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BeschlossenLandeshauptstadt München, Sozialreferat · Beschlussvorlage 20-26 / V 18322 · Sozialausschuss, Sitzung am

Flexi-Heime für Wohnungslose, Betriebsführung von sieben neuen Häusern wird bis 2028 ausgeschrieben

Sieben neue Flexi-Heime mit ca. 684 Bettplätzen für wohnungslose Haushalte entstehen bis etwa 2028. Die Betriebsführung wird je Haus einzeln für zehn Jahre EU-weit ausgeschrieben, nach und nach von 2026 bis 2028. Dazu kommt eine Ausschreibung über ca. 1.100 Bettplätze mit Flexi-Heim-Standard. Der Stadtrat hat beides am 04.03.2026 beschlossen.

Worum es geht

Wohnungslose Haushalte bleiben wegen des angespannten Wohnungsmarkts länger im Sofortunterbringungssystem. Flexi-Heime haben abgeschlossene Apartments mit Küchenzeile und eigenem Sanitärbereich und eignen sich besonders für Familien. Defizite trägergeführter Flexi-Heime will die Stadt künftig nicht mehr über Zuwendungen ausgleichen.

Sieben neue Flexi-Heime mit zusammen ca. 684 Bettplätzen sind in Vorplanung oder im Bau. Sie sollen wegfallende Plätze in gewerblichen Beherbergungsbetrieben ersetzen. Weitere Häuser plant die Stadt vorerst nicht, weil keine Mittel für die Bauförderung mehr bereitstehen. Die sozialpädagogische Betreuung gehört nicht zur Ausschreibung und wird weiter über Zuwendungen finanziert.

Was ausgeschrieben werden soll

Betriebsführung neuer Flexi-Heime
Je Haus ein eigener Auftrag über zehn Jahre ab Betriebsbeginn. Der Auftragnehmer tritt in den Mietvertrag ein, den das Kommunalreferat mit dem Investor geschlossen hat, stellt eine Kaution von drei Kaltmieten und stattet das Haus mit beweglichem Mobiliar aus.
Häuser mit späterer Eröffnung
Helmut-Schmidt-Allee 12 mit ca. 118 Plätzen für Familien (1. Quartal 2027), Kreillerstraße 129 mit ca. 125 Plätzen für Familien (2027), Cosimastraße 234 mit ca. 98 Plätzen (2027), Graf-Lehndorff-Straße 33 und 35 mit ca. 80 Plätzen (2027/2028).
Bettplätze mit Flexi-Heim-Standard
Ca. 1.100 Bettplätze für Familien, Einzelpersonen und Paare, Laufzeit fünf bis zehn Jahre je nach Angebot. Mindestens 7 m² je Bettplatz im Individualraum. Das Entgelt soll im Schnitt 1.000 € je Monat nicht überschreiten. Die Ausschreibung war für 2026 geplant.

Verfahren und Zeitplan

Vorgesehen ist das offene Verfahren nach § 15 VgV für soziale und andere besondere Dienstleistungen nach § 130 GWB. Die Verfahrensart kann noch angepasst werden. Vergabestelle ist S-Recht/EV im Sozialreferat, bekanntgemacht wird auf vergabe.muenchen.de, service.bund.de und TED. Bieten können gewerbliche Anbieter und gemeinnützige Träger. Gewertet werden vor allem das Bettplatzentgelt und die Qualität des Betriebsführungskonzepts. Die Lose der Bettplatz-Ausschreibung orientieren sich an den Stadtbezirken.

  1. 26.02.2026Sozialausschuss berät die Vergabeermächtigungerledigt
  2. 04.03.2026Vollversammlung beauftragt beide Ausschreibungenerledigt
  3. 2026 bis 2028Ausschreibung der Betriebsführung, Haus für Hausals Nächstes
  4. 1. Quartal 2027Eröffnung Helmut-Schmidt-Allee 12
  5. 2027Eröffnung Kreillerstraße 129 und Cosimastraße 234
  6. 2027/2028Eröffnung Graf-Lehndorff-Straße 33 und 35

Kosten und Finanzierung

Kosten laut Dokument
Auftragswert Betriebsführung, 684 Bettplätzegerechnet auf 48 Monate32.832.000 €
Gesamtvolumen Betriebsführungbei zehn Jahren Laufzeit82.080.000 €
Auftragswert Bettplätze mit Flexi-Heim-Standard, 1.100 Plätzegerechnet auf 48 Monate52.800.000 €
Gesamtvolumen Bettplätzebei zehn Jahren Laufzeit132.000.000 €

Bezahlt wird allein über die Bettplatzentgelte der belegten Plätze. Sie laufen über das Vorauszahlungssystem der Stadt für die Kosten der Unterkunft. Die Entgelte sind gedeckelt, bei der Betriebsführung auf 900 bis 1.000 € je Bettplatz und Monat. Die Stadt garantiert eine Belegung von 80 %. Neue Haushaltsmittel sind laut Vorlage nicht nötig.

Stand der Entscheidung

Das Sozialreferat wird beauftragt, die Bereitstellung der Bettplätze mit Flexi-Heim-Standard und die Betriebsführung der sieben neuen Flexi-Heime auszuschreiben. Bei vergaberechtlich nötigen Änderungen am Verfahren muss der Stadtrat nicht erneut befasst werden. Ergebnis: Ziffern 1 und 2 gegen eine Stimme von DIE LINKE./Die PARTEI (Vollversammlung am 04.03.2026).

Noch offen

  • Die Verfahrensart ist nicht endgültig festgelegt, weil EU-weite Ausschreibungen für Flexi-Heime noch nicht erprobt sind.
  • Reichen die Mittel im Vorauszahlungssystem nicht für alle sieben Häuser, wird der Stadtrat erneut befasst.

Aus dem Dokument

„Für diese Häuser soll einzeln die Betriebsführung für jeweils zehn Jahre ausgeschrieben werden.“

„Die Deckelung der Bettplatzentgelte in den Ausschreibungen der jeweiligen Objekte soll innerhalb einer Spanne von 900 € bis 1.000 € liegen.“

Ausschreibung von Bettplätzen mit Flexi-Heim-Standard / Ausschreibungen der Betriebsführung neuerrichteter Flexi-Heime / Finanzierung angestiegener Anmietkosten von Beratungsräumen der Bezirkssozialarbeit in gewerblichen Beherbergungsbetrieben
Beschlussvorlage 20-26 / V 18322 · Sozialausschuss · Sitzung am 26.02.2026

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Frühsignal, keine Ausschreibung. Die Angaben stammen aus einer Sitzungsunterlage, nicht aus einer Bekanntmachung. Ob, wann und in welchem Umfang ausgeschrieben wird, entscheidet der Auftraggeber. TendiGo fasst das Dokument zusammen, maßgeblich ist das Original. Laufende Verfahren stehen in der Ausschreibungssuche.

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