beschlussvorlage
| Gesamtkostenbrutto, Kostenberechnung nach DIN 276 plus Risikozuschlag von 10 % und Bauzeitindizierung | 6.501.100 € |
|---|
- Finanzierung
- Im Haushaltsplan stehen für die Jahre 2026 bis 2028 Auszahlungen von 525.000 €, 2.015.000 € und 3.950.000 €, dazu kommen 11.100 € aus den Vorjahren. Zusammen sind das 6.501.100 €.
Diese und weitere geplante Ausschreibungen in TendiGo analysieren
In einer Demo zeigen wir Ihnen, wie Sie von Ausschreibungen schon vor der Veröffentlichung erfahren. TendiGo wertet dafür Ratsdokumente aus und zeigt geplante Vergaben, bevor sie ausgeschrieben werden.
Frühsignal, keine Ausschreibung. Die Angaben stammen aus einer Sitzungsunterlage, nicht aus einer Bekanntmachung. Ob, wann und in welchem Umfang ausgeschrieben wird, entscheidet der Auftraggeber. TendiGo fasst das Dokument zusammen, maßgeblich ist das Original.