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BeschlossenLandeshauptstadt München, Baureferat · Beschlussvorlage 20-26 / V 18191 · Bauausschuss, Sitzung am

Hackerbrücke, Generalinstandsetzung für 50 Mio. € mit Spartendüker, Baubeginn ab Mitte 2027

Die denkmalgeschützte Hackerbrücke über die Bahngleise hat gravierende Schäden an der Fahrbahnplatte. Der Stadtrat hat die Generalinstandsetzung samt Vorlandbrücke im Dezember 2025 mit 50 Mio. € genehmigt. Die Hauptbaumaßnahme soll ab Mitte 2027 beginnen und rund drei Jahre dauern. Im September 2026 lief laut Sachstandsbericht die Ausführungsvorbereitung.

Worum es geht

Die Hackerbrücke gehört zum ersten Maßnahmenpaket des Bauwerkserhaltungsprogramms Brücken. Den Projektauftrag erteilte der Stadtrat am 03.12.2024. An der Unterseite der Fahrbahnplatte gibt es Risse, korrodierten Betonstahl und Abplatzungen. Lose Betonteile werden in Sperrpausen der Bahn entfernt, damit nichts in den Gleisbereich fällt.

In der dünnen Fahrbahnplatte liegen einbetonierte Leerrohre für Strom- und Telekommunikationsleitungen. Das ist nach den heutigen Richtlinien nicht mehr zulässig. Die Sparten sollen deshalb dauerhaft in einen Düker unter den Gleisen verlegt werden.

Die Bahn plant ab Mitte 2027 den Umbau des Haltepunkts Hackerbrücke. Beide Baustellen müssen abgestimmt werden, die vereinbarten Sperrpausen sind zwingend einzuhalten. Der Sachstandsbericht zum Brückenprogramm vom September 2026 nennt als Projektstatus Vorwegmaßnahme und Ausführungsvorbereitung.

Was ausgeschrieben werden soll

Brückeninstandsetzung
Abbruch und Erneuerung der Fahrbahnplatte, Betoninstandsetzung, Ertüchtigung der Konstruktion für höhere Traglast. Gebaut wird in Endlage ohne Hilfsbrücke, erst eine Brückenhälfte, dann die andere.
Naturstein und Denkmal
Risse und Abplatzungen an den Natursteinverkleidungen werden in Abstimmung mit den Denkmalschutzbehörden instand gesetzt. Die historische Brückenkonstruktion wird restauriert.
Spartendüker
Ca. 220 m langes Dükerbauwerk von der Bernhard-Wicki-Straße bis zum Gelände des Europäischen Patentamts, geschlossener Schildvortrieb mit Flüssigkeitsstützung und Stahlbetonrohren.
Vorwegmaßnahme
Provisorium für die vorhandenen Sparten, Verlegung neuer Kabel und Umspleißen der Leitungen. Das Provisorium wird nach Abschluss der Arbeiten zurückgebaut.

Verfahren und Zeitplan

Die Vorlage nennt keine Verfahrensart. Die Ausführungsgenehmigung erteilt die Verwaltung intern, wenn die Kostenobergrenze eingehalten wird.

  1. 03.12.2024Bedarfs- und Konzeptgenehmigung, Projektauftragerledigt
  2. 17.12.2025Vollversammlung erteilt Projektgenehmigung und genehmigt die Vorwegmaßnahmeerledigt
  3. ab Mitte 2026Spartenprovisorium, Einleitung der Vergabeverfahren für die Hauptbaumaßnahmeals Nächstes
  4. September 2026Sachstandsbericht nennt Vorwegmaßnahme und Ausführungsvorbereitung als Statuserledigt
  5. ab Mitte 2027Baubeginn der Hauptbaumaßnahme
  6. rund drei JahreBauzeit

Kosten und Finanzierung

Kosten laut Dokument
Projektkosten und KostenobergrenzeKostenberechnung, einschließlich Risikoreserve50.000.000 €
davon Risikoreserve7.300.000 €

Finanzposition 6300.950.2360.6, neu aufgenommen in das Mehrjahresinvestitionsprogramm 2025 bis 2029. Zu Zuschüssen nach BayGVFG oder BayFAG kann laut Vorlage noch keine Aussage getroffen werden.

Stand der Entscheidung

Das Projekt wird mit Projektkosten von 50 Mio. € genehmigt, ebenso die Vorwegmaßnahme. Das Baureferat bereitet die Ausführung vor und führt die Ausführungsgenehmigung verwaltungsintern herbei, sofern die Kostenobergrenze eingehalten wird. Ergebnis: einstimmig (Vollversammlung am 17.12.2025).

Noch offen

  • Ob die Vergabeverfahren für die Hauptbaumaßnahme schon veröffentlicht sind, geht aus den Vorlagen nicht hervor.
  • Die Ausführungsgenehmigung steht noch aus.
  • Die Förderung ist nicht geklärt.

Aus dem Dokument

„Dies bedeutet, dass die notwendigen Vergabeverfahren für die Hauptbaumaßnahme spätestens Mitte 2026 eingeleitet werden müssen. Derzeit wird von einer Bauzeit von rund drei Jahren ausgegangen.“

„Beginnend an der Bernhard-Wicki-Straße bis zum EPA-Gelände (Europäisches Patentamt) soll ein ca. 220 m langes Dükerbauwerk hergestellt werden.“

Generalinstandsetzung Hackerbrücke mit Vorlandbrücke (BW 40/6 A und B), 1. Projektgenehmigung, 2. Genehmigung zur Durchführung der Vorwegmaßnahme, 3. Genehmigung zur verwaltungsinternen Ausführungsgenehmigung
Beschlussvorlage 20-26 / V 18191 · Bauausschuss · Sitzung am 02.12.2025

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