Worum es geht
Das Verwaltungsgebäude des AWM am Georg-Brauchle-Ring 29 ist ein neunstöckiges Hochhaus mit ca. 10.000 qm Bruttogeschossfläche und ca. 4.400 m² Bürofläche für ca. 340 Mitarbeitende. Im 8. Obergeschoss liegt die Kantine. Als das Haus 1999 gebaut wurde, war ein Brandschutznachweis noch nicht vorgeschrieben. Er wurde jetzt nachträglich erarbeitet.
Untersuchungen im Juni 2023 zeigten durchfeuchtete Dächer und beschädigte bodentiefe Verglasungen im 8. Obergeschoss. Das Baureferat hat die Vorplanung abgeschlossen. Gebaut wird in drei Bauabschnitten bei laufendem Betrieb, dafür werden zeitlich gestaffelt bis zu 160 Arbeitsplätze sowie Küche und Kantine ausgelagert.
Was ausgeschrieben werden soll
- Brandschutz
- Flächendeckende Brandmeldeanlage, neue rauchdichte und selbstschließende Türen in den Fluren, Ertüchtigung der Technikschächte und der Brüstungen entlang der Fassade, neue Brandbekämpfungsabschnitte im Untergeschoss. Die Sprinkleranlage wird zurückgebaut, nur im 8. OG wird sie vollständig erneuert.
- Dach und Fassade
- Sanierung der Dächer vom 7. bis 9. OG mit Absturzsicherung, komplette Erneuerung der Pfosten-Riegel-Fassade aus Stahl im 8. OG.
- Innenausbau und Haustechnik
- Neue Abwasser- und Trinkwasserleitungen an den WC-Kernen, barrierefreie WCs, neue Linoleumböden vom 1. bis 7. OG, modernisierte Teeküchen, Schallschutz, neue Verkabelung, LED-Beleuchtung im ganzen Haus, neues Foyer mit Empfang.
- Energie
- Photovoltaikanlage mit ca. 60 kWp auf Dach und Technikaufbau, Grundwasserwärmepumpe zur Kühlung, weiterer Wärmetauscher für die Lüftung.
- Interimsbauten
- Drei Pavillonanlagen auf dem Nachbargrundstück des AWM, davon zwei Mietanlagen und eine wiederverwendete Anlage aus dem Schulbau. Anteilige Kosten ca. 7,9 Mio. € netto.
Verfahren und Zeitplan
Zur Art des Vergabeverfahrens sagt das Dokument nichts.
- 12.03.2026Kommunalausschuss berät den Projektauftragerledigt
- 25.03.2026Vollversammlung beschließterledigt
- bis 28.02.2027Fäll- und Rodungsarbeiten als vorgezogene Maßnahmeals Nächstes
- 2027Aufstellung der Pavillonanlagen, danach Umzug der Mitarbeitenden
- im AnschlussBauarbeiten im Bestand in drei Bauabschnitten
Kosten und Finanzierung
| Projektkosten und Kostenobergrenzenetto, einschließlich Risikoreserve | 31.700.000 € |
|---|---|
| Kostenschätzungnetto, Index Mai 2025 | 26.980.000 € |
| Reserve für Kostenrisikenrd. 17,5 % | 4.720.000 € |
| davon vorgezogene Maßnahmen (Pavillonanlagen)ca., netto, mit anteiliger Risikoreserve | 7.900.000 € |
| davon Ersteinrichtung | 180.000 € |
Gebührenhaushalt des AWM, der städtische Haushalt wird nicht belastet. 12,11 Mio. € sind in der Gebührenkalkulation 2025 bis 2027 enthalten, der Rest wird im nächsten Kalkulationszeitraum angemeldet. Dachsanierung und Fassade im 8. OG sind teilweise förderfähig, Anträge werden geprüft.
Stand der Entscheidung
Der Bedarf wird genehmigt und der Projektauftrag erteilt. Das Baureferat erarbeitet die Entwurfsplanung und bereitet die Ausführung vor. Den vorgezogenen Maßnahmen für die Pavillonanlagen wird zugestimmt. Der AWM führt die Ausführungsgenehmigung herbei. Ergebnis: Ziffer 2 gegen die Stimmen der AfD, sonst einstimmig (Vollversammlung am 25.03.2026).
Noch offen
- Die Ausführungsgenehmigung steht noch aus.
- Die Kosten beruhen auf der Vorplanung. Eine Fortschreibung wegen Index- oder Marktpreisänderungen ist zulässig.
Aus dem Dokument
„Die Aufstellung der Pavillonanlagen soll als vorgezogene Maßnahme im Jahr 2027 stattfinden.“
„Danach ergeben sich für das Bauvorhaben Projektkosten in Höhe von 31.700.000 Euro netto und Gesamtbaukosten (ohne Risikoreserve) von 26.980.000 Euro netto (Index Mai 2025).“
Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM); Brandschutzsanierung und notwendige Teilmodernisierung des Verwaltungsgebäudes AWM, Georg-Brauchle-Ring 29, 10. Stadtbezirk Moosach, Genehmigung des Nutzerbedarfsprogramms, Projektauftrag, Genehmigung der Ausführung von vorgezogenen Maßnahmen
Beschlussvorlage 20-26 / V 18787 · Kommunalausschuss · Sitzung am 12.03.2026
Frühsignal, keine Ausschreibung. Die Angaben stammen aus einer Sitzungsunterlage, nicht aus einer Bekanntmachung. Ob, wann und in welchem Umfang ausgeschrieben wird, entscheidet der Auftraggeber. TendiGo fasst das Dokument zusammen, maßgeblich ist das Original. Laufende Verfahren stehen in der Ausschreibungssuche.